Die besten Aktivitäten in Valletta, Malta

Valletta steckt voller Geschichte – kaum eine andere europäische Hauptstadt hat so viel auf so engem Raum. Dieser Guide zeigt dir die Top-Sehenswürdigkeiten: vom weltberühmten Barock-Dom über eine 500 Jahre alte Sternenfestung bis hin zu Hafenrundfahrten und den besten Cafés für maltesischen Kaffee.

Panoramablick auf Vallettas Grand Harbour mit historischen Kanonen im Vordergrund und dem imposanten sternförmigen Fort St. Angelo auf der gegenüberliegenden Seite unter strahlend blauem Himmel.

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Kurzfassung

  • Valletta ist UNESCO-Weltkulturerbe und die flächenmäßig kleinste Hauptstadt der EU – ein überschaubares Raster aus Barockstraßen, das sich beim Schlendern von selbst erschließt. Für alles jenseits der Hauptstadt lies unseren großen Malta-Reiseführer.
  • St. John's Co-Cathedral ist die beste Sehenswürdigkeit Vallettas – Tickets unbedingt vorab online kaufen, besonders von April bis Oktober, da sie sich schnell verkaufen.
  • Die Mittagskanone in den Upper Barrakka Gardens wird täglich um 12:00 Uhr abgefeuert; zehn Minuten früher kommen für einen guten Platz mit Hafenblick.
  • Die meisten Top-Sehenswürdigkeiten lassen sich an einem langen Tag erkunden, aber mit zwei Tagen geht deutlich mehr: nachmittägliches Licht in den Gärten, ein Abend auf der Republic Street und eine Hafenrundfahrt bei Sonnenaufgang.
  • April bis Juni und September bis Oktober sind die besten Reisemonate. Im Sommer (Juli–August) ist es heiß und voll. Den besten Reisezeitraum für Malta mit allen Saisontipps findest du in unserem Überblick.

St. John's Co-Cathedral: Das Innere, das alles verändert

Goldenes, üppig verziertes Barockinterieur einer Kathedrale mit gewölbten Decken, kunstvollen Schnitzereien und religiösen Kunstwerken über dem Altar.
Photo Pham Ngoc Anh

Von außen gibt sich die St. John's Co-Cathedral bewusst zurückhaltend – eine schlichte Barockfassade, die im Straßenbild fast untergeht. Tritt ein, und der Kontrast ist atemberaubend. Jeder Zentimeter der Kirchenschiffwände ist bedeckt mit vergoldeten Schnitzereien, Wappenschilden und bemaltem Marmor. Der gesamte Boden besteht aus Grabplatten der Malteserritter – über 375 Stück, jede ein Meisterwerk aus eingelegtem Buntmarmor. Die meisten Besucher bleiben einfach stehen und starren nach unten.

Die Kathedrale beherbergt zwei Gemälde von Caravaggio, beide im Oratorium neben dem Hauptschiff. Das größere Werk, „Die Enthauptung Johannes des Täufers”, ist das einzige Gemälde, das Caravaggio je signiert hat, und gilt als eines der bedeutendsten Barockgemälde überhaupt. Das kleinere Bild, „Der heilige Hieronymus beim Schreiben”, steht dem in nichts nach. Keine Reproduktion bereitet dich auf die Größe und Wucht der Originale vor. Plane mindestens 45 bis 60 Minuten ein, nicht 20. Tickets gibt es unter stjohnscocathedral.com – in der Hochsaison sind sie schnell ausverkauft. Schultern und Knie müssen bedeckt sein.

💡 Lokaler Tipp

Kauf die Tickets für St. John's Co-Cathedral online, bevor du reist – nicht erst am Morgen deines Besuchs. Von April bis Oktober sind die Einlasszeiten oft schon am Vormittag ausgebucht. Der Audioguide ist wirklich gut und den kleinen Aufpreis wert – er erklärt die Symbolik der Grabplatten und Caravaggios Zeit in Malta, was dem Besuch erheblich mehr Tiefe gibt.

