3 Tage Malta: Das perfekte Kurztrip-Reiseprogramm

Drei Tage reichen aus, um Maltas Highlights zu erleben – wenn du gut planst. Dieses Programm führt dich durch das UNESCO-Welterbe Valletta, die stille Stadt Mdina, die prähistorischen Tempel der Südküste und die Insel Gozo, mit praktischen Tipps zu Zeiten, Transport und was du getrost weglassen kannst.

Panoramischer Luftblick über Valletta, Malta, mit historischen Kalksteingebäuden, einem großen Kreisverkehr mit Brunnen und dem Mittelmeer im Hintergrund unter blauem Himmel.

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Kurzfassung

  • Tag 1: Valletta mit St. John's Co-Kathedrale, den Barrakka-Gärten und Fort St. Elmo. Früh aufbrechen, bevor die Kreuzfahrtschiff-Massen ankommen.
  • Tag 2: Morgens Mdina, nachmittags weiter zu den Hagar-Qim-Tempeln und dem Fischerdorf Marsaxlokk.
  • Tag 3: Ganztagesausflug nach Gozo mit der Cirkewwa-Fähre (4,65–9,50 € Hin- und Rückfahrt). Von Mai bis Oktober lässt sich ein Halt an der Blue Lagoon auf Comino gut kombinieren.
  • Mit der Tallinja-Wochenkarte (26 €) kommst du auf den Inseln fast überall hin – ganz ohne Auto.
  • Malta belohnt Frühaufsteher: Die meisten Sehenswürdigkeiten sind spätvormittags bereits überfüllt, besonders von Juli bis September.

Vor der Anreise: Logistik, die du im Voraus klären solltest

Air Malta Flugzeug auf der Startbahn des Malta International Airport mit Terminal und Palmen im Hintergrund
Photo Andrew Cutajar

Der Malta International Airport (MLA) liegt etwa 8 km von Valletta entfernt. Die Buslinien X1 und X4 verbinden den Flughafen in 20 bis 45 Minuten mit der Hauptstadt – für 2,50 € pro Fahrt. Die Tallinja-Wochenkarte für 26 € ist aber deutlich sinnvoller, wenn du täglich unterwegs bist. Taxis kosten 20 bis 30 € und brauchen etwa 20 bis 30 Minuten. Bolt und Uber sind hier ebenfalls verfügbar und oft günstiger als die offiziellen Flughafentaxis.

Für 3 Tage brauchst du kein Mietauto. Das Busnetz Maltas umfasst über 100 Linien auf der Hauptinsel und ist mit der Gozo-Fähre verbunden. Die Straßen sind eng, Parken in Valletta ist eine Qual, und die Fahrer fahren notorisch forsch. Spar dir das Auto für einen längeren Aufenthalt. Alles Wissenswerte über die Verbindungen zwischen den Orten und zu den kleineren Inseln findest du im Guide zum Fortbewegen auf Malta.

💡 Lokaler Tipp

Tickets für die St. John's Co-Kathedrale am besten online im Voraus buchen. In der Hauptsaison kann die Warteschlange vor Ort 30–45 Minuten kosten, und Plätze für das Oratorium – mit Caravaggios „Die Enthauptung Johannes des Täufers" – sind manchmal schon am späten Vormittag ausverkauft.

Tag 1: Valletta von früh bis spät

Steingebäude und enge Gasse in Valletta, Malta in der Abenddämmerung, mit Balkonen und charakteristischer maltesischer Architektur.
Photo Reuben Farrugia

Valletta ist die flächenmäßig kleinste Hauptstadt der Europäischen Union – doch auf knapp 0,8 Quadratkilometern steckt eine außergewöhnliche Dichte an Barockarchitektur, Militärgeschichte und kultureller Bedeutung. Fang vor 9 Uhr an, um die engen Gassen noch für dich allein zu haben, bevor die Kreuzfahrtpassagiere eintreffen. Die Stadt ist innerhalb der Stadtmauern fast vollständig zu Fuß erkundbar.

Das absolute Highlight ist die St. John's Co-Kathedrale – wohl das prächtigste Barockinnenraum in Südeuropa. Der Eintritt kostet 15 € und beinhaltet einen Audioguide. Allein der Boden, bestehend aus 400 Marmorgrabplatten der Johanniter, verdient ausreichend Zeit. Plane 60 bis 90 Minuten ein. Von dort geht es etwa 10 Minuten bergauf zum Großmeisterpalast, der ein Rüstungsmuseum beherbergt und mindestens eine Stunde verdient.

