Sydney and Walda Besthoff Sculpture Garden: Weltklasse-Kunst ohne Eintritt
Verteilt über 11 Acres im City Park, vereint der Sydney and Walda Besthoff Sculpture Garden mehr als 90 Skulpturen inmitten jahrhundertealter Eichen, stiller Lagunen und Magnolienhainen. Der Eintritt ist frei, an Wochentagen morgens kaum etwas los – und das Ergebnis ist eines der eindrucksvollsten Outdoor-Kunsterlebnisse im amerikanischen Süden.
Fakten im Überblick
- Lage
- City Park, direkt neben dem NOMA, 1 Collins Diboll Circle, New Orleans, LA
- Anfahrt
- City Park Straßenbahnlinie; Parkmöglichkeiten im City Park vorhanden
- Zeitbedarf
- 1,5 bis 2,5 Stunden für einen ausgiebigen Besuch
- Kosten
- Eintritt frei; optionaler kostenloser Audioguide per Smartphone
- Am besten für
- Kunstbegeisterte, Fotografen, Familien und alle, die Ruhe abseits des French Quarter suchen
- Offizielle Website
- noma.org/besthoff-sculpture-garden

Was der Besthoff Sculpture Garden eigentlich ist
Der Sydney and Walda Besthoff Sculpture Garden ist ein 11 Acres großer Skulpturenpark im City Park, direkt neben dem New Orleans Museum of Art. Er beherbergt mehr als 90 Werke – die meisten davon Schenkungen der Besthoff Foundation – verteilt in einer Landschaft aus alten Kiefern, jahrhundertealten Eichen, Magnolien und zwei miteinander verbundenen Lagunen. Die Sammlung umfasst die späten Jahrzehnte des 20. und das frühe 21. Jahrhundert, mit einem Schwerpunkt auf figürlichen und abstrakten Arbeiten international anerkannter Künstler.
Der Garten wurde am 23. November 2003 mit rund 50 bis 60 Skulpturen auf einer Fläche von 5 Acres eröffnet. Eine große Erweiterung, die im Mai 2019 abgeschlossen wurde, verdoppelte die Fläche auf 11 Acres und brachte 26 bis 27 neue Werke, eine Kanalbrücke, ein Amphitheater, einen Pavillon und einen eigenen Lernbereich im Freien. Was als großzügiges Geschenk an die Stadt begann, ist heute eine der bedeutendsten kostenlosen Kulturattraktionen in Louisiana.
💡 Lokaler Tipp
Der Eintritt in den Skulpturengarten ist kostenlos und erfordert kein NOMA-Ticket. Du kannst direkt vom City Park aus hineinspazieren, ohne das Museumsgebäude zu betreten.
Wie der Garten zu verschiedenen Tageszeiten wirkt
Morgenbesuche, etwa zwischen 8 und 10 Uhr, zeigen den Garten am ruhigsten und stimmungsvollsten. Flaches Licht fällt durch das Spanische Moos und das Blätterdach der Eichen, wirft lange Schatten auf die Rasenflächen und bringt die Konturen der Bronze- und Steinskulpturen scharf zur Geltung. Die Lagunen liegen um diese Zeit noch ganz still – und die Spiegelungen der Bäume und Skulpturen auf dem Wasser fügen fast jedem Blickwinkel eine zweite, umgekehrte Komposition hinzu.
Das Mittagslicht flacht die Landschaft etwas ab, doch genau dann kommen häufig Familien mit Kindern – und der Garten bekommt eine ganz andere Energie. Kinder reagieren oft instinktiv auf die figürlichen Werke: Sie umkreisen sie, berühren die Sockel und lassen sich fotografieren. Ab dem frühen Nachmittag kann die Hitze zwischen Mai und September erheblich werden. New Orleans erreicht im Sommer 25 bis 33 Grad Celsius bei hoher Luftfeuchtigkeit, und der Garten bietet entlang seiner Wege nur teilweise Schatten. Bring genug Wasser mit und überlege, deinen Besuch in die kühleren Monate Oktober bis April zu legen.
Der späte Nachmittag ab etwa 16 Uhr ist wohl das beste Licht für Fotos. Der Garten leert sich, die Schatten werden wieder länger, und das warme Abendlicht harmoniert besonders gut mit den patinierten Bronzen. Die Kanalbrücke aus der Erweiterung von 2019 lohnt sich zu dieser Stunde besonders – der Blick zurück auf den Hauptrasen und die neoklassizistische Fassade des NOMA in der Ferne ist sehenswert.
⚠️ Besser meiden
Hitze und Luftfeuchtigkeit in New Orleans sind im Sommer nicht zu unterschätzen. Wer von Juni bis August kommt, sollte den Skulpturengarten vor 10 Uhr oder nach 16 Uhr besuchen. Auf den offenen Rasenflächen gibt es kaum Schatten.
