Die schönsten Kirchen Wiens: Barock, Gotik & Jugendstil
Wiens Sakralarchitektur umspannt acht Jahrhunderte – von romanischen Fundamenten über gotische Kathedralen und prachtvolle Barockinterieurs bis hin zu einer der bedeutendsten Jugendstilkirchen der Welt. Dieser Guide zeigt dir die wichtigsten Kirchen jeder Epoche mit praktischen Besuchstipps.

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Kaum eine europäische Stadt konzentriert so viel Sakralarchitektur auf so engem Raum wie Wien. Die Innere Stadt allein beherbergt ein Dutzend Kirchen, die einen Besuch wert sind – von der mittelalterlichen Ruprechtskirche bis zu den prunkvollen Barockinterieurs der Peterskirche. Doch Wiens Kirchenarchitektur macht nicht am Ring halt: Der architektonische Ehrgeiz der Stadt reichte bis ins 20. Jahrhundert – mit Otto Wagners radikaler Jugendstilkirche am Steinhof, während die neugotische Votivkirche an der Ringstraße bis heute eine der eindrucksvollsten Kirchenfassaden Mitteleuropas bleibt. Ob du nur einen Nachmittag oder eine ganze Woche hast: Dieser Guide ist so aufgebaut, dass du das Beste jeder Epoche optimal erkunden kannst.
💡 Lokaler Tipp
Viele Wiener Kirchen sind kostenlos zugänglich, für Turmbesteigungen, Katakomben oder Sonderbereiche wird jedoch Eintritt verlangt. Kleide dich angemessen (bedeckte Schultern und Knie) und prüfe die Öffnungszeiten im Voraus, da Gottesdienste den Besichtigungszugang einschränken können.
Gotische Fundamente: Wiens mittelalterliche Meisterwerke

Wiens gotische Kirchen bilden den spirituellen und baulichen Kern der Altstadt. Der Stephansdom prägt das gesamte Stadtzentrum, doch kleinere gotische Juwelen wie die Augustinerkirche belohnen alle, die bereit sind, die Gassen hinter dem habsburgischen Kaiserviertel zu erkunden. Plane mindestens einen halben Tag ein, um dieser Kirchengruppe zu Fuß gerecht zu werden.
1. Besteige den Südturm von Wiens gotischem Kronjuwel
Wiens prägendstes Wahrzeichen vereint romanische Ursprünge mit hochgotischem Ehrgeiz. Das blendende Zickzack-Ziegeldach, der 136 Meter hohe Südturm und die habsburgischen Katakomben sind alle besichtigbar. Komm früh, um dem Andrang zu entgehen, und steig den Turm hinauf für einen Blick über die Altstadt.
Entdecken1. Besteige den Südturm von Wiens gotischem Kronjuwel
Wiens prägendstes Wahrzeichen vereint romanische Ursprünge mit hochgotischem Ehrgeiz. Das blendende Zickzack-Ziegeldach, der 136 Meter hohe Südturm und die habsburgischen Katakomben sind alle besichtigbar. Komm früh, um dem Andrang zu entgehen, und steig den Turm hinauf für einen Blick über die Altstadt.
Entdecken2. Steig hinab in die Kaisergruft der Habsburger unter der Kapuzinerkirche
Die unscheinbare Kapuzinerkirche am Neuen Markt verbirgt ein bemerkenswertes Geheimnis: 149 kaiserliche Sarkophage, darunter die von Kaiserin Sisi und Franz Joseph. Der Kontrast zwischen der schlichten Fassade und den kunstvollen Bronzesärgen darunter macht diesen Ort zu einem der eindrucksvollsten Besichtigungspunkte Wiens.
Entdecken2. Steig hinab in die Kaisergruft der Habsburger unter der Kapuzinerkirche
Die unscheinbare Kapuzinerkirche am Neuen Markt verbirgt ein bemerkenswertes Geheimnis: 149 kaiserliche Sarkophage, darunter die von Kaiserin Sisi und Franz Joseph. Der Kontrast zwischen der schlichten Fassade und den kunstvollen Bronzesärgen darunter macht diesen Ort zu einem der eindrucksvollsten Besichtigungspunkte Wiens.
EntdeckenBarocker Glanz: Wiens Kirchen aus der Kaiserzeit

Das Barock verwandelte Wien in eine der großen religiösen Prachtbühnen Europas. Kaiser und Adel wetteiferten darum, immer theatralischere Interieurs in Auftrag zu geben – die Ergebnisse, konzentriert zwischen der Hofburg und dem Karlsplatz, beeindrucken noch heute durch ihre Selbstsicherheit und ihre Maßstäbe. Kombiniere deine Kirchenbesuche mit der Barocken Palaisrunde für ein vollständiges Bild der Epoche.