Nach dem Mittagessen geht es zu den Upper Barrakka Gardens für den besten Blick auf den Grand Harbour. Die Mittagskanone wird montags bis samstags abgefeuert. Geh die Saluting Battery hinunter zum Wasser, dann den Bastionen entlang nach Osten zum Fort St. Elmo, das die Spitze der Valletta-Halbinsel bewacht und heute das Nationale Kriegsmuseum beherbergt. Abends bieten die Lower Barrakka Gardens einen ruhigeren, weniger fotografierten Blick auf den Hafen im goldenen Abendlicht.

ℹ️ Gut zu wissen

Die Restaurants rund um die Republic Street in Valletta sind touristisch und überteuert. Ein oder zwei Straßen abseits der Hauptachse findest du lokale Mittagsrestaurants, wo ein vollständiges Essen mit Getränk 10–14 € kostet statt 20 €+.

Tag 2: Mdina und die Südküste

Luftaufnahme von Mdina, Malta, mit der ummauerten Stadt auf einem Hügel, umgeben von Landschaft mit dem Meer und Ortschaften in der Ferne.
Photo Karl Paul Baldacchino

Brich bis spätestens 8:30 Uhr auf, um Mdina vor den Reisebussen zu erreichen. Die Stadtmauern der sogenannten Stillen Stadt liegen auf einem Hügel etwa 15 km von Valletta entfernt – mit dem Bus rund 30 bis 40 Minuten. Innerhalb der Mauern leben weniger als 300 Menschen, und ab 10 Uhr wirkt es manchmal wie ein Filmset voller Tagestouristen. Die Hauptattraktion ist das Schlendern durch die mittelalterlichen Gassen, der Blick von den Bastionen über die ganze Insel sowie die St.-Pauls-Kathedrale (Eintritt 15 €). Die benachbarte Stadt Rabat bietet mit den St.-Pauls-Katakomben einen wirklich beeindruckenden unterirdischen Begräbniskomplex, den die meisten Besucher links liegen lassen.

Am Nachmittag geht es südwärts zu den Hagar-Qim-Tempeln, die mit über 5.500 Jahren sowohl Stonehenge als auch die ägyptischen Pyramiden an Alter überbieten. Der Eintritt kostet 10 € und schließt die benachbarte Tempelanlage Mnajdra ein, die auf einer Klippe mit Meeresblick liegt. Von hier aus ist es ein kurzer Bus- oder Autofahrt zur Blauen Grotte, wo Bootsfahrten (etwa 8 bis 12 € pro Person) durch Meereshöhlen mit außergewöhnlich leuchtendem blauen Wasser führen. Bei rauer See lieber weglassen – in unruhigem Wasser verlieren die Höhlen den größten Teil ihrer Farbpracht.

Den Tag ausklingen lassen in Marsaxlokk, dem Fischerdorf an der Südostküste. Der Sonntagsmarkt ist der große Anziehungspunkt, aber unter der Woche ist der Hafen ruhiger und die Fischrestaurants an der Uferpromenade servieren den frischesten Fisch der Insel. Die bunten Luzzu-Fischerboote sind ein tolles Fotomotiv am frühen Abend.

  • Hagar Qim + Mnajdra-Tempel Mindestens 90 Minuten einplanen. Vor 10 Uhr ankommen. Kombinierter Eintritt ca. 10 €.
  • Bootsfahrt zur Blauen Grotte Am schönsten im Morgenlicht, wenn das Meer am kräftigsten blau leuchtet. Bei rauem Wetter weglassen.
  • Mdina in der Dämmerung Wer es nicht früh morgens schafft: nach 16 Uhr besuchen, wenn sich die Tagestouristen verziehen und der Kalkstein golden leuchtet.
  • Marsaxlokk-Sonntagsmarkt Lebhaft und absolut einen Umweg wert – es lohnt sich, Tag 2 darauf abzustimmen, wenn dein Aufenthalt einen Sonntag einschließt. Meeresfrüchte, lokale Produkte und Kunsthandwerk am Hafen.

Tag 3: Gozo und Comino

Weiter Blick auf Gozos terrassierte Hügel mit dem Mittelmeer und der Insel Comino in der Ferne unter blauem Himmel.
Photo Ivars

Die Gozo-Fähre legt in Cirkewwa im Norden Maltas ab und braucht etwa 25 Minuten. Fähren fahren alle 45 Minuten, von etwa 6 bis 22 Uhr, und kosten 6 bis 12 € für Fußgänger (Hin- und Rückfahrt). Vorbuchen ist nur nötig, wenn du ein Auto mitnehmen willst. Von Valletta aus dauert der Bus nach Cirkewwa etwa 75 Minuten. Plane mindestens 8 Stunden ein, um den Tag richtig auszukosten. Der vollständige Gozo-Reiseführer geht viel ausführlicher auf die Insel ein, falls du einen längeren Aufenthalt planst.

