Giara di Gesturi: Das uralte Hochplateau, auf dem noch wilde Pferde leben
Die Giara di Gesturi erhebt sich auf rund 550 Meter über Zentralsardinien und ist ein 45 Quadratkilometer großes Basaltplateau, das durch vulkanische Aktivität im Oligozän entstanden ist. Korkeichenwälder, saisonale Feuchtgebiete und eine außergewöhnliche Population kleiner Wildpferde machen sie zu einer der ökologisch einzigartigsten Landschaften der Insel.
Fakten im Überblick
- Lage
- Gemeinden Gesturi, Tuili, Setzu (Südwestsardinien) und Genoni (Oristano), ca. 60 km nördlich von Cagliari
- Anfahrt
- Auto unbedingt erforderlich. Ab Cagliari: SS131 Richtung Norden, dann SS197 über Furtei und Villamar, ca. 1 Std. 20 Min. Parkplätze an den Zugängen Gesturi, Tuili und Genoni vorhanden
- Zeitbedarf
- Mindestens ein halber Tag; für eine ausgedehnte Erkundung zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist ein ganzer Tag empfehlenswert
- Kosten
- Der Zutritt zum Naturgebiet ist kostenlos. Für geführte Touren über den Parco della Giara fallen Gebühren an – aktuelle Preise direkt beim Park erfragen
- Am besten für
- Naturliebhaber, Tierbeobachter, Wanderer, Fotografen und Reisende, die einen Besuch beim nahegelegenen Su Nuraxi di Barumini kombinieren möchten
- Offizielle Website
- museocavallinodellagiara.it/parco-della-giara

Was die Giara di Gesturi eigentlich ist
Die Giara di Gesturi – auf Sardisch Sa Jara Manna genannt – ist ein flach abgeschnittenes Basaltmassiv, das etwa 44 bis 45 Quadratkilometer im Zentrum-Süden Sardiniens bedeckt. Es ist rund 12 Kilometer lang und 4 Kilometer breit, mit einer durchschnittlichen Höhe von 500 bis 550 Metern. Die beiden höchsten Punkte sind die Zepparedda mit 609 Metern und die Zeppara Manna mit 580 Metern. Das Plateau entstand durch vulkanische Aktivität im Oligozän; die erstarrte Basaltdecke hat der Erosion weit besser standgehalten als der weichere Kalkstein und Ton der umliegenden Tieflagen – weshalb es sich so markant über die Campidano-Ebene erhebt wie ein aufgestellter Tisch.
Was man oben vorfindet, hat wenig mit Sardiniens bekannteren Landschaften gemein. Kein Meerblick, kein Strand. Stattdessen ein dichtes Kronendach aus Korkeichen und Steineichen, offene Grasfluren und flache saisonale Teiche, die Paulis, die sich im Herbst mit Regenwasser füllen und bis in den Frühling erhalten, bevor sie im Sommer austrocknen. Dieser Rhythmus bestimmt alles: Die Teiche sind der Grund, warum die Wildpferde bleiben, warum Zugvögel hier rasten und warum das Plateau eine Lebendigkeit ausstrahlt, die an gepflegteren Naturstandorten kaum zu finden ist.
💡 Lokaler Tipp
Die beste Zeit, die Wildpferde an den Paulis zu beobachten, ist von Spätherbst bis Frühjahr, wenn die Teiche Wasser führen und die Pferde sich um sie konzentrieren. Im Juli und August sind die Teiche trocken, die Pferde schwerer zu finden und die Hitze auf dem offenen Plateau intensiv.
Die Wildpferde: Was du wissen musst
Die Cavallini della Giara zählen zu den bemerkenswertesten halbwilden Pferdepopulationen Europas. Klein und kompakt – mit einer Schulterhöhe von meist rund 130 Zentimetern – leben sie in Familienverbänden auf dem Plateau, bewegen sich frei und nutzen die Paulis in den kühleren Monaten als Wasserquelle. Ihre Herkunft ist noch nicht vollständig geklärt, doch sind sie seit Jahrhunderten auf der Giara nachgewiesen; ihre Isolation auf dem Plateau hat zu einer genetisch eigenständigen Population geführt.