Upper Barrakka Gardens und die Mittagskanone

Menschenmenge beobachtet den Kanonenschuss in den Upper Barrakka Gardens mit Blick auf den Grand Harbour in Valletta, Malta.
Photo Angelos Lamprakopoulos

Die Upper Barrakka Gardens liegen auf dem höchsten Punkt von Vallettas Bastionen, direkt über dem Grand Harbour. Ursprünglich im 16. Jahrhundert als private Loggia für italienische Ritter errichtet, wurden sie 1824 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und sind bis heute der beste kostenlose Aussichtspunkt der Stadt. Der Blick auf die Drei Städte – Vittoriosa, Senglea und Cospicua – gehört zu den meistfotografierten Motiven Maltas, und das zu Recht.

Täglich um Punkt zwölf feuert eine Kanone von der Saluting Battery direkt unterhalb der Gärten. Die Tradition reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück, als der Schuss den Schiffen im Hafen als Zeitsignal diente. Heute verwaltet Heritage Malta die Batterie, und du kannst nach unten gehen, um der Kanonenbesatzung aus der Nähe zuzusehen. Komm bis 11:50 Uhr, um einen guten Platz an der Balustrade zu ergattern. Der Barakka Lift verbindet die Gärten mit dem Hafenbereich unten und kostet 1 € pro Fahrt – praktisch, wenn du weiter zum Wasser möchtest.

Fort St. Elmo und Maltas Geschichte im Zweiten Weltkrieg

Blick auf eine große Steinbefestigung am Wasser in Valletta, Malta, mit historischen Mauern und Gebäuden mit Blick auf den Hafen.
Photo Alyona Nagel

Fort St. Elmo bewacht die Spitze der Valletta-Halbinsel und stand im Zentrum jedes bedeutenden Konflikts in der maltesischen Geschichte. Im 16. Jahrhundert von den Johannitern erbaut, hielt es der osmanischen Belagerung von 1565 stand – einer der berühmtesten Verteidigungskämpfe der europäischen Militärgeschichte. Die sternförmige Anlage des Forts ist ein Paradebeispiel der Renaissancefestungsarchitektur und lässt sich am besten vom Wasser aus bewundern – vom Boot oder vom gegenüberliegenden Ufer.

Das Nationale Kriegsmuseum im Inneren des Forts widmet sich ausführlich Maltas Rolle im Zweiten Weltkrieg. Malta war der am stärksten bombardierte Ort pro Quadratkilometer des gesamten Krieges, hauptsächlich durch italienische und deutsche Luftstreitkräfte zwischen 1940 und 1942. Über 30.000 Gebäude wurden zerstört oder beschädigt. In Anerkennung der Standhaftigkeit der Zivilbevölkerung verlieh König Georg VI. Malta 1942 das George Cross – eine kollektive Auszeichnung für ein ganzes Land, nicht für eine Einzelperson. Das Museum zeigt das originale George Cross zusammen mit Flugzeugen, Waffen und Dokumentarfilmen. Plane 1,5 bis 2 Stunden ein und prüfe die aktuellen Öffnungszeiten auf heritagemalta.mt.

ℹ️ Gut zu wissen

Die Lascaris War Rooms – ein Netz unterirdischer Tunnel im Valletta-Bastion – dienten während des Zweiten Weltkriegs als Kommandozentrale der Alliierten im Mittelmeer. Sie sind unabhängig von Fort St. Elmo und bieten eine andere, intimere Perspektive auf den Krieg. Beide Orte ergänzen sich hervorragend, wenn du einen ganzen Tag Zeit hast.

Der Großmeisterpalast und die Republic Street

Großes Steingebäude mit traditionellen maltesischen grünen Balkonen unter blauem Himmel an einer Straßenecke in Valletta.
Photo Andreas Figurski

Der Großmeisterpalast an der Republic Street war einst Machtzentrum der Malteserritter und später der britischen Kolonialverwaltung. Heute ist er offizielle Residenz des maltesischen Präsidenten. Die Staatsräume wurden im April 2024 nach umfangreicher Restaurierung wiedereröffnet und sind an ausgewählten Tagen für Führungen zugänglich – die aktuellen Öffnungstage (saisonal unterschiedlich) findest du auf der Heritage-Malta-Website.

Die Republic Street selbst ist die Hauptader der Stadt, die vom City Gate bis zu Fort St. Elmo führt. Richtung Stadtzentrum wird sie zunehmend zur Fußgängerzone und bietet eine bunte Mischung aus Cafés, Buchläden und Barockfassaden. Das Caffe Cordina, ein historisches Konditorei-Café am Republic Square, ist seit 1837 in Betrieb. Es ist die Art von Ort, den Touristen entdecken und den Einheimische trotzdem noch nutzen – ein gutes Zeichen. Die Außentische sind im Sommer voll; drinnen an der Theke mit einem Pastizz und einem schwarzen Kaffee zu stehen ist günstiger und authentischer.