Tickets & Führungen
Ausgewählte Angebote unseres Buchungspartners. Die Preise sind Richtwerte; Verfügbarkeit und endgültiger Preis werden bei der Buchung bestätigt.
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Ab 33 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungNew Orleans Garden District small group guided walking tour
Ab 31 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungHoumas House estate and gardens guided mansion tour
Ab 0 €Sofortige BestätigungGarden District secrets and scandals small group tour
Ab 318 €Sofortige BestätigungKostenlose Stornierung
Die Sammlung: Was dich erwartet
Die Werke reichen von monumentalen Außenbronzen bis hin zu kleineren Marmor- und Harzarbeiten, die in schattigen Nischen entlang der Lagunenränder platziert sind. Die Sammlung bevorzugt Skulpturen, die sich mit dem menschlichen Körper und der Landschaft auseinandersetzen. Die Kuratorentscheidungen spiegeln den konsequenten Geschmack der Besthoff Foundation für Werke wider, die unmittelbar kommunizieren – ohne kunsthistorisches Vorwissen vorauszusetzen.
Mehrere großformatige Figurenbronzen stehen direkt am Wasser, ihre Spiegelungen verdoppeln die Kompositionen auf eine Weise, die sich durchdacht und bewusst anfühlt. Andere Werke stehen in Lichtungen der Eichenhaine, wo das Zusammenspiel zwischen organischer Form und dem umliegenden Blätterdach langsame Aufmerksamkeit belohnt. Die Erweiterung von 2019 brachte Werke in zeitgenössischeren Bildsprachen, die beim Rundgang vom ursprünglichen 5-Acres-Bereich in die neueren Abschnitte eine lockere, aber nachvollziehbare chronologische Entwicklung ergeben.
Ein kostenloser Audioguide per Smartphone ist verfügbar und liefert Hintergrundinformationen zu einzelnen Werken. Empfehlenswert ist er in Maßen – denn die unvermittelte Zeit mit den Skulpturen und der Landschaft ist ein wesentlicher Teil dessen, was diesen Ort so besonders macht.
Einbettung in den City Park und die Umgebung
Der City Park gehört zu den größten Stadtparks der USA und umfasst rund 1.300 Acres. Der Skulpturengarten nimmt einen vergleichsweise kleinen, aber sorgfältig gestalteten Teil des südlichen Parkgeländes ein, direkt neben dem NOMA. Ein Besuch lässt sich gut mit dem New Orleans Museum of Art und dem New Orleans Botanical Garden kombinieren, die beide bequem zu Fuß erreichbar sind. Alle drei zusammen ergeben einen lohnenden halben Tag in Mid-City – mit Landschaft, angewandter Kunst und zeitgenössischer Skulptur, ohne dass du dafür ein Auto zwischen den Stationen brauchst.
Es lohnt sich, ein paar Minuten früher im Park anzukommen und ihn auf sich wirken zu lassen. Die Eichenalleen entlang der Zufahrtsstraßen wachsen seit weit mehr als einem Jahrhundert, und ihre Dimension setzt die Skulpturen im Inneren des Gartens in ein ganz anderes Verhältnis zur Natur als ein konventionelles Museum im Innenraum je könnte. Der Boden ist weich und stellenweise leicht uneben – besonders nach Regen. Bequeme Schuhe sind hier kein Luxus, sondern Pflicht.
Anreise und praktische Hinweise
Der Skulpturengarten ist mit der Straßenbahnlinie City Park erreichbar. Mit dem Auto ist der City Park von den meisten Stadtteilen New Orleans' gut zu erreichen, und Parkmöglichkeiten sind im Park vorhanden. Ridesharing über Uber oder Lyft ist eine zuverlässige Option für Besucher, die im French Quarter oder im Garden District übernachten – die Fahrt dauert je nach Verkehr in der Regel 10 bis 20 Minuten.
Die Wege im Garten sind auf angenehmes Gehen ausgelegt und schließen die Brücke aus der Erweiterung von 2019 ein. Konkrete Details zur Barrierefreiheit – darunter Informationen zum Untergrundverhalten bei Regen und zur Rollstuhleignung bestimmter Abschnitte – sollten direkt beim NOMA vor dem Besuch erfragt werden.
Die Öffnungszeiten richten sich nach dem NOMA-Kalender und können saisonal oder rund um Feiertage abweichen. Aktuelle Zeiten am besten vor dem Besuch auf der offiziellen NOMA-Website prüfen. Der Garten ist kostenlos – unabhängig davon, ob du das Museum betreten möchtest oder nicht.
ℹ️ Gut zu wissen
Ein kostenloser Audioguide für den Skulpturengarten ist per Smartphone verfügbar. Eine App musst du dafür nicht herunterladen. Halte Ausschau nach den QR-Codes am Garteneingang oder ruf noma.org/besthoff-sculpture-garden für weitere Informationen auf.
