Die besten Aktivitäten auf Malta: Der ultimative Reiseführer
Malta steckt auf nur 316 Quadratkilometern eine außergewöhnliche Vielfalt an Erlebnissen. Dieser Guide zeigt die besten Aktivitäten im Archipel – von Vallettas Barockkathedralen und prähistorischen Tempeln bis zu Meereshöhlen, Klippenwanderungen und der berühmten Blauen Lagune – mit ehrlichen Tipps, was sich lohnt und was du getrost überspringen kannst.

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Kurzfassung
- Malta ist weit mehr als nur Strände: Die Insel beherbergt drei UNESCO-Welterbestätten, darunter das Hal Saflieni Hypogäum, einige der ältesten freistehenden Tempel der Welt und eine ummauerte Hauptstadt, die vollständig im 16. Jahrhundert erbaut wurde.
- Die Blaue Lagune auf Comino ist wirklich beeindruckend – aber im Juli und August kommen täglich Tausende Besucher. Wer unter der Woche im Mai, Juni oder September kommt, erlebt eine völlig andere Atmosphäre.
- Die Nebensaison (April bis Juni, September bis Oktober) bietet Temperaturen von 20–28 °C, überschaubare Menschenmassen und niedrigere Hotelpreise. Unser Guide zum besten Reisezeitpunkt für Malta liefert eine monatsweise Übersicht.
- Englisch ist Amtssprache, die Währung ist der Euro und das Leitungswasser ist trinkbar – die Logistik ist für die meisten Reisenden angenehm unkompliziert.
- Malta lässt sich auch mit kleinem Budget gut bereisen: Mehrere weltklasse Sehenswürdigkeiten sind kostenlos oder unter 10 €, und das öffentliche Busnetz fährt fast überall für 2 € pro Fahrt hin.
Valletta und die Drei Städte: Maltas historisches Herz
Valletta ist die kleinste Hauptstadt der Europäischen Union – gemessen an Fläche und Einwohnerzahl –, beherbergt aber mehr UNESCO-gelistete Denkmäler pro Quadratkilometer als fast jede andere Stadt der Welt. Die Stadt wurde nach der Großen Belagerung von 1565 von den Johannitern nach einem festen Plan erbaut, und das Straßengitter hat sich kaum verändert. Die meisten wichtigen Sehenswürdigkeiten liegen in einem Umkreis von 10 Gehminuten voneinander entfernt, was einen ganzen Tag in Valletta zu Fuß absolut machbar macht.
Das Herzstück ist die St.-Johannis-Kokathedrale. Das Äußere ist bewusst schlicht gehalten – die Kirche eines Militärordens –, doch innen ist jeder Zentimeter des Bodens und der Wände mit Intarsienmarmor, vergoldeten Schnitzereien oder Ölgemälden bedeckt. Das Oratorium beherbergt zwei Caravaggio-Gemälde, darunter die riesige „Enthauptung Johannes des Täufers" – sein einziges signiertes Werk. Der Eintritt kostet 15 € für Erwachsene und beinhaltet einen Audioguide. Kleide dich angemessen: Schultern und Knie müssen bedeckt sein, und das Personal achtet streng darauf. Für einen atemberaubenden Hafenblick ohne Eintrittsticket gehst du zu den Upper Barrakka Gardens und planst deinen Besuch zum Kanonensalut der Saluting Battery, der täglich um 12 und 16 Uhr stattfindet.
💡 Lokaler Tipp
Die Staatsräume des Großmeisterpalastes sind nur geöffnet, wenn das Parlament nicht tagt – in der Regel im Sommer. Prüfe die Website von Heritage Malta vor deinem Besuch, um eine Enttäuschung zu vermeiden.
Auf der anderen Seite des Grand Harbour werden die Drei Städte (Birgu, Senglea und Cospicua) im Vergleich zu Valletta deutlich weniger besucht. Birgu, auch Vittoriosa genannt, ist der Ort, an dem sich die Johanniter nach ihrer Ankunft in Malta 1530 zuerst niederließen. Fort St. Angelo dominiert die Halbinsel und ist mit Heritage-Malta-Tickets zugänglich. Die Uferpromenade von Birgu füllt sich im Sommer mit Superyachten, behält aber an Werktagen morgens eine echte Nachbarschaftsatmosphäre.
