Klimt & die Wiener Secession: Der komplette Kunstführer für Wien

Gustav Klimt und die Wiener Secession veränderten die westliche Kunst in nur einem Jahrzehnt. Dieser Guide verfolgt ihr Erbe durch die Stadt – vom goldenen Secessionsgebäude bis zu den Museen, Kirchen und Kaffeehäusern der Bewegung.

Frontansicht des Wiener Secessionsgebäudes mit seiner markanten goldenen Kuppel, einem zentralen Wahrzeichen der Wiener Secession, mit Menschen davor.

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1897 verließen Gustav Klimt und eine Gruppe von Malern, Architekten und Designern das konservative Wiener Kunstestablishment und gründeten die Wiener Secession – eine Bewegung, die auf einer einzigen radikalen Idee beruhte: Kunst soll frei sein. Was folgte, war eines der fruchtbarsten Jahrzehnte in der europäischen Kulturgeschichte: Es entstanden der Beethovenfries, Der Kuss und eine Welle von Jugendstilbauten, die Wiens Stadtbild bis heute prägen. Die Bewegung vereinte Malerei, Architektur und dekorative Künste unter einem Konzept, dem Gesamtkunstwerk. Dieses Erbe heute nachzuspüren, gehört zu den großen Vergnügen eines Wienbesuchs. Für weiteren Kontext empfehlen wir unseren Guide zu Wiens Architektur sowie den ausführlichen Museumsführer, um deine Tage gut zu planen.

✨ Profi-Tipp

Das Wiener Secessionsgebäude, das Leopold Museum, das Obere Belvedere, das MAK und das Wien Museum sind die fünf unverzichtbaren Stationen für jede Klimt-und-Secession-Route. Gruppiere sie nach Stadtvierteln, um Fahrtzeit zu sparen.

Das Herzland der Secessionsbewegung

Schwarz-Weiß-Aufnahme des Secession Buildings in Wien mit seiner ikonischen Kuppel und Menschen, die sich am Eingang versammelt haben.
Photo Ivan Dražić

Die Gründungsstätten der Secessionsbewegung konzentrieren sich rund um den Karlsplatz und die Belvedere-Gegend – damit ist dies der logische Ausgangspunkt für jede Klimt-Pilgerreise. Innerhalb von 15 Minuten zu Fuß kannst du das Secessionsgebäude betreten, Otto Wagners Jugendstilpavillons bestaunen und das Wien Museum erreichen – alles zentrale Knotenpunkte derselben kreativen Revolution.

Frontansicht des Secessionsgebäudes in Wien mit der markanten vergoldeten Kuppel und weißer Fassade, Menschen versammeln sich davor.

1. Vor Klimts Beethovenfries im Secessionsgebäude stehen

1898 als steinernes und vergoldetes Manifest der Bewegung erbaut, ist die goldene „Krauthappelkuppel" der Secession ikonisch. Im Untergeschoss befindet sich dauerhaft Klimts 34 Meter langer Beethovenfries von 1902 – eines der eindringlichsten Werke des Jugendstils. Di–So geöffnet.

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Frontansicht des Otto-Wagner-Pavillons am Karlsplatz in Wien mit Jugendstilarchitektur, goldenen Ornamenten und grünem Bogeneingang unter einem leicht bewölkten Himmel.

2. Otto Wagners Jugendstil-Meisterwerk am Karlsplatz bewundern

Zwei zarte weiß-goldene Pavillons, die Secessions-Mitbegründer Otto Wagner 1898 für die Stadtbahn entwarf. Aus der Nähe offenbaren die Sonnenblumenornamente und grünen Marmorpaneele die Obsession der Bewegung, Kunst in die alltägliche Stadtinfrastruktur zu integrieren.

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Steinstatuen und lebhafte Buntglasfenster entlang einer blauen Wand im neu renovierten Wien Museum in Wien.

3. Klimts Wien im neu renovierten Wien Museum entdecken

Das kürzlich erweiterte und neu konzipierte Stadtmuseum am Karlsplatz stellt Klimt und die Secession in einen tiefen städtischen Zusammenhang. Die Dauersammlung umfasst Gemälde, Plakate und dekorative Kunst aus der Secessions-Ära sowie bedeutende Wechselausstellungen zur Bewegung.

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Kirche am Steinhof mit ihrer vergoldeten Kupferkuppel und weißer Jugendstil-Fassade, umgeben von üppigen grünen Bäumen unter blauem Himmel.

4. Kolo Mosers Glasfenster in der Kirche am Steinhof sehen

Otto Wagners Jugendstilkirche von 1907 auf dem Gelände des Steinhof-Krankenhauses ist eines der bedeutendsten Jugendstilgebäude Wiens. Kolo Moser, Mitbegründer der Secession, entwarf die leuchtenden Glasfenster. Die Straßenbahnfahrt an den westlichen Stadtrand lohnt sich.