3. Fahre mit dem Panoramalift in die prächtige Kuppel der Karlskirche
Wiens schönste Barockkirche lohnt gleich zweifach: Von außen sind Fischer von Erlachs zwei Triumphsäulen und die ovale Kuppel außergewöhnlich; im Inneren bringt dich ein Glaslift bis an die Deckengemälde von Rottmayr heran. Plane 45–60 Minuten ein.
Entdecken3. Fahre mit dem Panoramalift in die prächtige Kuppel der Karlskirche
Wiens schönste Barockkirche lohnt gleich zweifach: Von außen sind Fischer von Erlachs zwei Triumphsäulen und die ovale Kuppel außergewöhnlich; im Inneren bringt dich ein Glaslift bis an die Deckengemälde von Rottmayr heran. Plane 45–60 Minuten ein.
Entdecken4. Entdecke die Augustinerkirche – die Hofpfarrkirche der Habsburger in der Hofburg
Versteckt im Hofburg-Komplex diente die ursprünglich gotische Augustinerkirche jahrhundertelang als Hofpfarrkirche der Habsburger. Hier fanden Hochzeiten und Begräbnisse der kaiserlichen Familie statt, und in der Herzgruft lagern die Urnen mit den Herzen von 54 Habsburgern – ein Detail, das den meisten Besuchern völlig entgeht.
Entdecken4. Entdecke die Augustinerkirche – die Hofpfarrkirche der Habsburger in der Hofburg
Versteckt im Hofburg-Komplex diente die ursprünglich gotische Augustinerkirche jahrhundertelang als Hofpfarrkirche der Habsburger. Hier fanden Hochzeiten und Begräbnisse der kaiserlichen Familie statt, und in der Herzgruft lagern die Urnen mit den Herzen von 54 Habsburgern – ein Detail, das den meisten Besuchern völlig entgeht.
Entdecken5. Besichtige die Schlosskapelle in Schönbrunn – ein verborgenes Barockjuwel
Die meisten Schönbrunn-Besucher übersehen die Schlosskapelle – ein intaktes Barockinterieur, in dem der junge Mozart vor Kaiserin Maria Theresia auftrat. Sie ist in ausgewählten Schlossführungen enthalten und bietet eines der intimsten Barockkircherlebnisse Wiens, ganz ohne Gedränge.
Entdecken5. Besichtige die Schlosskapelle in Schönbrunn – ein verborgenes Barockjuwel
Die meisten Schönbrunn-Besucher übersehen die Schlosskapelle – ein intaktes Barockinterieur, in dem der junge Mozart vor Kaiserin Maria Theresia auftrat. Sie ist in ausgewählten Schlossführungen enthalten und bietet eines der intimsten Barockkircherlebnisse Wiens, ganz ohne Gedränge.
Entdecken6. Besuche die Lueger-Gedächtniskirche – Wiens monumentale Friedhomskathedrale
Die Karl-Borromäus-Kirche des Zentralfriedhofs, auch Luegerkirche genannt, ist eine markante Kuppelkirche aus dem frühen 20. Jahrhundert, die Wiens weitläufigen städtischen Friedhof prägt. Der Friedhof selbst beherbergt die Gräber von Beethoven, Brahms und Schubert – die Straßenbahnfahrt dorthin lohnt sich also gleich doppelt.
Entdecken6. Besuche die Lueger-Gedächtniskirche – Wiens monumentale Friedhomskathedrale
Die Karl-Borromäus-Kirche des Zentralfriedhofs, auch Luegerkirche genannt, ist eine markante Kuppelkirche aus dem frühen 20. Jahrhundert, die Wiens weitläufigen städtischen Friedhof prägt. Der Friedhof selbst beherbergt die Gräber von Beethoven, Brahms und Schubert – die Straßenbahnfahrt dorthin lohnt sich also gleich doppelt.
EntdeckenNeugotik & Ringstraßenzeit: Sakralarchitektur des 19. Jahrhunderts

Als Kaiser Franz Joseph in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Wiens Prachtstraßen neu gestalten ließ, gab er eine Reihe monumentaler neugotischer Kirchen in Auftrag, die dem Ehrgeiz des neuen Parlaments, des Rathauses und der Oper ebenbürtig waren. Diese Kirchen stehen Seite an Seite mit den großen weltlichen Bauten der Ringstraße und lassen sich am besten im Rahmen der Rundtour durch die Innere Stadt erkunden.