Eine Begegnung mit ihnen erfordert Geduld und ein bisschen Glück. Die Tiere sind nicht zahm und weichen zurück, wenn man sich direkt nähert oder plötzliche Geräusche macht. Am zuverlässigsten ist es, morgens früh und ruhig die Pfade entlang der Paulis abzulaufen, bevor die ersten organisierten Touren eintreffen. Stuten mit Fohlen sind im Frühling am verlässlichsten zu sehen; Hengste streifen meist weiter umher. Das Licht in der ersten Stunde nach Sonnenaufgang, wenn noch Dunst in den Baumhöhlen liegt, liefert genau die Art von Fotos, für die sich der frühe Aufbruch wirklich lohnt.
Fotografen sollten ein Teleobjektiv mitbringen – 200 mm oder länger – und sich keine Sichtungsgarantie versprechen lassen. Vielleicht läuft man zwei Stunden und trifft gleich am ersten Teich eine große Gruppe an, oder man durchquert fast das ganze Plateau und sieht nur Silhouetten im Baumstreifen. Das Plateau ist kein Zoo. Genau diese Unvorhersehbarkeit macht es für viele Besucher aus. Wer die Pferde als Hauptziel seiner Reise in diesen Teil Sardiniens hat, sollte die Giara mit einem geführten Besuch von Su Nuraxi di Barumini kombinieren, das nur etwa 25 Minuten entfernt liegt – selbst wenn die Pferde sich verstecken, war der Tag trotzdem lohnenswert.
Wie sich das Erlebnis im Tagesverlauf verändert
Wer um 8 oder 9 Uhr morgens ankommt, hat das Plateau weitgehend für sich. Die Luft ist auf dieser Höhe merklich kühler als in der Ebene unten, auch im Sommer, und die Korkeichen sind im frühen Licht von einer besonderen Stille erfüllt. Der Vogelgesang ist vielschichtig und anhaltend: Schwarzspechte, Wiedehopfe und – in der Saison rund um die Paulis – Wat- und Wasservögel, die hier auf dem Zug rasten. Der Geruch der Vegetation ist zu dieser Stunde frisch und leicht harzig – eine Mischung aus Wildkräutern, feuchter Erde und dem leicht wachsigen Duft des Eichendachs.
Ab dem späteren Vormittag, vor allem im Sommer, verändert sich die Qualität des Erlebnisses spürbar. Organisierte Reisegruppen aus den umliegenden Dörfern treffen ein, das Licht wird härter und weniger fotogen, und auf den offenen Grasfluren baut sich die Hitze rasch auf. Wer im Juli oder August kommt und nicht früh starten kann, findet auf den schattigen Waldwegen noch erträgliche Bedingungen – die freien Bereiche rund um die zentralen Teiche sind bis Mittag jedoch unangenehm ungeschützt.
Nachmittagsbesuche im Frühling und Herbst haben ihren eigenen Reiz: Das schräge Licht durch die Korkeichen taucht das Plateau in warmes Gold, und die Pferdegruppen ziehen oft zum Wasser, wenn die Temperaturen sinken. Da es auf dem Plateau weder Cafés noch Trinkwasserstellen gibt, musst du alles selbst mitbringen.
⚠️ Besser meiden
Auf dem Plateau gibt es keine Trinkwasserquellen. Bring mindestens 1,5 Liter pro Person mit. Im Sommer lieber das Doppelte. In den Waldabschnitten gibt es Schatten, aber die offenen Pauli-Bereiche sind vollständig der Sonne ausgesetzt.
