Eine Woche in Dublin & Irland: Der komplette 7-Tage-Reiseplan

Sieben Tage reichen, um Dublins Highlights zu sehen und die wilde Westküste Irlands zu erleben – vorausgesetzt, du planst clever. Dieser Reiseplan verbindet Stadtzeit mit Küstenlandschaft, berücksichtigt realistische Fahrt- und Reisezeiten und zeigt dir, welche Planungsfehler aus einer tollen Reise einen anstrengenden Marathontrip machen.

Blick auf Dublins ikonische Ha'penny Bridge über den River Liffey, mit historischen Gebäuden, Bäumen und Stadtpanorama im Hintergrund an einem bewölkten Tag.

Kurzfassung

  • Sieben Tage funktionieren am besten als 2 Tage Dublin plus 5 Tage für 2–3 Regionen – keine vollständige Umrundung Irlands.
  • Die klassische Route führt von Dublin über Galway zu den Cliffs of Moher nach Kerry/Cork und zurück nach Dublin. Schau in unseren Tagesausflüge ab Dublin Guide für Ausflugsmöglichkeiten.
  • Ein Mietauto erschließt dir die Westküste weit besser als öffentliche Verkehrsmittel. Frühzeitig buchen, besonders für Sommerreisen.
  • Von Dublin zu den Cliffs of Moher sind es etwa 3,5–4 Stunden mit dem Auto. Ein Tagesausflug von der Stadt aus ist nicht sinnvoll.
  • Das Guinness Storehouse und das Kilmainham Gaol solltest du online im Voraus buchen. Lies unseren Reisezeit-Ratgeber für Dublin für saisonale Hinweise zu den Besuchermengen.

Vor der Reise: Was du über die Planung einer Woche in Irland wissen solltest

Irland belohnt realistische Planung mehr als fast jedes andere europäische Reiseziel. Die Insel ist geografisch gesehen nicht groß, aber die Straßen – vor allem im Westen – sind schmal, kurvenreich und häufig von langsamen Traktoren belegt. Eine Strecke, die auf der Karte nach 90 Minuten aussieht, kann gut und gerne 2,5 Stunden dauern. Das in deinen Reiseplan einzukalkulieren ist die wichtigste Planungsentscheidung, die du treffen wirst.

Dublin ist das wichtigste internationale Einreisetor, mit Dubliner Innenstadt und dem Dublin Airport (IATA: DUB), der sich etwa 10 km nördlich der Stadt befindet. Die meisten Reisenden haben eine einzelne Woche zur Verfügung und möchten Sehenswürdigkeiten in Dublin mit einem Eindruck der irischen Landschaft verbinden. Die gute Nachricht: Sieben Tage sind dafür eine angenehm ausreichende Zeit – solange du der Versuchung widerstehst, zu viel auf einmal unterzubringen.

⚠️ Besser meiden

Plane die Cliffs of Moher nicht als Tagesausflug ab Dublin ein. Die Fahrt dauert 3,5–4 Stunden in jede Richtung – das sind 7–8 Stunden im Auto für vielleicht 90 Minuten an den Klippen. Eine Übernachtung in Galway oder Doolin und ein Besuch der Klippen am nächsten Morgen lohnt sich weitaus mehr.

Die klassische Frage ist, ob man in Dublin starten oder direkt in den Westen fahren soll. Wenn dein Flug früh ankommt, kannst du direkt vom Flughafen nach Galway fahren (etwa 2,5 Stunden mit dem Auto oder Bus) und so die Zeit im Westen maximieren, während sich dein Körper an die Zeitzone gewöhnt. Dublin kannst du dir dann für deine letzten zwei Nächte aufheben – wenn du das Land besser kennst und die Stadt in ihrem Kontext mehr zu schätzen weißt. Trotzdem ist Dublin als Ausgangspunkt die verbreitetere und etwas entspanntere Wahl, besonders für Erstbesucher, die sanft einsteigen möchten.

Tag 1–2: Dublin, richtig gemacht

Innenansicht des Long Room der Bibliothek des Trinity College in Dublin, mit Besuchern, die zwischen hohen Bücherregalen und Marmorbüsten unter einer hölzernen Gewölbedecke spazieren.
Photo K

Zwei volle Tage in Dublin sind eng, aber machbar, wenn du selektiv vorgehst. Die Stadt hat genug zu bieten für eine ganze Woche, aber für einen einwöchigen Irland-Trip konzentrierst du dich auf die Highlights erster Güte und lässt den Rest für einen nächsten Besuch. Starte mit dem Trinity College Dublin und dem Book of Kells gleich morgens früh, bevor die Reisegruppen eintreffen. Allein der Long Room rechtfertigt den Eintrittspreis.

