Palma Aquarium: Europas tiefstes Haifischbecken und 700 Arten unter einem Dach
Das Palma Aquarium (Acuario de Palma) liegt nur 500 Meter vom Strand Playa de Palma entfernt und beeindruckt mit 55 Becken, über 8.000 Meerestieren und dem Big Blue: einem Haifischbecken mit 8,5 Metern Tiefe – dem tiefsten in Europa. Es gehört zu den umfassendsten Meeresattraktionen im westlichen Mittelmeer.
Fakten im Überblick
- Lage
- C/ Manuela de los Herreros i Sorà, 21, Can Pastilla, Palma de Mallorca – 500 m vom Strand Playa de Palma
- Anfahrt
- Mit Bus, Taxi oder Auto vom Stadtzentrum Palmas erreichbar; Can Pastilla liegt etwa 10 km östlich des Zentrums an der Bucht von Palma
- Zeitbedarf
- 2,5 bis 4 Stunden, je nach Alter der Gruppe und Fütterungszeiten
- Kosten
- Kostenpflichtig; aktuelle Ticketpreise auf palmaaquarium.com – sie variieren je nach Saison und Altersgruppe
- Am besten für
- Familien mit Kindern, Meeresliebhaber und alle, die bei Regen oder starker Hitze eine Indoor-Option suchen
- Offizielle Website
- palmaaquarium.com/en

Was das Palma Aquarium ist – und was es bietet
Das Palma Aquarium öffnete im Juni 2007 und wird von Coral World International betrieben, einer Gruppe mit Meeresattraktionen auf mehreren Kontinenten. Der offizielle spanische Name lautet Acuario de Palma. Die Anlage umfasst 24.000 Quadratmeter an der Küste von Can Pastilla – nah genug am Meer, dass man schon vor dem Eingang Salzluft riecht. In 55 Becken leben mehr als 8.000 Tiere aus über 700 Arten aus dem Mittelmeer, dem Atlantik sowie dem Indischen und Pazifischen Ozean.
Zwei Rekorde machen dieses Aquarium besonders: Erstens ist das Big-Blue-Haifischbecken mit 8,5 Metern das tiefste Haifischbecken Europas. Zweitens beherbergt die Anlage Europas größte lebende Korallensammlung. Das sind keine leeren Marketingversprechen – beide Merkmale prägen, was du tatsächlich siehst. Besonders die Korallen sind so dicht und farbenprächtig, dass sie sich deutlich von Aquarien unterscheiden, die hauptsächlich auf Fische setzen.
Im Jahr 2007 erhielt das Aquarium den Preis für die beste Unternehmensinitiative der balearischen Publikation Actualidad Económica sowie den Barrierefreiheitspreis des Consell de Mallorca. Letzterer spiegelt sich im Design wider: breite Gänge, Rampen überall und kaum Engpässe – auch an belebten Tagen.
Das Big Blue: Im Tunnel unter Europas tiefstem Haifischbecken
Das Herzstück des Aquariums ist das Big Blue – ein Becken mit mehreren Haiarten, das durch einen Acryl-Tunnel an der Basis erlebbar wird. Die 8,5 Meter Tiefe machen sich bemerkbar: Die Wassersäule über dem Tunnel wirkt wirklich imposant. Die Haie gleiten auf mittlerer Höhe dahin, und das von oben einfallende Licht erzeugt ein bläuliches Schimmern, das je nach Tageszeit und Besucherzahl variiert.
💡 Lokaler Tipp
Falls an deinem Besuchstag eine Haiefütterung stattfindet, schau gleich beim Eingang auf den Zeitplan und richte deinen Aufenthalt im Big-Blue-Bereich danach aus. Während der Fütterung ist das Becken am lebendigsten.
Das Tunnelerlebnis ist am besten, wenn es nicht zu voll ist. Plane die ersten 90 Minuten nach der Öffnung (ab ca. 9:30 Uhr) oder Wochentage in der Nebensaison ein. Mittags im Juli und August treffen Schulgruppen und Familien gleichzeitig ein, und der Tunnel kann sich eng anfühlen. Die Qualität des Erlebnisses bleibt dieselbe – aber die Möglichkeit, in Ruhe zu beobachten, nimmt deutlich ab.