Anfahrt und Zugangspunkte
Ein Auto ist praktisch unverzichtbar. Öffentliche Verkehrsmittel fahren die Zugangspunkte zum Plateau nicht an. Ab Cagliari dauert die Fahrt rund 1 Stunde 20 Minuten – über die SS131 Richtung Norden bis zur Ausfahrt Villasanta, dann die SS197 durch Furtei und Villamar bis nach Tuili oder Gesturi. Der Aufstieg zum Plateau ab Gesturi ist der am häufigsten genutzte Zugang; oben am Dorfausgang gibt es einen Parkplatz.
Der Zugang über Genoni auf der Nordseite (Provinz Oristano) ist weniger frequentiert und führt über eine 6 Kilometer lange Straße vom Dorf bis zum Parkplatz auf dem Plateau. Dieser Weg lohnt sich, wenn man weniger Menschen um sich haben möchte: Die Besucherdichte ist auf der Genoni-Seite generell niedriger, besonders an Werktagen. Von Barumini aus – dem naheliegenden Ausgangspunkt wegen des benachbarten Nuraghenkomplexes – dauert die Fahrt zum Plateau rund 25 Minuten über die SS197 und die SP 5.22.
Auf dem Plateau selbst bewegt man sich zu Fuß, mit dem Mountainbike oder zu Pferd auf unbefestigten Wegen. Der Untergrund ist basaltisch und stellenweise uneben; festes Schuhwerk mit Knöchelunterstützung ist ratsam. Die Wege sind nicht durchgängig gut ausgeschildert; es empfiehlt sich, vor der Anreise eine Offline-Karte herunterzuladen oder Streckenmaterial in den Besucherzentren in Gesturi oder Tuili abzuholen. Die Giara ist eine hervorragende Ergänzung zu einem ausgedehnteren Sardinien-Trip – der Reiseführer zu Sardiniens Nuraghen zeigt, wie sich die umliegende Region sinnvoll erkunden lässt.
Geführte Touren und der Parco della Giara
Der vom Genoni-Eingang aus verwaltete Parco della Giara bietet geführte Touren zu festen Abfahrtszeiten an, die je nach Saison variieren. Von Oktober bis März starten die Touren um 10:00 und 14:30 Uhr. Im April und September um 10:00 und 15:00 Uhr. Von Mai bis August um 10:00 und 17:00 Uhr. Für geführte Touren fallen Gebühren an; genaue Preise werden online nicht veröffentlicht und sind direkt beim Park zu erfragen.
Geführte Besuche sind besonders beim ersten Mal sinnvoll, wenn man die Ökologie verstehen und nicht einfach nur die Wege ablaufen möchte. Einheimische Guides wissen, in welchen Pauli-Bereichen sich die Pferde gerade aufhalten – das erspart eine Stunde Suche im falschen Teil des Plateaus. Über private Anbieter in den umliegenden Dörfern sind auch Reitausflüge buchbar; das ist eine langsamere und intensivere Art, das Plateau zu erkunden. Und die Wildpferde lassen andere Pferde offenbar deutlich bereitwilliger in ihre Nähe als Menschen zu Fuß.
ℹ️ Gut zu wissen
Das Plateau ist offiziell das ganze Jahr über geöffnet. Außerhalb der geführten Touren ist der Zutritt kostenlos. Die Website des Parco della Giara (museocavallinodellagiara.it) ist die zuverlässigste Quelle für aktuelle Tourzeiten.
Ökologie, Geschichte und warum dieser Ort so besonders ist
Die Basaltdecke der Giara, die der Erosion widerstand, die die Täler ringsum formte, hat dem Plateau auch als ökologischer Rückzugsort gedient. Die Abgeschiedenheit des Hochlandes ließ hier eine andere Landnutzung entstehen als in der umgebenden Agrarlandschaft: Der Korkeichenwald wurde für seine Rinde genutzt, nicht gerodet; die Paulis wurden nicht trockengelegt; und großflächige Landwirtschaft hat auf dem steinigen Untergrund nie Fuß gefasst. Das Ergebnis ist eine Landschaft von einem Charakter, der im mediterranen Europa immer seltener wird.