Prähistorisches Malta: Tempel und Hypogäen, älter als Stonehenge

Maltas Megalithtempel stammen aus der Zeit von etwa 3600 bis 2500 v. Chr. und sind damit älter als Stonehenge und die ägyptischen Pyramiden. Allein diese Tatsache überrascht die meisten Erstbesucher. Über Malta und Gozo verteilt gibt es sechs UNESCO-gelistete Tempelanlagen, jede mit einem ganz eigenen Charakter.
Die am leichtesten zugänglichen auf der Hauptinsel sind Hagar Qim und die benachbarten Mnajdra-Tempel, auf einer Klippe über dem Meer bei Qrendi gelegen. Beide sind heute unter Stoffüberdachungen geschützt, um Verwitterung zu verhindern – das schmälert die Dramatik ein wenig, tut der Wirkung ihrer Ausmaße aber keinen Abbruch. Ein Kombiticket kostet 10 € für Erwachsene und beinhaltet das kleine Museum vor Ort. Am besten frühmorgens besuchen, bevor die Reisegruppen ab etwa 10 Uhr eintreffen.
Das Hal Saflieni Hypogäum in Paola ist eine ganz andere Art von Erlebnis: ein unterirdischer Begräbniskomplex, der zwischen 4000 und 2500 v. Chr. von Hand in den Fels gehauen wurde. Der Eintritt ist auf etwa 80 Besucher pro Tag begrenzt, um die Stätte zu schützen. Tickets sind über Heritage Malta oft wochenlang im Voraus ausverkauft. Am besten so früh wie möglich buchen – idealerweise noch vor dem Abflug. Auf Gozo sind die Ggantija-Tempel die ältesten des gesamten Komplexes und gehören zu den am besten erhaltenen. Wer einen Tagesausflug nach Gozo plant, sollte sie unbedingt einplanen.
⚠️ Besser meiden
Tickets für das Hal Saflieni Hypogäum sind in der Hochsaison regelmäßig 3–4 Wochen im Voraus ausverkauft. Wer keinen Slot bekommt: Die nahegelegenen Tarxien-Tempel bieten ein vergleichbares (wenn auch oberirdisches) Erlebnis und erfordern selten eine Voranmeldung.
Strände, Lagunen und Meer: Den richtigen Zeitpunkt erwischen

Die Blaue Lagune auf Comino hält, was ihr Ruf verspricht. Das Wasser hat tatsächlich diese Farbe: eine flache, geschützte Bucht mit mehreren Metern Sichtweite, umgeben von weißem Kalkstein. Fähren fahren von Valletta, Sliema und Cirkewwa (Nordmalta) von etwa April bis Oktober. Das Problem ist das Ausmaß: Im Juli und August tummeln sich gleichzeitig mehrere Tausend Menschen in und um die Lagune. Wer dann kommt, sollte die frühestmögliche Fähre nehmen (gegen 9 Uhr) und vor Mittag wieder aufbrechen. Im Mai, Anfang Juni oder Ende September ist es deutlich ruhiger und das Erlebnis ungleich schöner.
Wer einen Strandtag ohne Gedränge möchte: Golden Bay ist der beliebteste Sandstrand auf der Hauptinsel und bietet Einrichtungen wie Liegenverleih und eine Strandbar. Eine bessere Wahl für alle, die bereit sind zu laufen, ist die Ghajn Tuffieha Bay, die man über mehr als 200 Stufen hinab (und wieder hinauf) erreicht – das hält die meisten Tagesausflügler fern. Die Wasserqualität ist an beiden Stränden ausgezeichnet. An der Südküste ist St. Peter's Pool bei Marsaxlokk ein natürliches Felsbecken zum Schwimmen ohne jegliche Infrastruktur, dafür mit außergewöhnlicher Wasserklarheit.
- Blaue Lagune (Comino) Ideal für: Schnorcheln, Fotografie. Früh kommen oder Nebensaison wählen. Nur per Fähre erreichbar, keine Übernachtungsmöglichkeiten auf der Insel.
- Golden Bay Ideal für: Familien, Infrastruktur. Liegenverleih vorhanden. An Sommerwochenenden voll, unter der Woche gut zu handhaben.