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Wo du Klimts bedeutendste Gemälde siehst

Der Belvedere-Palast mit seinen prächtigen gestuften Brunnen und kunstvoll gestalteten Gärten, in natürlichem Tageslicht unter einem dramatischen Himmel in Wien.
Photo ClickerHappy

Klimts Leinwände sind auf mehrere Wiener Institutionen verteilt, jede beleuchtet seine Entwicklung aus einem anderen Blickwinkel. Das MuseumsQuartier und das Belvedere haben die dichteste Konzentration, und ernsthafte Besucher verbringen oft einen ganzen Tag damit, zwischen diesen beiden Vierteln hin und her zu wechseln. Das Leopold Museum allein kann zwei bis drei Stunden in Anspruch nehmen, wenn du dich neben den Klimt-Werken auch mit den Schiele-Beständen beschäftigst.

Weitwinkelaufnahme des Oberen Belvedere in Wien mit gepflegten Rasenflächen, runden Blumenbeeten und dramatischem Himmel – ein beeindruckendes Zusammenspiel aus Barockarchitektur und formalem Garten.

5. 'Der Kuss' im Oberen Belvedere sehen

Das Obere Belvedere beherbergt Österreichs berühmtestes Gemälde: Klimts blattgoldenen „Kuss" (1907–08). Die umgebende Sammlung verfolgt die österreichische Kunst vom Barock bis zur frühen Moderne und gibt dem „Kuss" den nötigen Kontext. Zeitfenstertickets im Voraus buchen, um Warteschlangen zu vermeiden.

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Geräumige Galerie im Inneren des Leopold Museum Wien mit modernen Kunstpostern, gerahmten Fotografien an grauen Wänden und einem einzelnen Besucher, der die Ausstellungsstücke betrachtet.

6. In Klimt und Schiele eintauchen – im Leopold Museum

Die weltgrößte Egon-Schiele-Sammlung trifft hier auf bedeutende Klimt-Bestände und Werke von Kokoschka und Gerstl. Hier wird Wiens expressionistische Wende nach der Secession greifbar. Mindestens zwei Stunden einplanen – allein die Klimt-Säle im Obergeschoss laden zum langen Verweilen ein.

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Das Albertina Museum in Wien zur goldenen Stunde: die prächtige Habsburger Palastfassade, die Straßenansicht und das markante moderne Eingangsschutzdach.

7. Klimts Werke auf Papier in der Albertina studieren

Die Albertina besitzt eine der bedeutendsten Grafiksammlungen der Welt, darunter wichtige Klimt-Zeichnungen, die seinen Arbeitsprozess zeigen. Wechselausstellungen widmen sich regelmäßig Meistern der Secessions-Ära. Die Dauerausstellung von Monet bis Picasso bietet zusätzliche Tiefe.

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Außenansicht des Kunsthistorischen Museums Wien mit beeindruckender Neorenaissance-Kuppel, gepflegten Gartenanlagen und einer klassischen Marmorstatue vor blauem Himmel.

8. Klimts Zwickelgemälde im KHM entdecken

Noch vor der Secession erhielt der junge Klimt den Auftrag, allegorische Deckendekorationen im großen Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums zu malen (1890–91). Sie gehören zu seinen frühesten bedeutenden Werken und zeigen genau, wogegen er sich 1897 aufgelehnt hat.

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Kunstgewerbe und Architektur der Secession

Die Secession war nie nur Malerei. Klimts Mitstreiter – allen voran Josef Hoffmann und Koloman Moser – gründeten 1903 die Wiener Werkstätte, um die Ideale der Secession in Möbel, Glas, Textilien und Keramik zu übertragen. In der Inneren Stadt befinden sich mehrere Institutionen, in denen diese breitere Vision lebendig wird – allen voran das MAK, das die weltweit bedeutendste Wiener-Werkstätte-Sammlung besitzt.

Große Innenhalle des MAK Museum of Applied Arts Vienna mit verzierten Bögen, Marmorsäulen, dekorativen Decken und aufwendigen architektonischen Details.

9. Die Wiener Werkstätte im MAK entdecken

Das Museum für angewandte Kunst besitzt die weltweit bedeutendste Wiener-Werkstätte-Sammlung: Textilien, Schmuck, Metallarbeiten und Möbel von Hoffmann und Moser, Klimts engsten Mitarbeitern. Jeder Saal wurde von einem zeitgenössischen Künstler gestaltet – der Raum selbst ist ein Gesamtkunstwerk.

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Frontansicht des Kunst Haus Wien mit bunten Säulen, Mosaikfassade und einem Herbstbaum, der den Museumseingang in Wien einrahmt.

