London mit Kindern: Der große Familienguide zu Aktivitäten, Tipps & Sparmöglichkeiten

London ist eines der besten Familienziele der Welt – mit kostenlosen Weltklasse-Museen, königlichen Parks, Flussabenteuern und kinderfreundlichen Attraktionen für eine ganze Woche. Dieser Guide gibt dir ehrliche, praktische Ratschläge: Was lohnt sich, was ist wirklich kostenlos und wie übersteht die ganze Familie die U-Bahn?

Familie mit kleinem Kind, die an einem sonnigen Tag in London über die Themse auf den Big Ben und den Palast von Westminster blickt.

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Kurzfassung

  • Viele der besten Londoner Museen – darunter das Natural History Museum, das Science Museum und das British Museum – haben freien Eintritt, aber zeitgebundene Tickets werden dringend empfohlen.
  • Kinder unter 11 Jahren fahren in Londoner Bussen und Straßenbahnen kostenlos. In der U-Bahn, auf der DLR, der Overground und der Elizabeth line reisen sie in der Regel ebenfalls kostenlos, wenn sie einen Erwachsenen begleiten, der mit Oyster oder kontaktlos zahlt.
  • Beliebte kostenpflichtige Attraktionen wie der Tower of London, das London Eye und die Warner Bros. Studio Tour müssen online im Voraus gebucht werden – spontaner Einlass ist kaum oder gar nicht möglich.
  • Besuche außerhalb der britischen Schulferien – in der Unterrichtszeit sind die Warteschlangen kürzer und viele Attraktionen günstiger.
  • Londons Royal Parks bieten das ganze Jahr über kostenlose Spielplätze, viel Platz und Wildtiere. Der Diana Memorial Playground in den Kensington Gardens ist besonders für kleine Kinder ein Highlight.

Kostenlose Museen, die Kinder wirklich begeistern

Eine große Halle im Natural History Museum in London mit einem vollständigen Blauwal-Skelett als Ausstellungsstück und Besuchern, die darunter entlanggehen.
Photo Hasan Lütfü Örsdemir

Die Dichte an kostenlosen Weltklasse-Museen in London ist einzigartig – und mehrere davon sind besonders toll für Kinder. Das Cluster in South Kensington ist der offensichtliche Ausgangspunkt. DasNatural History Museum hat ein lebensgroßes Blauwal-Skelett, das in der Eingangshalle hängt, Dinosaurierfossilien, animatronische Exponate und eine interaktive Erdbeben-und-Vulkan-Ausstellung. Das Museum zieht ganzjährig riesige Menschenmassen an – also buche zeitgebundene Einlassfenster online im Voraus, auch wenn der Eintritt selbst kostenlos ist.

Gleich nebenan ist das Science Museum für Kinder ab 5 Jahren sogar noch besser. Die interaktive Wonderlab-Galerie (kostenpflichtig, ca. 12 £ pro Person zusätzlich zum freien Eintritt) ist für jüngere Kinder jeden Cent wert. Im Erdgeschoss gibt es Technik-Exponate zum Anfassen und eine funktionierende Babbage-Maschine. IMAX-Vorstellungen kosten extra. Das V&A daneben spricht eher ältere Kinder an, bietet aber tolle Kreativ-Workshops und eine dauerhafte Modestrecke, die Teenager oft überraschend fesselt.

In Bloomsbury bietet das British Museum alles von ägyptischen Mumien bis zum Stein von Rosette. Für Kinder, die sich in der Schule mit Antike beschäftigt haben, gibt es echte Aha-Momente. Der Great Court ist für sich allein schon ein beeindruckender Raum. Auf der anderen Seite des Trafalgar Square ist die National Gallery kostenlos und hat Familien-Führungsblätter am Infostand – allerdings begeistert sie eher Kinder ab 8 Jahren als die ganz Kleinen.

⚠️ Besser meiden

Nicht einfach drauf los gehen. Das Natural History Museum, die Churchill War Rooms und das British Museum können sehr voll werden – zeitgebundene Einlassfenster sind in den Schulferien und an Sommerwochenenden schnell ausgebucht. So früh wie möglich buchen, vor allem für Besuche zwischen Ende Juli und August.

Kostenpflichtige Top-Attraktionen, die du im Voraus buchen solltest

Der Tower of London vom gegenüberliegenden Flussufer aus gesehen, mit seinen markanten Steinmauern und Türmen vor einem blauen Himmel mit Wolken.
Photo Benni Fish

Der Tower of London ist teuer, lohnt sich für Familien aber wirklich. Kronjuwelen, Raben, Beefeater-Touren (im Eintritt enthalten), mittelalterliche Rüstungen und genug düstere Geschichte, um ältere Kinder einen halben Tag zu fesseln. Erwachsenentickets kosten 37 £, Kinder 18,50 £ (Standardeintritt; aktuelle Preise auf hrp.org.uk prüfen), Familientickets sind verfügbar. Online kaufen spart Wartezeit. Mindestens drei Stunden einplanen.