- Ghajn Tuffieha Bay Ideal für: alle, die weniger Trubel möchten. Die steilen Zugangsstufen halten die meisten Gelegenheitsbesucher ab. Keine Einrichtungen am Strand selbst.
- Mellieha Bay Ideal für: seichtes Wasser, kleine Kinder. Maltas größter Sandstrand mit sehr flachem Einstieg ins Meer.
- Ramla Bay (Gozo) Ideal für: Landschaft. Gozos Hauptstrand hat auffällig orangeroten Sand und römische Ruinen im Hinterland. Nur von Gozo aus zugänglich.
Mdina, Rabat und das Landesinnere: Die ruhige Seite Maltas

Mdina liegt auf einem Hügel etwa in der Mitte der Insel und war Maltas Hauptstadt, bevor die Johanniter Valletta errichteten. Die Altstadt ist wirklich still – besonders abends, nachdem die Tagestouristen-Busse gegen 17 Uhr abgefahren sind. Die Gassen sind so eng, dass man mit ausgestreckten Armen fast beide Wände berühren kann. Autos sind nicht erlaubt, abgesehen von den wenigen Anwohnern, die eine Ausnahmegenehmigung haben. Die Pauluskathedrale in Mdina ist das Eintrittsgeld für das freskenverzierte Innere wert, und von den Stadtmauern hat man einen Ausblick über die gesamte Insel bis zum Meer.
Direkt neben Mdina liegt die Stadt Rabat, die oft übersehen wird. Die Pauluskatakomben hier sind ein weitläufiges frühchristliches Grabsystem, das unter der Stadt in den Fels gehauen wurde und Tunnel über mehr als 2.000 Quadratmeter umfasst. Sie werden von Heritage Malta verwaltet und sind mit einem Eintrittsgeld zugänglich. Die nahegelegene Domus Romana zeigt römische Mosaikböden, die auf dem Gelände eines Stadthauses aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. gefunden wurden.
✨ Profi-Tipp
Verbringe mindestens einen Abend in oder bei Mdina. Nach 18 Uhr sind die Tagestouristen weg, und die engen Kalksteinstraßen sind fast vollständig menschenleer. Das ist eines der stimmungsvollsten Erlebnisse, die Malta zu bieten hat – und es kostet nichts.
Gozo: Mehr als nur ein Tagesausflug

Gozo ist eine eigene Insel, etwa 25 Minuten mit der Fähre von Cirkewwa im Norden Maltas entfernt. Die meisten Besucher kommen für einen Tagesausflug, was funktioniert – wer aber eine Nacht auf Gozo bleibt, hat die Insel morgens früh ganz für sich, bevor die Tagesausflügler aus Malta ankommen. Die Fähre fährt häufig und kostet etwa 5 € für die Hin- und Rückfahrt. Unser ausführlicher Gozo-Reiseführer behandelt die Logistik im Detail.
Die Zitadelle in Victoria (Gozos Hauptort) ist die befestigte Hügelstadt, die die Insel seit mindestens der Römerzeit dominiert. Die heutigen Befestigungsanlagen stammen größtenteils aus dem 17. Jahrhundert und können kostenlos auf den Wällen entlang spaziert werden. Das Azure Window bei Dwejra stürzte 2017 ein, aber die umliegende Küste – darunter das Inland Sea und das Blue Hole als Tauchspot – gehört nach wie vor zu den dramatischsten im Mittelmeer. Für Taucher ist das eine der besten Stätten in ganz Europa.
Malta praktisch: Fortbewegung, Kosten und was du überspringen kannst
Malta lässt sich auch ohne Auto gut bereisen. Malta Public Transport betreibt über 100 Buslinien auf der Insel, und der Einheitstarif von 2,50 € gilt für jede Einzelfahrt. Der zentrale Umsteigepunkt ist das Busterminal am City Gate in Valletta. Wegen des Verkehrs, besonders rund um Sliema und St. Julian's zur Stoßzeit, können die Fahrten langsam sein. Für schnellere Transfers sind Bolt und Uber beide verfügbar. Eine vollständige Übersicht über deine Möglichkeiten findest du in unserem Guide zur Fortbewegung auf Malta.
- Trinkgeld: 5–10 % in Restaurants, wenn kein Serviceentgelt inbegriffen ist. Nicht verpflichtend, in einfachen Cafés kaum erwartet.
