Geheimtipps Gran Canaria: 20 außergewöhnliche Orte, die die meisten Urlauber nie sehen

Gran Canaria steckt auf 1.560 Quadratkilometern unglaublich viel Vielfalt – doch die meisten Besucher sehen nur einen Bruchteil davon. Vulkanschluchten, vorspanische Ruinen, wilde Küsten und verschlafene Dörfer warten auf alle, die über die Hotelstrände hinausblicken.

Dramatischer Sonnenaufgang über den Vulkanschluchten und Bergen Gran Canarias mit dem markanten Roque Bentayga und wilder Landschaft drumherum.

Gran Canaria trägt den Spitznamen „Kontinent im Kleinformat" – und das völlig zu Recht: Im Inneren steigt das Gelände steil von sonnenverbrannten Stränden zu kiefernbedeckten Bergrücken und Vulkankratern auf, während die Küsten zwischen geschützten Badebuchten und dramatischen Atlantikfelsen wechseln. Die meisten Pauschalurlauber verlassen kaum die Gegend rund um Maspalomas oder Playa del Inglés – dabei warten die schönsten Erlebnisse der Insel weitgehend unentdeckt und ohne Menschenmassen. Dieser Guide widmet sich den Orten, die Einheimische gut kennen, Reiseführer aber allenfalls in Fußnoten erwähnen: Schluchten mit ganzjährigen Wasserfällen, in Felskliffs gehauene Kornspeicher einer uralten Zivilisation, geologische Farbspektakel auf vergessenen Westküstenstraßen und Hochplateaus, auf denen nur der Wind durch die Kanarischen Kiefern rauscht.

💡 Lokaler Tipp

Mit einem Mietwagen erschließt sich fast alles auf dieser Liste. Öffentliche Busse (Global-Netz) bedienen die wichtigsten Strecken, aber die Westküste, Tamadaba und die Bergdörfer im Inneren sind ohne eigenes Fahrzeug kaum sinnvoll zu erkunden. Aktuelle Verbindungen findest du unter guaguasglobal.com.

Das alte Gran Canaria: Guanchen-Stätten und vorspanische Wunder

Die Guanchen errichteten vor der spanischen Eroberung 1483 eine hoch entwickelte Gesellschaft auf Gran Canaria – ihr Erbe verteilt sich in Form von Höhlenwohnungen, bemalten Kammern, Begräbnisstätten und in Felsen gehauenen Kornspeichern über die ganze Insel. Die meisten Besucher gehen völlig daran vorbei. Wer sich vorher einen Überblick verschaffen möchte, findet im Guide Aktivitäten auf Gran Canaria einen guten Einstieg, aber die wahre Tiefe liegt bei den folgenden Stätten.

Weitwinklige Aufnahme der archäologischen Ausgrabungen und Ruinen, die im modernen Museumsgebäude der Cueva Pintada in Gáldar, Gran Canaria, geschützt werden.

1. Guanchen-Höhlenmalereien hautnah erleben in der Cueva Pintada

Die geschützte Höhle in Gáldar beherbergt geometrische Malereien in Ocker und Weiß, die von den alten Guanchen stammen. Das modern gestaltete Museum über der Ausgrabungsstätte erläutert die Grabungsgeschichte und gibt das nötige Größengefühl. Plane 90 Minuten ein und buche Tickets im Voraus.

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Weitwinkelansicht des Cenobio de Valerón mit zahlreichen in den Vulkanfels gehauenen Vorratshöhlen und einem Eingangstreppenaufgang unter blauem Himmel.

2. 300 in den Fels gehauene Kornspeicher: das Cenobio de Valerón

Mehr als 300 einzelne Vorratssilos durchlöchern wie ein Wabenmuster eine Vulkanfelswand im Norden der Insel – genutzt von den Guanchen zur Getreidlagerung. Das handwerkliche Können dahinter ist beeindruckend, und der Ort ist selten überlaufen. Kombiniere den Besuch mit einer Fahrt durch die nahen Bananenplantagen.