Das wichtigste Ziel auf Gozo ist die Zitadelle in Victoria (auch Rabat genannt), die befestigte Hauptstadt der Insel. Der Eintritt auf die Zitadellenmauern ist kostenlos, und der Blick über die Gozo-Landschaft ist großartig. Victoria selbst hat gute Mittagsmöglichkeiten zu spürbar niedrigeren Preisen als Valletta. Nachmittags geht es an die Küste: Die Dwejra-Bucht ist bei Tauchern wie Nichttauchern beliebt – allerdings ist das berühmte Azure Window 2017 eingestürzt, also die Erwartungen entsprechend anpassen. Die Ggantija-Tempel bei Xaghra gehören zu den ältesten freistehenden Bauwerken der Erde und sind den Umweg wert, wenn dich Tempel faszinieren.

Wenn deine Reise zwischen Mai und Oktober stattfindet, kombiniere die Gozo-Fähre mit einem Halt an der Blue Lagoon auf Comino. Bootstouren von Malta und Gozo legen hier oft als Teil einer Rundfahrt an (20 bis 30 €). Früh kommen: Im Sommer ist die Lagune mittags voller Boote und hunderte von Schwimmern. Das Wasser ist von außergewöhnlicher Klarheit – eine entspannte Erfahrung ist das in der Hochsaison aber nicht. Wenn möglich, vor 9 Uhr oder nach 16 Uhr kommen.

⚠️ Besser meiden

Die Blue Lagoon ist im Juli und August zwischen 10 und 15 Uhr wirklich überfüllt. Wer dort unbedingt schwimmen möchte, sollte eine Tour mit früher Abfahrtszeit buchen, die vor dem großen Ansturm ankommt – oder aber einer der weniger besuchten Buchten Maltas den Vorzug geben.

Wo du bei einem 3-Tage-Trip übernachten solltest

Strandpromenade auf Malta mit Wohnungen am Meer und Menschen, die entlang der felsigen Küste spazieren, als typisches Gebiet für Besucher zum Übernachten.
Photo Angelos Lamprakopoulos

Für einen 3-Tage-Trip ist Valletta oder Sliema/St. Julian's die beste Basis. Valletta hat Atmosphäre und liegt zu Fuß von den Sehenswürdigkeiten des ersten Tages, aber die Stadt schläft abends früh ein und hat wenige Restaurants nach Einbruch der Dunkelheit. Sliema und St. Julian's sind als Verkehrsknotenpunkte praktischer, haben mehr Restaurantauswahl und liegen an der Fährroute nach Valletta (Sliema Ferry, ca. 2,80 € pro Strecke, fährt regelmäßig). Eine vollständige Übersicht der Stadtteile und Preisklassen gibt es im Guide zu Unterkünften in Malta.

  • Valletta: Beste Wahl für Geschichtsliebhaber und wer morgens früh in der Stadt sein will. Wenig Nachtleben, kaum günstige Unterkünfte.
  • Sliema: Praktischste Basis. Gute Verkehrsanbindung, Uferpromenade, breites Angebot an Hotels und Apartments in allen Preisklassen.
  • St. Julian's: Beste Wahl für Nachtleben und jüngere Reisende. An Wochenenden kann es laut werden.
  • Mdina/Rabat: Es gibt ein Boutiquehotel innerhalb der Stadtmauern. Sehr ruhig, aber für Tagesausflüge auf der ganzen Insel ohne Auto unpraktisch.

Praktische Tipps für das Beste aus 3 Tagen Malta

Malta ist mit 316 Quadratkilometern klein, aber Entfernungen können täuschen, wenn Busse im Stau stecken. Die Strecke von Valletta nach Cirkewwa (Fährterminal nach Gozo) dauert mit dem Bus 75 bis 90 Minuten. Das unbedingt bei der Planung von Tag 3 beachten: Ein früher Aufbruch ist Pflicht, um Gozo wirklich auskosten zu können.

Die besten Reisemonate für einen 3-Tage-Trip sind April bis Juni und September bis Oktober. Die Temperaturen liegen zwischen 20 und 28 °C, das Meer ist ab Juni badetauglich, und der Hochsommeransturm im Juli und August ist noch nicht da oder schon vorbei. Winterbesuche (Dezember bis Februar) sind durchaus möglich, wenn der Fokus auf Kultur und Geschichte liegt statt auf Strand – mit Temperaturen um 12 bis 16 °C und deutlich weniger Besuchern überall.