7. Stehe vor den Doppeltürmen der Votivkirche – Wiens Dankeskathedrale
Erbaut nach dem Attentat auf Franz Joseph im Jahr 1853, ist die Votivkirche Wiens dramatischste neugotische Fassade: zwei 99 Meter hohe Türme, aufwendiges Steinmaßwerk und Buntglasfenster, die das Kirchenschiff in Farbe tauchen. Das Außengebäude lässt sich am eindrucksvollsten von der Ringstraße im Morgenlicht fotografieren.
Entdecken7. Stehe vor den Doppeltürmen der Votivkirche – Wiens Dankeskathedrale
Erbaut nach dem Attentat auf Franz Joseph im Jahr 1853, ist die Votivkirche Wiens dramatischste neugotische Fassade: zwei 99 Meter hohe Türme, aufwendiges Steinmaßwerk und Buntglasfenster, die das Kirchenschiff in Farbe tauchen. Das Außengebäude lässt sich am eindrucksvollsten von der Ringstraße im Morgenlicht fotografieren.
Entdecken8. Bewundere das neugotische Rathaus – ein Pendant zu Wiens großen Kirchen
Das Wiener Rathaus ist zwar keine Kirche, doch sein neugotischer Turm und seine repräsentative Präsenz am Ring machen es zum unverzichtbaren Begleiter der nahen Votivkirche. Die Figur des Rathausmanns auf dem Turm gehört zu Wiens bekanntesten Silhouetten – am besten vom gegenüberliegenden Park aus zu sehen.
Entdecken8. Bewundere das neugotische Rathaus – ein Pendant zu Wiens großen Kirchen
Das Wiener Rathaus ist zwar keine Kirche, doch sein neugotischer Turm und seine repräsentative Präsenz am Ring machen es zum unverzichtbaren Begleiter der nahen Votivkirche. Die Figur des Rathausmanns auf dem Turm gehört zu Wiens bekanntesten Silhouetten – am besten vom gegenüberliegenden Park aus zu sehen.
EntdeckenJugendstil & moderne Sakralarchitektur

Um die Jahrhundertwende stellte Wiens Jugendstilbewegung die Frage neu, was eine Kirche sein kann. Otto Wagners Steinhofkirche markiert den radikalen Höhepunkt dieses Ehrgeizes, während das Secessionsgebäude – obwohl keine Kirche – bewusst als Tempel der modernen Kunst konzipiert wurde. Den vollen Kontext dieser Epoche liefert der Klimt- und Secessions-Guide als unverzichtbare Hintergrundlektüre.
9. Mach die Wallfahrt zu Otto Wagners Jugendstil-Meisterwerk am Steinhof
Die 1907 auf dem Gelände einer psychiatrischen Anstalt im Westen Wiens erbaute Steinhofkirche ist ein einmaliges Werk der Sakralarchitektur: Kupferkuppel, Buntglasfenster von Kolo Moser und ein Innenraum von reiner Jugendstilraffinesse. Die Öffnungszeiten sind sehr eingeschränkt – bitte vor dem Besuch prüfen.
Entdecken9. Mach die Wallfahrt zu Otto Wagners Jugendstil-Meisterwerk am Steinhof
Die 1907 auf dem Gelände einer psychiatrischen Anstalt im Westen Wiens erbaute Steinhofkirche ist ein einmaliges Werk der Sakralarchitektur: Kupferkuppel, Buntglasfenster von Kolo Moser und ein Innenraum von reiner Jugendstilraffinesse. Die Öffnungszeiten sind sehr eingeschränkt – bitte vor dem Besuch prüfen.
Entdecken10. Betrachte das Secessionsgebäude als Wiens Tempel der modernen Kunst
Josef Maria Olbrichs Secessionsgebäude von 1897 – mit seiner goldenen Filigrankuppel und der Inschrift „Der Zeit ihre Kunst" – wurde als sakraler Raum für progressive Kreativität entworfen. Klimts monumentaler Beethovenfries im Untergeschoss wirkt wie ein Altarbild für eine vollkommen weltliche Religion.
Entdecken10. Betrachte das Secessionsgebäude als Wiens Tempel der modernen Kunst
Josef Maria Olbrichs Secessionsgebäude von 1897 – mit seiner goldenen Filigrankuppel und der Inschrift „Der Zeit ihre Kunst" – wurde als sakraler Raum für progressive Kreativität entworfen. Klimts monumentaler Beethovenfries im Untergeschoss wirkt wie ein Altarbild für eine vollkommen weltliche Religion.