  • Tower of London Erwachsene 37 £ / Kinder 18,50 £ (Standardeintritt). Familientickets verfügbar. Im Voraus über Historic Royal Palaces buchen. Empfohlen ab 6 Jahren.
  • London Eye Online ab ca. 33 £ für Erwachsene / 29,50 £ für Kinder. Dynamische Preisgestaltung – früh buchen und Stoßzeiten meiden. Die 30-minütige Runde bietet bei klarem Wetter fantastische Ausblicke. Kinder unter 3 Jahren kostenlos.
  • ZSL London Zoo (Regent's Park) Online-Spartickets ab ca. 35 £ für Erwachsene / 23 £ für Kinder. Ein ganzer Ausflugstag. Pinguin- und Gorillagehege sind die Highlights. Im Voraus buchen, besonders an Sommerwochenenden.
  • Warner Bros. Studio Tour – The Making of Harry Potter Ab ca. 53,50 £ für Erwachsene / 43 £ für Kinder. Das Studio liegt in Leavesden, ca. 30 km nordwestlich von London. Vorausbuchung ist Pflicht – es gibt keinen Spontaneinlass. Mindestens 3–4 Stunden einplanen; die meisten Familien bleiben länger.
  • SEA LIFE London Aquarium Am South Bank gelegen. Online-Tickets im Voraus empfohlen. Gut für jüngere Kinder; der Haifisch-Tunnel ist das Highlight. Ca. 1,5–2 Stunden einplanen.

✨ Profi-Tipp

Wenn du mehrere kostenpflichtige Attraktionen besuchst, lohnt es sich, den London Pass durchzurechnen. Er umfasst den Tower of London, die Cutty Sark und andere kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten. Er lohnt sich nicht automatisch – rechne genau nach, welche Attraktionen deine Familie an welchem Tag besuchen möchte.

Parks, Spielplätze und kostenlose Outdoor-Aktivitäten

Londons Royal Parks gehören zu den besten kostenlosen Familienräumen in jeder Großstadt. Hyde Park und die angrenzenden Kensington Gardens umfassen zusammen rund 250 Hektar im Herzen Londons. Der Diana Memorial Playground in den Kensington Gardens, mit einem großen hölzernen Piratenschiff als Mittelpunkt und Peter-Pan-Thema, ist einer der besten kostenlosen Spielplätze der Stadt. Er ist eingezäunt und während der Öffnungszeiten betreut – das macht ihn für Familien mit kleinen Kindern besonders gut handhabbar. An Spitzensommertagen gibt es meist eine kurze Warteschlange.

St. James's Park ist ideal zum Entspannen nach dem Sightseeing. Die Pelikane werden in der Regel gegen 14:30 Uhr gefüttert (an den meisten Tagen, wetterabhängig) – ein bei Kindern zuverlässig beliebtes Spektakel. Der Regent's Park hat ein Open-Air-Theater (im Sommer oft mit Familienvorstellungen), einen Rudersee und den London Zoo an seinem nördlichen Rand.

Coram's Fields, versteckt hinter dem British Museum nahe dem Russell Square, ist ein 2,8 Hektar großer Kinderpark. Erwachsene dürfen nur in Begleitung eines Kindes hinein. Es gibt Spielplätze, einen Sandkasten, Sportplätze und einen kleinen Stadtbauernhof. Der Eintritt ist kostenlos und für Londoner Verhältnisse relativ ruhig – ein zuverlässiger Tipp in der Nähe des Museumsviertels.

Für Stadtbauernhof-Erlebnisse sind die Vauxhall City Farm und Mudchute Park and Farm auf der Isle of Dogs beide kostenlos (Spenden willkommen). Mudchute ist besonders groß und hat etwas Surreales: Ziegen, Schweine und Pferde vor der Kulisse der Canary-Wharf-Hochhäuser. Die DLR-Anbindung macht es leicht, einen Besuch mit einem Ausflug nach Greenwich zu verbinden.

💡 Lokaler Tipp

Der Brunnenplatz am South Bank nahe dem Southbank Centre funktioniert im Sommer (ungefähr Mai bis September) als Wasserspielzone für Kinder. Kostenlos und ein toller Energieventil vor oder nach einem Museumsbesuch. Wechselkleidung mitbringen, wenn deine Kinder jünger als etwa 10 Jahre sind.

