Die besten Aktivitäten in New Orleans: Der Guide
Abseits der Bourbon Street gibt New Orleans viel her. Hier findest du die wichtigsten Highlights zu Musik, Geschichte, Essen, Vierteln und Outdoor-Tipps – inklusive Preise, Zeiten und echten Empfehlungen.

Reise planen und buchen
Tools von unserem Partner Travelpayouts zum Vergleichen von Flügen und Hotels. Bei Buchung können wir eine Provision erhalten – ohne Mehrkosten für dich.
Flüge
Hotelkarte
Kurzfassung
- Das French Quarter ist Pflicht, aber die besten Erlebnisse gibt es oft in Marigny und Bywater, rund um die Frenchmen Street und in Tremé.
- Reise von März bis Mai oder im Oktober/November, um Feuchtigkeit und Hurrikan-Saison zu meiden und die Stadt lebendig zu erleben.
- Kostenloses in New Orleans: City Park, Congo Square, Moon Walk und French Market – so ist NOLA selbst mit wenig Geld gut zu erleben.
- Für Paare, Familien oder Erstbesucher schau in unsere Spezial-Guides: New Orleans für Paare und New Orleans mit Kindern.
- Bourbon Street hält, was sie verspricht: laut, kitschig, einmal witzig. Sieh sie als To-do-Punkt, nicht als Basislager.
Erkunde das French Quarter: Geschichte, Architektur & echtes NOLA-Gefühl

Das French Quarter (offiziell Vieux Carré) ist das älteste Viertel, gegründet 1718, und perfekter Start für jede Erkundung. Die Architektur ist eher spanisch-kreolisch als französisch – das überrascht viele Besucher. Der Stadtteil wurde nach Bränden in den 1780ern neu aufgebaut und zeigt heute mehr vom spanischen Kolonialstil als vom ursprünglichen französischen Siedlungsbild.
Jackson Square ist das geografische und soziale Herz des Viertels. Morgens tummeln sich Künstler, Wahrsager und Musiker am Eisenzaun rund um den Platz. Dahinter erhebt sich die St. Louis Cathedral – die älteste durchgehend aktive katholische Kathedrale der USA. Direkt daneben stehen die Pontalba Buildings – Häuserzeilen aus dem Jahr 1850 und damit mit die ältesten Apartmenthäuser in den USA.
Geh zwei Blocks weiter zur Royal Street: Antiquitätenläden, Galerien und fotogene Schmiedeeisenbalkone wie man sie nur in New Orleans findet. Die Straße ist deutlich ruhiger als Bourbon Street, wunderschön und hier leben tatsächlich noch Einheimische. Der French Market zieht sich über sechs Blocks von der Decatur Street bis zur Esplanade Avenue und ist seit 1791 einer der ältesten öffentlichen Märkte des Landes. Komm morgens vorbei, wenn die lokalen Händler aktiv sind – später wird's voll mit Souvenirjägern.
⚠️ Besser meiden
Bourbon Street abends macht einmal wirklich Spaß, aber in den Bars kostet der Drink 12–18 Dollar (halb Eis) und das „Live Jazz“ ist oft nur Karaoke oder ein DJ. Für echten Jazz und faire Preise geh zur Frenchmen Street im Marigny, nur 10 Minuten Fußweg vom Quarter entfernt.
Live-Musik: Hier klingt New Orleans wie New Orleans

