7 Tage Rhodos: Der perfekte Reiseplan

Eine Woche auf Rhodos reicht, um die mittelalterliche Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe), das dramatische Lindos auf den Klippen, eine Fährüberfahrt nach Symi und einige der schönsten Strände der Ägäis zu erleben – ganz ohne Hetze. Dieser Tagesplan basiert auf realistischen Fahrzeiten, Besucherströmen und praktischer Logistik, damit du weniger planst und mehr genießt.

Weitläufiger Blick auf den Strand von Lindos auf Rhodos mit klarem türkisfarbenem Wasser, Schwimmern, Reihen von Liegestühlen und der Akropolis von Lindos auf einem Hügel.

Kurzfassung

  • Sieben Tage sind ideal für Rhodos: genug Zeit für die Altstadt, Lindos, einen Tagesausflug nach Symi und mehrere Strände – ohne Umwege oder Abstriche.
  • Ein Mietwagen erschließt den Süden und Westen der Insel; ein Auto ab Tag 3 zu mieten wird ausdrücklich empfohlen.
  • Besuch die Altstadt zuerst (Tage 1–2), bevor Hitze und Menschenmassen zur Wochenmitte ihren Höhepunkt erreichen.
  • In der Nebensaison (Mai–Juni, September–Oktober) liegen die Temperaturen bei 20–25 °C und die großen Sehenswürdigkeiten sind spürbar weniger überlaufen.
  • Fährtickets nach Symi und Unterkünfte in Lindos in der Hauptsaison frühzeitig buchen; den besten Reisezeitraum für Rhodos mit allen saisonalen Details findest du im entsprechenden Guide.

Vor der Abreise: Logistik, die deine Woche prägt

Rhodos ist mit gut 1.400 km² die größte Insel der Dodekanes – Entfernungen spielen also eine Rolle. Lindos liegt etwa 55 km südlich von Rhodos-Stadt, rund eine Autostunde entfernt. Prasonisi, die Südspitze der Insel, ist 90 km weit und braucht näher an 90 Minuten. Keine beschwerlichen Strecken, aber genug, um die Idee, die gesamte Insel an einem einzigen Tag abzuhaken, als Fehler zu entlarven, den du spätestens am Nachmittag bereust.

Der Flughafen Rhodos International Diagoras (RHO) liegt 14 km südwestlich des Stadtzentrums. Der öffentliche Bus braucht etwa 25–30 Minuten und kostet rund 2,50–3 €; ein Taxi schlägt mit 25–30 € zu Buche und ist in etwa 20 Minuten da. Wer für die ganze Woche ein Auto mieten möchte, sollte es am effizientesten direkt bei der Ankunft am Flughafen abholen. Den Flughafen-Guide Rhodos mit Terminal-Infos und Transferoptionen findest du ebenfalls auf der Seite.

💡 Lokaler Tipp

Öffentliche Busse (betrieben von KTEL Rhodos) fahren die wichtigsten Strecken, darunter Rhodos-Stadt nach Lindos – aber die Fahrpläne werden am Nachmittag dünner und zu Strandorten sind sie selten. Für maximale Flexibilität lohnt sich ein Mietwagen ab Tag 3; für die ersten beiden Tage in der Altstadt, wo Autofahren ohnehin eingeschränkt ist, kommen Busse und Taxis vollkommen aus.

Tage 1–2: Die mittelalterliche Altstadt und Rhodos-Stadt

Menschen gehen über eine Steinbrücke auf ein mittelalterliches Tor in der Altstadt von Rhodos unter blauem Himmel zu.
Photo Zuzana Szokeova

Starte deine Woche in der Altstadt von Rhodos, einem UNESCO-Weltkulturerbe und einer der besterhaltenen mittelalterlichen Stadtfestungen Europas. Anreisen, Gepäck ablegen und den Impuls widerstehen, sofort zu jedem Wahrzeichen zu sprinten. Geh stattdessen zuerst die 4 km lange Runde auf der Außenmauer ab – so bekommst du ein Gefühl für die Dimensionen dessen, was die Johanniter zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert hier errichtet haben.

Am ersten ganzen Tag stehen der Palast des Großmeisters (die meisten Vormittage geöffnet; Eintritt 8 €), die Ritterstraße und das Archäologisches Museum von Rhodos im ehemaligen Spital der Ritter ganz oben auf der Liste. Das Museum allein ist 90 Minuten wert, wenn man auch nur ein bisschen Interesse an antiker griechischer Skulptur und hellenistischen Grabstelen mitbringt. Die Ritterstraße besucht man am besten vor 9 Uhr morgens oder nach 17 Uhr, wenn die Reisegruppen abgezogen sind.