10. Hundertwassers radikale Vision im Kunst Haus Wien erleben

Die Ablehnung künstlerischer Konventionen, die die Secession prägte, führt direkt zu Friedensreich Hundertwasser. Dieses Museum in seinem charakteristisch unregelmäßigen Gebäude zeigt seine Gemälde, Drucke und Architekturphilosophie und zeigt, wie secessionistische Ideen bis ins späte 20. Jahrhundert weiterlebten.

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Weitwinkelansicht des Hundertwasserhauses in Wien mit seiner bunten Fassade, unregelmäßigen Fenstern, üppigem Grün und einem leuchtenden Dachgarten unter blauem Himmel.

11. An Hundertwassers lebendigem Manifest in der Löwengasse vorbeigehen

Hundertwassers Wohnhaus von 1986 mit seinen welligen Böden, Dachbäumen und Mosaikfassade ist der sichtbarste Nachfahre der Gesamtkunstwerk-Ambitionen der Secession. Betreten kann man es nicht, aber die Außenansicht erschließt sich am besten in einem 10-minütigen Rundgang um den ganzen Block.

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Das Burgtheater in der Abenddämmerung: Die Neorenaissance-Fassade an der Wiener Ringstraße ist beleuchtet, Straßenlaternen und vorbeifahrende Autos zeichnen dynamische Lichtspuren vor dem Gebäude.

12. Den jungen Klimts Deckengemälde im Burgtheater entdecken

Ende der 1880er Jahre malten Klimt und sein Bruder Ernst Deckenlunetten in den Prunkstiegenhäusern des Burgtheaters – ein Auftrag noch vor seinem sezessionistischen Bruch. Führungen erschließen diese frühen Werke und die neubarocke Architektur, die die Secession bald herausfordern sollte.

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Das MuseumsQuartier: Wiens Campus für moderne Kunst

Außenplatz des Wiener MuseumsQuartiers mit dem Leopold Museum und umliegenden Gebäuden, Menschen spazieren unter einem klaren blauen Himmel.
Photo Lydia Griva

Im MuseumsQuartier zeigt sich Wiens Auseinandersetzung mit dem Erbe der Secession in Echtzeit. Das Leopold Museum, das MUMOK und der gesamte Campus zusammen bilden eine der dichtesten Konzentrationen moderner und zeitgenössischer Kunst in Europa. Wer Klimt und die post-sezessionistische österreichische Kunst als Hauptinteresse hat, sollte hier einen ganzen Tag einplanen. Unser Egon-Schiele-Guide geht tiefer auf die Künstler ein, die direkt in Klimts Fußstapfen traten.

Weitläufiger, öffentlicher Innenhof des MuseumsQuartiers in Wien mit Menschen, die spazieren, sitzen und den Kulturkomplex inmitten historischer Gebäude genießen.

13. Das MuseumsQuartier als Basis für deinen Kunsttag nutzen

Die ehemaligen kaiserlichen Hofstallungen, heute ein kultureller Campus, beherbergen das Leopold Museum, das MUMOK und kleinere Spielstätten in einem fußläufigen Komplex. Die zentralen Innenhöfe eignen sich gut zum Durchatmen zwischen den Galerien. Der Komplex öffnet früh, und mehrere Cafés sind auf dem Gelände in Betrieb.

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Außenansicht des mumok Museum of Modern Art Vienna mit seiner markanten grauen Basaltfassade unter einem klaren blauen Himmel.

14. Wiener Aktionismus und Nachkriegskunst im MUMOK verfolgen

Die Sammlung des MUMOK zeigt, was nach der Secession kam: Wiener Aktionismus, Fluxus, Pop Art und Konzeptkunst. Für alle, die den vollen Bogen der österreichischen Moderne nachvollziehen wollen, ist dieser Basaltlavawürfel der unverzichtbare nächste Schritt nach dem Leopold Museum auf der anderen Seite des Innenhofs.

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Albertina Modern am Karlsplatz in Wien, mit ihrer imposanten historischen Fassade, lebhaften Bannern und Menschen, die an einem sonnigen Tag spazieren.

15. Österreichische Kunst ab 1945 in der Albertina Modern sehen

Die Albertina Modern im Künstlerhaus am Karlsplatz widmet sich österreichischer und internationaler Kunst von 1945 bis heute. Dass sie in einem ehemaligen Ausstellungshaus der Secessions-Ära untergebracht ist, verleiht ihrem zeitgenössischen Programm eine zusätzliche historische Dimension.

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Kultureller Kontext: Wo die Secession geboren wurde

Elegante Marmortreppe mit prächtigen Statuen und Bögen in einem historischen Wiener Gebäude, die die fin-de-siècle-Kulturatmosphäre der Stadt heraufbeschwört.
Photo Michael Pointner

Die Secession entstand nicht im luftleeren Raum. Sie erwuchs aus der aufgeladenen intellektuellen Atmosphäre des Fin-de-Siècle-Wiens – einer Stadt, in der Freud die Psychoanalyse entwickelte und das Kaffeehaus der wichtigste Ort künstlerischer Debatten war. Wer die Kaffeehausrunde und die Ringstraße abläuft, versteht besser, warum der Bruch mit der Tradition so explosiv war, als er schließlich kam.