New Orleans ist die Wiege des Jazz – und das spürt man am besten am Congo Square im Louis Armstrong Park. Ab den 1740ern durften sich versklavte Menschen hier sonntags treffen, musizieren, singen und tanzen – ein Erbe afrikanischer Rhythmen und Ursprungsort von Jazz, Blues und Rock’n‘Roll. Zugang ist kostenlos, am frühesten Vormittag (vor 10 Uhr) ist es am ruhigsten.
Preservation Hall in der St. Peter Street gilt als berühmtester Jazz-Club der Stadt. Die Shows dauern rund 45 Minuten, Tickets kosten 20–35 Dollar je nach Sitzplatz und ca. 100 Gäste stehen in einem kleinen, kerzenbeleuchteten Raum ohne Klimaanlage. Die Atmosphäre ist bewusst puristisch. Sei 30 Minuten vor Einlass da oder buche online Sitzplätze. Die Musik steht klar im Mittelpunkt – Zuhören ist Pflicht.
Frenchmen Street im Marigny ist nur wenige Blocks lang, aber hier reihen sich Dutzende Clubs mit Live-Musik aneinander – viele ohne Eintritt. Im Spotted Cat oder d.b.a. zahlst du oft gar keinen Eintritt. Musik startet meist ab 22 Uhr und geht bis spät in die Nacht. Am Wochenende wird die Straße selbst zur Open-Air-Bühne, wenn Musiker auf dem Gehweg spielen. Hier trifft man die echten Musiker der Stadt.
✨ Profi-Tipp
Schau, ob während deines Besuchs eine Second-Line-Parade steigt! Diese von Blaskapellen angeführten Umzüge finden von Herbst bis Frühjahr meist sonntags statt und gehören zu den großartigsten, kostenlosen Traditionen in New Orleans. Jeder kann mitlaufen – kein anderes Event bringt dir die lokale Kultur so nah wie diese Nachbarschafts-Paraden. Alle Termine findest du in unserem Second-Line-Guide für New Orleans.
Geschichte & Kultur: Friedhöfe, Voodoo und der Zweite Weltkrieg

Kaum eine US-Stadt bietet auf so kleinem Raum so viel Geschichte wie New Orleans. Der St. Louis Cemetery No. 1 von 1789 zählt zu den ältesten oberirdischen Friedhöfen der Stadt – seine ikonischen Familiengräber haben dem Spitznamen „City of the Dead“ ihren Ursprung gegeben. Durch das niedrige Geländeniveau wurden Grüfte hier zum Standard. Der Tradition nach ruht die „Voodoo-Queen“ Marie Laveau in der Laveau-Glapion-Familiengruft. Die Diözese erlaubt heute nur noch Führungen mit lizenziertem Guide (ca. 25–30 Dollar pro Person) – Eigenbesuch ist nicht mehr möglich.
Das National WWII Museum gilt als eines der besten Museen der USA – zu Recht. Thematisch deckt es alles zum Krieg ab, besonders Pazifikraum und D-Day, schließlich wurden hier die berühmten Higgins-Boote gebaut. Eintritt ca. 28–32 Dollar für Erwachsene; plane mindestens drei Stunden ein. Die beste Indoor-Aktivität bei schlechtem Wetter.
Wer Lust auf Kurioses hat: Das New Orleans Voodoo Museum im French Quarter ist klein, stimmungsvoll und klärt Mythen auf. Hier geht es nicht um Gruselshows, sondern um echte Geschichte und die afrikanischen sowie haitianischen Wurzeln des Voodoo. Eintritt ist mit 7–10 Dollar moderat und das Personal kompetent. Gut kombinierbar mit der Entdeckung kreolisch-afrikanischer Geschichte der Stadt.
- National WWII Museum Beste Indoor-Sehenswürdigkeit der Stadt. Plane einen halben Tag ein. Eintritt ca. 28–32 Dollar für Erwachsene.
- St. Louis Cemetery No. 1 Geführte Tour (~25–30 Dollar) buchen. Allein ist Zutritt nicht möglich. Morgens ist es ruhig.
- Mardi Gras World Erwachsene 22 Dollar, Kinder bis 12 Jahre 14 Dollar. Führungen 9:30–16:30 Uhr, ca. 30 Minuten. Über 80 % aller Mardi Gras-Wagen werden hier gebaut.
- The Cabildo Ort der Übergabe von Louisiana an die USA 1803. Heute Staatsmuseum, das die Geschichte Louisianas von der Kolonialzeit bis nach dem Bürgerkrieg beleuchtet.
- Whitney Plantation Ca. 70 km westlich. Das einzige Plantagenmuseum in Louisiana, das sich ausschließlich der Geschichte der Sklaverei widmet. Halbtagesausflug einplanen.
Essen & Trinken: Was, wo und warum (und was nicht!)