- Kleiderordnung: In allen Kirchen und Kathedralen ist angemessene Kleidung Pflicht. Schultern und Knie müssen bedeckt sein. An manchen Eingängen sind Einwegschals erhältlich, aber darauf verlassen solltest du dich nicht.
- Strom: UK-Stecker Typ G, 230 V. Bring einen Adapter mit, wenn du nicht aus Großbritannien anreist.
- Wasser: Leitungswasser ist offiziell trinkbar, obwohl viele Einheimische wegen des Geschmacks nach der Meerwasserentsalzung Flaschenwasser bevorzugen.
- Sprache: Sowohl Maltesisch als auch Englisch sind Amtssprachen. Auf der gesamten Insel kommst du mit Englisch problemlos zurecht.
- Notrufdienste: 112 für Polizei, Feuerwehr oder Krankenwagen.
Ein Wort zu Touristenfallen: Die Pferdekutschen (Karozzin) in der Nähe des City Gate in Valletta und in Mdina sind zwar legal, aber allgemein als überteuert und unbequem bekannt. Eine 20-minütige Fahrt kostet typischerweise 30–40 €. Die Straßen beider Städte sind gut zu Fuß erkundbar, sodass du sie gar nicht brauchst. Ähnliches gilt für die Restaurants direkt am City Gate in Valletta – sie verlangen deutlich mehr als die Lokale zwei oder drei Straßen weiter hinten. Für besseres Essen zu fairen Preisen läuft man am besten in Richtung Strait Street. Unser Guide zu Essen auf Malta zeigt dir die richtigen Adressen.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Malta, um die Highlights zu sehen?
Drei bis vier Tage reichen für Valletta, Mdina, die prähistorischen Tempel und einen Tagesausflug nach Gozo oder Comino. Mit sieben Tagen lässt sich all das ohne Stress erledigen, inklusive der Drei Städte, einem Strandtag und einem Abend auf Gozo. Ein 7-Tage-Reiseplan für Malta kann helfen, die Zeit sinnvoll zu strukturieren.
Lohnt sich die Blaue Lagune im Sommer?
Ja, aber mit Einschränkungen. Im Juli und August kommen täglich mehrere Tausend Besucher, und die umliegenden Felsen sind am späten Vormittag dicht gedrängt. Am besten die früheste Fähre nehmen (gegen 9 Uhr), eigene Verpflegung mitbringen und vor Mittag wieder abreisen. Im Mai, Anfang Juni oder September ist deutlich weniger los und das Erlebnis erheblich schöner.
Was kann ich auf Malta kostenlos unternehmen?
Einiges. Die Upper und Lower Barrakka Gardens in Valletta, die Strandpromenade in Sliema, die Gassen und Stadtmauern von Mdina, die Zitadelle in Victoria (Gozo) und alle Strände sind kostenlos zugänglich. Der Kanonensalut der Saluting Battery in Valletta (täglich um 12 und 16 Uhr) ist von den Gärten darüber kostenlos zu beobachten. Viele Dorfpfarrkirchen sind ebenfalls kostenlos zu betreten, Spenden werden aber gerne gesehen.
Muss ich Sehenswürdigkeiten im Voraus buchen?
Für das Hal Saflieni Hypogäum unbedingt – am besten so früh wie möglich über Heritage Malta, da die täglichen Eintritte auf etwa 80 Personen begrenzt sind und die Plätze in der Hochsaison wochenlang im Voraus ausverkauft sind. Für die meisten anderen Sehenswürdigkeiten (St.-Johannis-Kokathedrale, Hagar Qim, die Zitadelle) ist eine Voranmeldung in der Hauptsaison sinnvoll, aber spontaner Einlass ist in der Regel möglich.
Ist Malta auch für Reisende geeignet, die sich nicht für Geschichte interessieren?
Möglicherweise, aber die größte Stärke der Insel ist zweifellos ihre Geschichte. Wer hauptsächlich an Stränden, Wassersport und Nachtleben interessiert ist, wird trotzdem fündig: Die Blaue Lagune und die Strände im Norden sind weltklasse, Malta hat eine gut entwickelte Tauchszene rund um Gozo und die Südküste, und St. Julian's bietet ein konzentriertes Nachtleben. Die historischen Stätten ganz zu ignorieren würde aber bedeuten, das zu verpassen, was Malta wirklich einzigartig macht.