EntdeckenAbseits des Offensichtlichen: Weniger bekannte Sakralorte, die sich lohnen

Wien belohnt Kirchenenthusiasten, die bereit sind, über den Stephansplatz hinauszugehen. In den weniger bekannten Ecken der Stadt verbirgt sich außergewöhnliche kirchliche Architektur – von der privaten Barockkapelle der Familie Liechtenstein bis zur ältesten Kirche der Stadt, der romanischen Ruprechtskirche im alten jüdischen Viertel nahe dem Donaukanal.
11. Steig hinab in die Ruinen der mittelalterlichen Synagoge am Judenplatz
Unter dem Judenplatz liegen die ausgegrabenen Überreste einer Synagoge aus dem 15. Jahrhundert, die beim Pogrom von 1421 zerstört wurde. Das Museum Judenplatz dokumentiert diese Geschichte neben Rachel Whitereads Betonmahnmal für den Holocaust darüber – und macht diesen Ort zum vielschichtigsten und bewegendsten Sakralort Wiens.
Entdecken11. Steig hinab in die Ruinen der mittelalterlichen Synagoge am Judenplatz
Unter dem Judenplatz liegen die ausgegrabenen Überreste einer Synagoge aus dem 15. Jahrhundert, die beim Pogrom von 1421 zerstört wurde. Das Museum Judenplatz dokumentiert diese Geschichte neben Rachel Whitereads Betonmahnmal für den Holocaust darüber – und macht diesen Ort zum vielschichtigsten und bewegendsten Sakralort Wiens.
Entdecken12. Entdecke die private Barockkapelle im Gartenpalais Liechtenstein
Das Gartenpalais Liechtenstein im 9. Bezirk beherbergt eine private Barockkapelle von außergewöhnlicher Qualität, die bei Führungen zugänglich ist. Das Palais selbst ist eines von Wiens großen, wenig besuchten Schätzen – mit Werken von Rubens und Raffael neben dem aufwendig dekorierten Kapellenraum.
Entdecken12. Entdecke die private Barockkapelle im Gartenpalais Liechtenstein
Das Gartenpalais Liechtenstein im 9. Bezirk beherbergt eine private Barockkapelle von außergewöhnlicher Qualität, die bei Führungen zugänglich ist. Das Palais selbst ist eines von Wiens großen, wenig besuchten Schätzen – mit Werken von Rubens und Raffael neben dem aufwendig dekorierten Kapellenraum.
Entdecken13. Entdecke Wiens ältesten Barockpark neben einer kaum besuchten Pfarrkirche
Der Augarten in der Leopoldstadt beherbergt eine stille Pfarrkirche neben der Porzellanmanufaktur und den WWII-Flaktürmen. Wer Wiens Barocklandschaft jenseits des Touristenrummels erkunden will, findet hier eine stimmige Kombination aus historischem Park und bescheidener Kirche mit echter Lokalatmosphäre.
Entdecken13. Entdecke Wiens ältesten Barockpark neben einer kaum besuchten Pfarrkirche
Der Augarten in der Leopoldstadt beherbergt eine stille Pfarrkirche neben der Porzellanmanufaktur und den WWII-Flaktürmen. Wer Wiens Barocklandschaft jenseits des Touristenrummels erkunden will, findet hier eine stimmige Kombination aus historischem Park und bescheidener Kirche mit echter Lokalatmosphäre.
EntdeckenKaiserliche Begräbnisstätten: Wo die Habsburger ruhen

Die Habsburger verteilten ihre sterblichen Überreste in einem aufwendigen Ritual auf drei verschiedene Wiener Kirchen: Die Leiber kamen in die Kapuzinergruft, die Herzen in die Augustinerkirche und die Eingeweide in den Stephansdom. Wer dieser makabren Spur folgt, verbindet Wiens wichtigste Kirchen zu einer überraschend stimmigen kaiserlichen Geschichte.
14. Verstehe die sakrale Dimension habsburgischer Macht in der Kaiserlichen Schatzkammer
Die Schatzkammer der Hofburg verwahrt die habsburgischen Kronjuwelen neben sakralen Reliquien wie der Heiligen Lanze und Splittern des Wahren Kreuzes. Die religiösen Objekte hier zeigen, wie tief das Imperiale und das Sakrale in der habsburgischen Identität über sechs Jahrhunderte der Herrschaft miteinander verwoben waren.