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Blick auf den steinernen Grabhügel der Nekropole Arteara mit Informationstafel, vor zerklüfteten Felsen und Grünflächen im Barranco de Fataga, Gran Canaria.

3. Zwischen Guanchen-Gräbern wandern: die Nekropole von Arteara

Hunderte von Steingräbern überziehen einen felsigen Hang oberhalb des Palmenhains von Fataga – das macht diese Stätte zum größten Guanchen-Friedhof der Insel. Keine Menschenmassen, keine Kassenhäuschen, keine Absperrungen. Geh vorsichtig vor und besuche die Stätte am besten im Morgenlicht, wenn die Atmosphäre am schönsten ist.

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Nahaufnahme des Roque Bentayga – der markante Basaltfelsen ragt über die Berge Gran Canarias, im Hintergrund dramatische Wolken.

4. Hinauf zum heiligen Felsen: Roque Bentayga

Dieser gezackte Vulkanmonolith oberhalb von Tejeda war eine Zeremonialstätte der Guanchen. Ein markierter Wanderweg führt vorbei an uralten Höhlenwohnungen und Felsritzungen. Die Aussicht über die Caldera und zum Roque Nublo ist außergewöhnlich – und die Besucherzahlen sind ein Bruchteil derer des berühmten Nachbarn.

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Steinruinen und kreisförmige Hausfundamente an der Archäologischen Stätte Tufia, umgeben von kargen Hügeln und vereinzelten grünen Sträuchern im hellen Tageslicht.

5. Ein Guanchen-Küstendorf entdecken: Tufia

Auf einem Vorgebirge an der ruhigeren Ostküste sind Steinbauten und Höhlenwohnungen einer Guanchen-Küstensiedlung erhalten – darunter liegt ein kleiner Strand. Touristen verirren sich kaum hierher. Mit dem Auto erreichbar, und ein Rundgang dauert etwa eine Stunde.

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Wilde Natur: Schluchten, Wälder und geologische Spektakel

Üppige grüne Schlucht mit schroffen Vulkanfelsen, einheimischen Palmen und vielfältiger Vegetation unter einem strahlend blauen Himmel im wilden Inneren Gran Canarias.
Photo Bengt Nyman (CC BY-SA 4.0)

Das Innere Gran Canarias wird von tiefen Barrancos geprägt, die von den zentralen Bergen bis zum Meer reichen – jeder mit eigenem Mikroklima und Ökosystem. Wer wandern möchte, findet im Guide Wandern auf Gran Canaria ausführliche Infos zu Schwierigkeitsgraden und Anreise. Die folgenden Orte wurden ausgewählt, weil sie wirklich abseits des Touristenrummels liegen – nicht einfach nur schwer erreichbar sind.

Kleiner Wasserfall, der über eine felsige Klippe inmitten üppiger grüner Vegetation im Barranco de los Cernícalos auf Gran Canaria stürzt.

6. Gran Canarias einziger ganzjähriger Bach: Barranco de los Cernícalos

Ein seltener Dauerbach plätschert durch diese grüne Schlucht im östlichen Inselinneren, gesäumt von Farnen, Weiden und Lorbeerbäumen. Der Weg ist sanft und führt zu kleinen Wasserfällen. Eine echte Überraschung auf einer Insel, die die meisten nur mit Wüstenlandschaften verbinden.

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Eingang einer vorspanischen Höhlenbehausung im Felsabhang des Barranco de Guayadeque, umgeben von üppigem Grün und Kakteen mit Blick in die Schlucht.

7. Im Höhlenrestaurant essen: Barranco de Guayadeque

Diese tiefgrüne Schlucht vereint Guanchen-Grabstätten, Höhlenbewohner, endemische Wildblumen und echte Höhlenrestaurants, die lokale Eintöpfe servieren. Fahr von der Küste hinauf und mach in Montaña de las Tierras Mittagspause – direkt in einer echten Höhlenküche.