Englisch ist neben Maltesisch offizielle Sprache in Malta – Kommunikation ist also nie ein Problem. Leitungswasser ist trinkbar. Für Kirchenbesuche sind bedeckte Schultern und Knie Pflicht, das gilt für die Co-Kathedrale in Valletta genauso wie für praktisch jede andere Kirche auf der Insel. Trinkgeld von 5 bis 10 % in Restaurants ist willkommen, aber nicht obligatorisch. Wer mehr über die Kultur und die realistischen Erwartungen an Malta erfahren möchte, findet im Guide ob Malta eine Reise wert ist einen guten Überblick.

  • Die Tallinja-Wochenkarte (26 €) gleich bei der Ankunft am Flughafenbushalt kaufen. Sie deckt unbegrenzte Busfahrten ab und amortisiert sich bei regelmäßiger Nutzung innerhalb von 2 Tagen.
  • Eine wiederverwendbare Wasserflasche mitnehmen. Leitungswasser ist sicher und kostenlos, und Plastikflaschen an Touristenattraktionen sind teuer.
  • In Malta werden Typ-G-Stecker verwendet (britischer Standard, 230 V). Einen Adapter mitbringen, wenn deine Geräte einen anderen Standard nutzen.
  • Die Notrufnummer ist 112. Malta hat eine niedrige Kriminalitätsrate, aber in Paceville nachts übliche Vorsicht walten lassen.
  • Dezente Kleidung für Kirchenbesuche ist Pflicht – auch in der Hochsommerhitze. Ein leichtes Tuch oder Pareo löst das Problem.

Häufige Fragen

Reichen 3 Tage aus, um Malta zu erkunden?

Drei Tage reichen gut, um Maltas wichtigste Highlights zu sehen – wenn man sich fokussiert: Valletta, Mdina, die Südküstentempel und ein Tagesausflug nach Gozo. Nicht alles lässt sich unterbringen, und einige Bereiche wie die Strände im Nordwesten oder die Drei Städte auf der anderen Seite des Grand Harbour brauchen mehr Zeit. Bei 5 bis 7 Tagen lässt sich entspannter reisen und man kommt auch zu weniger besuchten Teilen der Insel.

Brauche ich für 3 Tage Malta ein Mietauto?

Nein. Das öffentliche Busnetz deckt alle wichtigen Sehenswürdigkeiten auf Malta ab, und die Gozo-Fähre ist für Fußgänger problemlos nutzbar. Eine Tallinja-Wochenkarte kostet 26 € und bietet unbegrenzte Busfahrten. Ein Auto bietet zwar mehr Flexibilität, macht dafür in Valletta und Mdina mit den sehr engen Straßen das Parken zur Geduldsprobe.

Wann ist die beste Reisezeit für einen 3-Tage-Trip nach Malta?

April bis Juni und September bis Oktober bieten das beste Gleichgewicht aus warmen Temperaturen (20–28 °C), erträglichen Besucherzahlen und wenig Regen. Im Juli und August ist es heiß (bis zu 32 °C), die beliebtesten Sehenswürdigkeiten sind sehr voll, und die Blue Lagoon hoffnungslos überfüllt. Im Winter ist es ruhig und mild (12–16 °C), aber einige Bootstouren fahren seltener oder gar nicht wegen rauerer See.

Wie komme ich von Valletta nach Gozo?

Mit dem Bus von Valletta zum Fährterminal Cirkewwa im Norden Maltas (ca. 75–90 Minuten), dann mit der Gozo-Channel-Fähre in 25 Minuten übersetzen. Fähren fahren alle 45 Minuten, von etwa 6 bis 22 Uhr. Hin- und Rückfahrtickets für Fußgänger kosten 6 bis 12 €. Für Fußgänger ist keine Vorausbuchung nötig.

Was kann ich bei nur 3 Tagen in Malta weglassen?

Das Nachtleben in Paceville kannst du überspringen, es sei denn, das ist explizit dein Ziel – es kostet Abendzeit, die man besser in Valletta verbringt oder für frühe Starts nutzt. Das Popeye Village ist eine nette Kuriosität für Familien, aber für einen kurzen Kulturtrip nicht der Aufwand wert. Die Drei Städte (Vittoriosa, Cospicua, Senglea) sind wirklich sehenswert, aber besser für einen längeren Aufenthalt aufheben, wenn man ihnen gerecht werden kann.

Zugehöriges Reiseziel:malta

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