Entdecken14. Verstehe die sakrale Dimension habsburgischer Macht in der Kaiserlichen Schatzkammer
Die Schatzkammer der Hofburg verwahrt die habsburgischen Kronjuwelen neben sakralen Reliquien wie der Heiligen Lanze und Splittern des Wahren Kreuzes. Die religiösen Objekte hier zeigen, wie tief das Imperiale und das Sakrale in der habsburgischen Identität über sechs Jahrhunderte der Herrschaft miteinander verwoben waren.
Entdecken15. Besichtige eine weltliche Kathedrale des Wissens: den Barocken Prunksaal
Der Prunksaal der Nationalbibliothek, entworfen von Fischer von Erlach (dem Erbauer der Karlskirche), überträgt dieselbe Barocksprache aus Kuppel, Fresko und vergoldeter Galerie auf die Welt des Wissens. Er wirkt wie eine weltliche Kirche und liegt nur wenige Schritte von der Augustinerkirche entfernt – der Kontrast ist frappierend.
Entdecken15. Besichtige eine weltliche Kathedrale des Wissens: den Barocken Prunksaal
Der Prunksaal der Nationalbibliothek, entworfen von Fischer von Erlach (dem Erbauer der Karlskirche), überträgt dieselbe Barocksprache aus Kuppel, Fresko und vergoldeter Galerie auf die Welt des Wissens. Er wirkt wie eine weltliche Kirche und liegt nur wenige Schritte von der Augustinerkirche entfernt – der Kontrast ist frappierend.
Entdecken✨ Profi-Tipp
Die Wien City Card bietet unbegrenzte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel – praktisch für die Steinhofkirche (Bus ab U4 Hütteldorf) und den Zentralfriedhof (Straßenbahn 71 ab dem Ring). Prüfe aktuelle Leistungen und Preise vor dem Kauf.
Häufige Fragen
Was kostet der Eintritt in Wiens Kirchen?
Die meisten Wiener Kirchen sind für Gebet und allgemeine Besichtigungen kostenlos zugänglich. Für bestimmte Attraktionen wird Eintritt verlangt: Turmbesteigung am Stephansdom, Katakomben und der Pummerin-Aufzug haben jeweils separate Gebühren. Auch der Kuppellift der Karlskirche und die Kapuzinergruft sind kostenpflichtig. Die aktuellen Preise findest du auf den offiziellen Websites der jeweiligen Kirche.
Welche Kirche sollte man in Wien unbedingt gesehen haben?
Der Stephansdom ist der unverzichtbare Ausgangspunkt: Er ist Wiens gotisches Meisterwerk, das symbolische Zentrum der Stadt und bietet mehrere Besichtigungsebenen – von der Turmbesteigung über die Katakomben bis zur bemerkenswerten Geschichte des Doms, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Wenn du nur eine Kirche besuchst, dann diese.
Lohnt sich ein Besuch im Inneren der Karlskirche?
Unbedingt – das Innere ist weit beeindruckender, als ein flüchtiger Blick von außen vermuten lässt. Der gläserne Panoramalift in der Kuppel ist wirklich ungewöhnlich: Er bringt dich auf Armreichweite an Johann Michael Rottmayrs Deckengemälden vorbei. Der Besuch dauert etwa 45–60 Minuten und ist besonders für alle lohnenswert, die sich für Barockkunst und -architektur interessieren.
Wie komme ich zur Steinhofkirche (Kirche am Steinhof)?
Die Otto-Wagner-Kirche am Steinhof liegt auf dem Gelände des Otto-Wagner-Spitals im 14. Wiener Gemeindebezirk. Nimm die U4 bis Hütteldorf, dann den Bus 47A bis zur Haltestelle Psychiatrisches Zentrum Baumgartner Höhe. Die Öffnungszeiten sind sehr eingeschränkt – in der Regel nur samstags, mit Führungsangeboten. Prüfe unbedingt die offizielle Website, bevor du die Reise antrittst.
Kann man Wiens Kirchen während Gottesdiensten besuchen?
Die allgemeinen Bereiche der meisten Kirchen sind auch während Gottesdiensten zugänglich, jedoch können Touristenbereiche, Türme und Seitenkapellen geschlossen sein. Sonntagnachmittage sind besonders eingeschränkt. Die habsburgischen Katakomben im Stephansdom und die Kapuzinergruft laufen unabhängig von Gottesdiensten nach festen, buchbaren Führungszeiten. Für möglichst wenige Einschränkungen am besten an Wochentag-Vormittagen planen.