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Weiter Blick vom Rand der Bandama-Caldera mit dem Vulkankrater darunter, üppig grünen Hängen, Felswänden und dem Atlantik in der Ferne.

8. In einen perfekt erhaltenen Vulkankrater hinabsteigen: Bandama

Nur 15 Minuten von Las Palmas entfernt lässt sich diese 200 Meter tiefe Vulkanschüssel auf einem Wanderweg begehen – Hin- und Rückweg dauern etwa 90 Minuten. Vom Aussichtspunkt oben blickt man auch auf das Weinanbaugebiet der Insel. Kostenlos und fast immer angenehm ruhig.

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Nebel zieht durch hohe kanarische Kiefern und gelbgrüne Farne auf dem Waldboden im Tamadaba Naturpark, Gran Canaria.

9. Durch Gran Canarias größten Kiefernwald wandern: Tamadaba

Das abgelegene Tamadaba-Plateau im Nordwesten beherbergt den schönsten Kanarischen Kiefernwald der Insel, mit Küstenklippen, die Hunderte von Metern in den Atlantik abfallen. Vogelbeobachter kommen wegen des Blauen Buchfinken, Wanderer wegen der Stille. Ein Auto ist nötig, die Straße ist schmal.

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Farbenprächtige, geschichtete Vulkanfelsen von Los Azulejos de Veneguera auf Gran Canaria mit grünen, ockerfarbenen und roten Gesteinsformationen und natürlicher Vegetation.

10. Die Bunten Klippen von Los Azulejos de Veneguera

Eine Felswand, die von Mineralablagerungen in leuchtendem Grün, Gelb und Rot gestreift wird – dieser Stopp an der Westküste gehört zu den meistfotografierten geologischen Sehenswürdigkeiten der Insel. Fünf Minuten Aufenthalt, unvergesslicher Eindruck. Zu finden auf der GC-200 zwischen Mogán und La Aldea.

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Palmen, üppige einheimische Pflanzen und felsiges Gelände im Jardín Botánico Viera y Clavijo mit grünen Hügeln und Häusern im Hintergrund.

11. Spaniens größter Kanarischer Garten: Jardín Botánico Viera y Clavijo

Mehr als 500 Arten kanarischer Endemiten ziehen sich eine Schlucht außerhalb von Las Palmas hinunter – darunter uralte Drachenbäume und mächtige Wolfsmilchgewächse. Der Eintritt ist frei, die Anlage ist wirklich schön, und werktags morgens ist man meist fast allein. Plane zwei Stunden ein, um alles in Ruhe zu erkunden.

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Hohe Kakteen und Sukkulenten wachsen zwischen Vulkangesteinen im Cactualdea Park, mit schroffen Bergen und dramatischem Himmel im Hintergrund.

12. 10.000 Kakteen vor Atlantikpanorama fotografieren: Cactualdea

Einer der größten Kakteenparks Europas liegt an der spektakulären Westküste nahe La Aldea: terrassierte Hänge voller Sukkulenten aus aller Welt, dazu weite Meeresblicke. Ruhig, gepflegt und erstaunlich fotogen. Kombiniere den Besuch mit dem Los-Azulejos-Stopp in der Nähe.

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Bergdörfer und Aussichtspunkte

Weite Landschaftsansicht eines zerklüfteten Bergtals mit traditionellen Häusern auf Gran Canaria unter einem klaren blauen Himmel, die authentische Bergdorflandschaft einfangend.
Photo Bjoertvedt (CC BY-SA 4.0)

Die Bergdörfer im Inneren Gran Canarias erhalten nur einen Bruchteil der Besucher, die die Küstenresorts überschwemmen – dabei bieten sie einige der stimmungsvollsten Erlebnisse auf der ganzen Insel. Besonders die Gegend rund um Tejeda lohnt sich für alle, die sich Zeit nehmen. Wer eine Rundreise durchs Landesinnere plant, findet im Gran Canaria Roadtrip-Guide die besten Routen durch diese Landschaften.