Fotografie, Ehrlichkeit und für wen es vielleicht nichts ist
Der Besthoff Sculpture Garden ist wirklich fotogen – und taucht regelmäßig auf Listen der meistfotografierten Orte in New Orleans auf. Die Lagunenspiegelungen, die moosbedeckten Eichen und die Größenkontraste zwischen Skulpturen und Landschaft bieten Fotografen viel Spielraum. Weitwinkelobjektive erfassen die räumlichen Gesamtkompositionen gut; ein kurzes Teleobjektiv ist nützlich, um einzelne Werke vor unscharfen Hintergründen freizustellen.
Trotzdem sollte man ehrlich über die Grenzen des Gartens sein. Besucher, die ihre Kunst lieber in kontrollierten Innenräumen erleben – mit Wandtexten, Klimaanlage und dem vollen institutionellen Rahmen eines Museums –, werden das Outdoor-Setting möglicherweise eher als Einschränkung denn als Befreiung empfinden. An bewölkten Tagen in der Regenzeit verliert der Garten viel von seiner visuellen Dramatik, und nach starkem Regen können einige Wege matschig werden. Wenn deine Zeit in New Orleans auf ein oder zwei Tage beschränkt ist und du in erster Linie an Creole-Geschichte oder der Ess- und Musikkultur der Stadt interessiert bist, gibt es vielleicht sinnvollere Optionen für deinen Nachmittag.
Wer den Garten in ein größeres New-Orleans-Programm einbaut, findet ihn gut in einem Drei-Tage-Reiseplan für New Orleans untergebracht – als Vormittagsstopp vor dem Mittagessen in Mid-City oder einem Spaziergang durch den Park.
Insider-Tipps
- Der nördliche Bereich des Gartens entlang der Lagune – am weitesten vom Haupteingang des NOMA entfernt – ist selbst an belebten Wochenendnachmittagen kaum besucht. Plane genug Zeit ein, um bis dorthin zu kommen, anstatt an der ersten großen Lichtung umzukehren.
- Wenn du das NOMA am selben Tag besuchst, kann es je nach Ticketoption möglich sein, zwischen den Innenräumen und dem Garten hin- und herzuwechseln. Frag am besten direkt an der Kasse nach, wenn du ankommst.
- Das 2019 erweiterte Areal, das über die Kanalbrücke erreichbar ist, zeigt die neuesten Werke der Sammlung – und wird oft übersehen, weil viele Besucher denken, der ursprüngliche 5-Acres-Bereich sei alles. Geh über die Brücke.
- Wochentags morgens zwischen Ende Oktober und Anfang März ist die Bedingungskombination unschlagbar: angenehme Temperaturen, geringe Luftfeuchtigkeit, gutes Licht und so gut wie keine Menschenmassen. Dann zeigt sich der Garten von seiner besten Seite.
- Im City Park gibt es ein Café und weitere Verpflegungsmöglichkeiten. Im Skulpturengarten selbst gibt es keine Gastronomie – also vorher essen oder danach einen Abstecher zu den Parkeinrichtungen einplanen.
Für wen ist Sydney and Walda Besthoff Sculpture Garden geeignet?
- Kunstliebhaber, die eine hochwertige Sammlung sehen möchten – ohne Eintritt und ohne Schlange stehen
- Fotografen auf der Suche nach natürlichem Licht, Spiegelungen und eindrucksvollen Größenkontrasten
- Familien mit Kindern, die Platz zum Bewegen brauchen, während die Erwachsenen die Sammlung erkunden
- Reisende mit kleinem Budget, die substanzielle Kulturerlebnisse ohne Kosten suchen
- Alle, die das NOMA besuchen und ihr Erlebnis in die Natur verlängern möchten
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Weitere Highlights in Mid-City:
- City Park
Mit über 500 Hektar ist der City Park in New Orleans größer als der Central Park und beherbergt eine der größten Sammlungen alter Lebenseichen in den USA – manche davon 600 bis 800 Jahre alt. Der Eintritt ist kostenlos, und wer über die Hauptwiese hinausgeht, wird reichlich belohnt.
- New Orleans Botanical Garden
Der New Orleans Botanical Garden erstreckt sich über 10 bis 12 Acres im City Park und ist einer der wenigen erhaltenen öffentlichen Gärten aus der WPA-Ära im amerikanischen Süden. Mit Art-Deco-Skulpturen, einem Glasgewächshaus und über 2.000 Pflanzenarten lohnt sich ein ausgiebiger Bummel hier weit mehr als ein flüchtiger Blick.
- New Orleans Museum of Art (NOMA)
Das New Orleans Museum of Art ist die älteste Kunstinstitution der Stadt, gegründet 1910 und am 16. Dezember 1911 für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Sammlung umfasst mehr als 40.000 Werke aus 5.000 Jahren Kunstgeschichte. Mitten im City Park gelegen, verbindet das Museum eine beeindruckende Dauersammlung mit einem der schönsten Skulpturengärten des amerikanischen Südens – und der Garten ist immer kostenlos.