Den Vormittag von Tag 2 nutzt du für alles, was noch fehlt: die Süleymaniye-Moschee, die osmanischen Hamam-Bäder (an ausgewählten Tagen noch in Betrieb) und das stimmungsvolle Gassengewirr im Jüdischen Viertel. Den Nachmittag verbringst du in der Neustadt: Spaziere am Mandraki-Hafen entlang, wo die bronzenen Hirschstatuen heute dort stehen, wo der Koloss von Rhodos der Überlieferung nach thronte, und besuch die Festung des Heiligen Nikolaus am Hafeneingang.

⚠️ Besser meiden

In den engen Gassen der Altstadt kann man sich wirklich verlaufen – in der ersten Stunde charmant, in der dritten Stunde hungrig und überhitzt eher frustrierend. Lade dir vor dem Betreten eine Offline-Karte herunter. Die Haupttouristenmeile rund um die Sokratous-Straße ist gesäumt von Souvenirläden und überteuerten Cafés: Bieg einfach eine Straße ab, in jede beliebige Richtung, für besseres Essen zum halben Preis.

Tag 3: Lindos und die Paulus-Bucht

Luftaufnahme der Akropolis von Lindos mit Ruinen mit Blick auf die St.-Pauls-Bucht, dramatische Küstenlinie und das blaue Ägäische Meer in Rhodos, Griechenland.
Photo Anderson

Lindos verdient einen ganzen Tag – keine gehetzte Halbtagsvisite vom Reisebus aus. Fahr nach Süden (etwa 55 km, eine Stunde) und parke auf dem ausgewiesenen Parkplatz unterhalb des Dorfes. Von dort sind es 10–15 Minuten zu Fuß hinauf ins Dorf, oder du nimmst gegen einen kleinen Aufpreis einen Esel den Treppenweg hoch zur Akropolis von Lindos. Die Akropolis vereint antike griechische Säulen, eine byzantinische Kirche und Befestigungsanlagen der Johanniterritter auf engem Raum – an klaren Tagen reicht der Blick weit über die Küstenlinie.

Nach der Akropolis geht es hinunter zur Paulus-Bucht, einer fast kreisrunden, geschützten Bucht unterhalb der Akropolisfelsen, wo der Apostel Paulus der Überlieferung nach im Jahr 51 n. Chr. landete. Das Wasser ist klar und ruhig – ideal zum Schwimmen. Der Hauptstrand von Lindos, der große Sandbogen nördlich des Dorfes, füllt sich bis Mittag; wer einen guten Platz haben will, sollte vor 11 Uhr da sein. Den späten Nachmittag verbringst du am besten beim Schlendern durch die weißen, kubistischen Gassen von Lindos, bevor du im Abendlicht zurückfährst.

Tag 4: Tagesausflug nach Symi

Panoramablick auf die Insel Symi mit bunten neoklassizistischen Häusern, die den Hügel über einem strahlend blauen Hafen hinaufklettern, mit kargen Bergen im Hintergrund.
Photo Márton Novák

Nimm die Fähre vom Mandraki-Hafen nach Symi, einer kleinen Insel 40 km nordöstlich von Rhodos, deren neoklassizistisches Hafenstädtchen aussieht, als wäre es eigens fürs Fotografiertwerden entworfen worden. Die Überfahrt dauert je nach Schiff 50–70 Minuten. Aktuelle Fahrpläne und Preise findest du bei Dodekanisos Seaways oder Blue Star Ferries; eine einfache Fahrt kostet je nach Anbieter und Saison in der Regel 15–25 €.

Die meisten Tagesausflügler verbringen ihre Zeit in Gialos (dem unteren Hafen) und steigen die 375 Stufen der Kali Strata hinauf nach Chorio, der Oberstadt, für den Blick zurück über den Hafen. Wer noch Energie hat: Das Kloster Taxiarchis Mihail Panormitis im Süden der Insel ist die bedeutendste Pilgerstätte, erfordert aber entweder eine Bootsfahrt oder eine längere Fahrt. Für die meisten Besucher ist ein Tag in Gialos und Chorio mit einem ausgedehnten Mittagessen und frischem Fisch genau das Richtige. Die Rückfahrten laufen durch den Nachmittag und Abend; wähl eine Fähre, die dir mindestens 5–6 Stunden auf der Insel lässt.

Tag 5: Westküste, Schmetterlingstal und Kallithea

Ein leuchtend orangefarbener Schmetterling mit schwarzen Punkten, der auf einem weißen Stein zwischen glatten Flusssteinen in einer gut beleuchteten natürlichen Umgebung ruht.
Photo Ahmet Enes Tek

Tag 5 eignet sich gut als Rundtour durch einige der weniger besuchten Inland- und Küstenorte der Insel. Beginne im Schmetterlingstal (Petaloudes), etwa 25 km südwestlich von Rhodos-Stadt. In diesem schattigen Waldtal wimmelt es von Juli bis August von Russischen Bären (Euplagia quadripunctaria). Außerhalb dieser Monate ist es ein schöner Waldspaziergang mit Bächen und Holzbrücken, aber die Falter sind das eigentliche Highlight. Eintritt 14 €.