  • Trinity College & Book of Kells Online im Voraus buchen. Zur Öffnungszeit ankommen, um dem schlimmsten Gedränge zu entgehen. Plane 1,5–2 Stunden ein, inklusive Long Room.
  • Kilmainham Gaol Eines der bedeutendsten historischen Denkmäler Irlands – im Sommer Wochen im Voraus ausgebucht. Buche die Führung online, sobald deine Reisedaten feststehen.
  • Guinness Storehouse Touristisch und kommerziell aufgemacht, aber der Ausblick von der Gravity Bar über Dublin ist wirklich seinen Preis wert. Online buchen ist günstiger als an der Tageskasse.
  • Nationalmuseum – Archäologie Eintritt frei. Die Moormenschen und die Wikingerzeitliche Goldsammlung sind Weltklasse. Plane 2 Stunden ein und überspring diesen Ort nicht zugunsten einer kostenpflichtigen Attraktion.
  • St. Patrick's Cathedral Die größte Kathedrale Irlands, sehenswert wegen ihrer Größe und der Verbindung zu Jonathan Swift. Eintritt kostenpflichtig.

Am zweiten Dublin-Tag verlagere den Fokus auf die Stadtviertel. Spaziere vom St. Stephen's Green durch den Merrion Square, schau dir die georgianische Architektur und die Oscar-Wilde-Statue an, und mach dich dann auf den Weg zu den Docklands, um zu sehen, wie radikal sich die Stadt in den letzten 25 Jahren verändert hat. Falls die Zeit reicht: Die Chester Beatty Library in den Gärten von Dublin Castle ist kostenlos, außergewöhnlich und wird von Touristen nach Standard-Reiseplänen regelmäßig übersehen.

💡 Lokaler Tipp

Vermeide Temple Bar zum Trinken. Das Viertel ist für einen kurzen Tagsspaziergang über das Kopfsteinpflaster und die Atmosphäre durchaus einen Abstecher wert, aber die Pubs verlangen etwa das Doppelte dessen, was du zwei Straßen weiter zahlst. Für ein echtes Dubliner Pub-Erlebnis geh ins Mulligan's in der Poolbeg Street, ins Kehoe's in der South Anne Street oder ins O'Donoghue's in der Merrion Row.

Tag 3–4: Galway und die Westküste

Am dritten Tag Dublin verlassen. Wenn du ein Mietauto hast, nimm es bei der Abfahrt in der Stadt oder am Flughafen mit. Wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist: Der Direktbus von Dublin nach Galway dauert etwa 2,5 Stunden und fährt regelmäßig mit Privatanbietern wie GoBus und Citylink. Iarnród Éireann (Irish Rail) bietet ebenfalls Verbindungen nach Galway an, mit einer Fahrzeit von rund 2 Stunden 10 Minuten ab dem Bahnhof Heuston. Im Voraus buchen spart Geld.

Galway ist kompakt genug, um es zu Fuß zu erkunden, und hat eines der lebendigsten Stadtzentren Irlands. Das Latin Quarter, der Spanish Arch und der überdachte Galway Market (samstags und sonntags) liegen alle bequem zu Fuß voneinander entfernt. Galway ist auch der beste Ausgangspunkt für Connemara, die Aran Islands und die Cliffs of Moher – deshalb stehen hier in den meisten gut strukturierten Reiseplänen zwei Nächte auf dem Programm.

Von Galway aus sind die Cliffs of Moher etwa 75–80 km südlich über die Küstenstraße N67, die malerisch, aber langsamer ist als sie aussieht. Plane für die Fahrt jeweils 1,5–2 Stunden ein. Die Klippen wirken im Morgenlicht am dramatischsten und sind vor 10 Uhr deutlich weniger überlaufen. Das Besucherzentrum erhebt einen Eintritt, der Parken und Zugang zu den Kliffpfaden beinhaltet. Zusätzliche Führungen vor Ort sind nicht nötig. Auf dem Rückweg nach Galway lohnt sich ein kurzer Abstecher über das Burren-Plateau mit seiner faszinierenden Kalksteinlandschaft.

✨ Profi-Tipp

Für die Aran Islands fahren Fähren vom Galway City Docks (Aran Island Ferries) und von Rossaveal ab, etwa 40 Minuten westlich von Galway. Die Überfahrt von Rossaveal ist kürzer – rund 40 Minuten gegenüber etwa 90 Minuten vom Stadthafen. Online im Voraus buchen, besonders im Sommer, und den aktuellen Fahrplan direkt beim Fährbetreiber vor der Reise bestätigen.