Innenansicht des Café Central Wien mit verzierten Säulen, Bogenfenstern und Gästen, die bei warmem Kronleuchter-Licht Kaffee genießen.

16. Im Kaffeehaus sitzen, wo Klimt und sein Kreis diskutierten

Die gewölbten neugotischen Arkaden des Café Central waren ein regelmäßiger Treffpunkt von Klimts Wien – einer Stadt, in der Kaffeehäuser als Ateliers, Salons und Debattierstuben dienten. Einen Melange und einen Strudel bestellen und dabei das Gründungsmanifest der Secession lesen.

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Weitwinkelansicht der Wiener Ringstraße mit einem historischen Steingebäude, baumsgesäumtem Boulevard, Wegweisern, Radfahrern und Fußgängern an einem klaren Tag.

17. Die Ringstraße abgehen und verstehen, wogegen die Secession rebellierte

Kaiser Franz Josephs große Prachtstraße mit ihren neurenaissance- und neugotischen Repräsentationsbauten ist das architektonische Establishment, von dem sich die Sezessionisten 1897 lossagten. Wer sie abläuft, begreift, wie radikal deren sachliche, ornamentfunktionale Ästhetik im Vergleich dazu war.

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Ausstellungsraum im Sigmund Freud Museum zeigt historische Fotos, Dokumente und Artefakte auf Holzregalen vor rot-beigefarbenen Wänden unter heller Beleuchtung.

18. Freuds Praxis besuchen – paralleler intellektueller Kontext

Freud und Klimt waren Zeitgenossen in derselben Stadt und demontierten beide die Gewissheiten des 19. Jahrhunderts – von unterschiedlichen Seiten. Das erhaltene Apartment in der Berggasse 19 stellt die psychologische Intensität der Secession in den größeren Kontext von Wiens revolutionärem Geistesleben.

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Die ikonische vergoldete Johann-Strauss-II-Statue in einem prachtvollen Marmorbogen, umgeben von üppigen grünen Bäumen im Wiener Stadtpark an einem sonnigen Tag.

19. Das Klimt-Denkmal im Stadtpark finden

Wiens geliebter Stadtpark beherbergt ein 2012 aufgestelltes Bronzedenkmal, das Gustav Klimt sitzend zeigt. Es steht nahe dem bekannteren Strauss-Monument und bietet eine ruhige Pause zwischen Museumsbesuchen – und eine Erinnerung daran, wie sehr die Stadt ihren berühmtesten Maler zurückerobert hat.

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Häufige Fragen

Wo kann ich Klimts „Der Kuss" in Wien sehen?

„Der Kuss" (1907–08) ist dauerhaft im Oberen Belvedere ausgestellt. Es ist das meistbesuchte Gemälde Österreichs. Zeitfenstertickets am besten online im Voraus buchen – vor allem im Sommer, um lange Warteschlangen am Eingang zu vermeiden.

Was ist der Beethovenfries und wo befindet er sich?

Der Beethovenfries ist ein 34 Meter langes Gemälde, das Klimt 1902 für die 14. Ausstellung der Wiener Secession schuf. Es ist dauerhaft im Untergeschoss des Secessionsgebäudes in der Friedrichstraße installiert. Die Secession ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet (aktuelle Zeiten vor dem Besuch prüfen).

Ist das Wiener Secessionsgebäude ein Museum?

Nicht im klassischen Sinne. Die Secession funktioniert als aktiver Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst in einem historischen Gebäude von 1898. Der Beethovenfries ist das einzige permanente Werk; alle anderen Galerien zeigen wechselnde zeitgenössische Ausstellungen über das Jahr verteilt.

Kann ich Klimts Werk in mehr als einem Wiener Museum sehen?

Ja. Das Obere Belvedere, das Leopold Museum, die Albertina und das Wien Museum besitzen alle bedeutende Klimt-Werke oder Zeichnungen. Das Burgtheater und das Kunsthistorische Museum beherbergen seine frühen Auftragsdeckengemälde aus der Zeit vor der Gründung der Secession.

Wie viel Zeit brauche ich für die wichtigsten Klimt- und Secessionsstandorte?

Realistisch betrachtet zwei volle Tage. Tag eins: Secessionsgebäude, Otto-Wagner-Pavillons, Wien Museum und MAK. Tag zwei: Leopold Museum und MUMOK im MuseumsQuartier am Vormittag, Oberes Belvedere am Nachmittag. Die Kirche am Steinhof erfordert einen separaten halben Tagesausflug.

Zugehöriges Reiseziel:vienna

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