New Orleans bietet eine der markantesten Küchen Nordamerikas – geprägt von französischen, spanischen, afrikanischen und haitianischen Einflüssen. Beignets im Café du Monde sind Frühstücksklassiker; für die filialenlange Warteschlange am Traditionsstand lohnt es sich mindestens einmal. Drei Beignets kosten etwa 4–5 Dollar; vorsicht, Puderzucker landet überall. Geh am besten vor 9 Uhr morgens an einem Wochentag hin. Unser Reiseführer: Beignets in New Orleans liefert Tipps zu allen Alternativen außerhalb von Café du Monde.
Unverzichtbar daneben: ein klassisches Po’Boy-Sandwich („dressed“, am besten mit Roastbeef oder Shrimp), montags die traditionellen Red Beans & Rice, eine Tasse Schildkrötensuppe und einmal echtes Gumbo. Was und wo du welche Spezialität isst, erfährst du detailliert in unserem Guide zu Was man in New Orleans essen sollte und Wo man in New Orleans essen sollte. Für die angesagten Kreol-Restaurants am Abend solltest du unbedingt reservieren, vor allem am Wochenende.
💡 Lokaler Tipp
In New Orleans sind offene Alkoholbecher (in Plastikbechern!) auf den Straßen erlaubt. Das heißt: Du darfst dein Getränk legal mitnehmen, wenn du von Bar zu Bar läufst. Glasflaschen sind draußen aber strikt verboten.
Outdoor-Aktivitäten: Mississippi, City Park & echte Local-Locations

New Orleans liegt direkt am Mississippi: Die Beziehung von Stadt und Fluss prägt alles. Der Moon Walk an der Uferpromenade bietet einen tollen Blick auf den Strom und den ständigen Verkehr riesiger Containerschiffe. Besonders abends ist der Sonnenuntergang großartig. Crescent Park im Marigny ist der längste Uferpark, meist ruhiger und perfekt zum Spazieren oder Picknicken abseits der Tourimassen.
City Park umfasst 1.300 Hektar in Mid-City und ist einer der größten Stadtparks der USA. Hier stehen 600 Jahre alte Eichen, es gibt Lagunen zum Paddeln, das New Orleans Museum of Art, den Sydney and Walda Besthoff Sculpture Garden (freier Eintritt) und den New Orleans Botanical Garden. Der Parkzugang ist frei, besonders der Skulpturengarten lohnt eine Stunde.
Für einen Halbtagesausflug: Mit dem Steamboat Natchez machst du eine zweistündige Rundfahrt über den Mississippi mit Live-Jazz an Bord, Ticket ca. 38–45 Dollar (Tagesfahrt). Die Dinner-Jazz-Fahrt am Abend kostet mehr, ist aber inklusive Essen. Alternativ: Sumpftouren abseits der Stadt zeigen dir den Sumpf mit Zypressen, Alligatoren und typischer Bayou-Natur – nur 45–60 Minuten Fahrt ab Downtown.
- City Park: Eintritt frei; NOMA ca. 15 Dollar, Skulpturengarten umsonst
- Steamboat Natchez: ca. 38–45 Dollar Tagesfahrt; Dinnercruise ab 80–95 Dollar
- Sumpftouren: meist 25–45 Dollar je nach Anbieter und Länge
- Crescent Park: kostenlos, Zugang vom Marigny über spiralförmige Fußgängerbrücke
- St. Charles Streetcar: 1,25 Dollar je Fahrt; von der Canal Street durch den Garden District bis Carrollton
Dein Trip: Viertel, Timing & nützliche Tipps