Der Grand Harbour: Bootstouren und der Blick vom Wasser

Traditionelles maltesisches Boot mit rotem Sonnendach auf dem blauen Wasser des Grand Harbour, mit den historischen Steinbefestigungen von Valletta im Hintergrund.
Photo Joe Ambrogio

Der Grand Harbour ist einer der schönsten Naturhäfen des Mittelmeers und der eigentliche Grund, warum Valletta überhaupt existiert. Ihn vom Wasser aus zu sehen vermittelt eine Dimension, die kein Aussichtspunkt an Land replizieren kann. Traditionelle Dgħajsa-Boote (ausgesprochen etwa „d-eye-sa”) verbinden Valletta für ein paar Euro mit den Drei Städten, die Überfahrt dauert unter 10 Minuten. Für eine ausgedehntere Perspektive bieten Anbieter von Bootstouren in Malta Grand-Harbour-Rundfahrten ab dem Valletta Waterfront an – in der Regel 45 bis 90 Minuten, mit allen drei Hafenbuchten, dem Dockyard-Bereich und der befestigten Küstenlinie.

Am frühen Morgen ist es auf dem Wasser am schönsten. Das Licht ist weicher, der Hafenverkehr ruhiger, und die Befestigungen der Drei Städte wirken im Morgenlicht fast bernsteinfarben vor dem hellen Stein von Vallettas Bastionen. Wenn du mit dem Dgħajsa übersetzen, nimm dir mindestens eine Stunde Zeit, um durch die Straßen von Vittoriosa (auch Birgu genannt) zu schlendern. Die Atmosphäre ist spürbar ruhiger als in Valletta, und Fort St. Angelo, vom eigenen Ufer aus betrachtet, hat eine ganz eigene Wucht.

Praktische Tipps für den Besuch in Valletta

Valletta ist ausgesprochen kompakt. Die gesamte Stadt ist etwa 600 Meter breit und 1.100 Meter lang – fast alles ist zu Fuß in 15 Minuten erreichbar. Das von den Rittern in den 1560er Jahren angelegte Straßenraster ist noch vollständig erhalten, was bedeutet, dass die Straßen in übersichtlichen Parallellinien verlaufen. Sich zu verlaufen ist nahezu unmöglich. Der zentrale Busbahnhof liegt direkt vor dem City Gate und verbindet Valletta mit dem Rest der Insel. Busfahrten kosten rund 2 €.

  • Anreise vom Flughafen Der Malta International Airport (MLA) liegt etwa 8 km von Valletta entfernt. Die Buslinien X1/X4 fahren direkt und kosten rund 2 € (Fahrtzeit 40–60 Minuten je nach Verkehr). Ein Taxi kostet 20–30 € und dauert 20–30 Minuten. Shuttle-Services sind für etwa 10–15 € erhältlich.
  • Wann reisen April bis Juni und September bis Oktober bieten das beste Verhältnis aus milden Temperaturen (20–28 °C), überschaubarem Andrang und gutem Licht. Juli und August sind heiß (bis zu 32 °C) und sehr belebt. In den Wintermonaten ist es ruhig, aber einige Sehenswürdigkeiten haben verkürzte Öffnungszeiten.
  • Was anziehen Bequeme Wanderschuhe sind ein Muss – die Straßen sind zwar flach, aber mit unebenen Pflastersteinen. Kirchen verlangen bedeckte Schultern und Knie; ein leichter Schal oder Sarong im Rucksack löst das Problem für alle.
  • Bezahlen und Trinkgeld Die meisten Sehenswürdigkeiten akzeptieren Karten, kleinere Cafés und die Dgħajsa-Boote jedoch nur Bargeld. Trinkgeld ist nicht verpflichtend; 5–10 % in Restaurants ist eine nette Geste, wenn kein Serviceentgelt enthalten ist.
  • Sprache Englisch ist offizielle Amtssprache und wird in Valletta überall gesprochen. Maltesisch – eine semitische Sprache in lateinischer Schrift – ist die zweite Amtssprache. Viele Einheimische sprechen auch Italienisch.