Von dort fährst du nach Norden zu den Kallithea-Quellen, einem restaurierten Thermalbad aus der italienischen Ära mit Art-déco-Rotunden und einer kleinen Bucht, die sich hervorragend zum Schnorcheln eignet. Eintritt 5 €. Die Anlage hat es in mehrere Filmproduktionen geschafft und ist einer der architektonisch interessantesten Orte der Insel. Danach noch ein Abstecher zum Elli-Strand in der Neustadt von Rhodos für ein Bad am späten Nachmittag vor dem Abendessen. Elli ist ein langer Sandstreifen direkt in der Stadt und wirkt selten so überfüllt, wie er von der Promenade aus aussieht.

✨ Profi-Tipp

Wenn du das Schmetterlingstal während der Hauptsaison der Falter (Juli–August) besuchst, bitte kein Klatschen und keine abrupten Geräusche, um die Tiere aufzuschrecken. Es ist offiziell verboten und tatsächlich schädlich: Die Falter befinden sich in einem Ruhezustand und jede Störung kostet Energiereserven, die sie für die Fortpflanzung brauchen. Ranger werden dich bitten zu gehen, wenn du es trotzdem tust.

Tag 6: Sieben Quellen, Tsambika und die Ostküste

Türkisfarbener künstlicher See, umgeben von felsigen Klippen und Bäumen, die Landschaft bei Seven Springs auf Rhodos.
Photo Pavel Danilyuk

Die Ostküstenstraße südlich von Rhodos-Stadt führt durch einige der schönsten Strandabschnitte der Insel. Erster Halt: Sieben Quellen (Epta Piges), etwa 30 km südlich der Stadt. Das Herzstück ist ein 150 Meter langer Tunnel, der durch den Fels zu einem künstlichen See führt: eng, dunkel und nur per Waten durch knöchel- bis knietiefes Wasser zu passieren. Manche lieben es, andere finden es klaustrophobisch und enttäuschend. Wer den Tunnel lieber auslässt, nimmt den Weg außen herum. Eintritt frei.

Weiter nach Süden zum Tsambika-Strand, einem breiten Bogen aus feinem goldenem Sand hinter flachen Dünen. Er gehört zu den besten Familienstrränden der Insel und ist im Juli-August gut besucht. In der Hochsaison sollte man vor 10 Uhr da sein, um noch einen Sonnenschirmplatz zu bekommen. Direkt oberhalb des Strandes thront das Kloster Tsambika auf einem Felsvorsprung 300 Meter über dem Meer, erreichbar über 297 Stufen. Der Ausblick von oben ist außergewöhnlich, der Aufstieg dauert etwa 20 Minuten. Da es ein aktives Kloster ist, gilt Kleiderordnung: bedeckte Schultern und Knie sind Pflicht.

Tag 7: Prasonisi und die Südspitze

Luftaufnahme einer Sandbank, die türkisblaues Wasser teilt, mit Wellen, die aus zwei Richtungen an einer schmalen Landzunge aufeinandertreffen.
Photo Mikhail Nilov

Spar dir Prasonisi für den letzten vollen Tag auf. Diese Sandbank an der südlichsten Spitze von Rhodos ist der Punkt, an dem Ägäis und Mittelmeer aufeinandertreffen – mit zwei völlig unterschiedlichen Wellenverhältnissen gleichzeitig: ruhiges Wasser auf der einen, aufgewühlte Brandung auf der anderen Seite. Das macht sie zum Top-Spot der Insel für Windsurfen und Kitesurfen; wer schon immer eines davon ausprobieren wollte, ist hier genau richtig. Im Rhodos-Guide für Windsurfen und Kitesurfen findest du Schulempfehlungen und Bedingungen nach Saison.

Die Fahrt von Rhodos-Stadt dauert etwa 90 Minuten in eine Richtung. Unterteile sie mit einem Stopp bei Burg Asklipio im gleichnamigen Inlanddorf – eine Johanniterfestung mit einer kleinen byzantinischen Kirche, die trotz hervorragenden Erhaltungszustands kaum Touristen sieht. Für Prasonisi am besten ein Picknick einpacken, die Essensmöglichkeiten dort sind sehr einfach. Den Nachmittag am Strand verbringen, dann am späten Nachmittag nordwärts fahren, um den Sonnenuntergang über der Westküste einzufangen, bevor es zum letzten Abendessen in Rhodos-Stadt geht.