Die Paulis sind dabei von besonderer Bedeutung. Diese Saisonteiche beherbergen Amphibien, darunter den Sardinischen Bachmolch, und dienen als Rastplatz für Zugvögel auf dem Weg zwischen Afrika und Europa. Das Plateau liegt in einem Schutzgebiet, dessen Status Bebauung und Eingriffe begrenzt – weshalb die Giara heute noch so aussieht wie seit Generationen. Wer sich für Sardiniens Artenvielfalt interessiert, sollte auch andere Schutzgebiete der Insel erkunden, wie etwa den Parco Nazionale del Gennargentu – wobei die Giara mit ihrem flachen, offenen Charakter für einen Halbtagsausflug deutlich zugänglicher ist.
Archäologisch gesehen ist das Plateau und seine umliegenden Dörfer tief in Sardiniens nuragischer Vergangenheit verwurzelt. Die Landschaft rund um die Giara ist dicht mit nuragischen Bauwerken durchsetzt, und das kleine Städtchen Gesturi unterhalb des Plateaus liegt inmitten eines der archäologisch reichsten Gebiete der Inselinnenseite. Wegen der Nähe zu Barumini ist eine Kombination aus Giara-Besuch und dem Su-Nuraxi-Komplex an einem einzigen Tag sowohl geografisch als auch kulturell stimmig.
Ehrliche Einschätzung: Lohnt sich der Umweg?
Die Giara di Gesturi belohnt Menschen, die aus den richtigen Gründen kommen. Wer ein kuratiertes Naturerlebnis mit garantierten Pferdesichtungen von einem bequemen Aussichtspunkt erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht. Das Plateau verlangt Wandern auf unebenem Grund, Toleranz gegenüber Ungewissheit über das, was man zu sehen bekommt, und die Bereitschaft, der Natur ihren eigenen Rhythmus zu lassen.
Wer hingegen in Sardinien einen Ort sucht, der abseits des Strand-und-Resort-Trubels liegt, findet ihn hier eindeutig. Die Giara ist nicht überlaufen wie manche Küstenorte in der Hochsaison. Die Kombination aus ökologischem Interesse, der merkwürdigen Flachheit des Plateaus über der Campidano-Ebene und dem Anblick echter Wildpferde schafft ein Erlebnis, das auf der Insel wirklich einzigartig ist. Wer eine Woche oder länger in Sardinien verbringt – besonders mit Schwerpunkt auf dem Inselinneren – sollte die Giara ernsthaft in Betracht ziehen. Der Sardinien-Reiseplan für eine Woche und der Sardinien-Roadtrip-Guide zeigen Routen durch das Inselinnere, die in der Nähe der Giara vorbeiführen.
Wer die Giara nicht priorisieren sollte: Reisende mit sehr wenig Zeit (ein oder zwei Tage), die Strände und Küstenstädte im Fokus haben. Die Anfahrt von der Küste kostet deutlich Zeit, und das Plateau-Erlebnis erfordert die richtige Einstellung und die richtige Jahreszeit, um sich wirklich zu lohnen. Besucher mit eingeschränkter Mobilität sollten beachten, dass das Gelände rau, unbefestigt und ohne barrierefreie Einrichtungen ist – dieser Ort lässt sich vom Auto aus nicht sinnvoll erleben.
Insider-Tipps
- Besuche das Plateau an einem Wochentag im April oder Oktober – dann sind die Paulis noch gefüllt, die Temperaturen angenehm, die Pferde aktiv und die Wege wenig besucht. An Wochenenden im Frühling strömen Tagesausflügler aus Cagliari und Oristano hierher, und die Pfade rund um die Paulis werden spürbar voller.
- Der Zugang über Genoni auf der Nordseite des Plateaus ist deutlich weniger frequentiert als die Routen über Gesturi und Tuili. Wer aus Oristano anreist oder die SS131 von Norden nimmt, sollte die Straße über Genoni nehmen – sie macht keinen nennenswerten Umweg und führt in einen ruhigeren Teil des Plateaus.