Tag 5–6: Kerry oder Cork (eines von beiden)

Hier versuchen die meisten Einwochenreisepläne zu viel auf einmal. Kerry und Cork sind beide außergewöhnlich, aber beide richtig zu erleben braucht mindestens 3–4 Tage. Bei einer siebentägigen Reise wähle eine Region und bleib dabei.

  • Wähle Kerry, wenn: Du dramatische Berg- und Küstenlandschaft willst, den Ring of Kerry, die Dingle Peninsula und ein ruhigeres, ländlicheres Erlebnis. Die Fahrt von Galway nach Killarney dauert über die N18 und N21 etwa 3 Stunden.
  • Wähle Cork, wenn: Du eine Stadtbasis mit guten Restaurants möchtest, Blarney Castle in der Nähe (etwa 8 km vom Stadtzentrum), den English Market und einfachen Zugang zum charmanten Küstenstädtchen Kinsale (30 Minuten südlich). Von Galway nach Cork sind es etwa 3 Stunden mit dem Auto.
  • Die Kompromisslösung: An Tag 5 von Galway nach Killarney (Kerry) fahren, Tag 6 auf dem Ring of Kerry oder der Dingle Peninsula verbringen und am Abend des 6. Tages weiter nach Cork, um für die Rückfahrt nach Dublin an Tag 7 gut aufgestellt zu sein. Das funktioniert, ist aber mit viel Fahrerei verbunden.

Der Ring of Kerry ist eine 179 km lange Rundroute um die Iveragh-Halbinsel. Er ist wirklich landschaftlich reizvoll – besonders der Abschnitt zwischen Cahersiveen und Waterville – aber im Sommer auch stark befahren, mit Reisebussen, die die Route im Uhrzeigersinn abfahren. Fahre ihn gegen den Uhrzeigersinn (ab Killarney über Killorglin), um den schlimmsten Busstau zu umgehen. Die Wandermöglichkeiten rund um Dublin verblassen im Vergleich zu dem, was Kerry bietet – wer also Wandern priorisiert, trifft mit Kerry die richtige Wahl.

Tag 7: Die Rückfahrt nach Dublin

Außenansicht eines modernen Flughafenterminals mit Glasfassade, mit Taxis und Fahrzeugen draußen unter einem hellen Himmel.
Photo Ian Porce

Die Fahrt von Cork nach Dublin dauert über die Autobahn M8 etwa 2,5–3 Stunden und ist eine der unkompliziertesten Etappen der Reise. Von Kerry (Killarney) aus sollte man für die Fahrt nach Dublin rund 3,5–4 Stunden einplanen. Wenn dein Flug am Tag 7 statt am Tag 8 vom Dublin Airport abgeht, lass dir mindestens 3 Stunden für internationale Abflüge am Flughafen Zeit, zuzüglich der Fahrzeit von deinem letzten Standort im Süden oder Westen.

Bei einem Frühflug aus Killarney oder Kerry lohnt es sich ernsthaft, bereits am Abend des 6. Tages nach Dublin zurückzufahren und die letzte Nacht in der Nähe des Flughafens oder des Stadtzentrums zu verbringen. Gib das Mietauto am Vorabend zurück, um morgendlichen Stress zu vermeiden. Wer am Nachmittag abreist und noch einen letzten Dublinmorgen hat: Die Gegend rund um die Docklands oder ein Spaziergang entlang des Grand Canal bietet einen ruhigeren Abschied von der Stadt als eine weitere Runde durch Temple Bar.

Transport, Logistik und praktische Tipps

Ein Mietauto ist der praktischste Weg, um diesen Reiseplan umzusetzen – vor allem für die Westküste. Die irischen Straßenverhältnisse variieren erheblich: Autobahnen zwischen den Städten sind schnell und modern, während Landstraßen in Kerry, Connemara und Clare häufig einspurig mit Ausweichstellen sind. Wer noch nie auf der linken Seite gefahren ist, sollte das in den Dubliner Vororten üben, bevor es an die Westküste geht. Buchst du das Auto so früh wie möglich, vor allem für Reisen zwischen Juni und August, wenn die Nachfrage in der Hochsaison das Angebot spürbar verknappt und die Preise steigen.