Mit Kindern durch London: Öffentliche Verkehrsmittel

Familien mit Kindern gehen in einer London Underground-Station mit Rolltreppen und 'Way out'-Schildern über ihnen.
Photo Huy Phan

Der wichtigste Verkehrstipp für Familien: Kinder unter 11 Jahren fahren in Londoner Bussen und Straßenbahnen kostenlos und können in der Regel auch in der U-Bahn, auf der DLR, der London Overground und der Elizabeth line kostenlos mitfahren, wenn sie einen Erwachsenen begleiten, der mit Oyster oder kontaktlos zahlt. Bis zu vier Kinder pro Erwachsenem sind berechtigt. Das macht den öffentlichen Nahverkehr für Familien deutlich günstiger als in den meisten Städten. Einen vollständigen Überblick über das Netz bietet der Guide zum Londoner Nahverkehr mit Strecken, Oyster-Einrichtung und den besten Optionen nach Zone.

Kinderwagen und Buggys sind im größten Teil des Netzes erlaubt. Die U-Bahn hat allerdings erhebliche Lücken bei der Barrierefreiheit: Nur etwa ein Drittel der Stationen haben stufenfreien Zugang, vor allem auf neueren oder kürzlich modernisierten Linien wie der Elizabeth line und der Jubilee line. Wer mit einem Kinderwagen unterwegs ist, den man nicht falten kann, fährt mit der DLR und der Elizabeth line am besten. Alle Londoner Buslinien haben Niederflurbusse mit Rollstuhlzugang und sind für kurze Strecken oft praktischer – wenn auch langsamer.

Für eine unvergessliche Fahrt, die gleichzeitig ein Erlebnis ist, lohnt sich der Uber Boat by Thames Clippers auf der Strecke zwischen Westminster und Greenwich. Kinder zahlen ermäßigte Preise (kontaktlos und Oyster werden an den Anlegestellen akzeptiert, aber die Tickets sind nicht Teil der normalen TfL-Pay-as-you-go-Deckelung), und der Blick auf die Tower Bridge, St. Paul's und die Skyline der City vom Wasser aus ist großartig. Die Fahrt vom Westminster Pier nach Greenwich dauert auf den langsameren Fähren rund 50 Minuten.

Familienfreundliche Stadtteile und Tagesrouten

Familien und Kinder spielen im Greenwich Park, während das Royal Observatory und das Gebäude des Nullmeridians auf dem Hügel unter blauem Himmel sichtbar sind.
Photo Mingyang LIU

Greenwich ist das beste Tagesziel für Familien innerhalb Londons. Kombiniere das kostenlose National Maritime Museum (interaktive Exponate zu Seefahrt und Navigation), die Cutty Sark (der letzte erhaltene Teeklipper der Welt – man kann unter dem Rumpf entlanglaufen) und den Greenwich Park für einen vollen Tag. Das Royal Observatory und die Primärmeridian-Linie sind kostenpflichtig, lohnen sich aber für ältere Kinder mit Interesse an Geschichte oder Astronomie. Die Anfahrt per Flussboot von der Innenstadt macht die Reise selbst zum Erlebnis.

South Kensington ist die praktischste Familienzone in der Londoner Innenstadt. Drei große kostenlose Museen im Umkreis von 10 Gehminuten, eine U-Bahn-Station direkt darunter und mehrere Cafés und Restaurants an der Cromwell Road. Am Vormittag das Natural History Museum, nach dem Mittagessen das Science Museum – das ergibt einen vollen, lohnenden Tag. Das Kensington und Chelsea Viertel bietet zusätzlich den Hyde Park und die Kensington Gardens in Gehweite.

Der South Bank zwischen Westminster Bridge und London Bridge ist ideal für einen Nachmittag mit Kindern. Lauf über die Millennium Bridge, wirf einen Blick in die Turbinenhalle der Tate Modern (kostenlos), besuche den Flussmarkt in Borough und schau dir die Straßenkünstler in der Nähe des Southbank Centre an. Das SEA LIFE Aquarium und das London Eye sind ebenfalls hier, falls du eine kostenpflichtige Attraktion hinzufügen möchtest. Das Treiben hält bis in den Abend an. Schau vorher nach, was am South Bank los ist bevor du hingehst.

Reisezeitpunkt: Schulferien vs. Unterrichtszeit

Das spielt in London eine größere Rolle als in fast jeder anderen Stadt. Die britischen Schulferien sorgen für enorme Besucherspitzen: Ende Juli bis August, eine Woche Mitte Februar, eine Woche Ende Mai/Anfang Juni, eine Woche Ende Oktober und die Weihnachtszeit ab Ende Dezember. In diesen Phasen sind die Warteschlangen an beliebten Attraktionen auch mit Vorausbuchung länger – und die Unterkunftspreise steigen spürbar.