- Die Korkeichenrinde wird auf der Giara in festen Zyklen geerntet. Frisch geschälte Bäume leuchten in einem kräftigen Rot-Orange, das sich eindrucksvoll vom graugrünen Blätterdach abhebt. Wer solche Bäume entdeckt, sollte den Boden darunter genauer unter die Lupe nehmen – Käfer und kleine Reptilien sammeln sich oft im aufgewühlten Erdreich.
- Geh nie direkt auf eine Pferdeherde zu. Bleib stehen, geh leicht in die Knie und warte. Pferde, die zunächst weglaufen, kommen oft aus Neugier zurück, wenn man fünf bis zehn Minuten still und ruhig bleibt. Wer sich im Morgengrauen an den Rand einer Pauli stellt und die Tiere auf ihre eigene Weise näherkommen lässt, erlebt deutlich schönere Begegnungen als jemand, der ihnen hinterherläuft.
- In Gesturi und Tuili gibt es jeweils kleine Cafés und Bars, die morgens geöffnet sind. Frühstücke dort, bevor du hinauffahrst – auf dem Plateau selbst gibt es weder etwas zu essen noch zu trinken.
Für wen ist Giara di Gesturi geeignet?
- Tier- und Naturfotografen, die echte, uninszenierte Motive in natürlicher Umgebung suchen
- Wanderer und Radfahrer, die flaches bis leicht hügeliges Gelände abseits der überfüllten Küste bevorzugen
- Reisende, die Archäologie und Natur kombinieren möchten und das Plateau mit Su Nuraxi di Barumini an einem Tag verbinden
- Familien mit älteren Kindern, die zwei oder mehr Stunden auf unebenem Untergrund laufen können
- Besucher in der Nebensaison (Oktober bis April), die aktive Outdoor-Erlebnisse suchen, wenn die Strände geschlossen sind
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Weitere Highlights in Barbagia & Nuoro:
- Gola di Su Gorropu
Die Gola di Su Gorropu ist eine Karstschlucht im sardischen Supramonte-Massiv – mit Felswänden von über 500 Metern Höhe und Passagen, die stellenweise nur 4 Meter breit sind. Wer den körperlichen Aufwand nicht scheut, wird mit einer der dramatischsten Landschaften des gesamten Mittelmeerraums belohnt.
- Monte Ortobene
Der Monte Ortobene erhebt sich auf 955 Meter über dem Meeresspiegel östlich der Stadt Nuoro im Landesinneren Sardiniens. Der bewaldete Berg bietet Panoramablicke über Zentralsardinien, eine markante Bronzestatue des Cristo Redentore und Wanderwege durch duftende Macchia. Der Eintritt ist frei, die Straße führt bis zum Gipfel – und die Atmosphäre hier oben hat nichts mit der Küste gemein.
- Murales di Orgosolo
Orgosolo, ein kleines Bergdorf in der Barbagia-Region im Herzen Sardiniens, hat seine Gassen seit den späten 1960er-Jahren mit rund 150 Wandgemälden bedeckt. Die Murales di Orgosolo sind zu jeder Stunde kostenlos zugänglich und gehören zu den politisch aufgeladensten und visuell eindrücklichsten Open-Air-Kunsterlebnissen Italiens.
- Museo del Costume e della Tradizione Sarda (Nuoro)
Auf dem Hügel Sant'Onofrio oberhalb von Nuoro gelegen, beherbergt das Museo della Vita e delle Tradizioni Popolari Sarde eine der bedeutendsten ethnografischen Sammlungen Italiens. Mit rund 8.000 Objekten – von Festtrachten über Silberschmuck bis hin zu Masken und Webwerkzeug – zeichnet es ein fundiertes und lohnendes Bild der Kultur, die das Innere Sardiniens geprägt hat.