  • Beste Strände nach Typ Tsambika für Familien und Schwimmer; Prasonisi für Wassersport; Paulus-Bucht Lindos für kristallklares, ruhiges Wasser; Elli-Strand für Lage und Stadtnähe.
  • Beste Tage für die Altstadt Tage 1–2 sind ideal; ab Tag 3 sind die meisten Besucher bereit, die Stadt hinter sich zu lassen. Werktags morgens sind die großen Sehenswürdigkeiten etwas weniger voll als am Wochenende.
  • Was du im Voraus buchen solltest Fährtickets nach Symi im Juli–August (beliebt bei Tagesausflüglern); Unterkünfte in Lindos, wenn du dort übernachten möchtest; für den Palast des Großmeisters kann es Warteschlangen geben, aber er ist selten ausgebucht.
  • Was du bei Zeitmangel weglassen kannst Der Tunnel der Sieben Quellen ist außerhalb der Schmetterlingsaison wenig beeindruckend; der Wasserpark in Faliraki macht Spaß, ist aber austauschbar. Keiner der beiden ist einen dedizierten halben Tag wert, wenn die Zeit knapp ist.
  • Wasserschuhe einpacken für felsige Buchten wie Kallithea und die Anthony-Quinn-Bucht
  • Bargeld dabei haben: viele kleine Tavernen, Klöster und Parkplätze akzeptieren keine Karten
  • Griechen essen spät: Mittagessen zwischen 14 und 16 Uhr, Abendessen selten vor 20 Uhr und oft erst um 21–22 Uhr
  • Leitungswasser ist technisch trinkbar, aber stellenweise stark gechlort; abgefülltes Wasser ist günstig und überall erhältlich
  • 5–10 % Trinkgeld ist gern gesehen, aber nicht verpflichtend; einfach den Betrag aufrunden statt Wechselgeld zurückzuverlangen
  • Notruf: 112 (EU-weit); die Touristenpolizei in der Altstadt hat englischsprachige Beamte

Häufige Fragen

Reichen 7 Tage, um Rhodos richtig kennenzulernen?

Ja, sieben Tage reichen für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ohne Hetze. Die Altstadt, Lindos, ein Tagesausflug nach Symi und mehrere Strände lassen sich gut unterbringen, und trotzdem bleibt noch Luft zum Durchatmen. Mit zehn Tagen könnte man den Süden und mehr Inlandsdörfer erkunden, aber eine Woche ist das sinnvolle Minimum für einen befriedigenden Besuch.

Brauche ich für eine 7-tägige Rhodos-Reise ein Mietauto?

Für die ersten beiden Tage in der Altstadt nicht – dort ist ein Auto ohnehin kaum praktisch. Ab Tag 3 macht ein Auto einen erheblichen Unterschied, wenn es darum geht, Strände wie Prasonisi und Tsambika, das Schmetterlingstal und Inlandsdörfer zu erreichen. Busse fahren nach Lindos und in einige Küstenorte, aber am Nachmittag nur noch selten.

Wann ist die beste Reisezeit für eine Woche auf Rhodos?

Mai, Juni und September bieten die beste Kombination aus warmem Wetter (20–28 °C), überschaubaren Menschenmassen und guten Strandbedingungen. Juli und August sind Hochsaison mit Temperaturen von 33–35 °C und deutlich mehr Betrieb in Lindos und der Altstadt. Oktober ist angenehm zum Sightseeing, aber ab Mitte des Monats schließen einige Strandeinrichtungen bereits.

Wie komme ich von Rhodos für einen Tagesausflug nach Symi?

Fähren legen am Mandraki-Hafen in Rhodos-Stadt ab. Die Überfahrt dauert je nach Schiff 50–70 Minuten. Reedereien wie Dodekanisos Seaways bieten in der Sommersaison tägliche Verbindungen an. Eine einfache Fahrt kostet in der Regel 15–25 €; im Juli und August sollte man im Voraus buchen, da die Morgenabfahrten von Tagesausflüglern schnell belegt sind.

Lohnt sich die Akropolis von Lindos, und wie viel Zeit braucht man dafür?

Auf jeden Fall – es ist eine der lohnendsten Stätten der Insel, erfordert aber etwas Einsatz: Der Aufstiegsweg besteht aus Stufen und ist ungeschützt, und bei Nachmittagshitze ist er wirklich anstrengend. Plan 2–3 Stunden ein für Dorf, Aufstieg und Akropolis selbst. Am besten morgens (die Anlage öffnet in der Regel gegen 8 Uhr), bevor die schlimmste Hitze und die Reisebusse ankommen.

Zugehöriges Reiseziel:rhodes

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