Wer flexibel ist: Ende Mai oder Juni (nach den Frühjahrsferien) bietet gute Tageslichtzeiten, meist milde Temperaturen mit Höchstwerten um 18–22 °C und deutlich kürzere Warteschlangen als im Sommer-Peak. Anfang September, wenn britische Schulen wieder öffnen, ist ebenfalls ein starkes Zeitfenster: Die Sommertemperaturen halten oft an, die Menschenmassen lichten sich schnell und die Preise fallen.

  • Beste Monate für Familien mit Flexibilität: Ende Mai oder Juni (die Pfingstferien Anfang Juni meiden) und Anfang September
  • Ende Juli und den gesamten August wenn möglich meiden – das ist die vollste und teuerste Zeit
  • Im Dezember gibt es tolle Weihnachtsprogramme, aber es ist kalt (Tageshöchstwerte um 8–9 °C) und rund um die Schulweihnachtsferien sehr voll
  • Winterbesuche (Januar–März) bieten die kürzesten Warteschlangen und die besten Hotelpreise, aber einige Outdoor-Aktivitäten und saisonale Attraktionen sind eingeschränkt
  • Immer die britischen Schulferientermine prüfen, bevor die Reise endgültig geplant wird – die genauen Daten variieren je nach Region und Jahr

Häufige Fragen

Lohnt sich London mit Kindern unter 5 Jahren?

Ja, auch wenn das Erlebnis sich von einem Besuch mit älteren Kindern unterscheidet. Die Royal Parks, kostenlose Museen mit beeindruckenden Exponaten (der Blauwal im Natural History Museum, die ägyptischen Mumien im British Museum), Bootsfahrten auf der Themse und Stadtbauernhöfe funktionieren gut für unter 5-Jährige. Die Logistik erfordert mehr Planung: Stufenfreien U-Bahn-Zugang vorab prüfen, wenn möglich einen faltbaren Buggy mitnehmen und mehr Ruhezeiten einplanen, als man denkt.

Fahren Kinder wirklich kostenlos in der Londoner U-Bahn?

Kinder unter 11 Jahren fahren in der U-Bahn, in Bussen, auf der DLR, der Overground, der Elizabeth line und in Straßenbahnen kostenlos, wenn sie einen Erwachsenen begleiten, der mit Oyster oder kontaktlos zahlt. Bis zu vier Kinder pro Erwachsenem sind berechtigt. Kinder zwischen 11 und 15 Jahren können eine Zip Oyster Card für vergünstigtes Fahren beantragen, die aber vorab beantragt werden muss. Vor der Reise immer die aktuellen TfL-Bedingungen prüfen, da sich Regeln und Altersgrenzen ändern können.

Welches Londoner Museum ist am besten für Kinder?

Das Science Museum liegt für die meisten Altersgruppen vorn, weil es so viele Exponate zum Anfassen und eigene interaktive Galerien hat. Das Natural History Museum ist die erste Wahl für Dinosaurier- und Tierbegeisterte. Aufgeschlüsselt nach Alter: Das Natural History Museum gewinnt für 4–8-Jährige (visuelle Wucht, Dinosaurier), das Science Museum für 7–14-Jährige (interaktiv und spannend), das British Museum für Kinder ab 10 Jahren mit Interesse an Geschichte.

Muss ich Londoner Attraktionen im Voraus buchen, wenn ich mit Kindern reise?

Bei den meisten großen Attraktionen: ja. Die Warner Bros. Studio Tour hat keinen Spontaneinlass und muss zwingend vorgebucht werden. Das Natural History Museum, die Churchill War Rooms, das London Eye und der Tower of London empfehlen alle dringend eine Vorausbuchung, besonders in den Schulferien. Kostenlose Museen wie das British Museum verlangen außerhalb der Hochsaison nicht immer eine Buchung, aber zeitgebundene Einlassfenster sind im Sommer ratsam. Vorausbuchung spart zudem in der Regel Geld gegenüber dem Preis an der Tageskasse.

Welcher Stadtteil in London ist am familienfreundlichsten zum Übernachten?

South Kensington und die umliegenden Gegenden bieten den besten Zugang zum kostenlosen Museumscluster, zum Hyde Park und zur U-Bahn. Bloomsbury liegt günstig zum British Museum und zur Londoner Innenstadt. Am South Bank gibt es tolle Familienprogramme, aber direkt dort sind bezahlbare Hotels rar. Für Familien, denen Preis-Leistung und U-Bahn-Anbindung wichtig sind, bieten Gegenden wie Earls Court, Bayswater oder Southwark vernünftige Preise und gute Verbindungen zu den wichtigsten Attraktionen.

Zugehöriges Reiseziel:london

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