Die Unterkunft entscheidet, wie du die Stadt erlebst: Im French Quarter bist du mitten im Geschehen – aber auch mitten im Trubel (vor allem am Wochenende bis 4 Uhr). Der Garden District ist ruhiger, mit prächtigen Villen und mit der St. Charles Straßenbahn bist du für 1,25 Dollar pro Fahrt schnell downtown. Das Central Business District bietet die meisten Hotels, nur ein paar Minuten zu Fuß bis zum WWII-Museum oder ins French Quarter. Unser kompletter Reiseführer: Wo man in New Orleans übernachten sollte gibt dir je nach Reisetyp & Budget den perfekten Überblick.
Timing ist in New Orleans alles: Mardi Gras (meist Februar/März) bringt Ausnahmezustand, viele Leute, teure Hotels und Verkehrschaos, aber auch einmalige Stimmung. Zur Planung nutze zuerst unseren New-Orleans-Mardi-Gras-Reiseführer. Jazz Fest (Ende April/Anfang Mai) zieht Musikfans aus der ganzen Welt an. Der Oktober ist ein echter Geheimtipp: Tagsüber angenehme 16–28 Grad, Halloween ist riesig und die Stadt nicht überlaufen. Den vollen Überblick gibt unser Reiseführer: New Orleans im Oktober.
Zu Fuß bist du im French Quarter und entlang des Flusses am besten unterwegs. Die Straßenbahnen der Regional Transit Authority (RTA) bringen dich schnell durch das Zentrum. Uber und Lyft funktionieren in der ganzen Stadt gut. Vom Flughafen (MSY, ca. 24 km vom Quarter) kostet ein Taxi 36–45 Dollar, Rideshare meist 30–50 Dollar je nach Nachfrage. Die RTA-Busse fahren auch ins Zentrum – aktuelle Fahrzeiten, Liniennummern und Preise am besten vor Abreise auf norta.com checken, sie ändern sich immer wieder.
Häufige Fragen
Was sind die besten kostenlosen Aktivitäten in New Orleans?
City Park, Besthoff Sculpture Garden, Congo Square, Crescent Park, der Moon Walk am Mississippi und das schlendern durch die Architektur des French Quarter kosten nichts. Auf der Frenchmen Street gibt's fast jeden Abend Livemusik ohne Eintritt. Auch Jackson Square mit Straßenkünstlern und Performern ist komplett gratis.
Was sind die besten Aktivitäten für Paare in New Orleans?
Abendliche Jazzfahrt mit dem Steamboat Natchez, Dinner im Creole-Restaurant im French Quarter, Spaziergang durch den Garden District und ein Ausklang auf der Frenchmen Street stehen für Paare ganz oben. Extra-Tipp: eine Swamp-Tour zum Sonnenuntergang.
Was kann man in New Orleans mit Kindern unternehmen?
Der Audubon Zoo (mit Lazy River und Wasserrutschen), das Aquarium of the Americas (mit Berührungsbecken für Haie), Spielplätze und Tretboote im City Park sowie Mardi Gras World (Erwachsene $35, Kinder 5–12 $20) sind Grund genug für Familien. Das National WWII Museum eignet sich besonders für ältere Kinder.
Wann ist die beste Reisezeit für New Orleans?
März bis Mai sowie Oktober/November sind vom Wetter her ideal (16–28 °C) und weniger schwül als im Sommer. Zu Mardi Gras (Februar/März) und Jazz Fest (April/Mai) ist die Stadt voller und teurer. Im Oktober ist das Wetter top und die Stadt angenehm lebendig – ohne den Ausnahmezustand im Karneval.
Ist die Bourbon Street einen Besuch wert?
Einmal – ja. Wer Lärm und Party sucht, kriegt hier das volle Klischee, das man mal mitgemacht haben sollte. Wenn du aber echtes New Orleans und Livemusik willst, ist die Frenchmen Street im Marigny besser – Einheimische meiden die Bourbon Street meist.