Weiß getünchte Häuser mit Terrakottadächern im Dorf Fataga, umgeben von üppigen Palmen und den dramatisch zerklüfteten Bergen des Barranco de Fataga, Gran Canaria.

13. Durch blumengeschmückte Gassen schlendern: Dorf Fataga

Dieses winzige weiße Dorf über einem palmengesäumten Tal wirkt eher marokkanisch als spanisch. Bougainvillea rankt über niedrige Mauern, das Café serviert guten Kaffee, und der Blick ins Tal Richtung Dünen ist außergewöhnlich. 20 Minuten von Maspalomas entfernt – aber eine andere Welt.

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Drei Wanderer stehen auf dem Plateau vor dem beeindruckenden Vulkanmonolithen Roque Nublo unter einem strahlend blauen Himmel auf Gran Canaria.

14. Zum 80 Meter hohen Monolithen wandern: Roque Nublo

Gran Canarias ikonischste Felsformation ragt auf 1.813 Metern aus einem Plateau und ist vom Parkplatz aus in etwa 45 Minuten zu Fuß zu erreichen. Die umliegende Aussicht erfasst einen Großteil der Insel. Geh früh los, bevor sich im Sommer gegen Mittag Wolken aufbauen.

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Panoramablick vom Pico de las Nieves mit dramatischen Felsformationen, grünen Tälern und einem Wolkenmeer unter strahlend blauem Himmel.

15. Auf Gran Canarias höchstem Punkt stehen: Pico de las Nieves

Mit 1.949 Metern ist dies das Dach der Insel – an klaren Wintertagen sind von hier aus vier weitere Kanarische Inseln zu sehen. Die Fahrt hinauf durch den Kiefernwald gehört zu den schönsten auf der ganzen Insel. Es gibt einen kleinen Parkplatz, und die Aussicht ist sofort da – kein Wandern nötig.

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Klippenaussichtspunkt am Mirador del Balcón auf Gran Canaria mit dramatischen Vulkanklippen, Atlantischem Ozean und einem felsigen Pfad mit Bänken mit Blick auf die Küste.

16. Am Ende der Welt stehen: Mirador del Balcón

Senkrechte schwarze Vulkanfelsen stürzen hier Hunderte von Metern in den Atlantik – der Blick ist schwindelerregend, und das ist wörtlich gemeint. Ein kurzer Stopp auf der Küstenstraße GC-200, zehn Minuten Aufenthalt, aber eine der dramatischsten Aussichten der ganzen Insel.

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Frontale Gesamtansicht der neugotischen Kirche von Arucas mit ihrem dunklen Basaltmauerwerk, den reich verzierten Türmen und der großen Rosette bei strahlend hellem Wetter.

17. Eine Kirche wie eine Kathedrale: über hundert Jahre Bauzeit in Arucas

Aus dunklem lokalem Basalt über mehr als 100 Jahre gemeißelt, sieht diese neugotische Kirche tatsächlich wie eine Kathedrale aus. Die Buntglasfenster im Inneren sind außergewöhnlich. Arucas selbst ist eine angenehme Stadt mit Rum-Destillerien und einem begrünten Platz für ein entspanntes Mittagessen.

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Ruhige Küsten und authentische Dörfer

Felsige Küste mit alten Steingebäuden und einem Glockenturm in einem authentischen Dorf am Meer, Gran Canaria.
Photo Yuri Elizegi

Abseits der Hotelstrände verändert sich der Charakter der Küste Gran Canarias grundlegend. Besonders der Nordwesten lohnt sich für alle, die ein Auto und einen halben Tag Zeit mitbringen. Das Dorf Agaete und der Fischerhafen Puerto de las Nieves bilden gemeinsam eine der authentischsten Ecken der Insel – weit weg vom All-inclusive-Betrieb im Süden.

Traditionelles weiß getünchtes Gebäude mit Holzbalkon in Puerto de las Nieves, Agaete, unter blauem Himmel mit Sonnenlicht auf der Fassade.