⚠️ Besser meiden

In Vallettas Stadtkern gibt es kaum Schatten und fast keine Bäume. Im Juli und August zwischen 11:00 und 16:00 Uhr ist die Hitze, die sich vom hellen Kalksteinpflaster abstrahlt, intensiv. Wer im Sommer reist: früh starten (bis 8:30 Uhr), eine lange Mittagspause drinnen einplanen und am späten Nachmittag weitermachen. Die Upper Barrakka Gardens haben etwas Baumbewuchs – aber nicht viel.

  • St. John's Co-Cathedral: Tickets vorab online buchen unter stjohnscocathedral.com
  • Fort St. Elmo und das Nationale Kriegsmuseum: aktuelle Öffnungszeiten auf heritagemalta.mt prüfen
  • Lascaris War Rooms: im Bastion unterhalb der Upper Barrakka Gardens
  • Upper Barrakka Gardens: freier Eintritt, täglich geöffnet, Mittagskanone um 12:00 Uhr
  • Staatsräume des Großmeisterpalasts: nach der Restaurierung 2024 an ausgewählten Tagen geöffnet – Zeitplan vor dem Besuch prüfen
  • Grand-Harbour-Bootstouren: Abfahrt am Valletta Waterfront (in der Nähe des Kreuzfahrtterminals); Standardtour ca. 10–15 €
  • Dgħajsa-Fähre zu den Drei Städten: Abfahrt nahe dem Customs House, wenige Euro pro Fahrt

Wer Valletta mit dem Rest der Insel kombinieren möchte: Die Stadt eignet sich sowohl als Basis als auch als Tagesausflugsziel von Sliema oder St. Julian's aus. Die Busverbindung ist häufig und dauert etwa 15–20 Minuten. Ein sinnvolles Zwei-Tages-Programm könnte Vallettas historischen Kern am ersten Tag mit Mdina und Rabat am zweiten Tag kombinieren. Beide Orte lassen sich zu Fuß erkunden und sind gut mit dem öffentlichen Bus erreichbar.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für Valletta?

Ein voller Tag reicht für die wichtigsten Highlights: St. John's Co-Cathedral, Upper Barrakka Gardens, die Mittagskanone, Fort St. Elmo und ein Spaziergang entlang der Republic Street. Mit zwei Tagen kannst du eine Hafenrundfahrt, eine Überfahrt zu den Drei Städten und einen entspannteren Gang durch die ruhigeren Nebenstraßen und Museen einplanen.

Lohnt sich ein Besuch in Valletta?

Ja, ohne jeden Zweifel. Die Dichte bedeutender Architektur, Geschichte und Kunst auf so kleinem Raum ist nach europäischen Maßstäben außergewöhnlich. Allein St. John's Co-Cathedral rechtfertigt die Reise. Die Gefahr besteht darin, zu hetzen – Valletta belohnt langsames Schlendern und ein Mittagessen mit Aussicht.

Wofür ist Valletta bekannt?

Valletta ist bekannt für seine Barockarchitektur, seine Rolle als Hauptstadt der Malteserritter und seinen Status als UNESCO-Weltkulturerbe. Der Grand Harbour, die St. John's Co-Cathedral mit ihren Caravaggio-Gemälden und die außergewöhnliche Geschichte des Zweiten Weltkriegs prägen das Bild der Stadt. 2018 war Valletta Europäische Kulturhauptstadt.

Gibt es in Valletta kostenlose Aktivitäten?

Einige. Die Upper Barrakka Gardens haben freien Eintritt, die Mittagskanone kann von den Gärten aus kostenlos beobachtet werden, und durch die Stadt zu schlendern sowie die bunten Balkone und Barockfassaden zu fotografieren kostet nichts. Der Waterfront- und untere Hafenbereich ist ebenfalls frei zugänglich. Eine ausführlichere Liste findest du im Malta-Guide für kostenlose Aktivitäten.

Kommt man in Valletta ohne Auto gut zurecht?

Valletta ist einer der wenigen Orte auf Malta, wo ein Auto eher hinderlich als hilfreich ist. Die historische Innenstadt ist weitgehend Fußgängerzone, Parkplätze sind rar und teuer, und alles Sehenswerte ist in 15 Minuten zu Fuß erreichbar. Mit dem Bus anreisen, dann zu Fuß erkunden – so macht man es richtig.

Zugehöriges Reiseziel:malta

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