  • Am Dublin Airport haben alle großen Mietwagengesellschaften ihre Standorte in einem eigenen Mietwagengebäude in der Nähe des Flughafens, das per Shuttle erreichbar ist. Gib das Auto am Ende der Reise hier zurück, um Einweggebühren zu vermeiden, die erheblich sein können.
  • Selbst mit dem Auto durch Dublin zu fahren ist für Besucher nicht empfehlenswert. Nutze die öffentlichen Verkehrsmittel (Luas, DART, Dublin Bus) in der Stadt und hol das Mietauto erst ab, wenn du in den Westen aufbrichst.
  • Die Luas Green Line verbindet das Stadtzentrum mit den südlichen Vororten. Der DART-Küstenzug fährt nordwärts nach Howth und südwärts nach Greystones – praktisch für Tagesausflüge ohne Auto.
  • Fernbusse von Bus Éireann und privaten Anbietern wie GoBus und Citylink sind eine echte Alternative zur Bahn und oft günstiger. Die Fahrzeiten sind ähnlich.
  • Aircoach bietet einen Direktservice zwischen dem Galway Bus Station und dem Dublin Airport, etwa stündlich, mit einer Fahrzeit von rund 3 Stunden. Praktisch, wenn du in Dublin landest und sofort in den Westen willst.

Bei der Unterkunft sind die Preise in Dublin höher als überall sonst auf dieser Route. Rechne für ein mittelklassiges Hotel in guter Lage mit etwa 150–250 € pro Nacht, weniger in Hostels oder Gästehäusern. Galway und Killarney sind ebenfalls gefragt, also frühzeitig buchen – besonders für Wochenendaufenthalte. Kleinere Orte wie Doolin (in der Nähe der Cliffs of Moher) oder Dingle können im Sommer komplett ausgebucht sein. Lies den Unterkunft in Dublin Guide für Empfehlungen nach Stadtvierteln.

ℹ️ Gut zu wissen

Irland verwendet Typ-G-Stecker (dieselben dreipoligen rechteckigen Stecker wie in Großbritannien) und 230-V-Strom mit 50 Hz. Reisende aus Nordamerika brauchen einen Reiseadapter und einen Spannungswandler nur für Geräte ohne Dual-Voltage-Funktion. Die Währung ist der Euro (EUR). Irland ist nicht Teil des Schengen-Raums, daher sollten Nicht-EU-Bürger die irischen Visabestimmungen separat von einem eventuell vorhandenen Schengen-Visum prüfen.

Häufige Fragen

Reicht eine Woche, um Dublin und Irland zu sehen?

Eine Woche reicht, um Dublin richtig kennenzulernen und 2–3 weitere Regionen Irlands zu erleben – aber nicht das ganze Land. Konzentriere dich auf Dublin plus die Westküste (Galway, Cliffs of Moher) und entweder Kerry oder Cork. Wer mehr einzupacken versucht, verbringt zu viel Zeit im Auto und zu wenig Zeit an den Orten selbst.

Brauche ich ein Mietauto für einen 7-tägigen Irland-Reiseplan?

Für die Westküste macht ein Auto einen enormen Unterschied. Connemara, der Ring of Kerry, Dingle und die kleineren Orte in der Nähe der Cliffs of Moher sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwierig oder sehr zeitaufwendig zu erreichen. Dublin selbst erkundest du am besten zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Mietauto kannst du beim Verlassen von Dublin abholen und am Ende der Reise am Flughafen zurückgeben.

Wann ist die beste Reisezeit für eine Woche in Irland?

Von Ende Mai bis September gibt es die längsten Tage und die höchste Chance auf mildes, trockenes Wetter – obwohl es in Irland in jedem Monat regnen kann. Juli und August sind die stärksten Monate, mit höheren Preisen und zwingend notwendiger Vorausbuchung. Mai, Juni und September bieten ein gutes Gleichgewicht aus vernünftigem Wetter und weniger Gedränge. Winterreisen sind möglich und haben ihren eigenen Reiz, aber kürzere Tage und saisonale Schließungen sind echte Einschränkungen.

Sollte ich meine Irland-Reise in Dublin beginnen oder in einer anderen Stadt einreisen?

Die meisten internationalen Flüge landen am Dublin Airport (DUB), daher ist Dublin für die meisten Reisenden der praktische Startpunkt. Der Shannon Airport (SNN) in County Clare ist eine alternative Einreisemöglichkeit, die dich von Anfang an näher an Galway und die Cliffs of Moher bringt – ideal für einen Reiseplan, der mit dem Westen beginnt. Der Cork Airport (ORK) hat ebenfalls europäische Verbindungen. Schau, welche Route für deine konkreten Flüge Sinn ergibt.

Was sollte ich für Dublin im Voraus buchen?

Buche Führungen durch das Kilmainham Gaol so früh wie möglich – im Sommer sind sie Wochen im Voraus ausverkauft. Das Guinness Storehouse ist online günstiger als an der Tageskasse. Das Book of Kells im Trinity College buchst du am besten ebenfalls vorab. Für die Westküste: Unterkünfte in Galway, Doolin und Killarney frühzeitig reservieren, besonders für Reisen zwischen Juni und August.

Zugehöriges Reiseziel:dublin

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