18. Frischen Fisch essen im authentischen Hafen von Puerto de las Nieves

Das charaktervollste Fischerdorf an der Westküste hat ausgezeichnete Meeresfrüchterestaurants, natürliche Felsenpools und einen aktiven Fähranleger für Boote nach Teneriffa. Die Klippen dahinter sind beeindruckend, und das Dorf ist erfreulich frei von Souvenirläden und Touristenfallen.

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Weitläufige Landschaft des Valle de Agaete mit terrassierten Feldern, verstreuten Häusern und zerklüfteten Bergen im Hintergrund unter klarem Himmel.

19. Europas einziges Kaffeetal erkunden: Valle de Agaete

Terrassierte Hänge mit Kaffee, Zitrusfrüchten und Avocados im Nordwesten der Insel schaffen eine üppige tropische Landschaft, die man mit den Kanaren kaum verbindet. Das jährliche Kaffeernte-Fest Ende August zieht Einheimische aus der ganzen Insel an. Am schönsten erlebt man das Tal zu Fuß auf dem Talwanderweg.

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Vulkanische Felsküste mit blauem Atlantikwasser, schroffen Klippen und grobem Sand an El Confital, der wilden Nordküste von Las Palmas auf der Halbinsel La Isleta.

20. Gran Canarias bester Surfspot: El Confital

Dieser wilde, felsige Spot an der Nordspitze der Playa de Las Canteras ist ein Refugium für einheimische Surfer – mit Vulkanriffen und kraftvollen Atlantikwellen, die nichts mit dem ruhigen Badestrand wenige Hundert Meter südlich zu tun haben. Wer nicht surft, kommt zum Zuschauen und Spazierengehen auf dem rauen Felsvorsprung.

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Kulturelle Tiefe: Museen und Stadtteile

Reihe bunter historischer Gebäude in Las Palmas de Gran Canaria, die den architektonischen Charakter eines lokalen Viertels zeigen.
Photo Canary Vista ES

Las Palmas de Gran Canaria ist eine richtige Stadt mit ernstem Kulturleben – trotzdem sehen die meisten Besucher sie nur durch das Busfenster bei einem Transferstopp. Das historische Viertel Vegueta allein vereint mehrere Weltklasse-Museen auf einem Fußweg von zehn Minuten. Wer mehr Zeit in der Hauptstadt verbringt, findet im Guide Aktivitäten in Las Palmas einen umfassenden Überblick.

Innenansicht des El Museo Canario mit hell beleuchteten Glasvitrinen, in denen eine der größten Sammlungen antiker Guanchen-Schädel Europas entlang der Wände ausgestellt ist.

21. Guanchen-Mumien von Angesicht zu Angesicht: das Museo Canario

Eine der bedeutendsten Sammlungen vorspanischer Artefakte Spaniens befindet sich in einem ruhigen Vegueta-Stadtpalais. Guanchen-Schädel, Mumien, Keramiken und Werkzeuge sind mit wissenschaftlichem Kontext ausgestellt. Plane 90 Minuten ein – und beachte, dass sonntags geschlossen ist.

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Besucher bewundern zeitgenössische Kunstwerke und eine geometrische Skulptur in einer hell erleuchteten Galerie im Centro Atlántico de Arte Moderno, Las Palmas.

22. Atlantische Gegenwartskunst in einem Kolonialpalais: das CAAM

Das Centro Atlántico de Arte Moderno ist in einem umgebauten Kolonialpalais in Vegueta untergebracht und zeigt Kunst aus Europa, Afrika und Amerika. Der Kontrast zwischen der gemeißelten Steinfassade und dem weißen, minimalistischen Inneren ist beeindruckend. Sonntags ist der Eintritt frei.

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Palmengesäumte Wege, üppige Rasenflächen und gepflegte Bäume im Parque Doramas in Las Palmas de Gran Canaria an einem hellen Tag.

23. Kanarischen Volkstanz am Sonntag erleben: Parque Doramas

Dieser ruhige Stadtpark in Las Palmas beherbergt das Pueblo Canario, ein nachgebautes traditionelles Dorf, in dem sonntags morgens Volksmusik und Tanz aufgeführt werden. Das Néstor-Museum für Kanarische Kunst ist ebenfalls hier. Völlig lokale Atmosphäre, völlig kostenlos.

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Der Markt Vegueta in Las Palmas de Gran Canaria mit der historischen gelb-steinernen Fassade des überdachten Marktgebäudes, Fahrzeugen, Palmen und Stadtpanorama im Hintergrund.

24. Lokalen Mojo und Käse kaufen: Markthalle Vegueta

Die überdachte Markthalle in der Altstadt von Las Palmas ist der beste Ort der Insel für lokale Produkte: gereifter Kanarischer Käse, Mojo rojo, Zutaten für Papas arrugadas, frische tropische Früchte und Fisch direkt aus dem Atlantik. Das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert mit seinen Eisen-Glas-Konstruktionen ist allein schon einen Blick wert.

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✨ Profi-Tipp

Kombiniere Markthalle Vegueta, Museo Canario, CAAM und Casa de Colón zu einem einzigen Vormittag zu Fuß. Alle vier liegen in der Altstadt innerhalb von zehn Gehminuten beieinander – und zusammen erzählen sie die ganze Geschichte Gran Canarias in weniger als einem halben Tag.

Häufige Fragen

Welche Geheimtipps Gran Canarias kann ich ohne Mietwagen erreichen?

Die Museen und die Markthalle in Vegueta, der Parque Doramas, das CAAM und Las Canteras (einschließlich El Confital) sind alle mit dem Linienbus oder zu Fuß vom Zentrum Las Palmas aus erreichbar. Die Schlucht Guayadeque und der Bandama-Krater lassen sich mit einer Kombination aus Global-Bussen und kurzen Taxifahrten erreichen. Für die Westküste, Tamadaba, Fataga und die meisten Bergdörfer im Inneren ist ein Mietwagen praktisch unverzichtbar.

Lohnt es sich, die Guanchen-Ausgrabungsstätten ohne Führung zu besuchen?

Einige sind frei zugänglich und gut beschildert, aber ein Guide oder Audioguide bringt erheblich mehr Kontext. Die Cueva Pintada in Gáldar und das Cenobio de Valerón haben Informationen vor Ort. Für die Nekropole von Arteara und Tufia empfiehlt es sich, sich vorher zu informieren, da die Erklärungen an der Stätte selbst minimal sind.

Wann ist die beste Zeit, um die Geheimtipps im Inselinneren Gran Canarias zu besuchen?

November bis April ist ideal zum Wandern und für Ausflüge ins Landesinnere: kühler, klare Luft und manchmal Schnee auf den höchsten Gipfeln. Schluchten wie Guayadeque und Barranco de los Cernícalos sind nach dem Winterregen am grünsten. Im Sommer sind Autofahrten und Kulturstätten problemlos, aber lange Wanderungen im Inland können unangenehm heiß werden.

Wie weit ist Puerto de las Nieves von den Südresorts entfernt?

Puerto de las Nieves liegt an der Nordwestküste, etwa 60–70 km von Maspalomas entfernt – mit dem Auto über die Autobahn GC-2 rund 75–90 Minuten. Am besten kombiniert man die Fahrt mit Stopps im Valle de Agaete, Cactualdea und Los Azulejos an einem ganzen Westküstentag.

Sind diese Geheimtipps auch für kleine Kinder geeignet?

Ja, einige eignen sich gut für Familien: Das Museum der Cueva Pintada hat interaktive Elemente, der Cactualdea-Park ist einfach und optisch reizvoll, der Jardín Botánico hat breite Wege, die auch für Kinderwagen geeignet sind, und im Parque Doramas gibt es genug Platz zum Toben. Die geologischen Aussichtspunkte wie Mirador del Balcón und Bandama erfordern Aufsicht an den Rändern, aber kaum Laufstrecke.

Zugehöriges Reiseziel:gran-canaria

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