Tickets & Führungen
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Durch die Becken: Ein praktischer Rundgangsüberblick
Der Rundgang durch das Palma Aquarium führt chronologisch durch verschiedene Ozeanzonen – beginnend mit Mittelmeer-Ökosystemen und weiter zu Atlantik, Indo-Pazifik und Tiefsee. Das ist keine willkürliche Abfolge. Kinder, die zuerst vertraute Mittelmeerarten sehen, haben einen guten Vergleichspunkt, wenn sie zu den tropischen Becken kommen – das verhindert, dass der Rundgang irgendwann eintönig wirkt.
Der Mittelmeer-Bereich zeigt heimische Riffische, Tintenfische und Seepferdchen in flacheren, helleren Becken als die Tiefseeexponate. Das Licht ist kühl und diffus – ideal zum Fotografieren ohne Blitz. In den tropischen Abschnitten werden die Becken dunkler und die Artenvielfalt größer: Große Rochen, Zackenbarsche, Rotfeuerfische und dichte Korallenformationen füllen mehrstöckige Becken, bei denen man an jedem Haltepunkt einige Minuten braucht, um alles zu entdecken.
Die Gesamtstrecke durch alle Ausstellungsbereiche ist moderat, allerdings gibt es in manchen Zonen Umwege. Für Familien mit Kinderwagen oder Rollstuhlnutzer sind die Böden überall barrierefrei. In den tiefen Tunnelabschnitten kann die Sinneswahrnehmung durch das gedämpfte Licht und den starken Kontrast zu den helleren Gängen intensiv sein – das sollte man bei sehr kleinen Kindern oder Menschen berücksichtigen, die empfindlich auf abrupte Licht-Dunkel-Wechsel reagieren.
Der Jungle: Ein Dachgarten über dem Meer
Über dem Hauptgebäude des Aquariums liegt der Jungle – zum Zeitpunkt seiner Eröffnung als größter Dachgarten Spaniens beschrieben. Er verbindet tropische Bepflanzung mit interaktiven Bereichen und einem separaten Abschnitt mit Landtieren und Reptilien. Der Wechsel vom kühlen, dämmrigen Innenbereich in den Freiluftgarten ist deutlich spürbar: An einem Juli-Nachmittag kann die Hitze und das Licht intensiv sein – also Wasser und Sonnencreme einpacken, wenn du dort Zeit verbringen willst.
Der Jungle ist eher eine eigenständige zweite Attraktion als ein simples Extra. Kinder, die im Aquariumsinneren noch ruhig und konzentriert waren, werden hier deutlich lebhafter. Wer mit Erwachsenen reist, die wenig Lust auf Trubel haben, kann den Dachgarten weglassen, ohne das eigentliche Aquarium-Erlebnis zu verpassen – mit dem Jungle eingerechnet sollte man aber etwa 30 bis 45 Minuten mehr einplanen.
Das Palma Aquarium liegt in Can Pastilla, einem Küstenviertel östlich des Stadtzentrums an der Bucht von Palma. Der direkt angrenzende Strand ist die Playa de Palma – ein langer Sandstreifen, der zu den meistbesuchten der Insel zählt. Ein Vormittag im Aquarium kombiniert mit einem Nachmittag am Strand ist eine naheliegende Kombination für Familien. Mehr über Mallorcas Strände findest du im Reiseführer zu den schönsten Stränden Mallorcas.
Für wen es sich lohnt – und für wen nicht
Das Palma Aquarium ist vor allem als Familienziel für Kinder zwischen etwa 4 und 14 Jahren stark. Die Kombination aus interaktiven Elementen, Haifischtunnel und dem Outdoor-Bereich Jungle spricht ein breites Interessenspektrum an und hält gemischte Altersgruppen bei der Stange. Erwachsene ohne Kinder werden das Aquarium als gut gepflegt und kompetent umgesetzt empfinden – ein Highlight ihres Mallorca-Aufenthalts wird es aber vermutlich nicht sein, wenn ihr Interesse vor allem Architektur, Geschichte oder Landschaft gilt.
Für echte Meeresbiologie-Fans ist die Korallensammlung wirklich beeindruckend und für sich allein einen Besuch wert. Die Artenvielfalt in den Indo-Pazifik-Becken ist größer als bei vielen vergleichbaren Aquarien ähnlicher Größe in Europa.
Wer mit einem knappen Budget reist, sollte den Eintrittspreis gegen das eigene Interesse abwägen. Palma und die Umgebung bieten durchaus kostenlose oder günstige Alternativen für Familien und naturbegeisterte Reisende. Das Aquarium ist im europäischen Vergleich nicht überteuert – günstig ist es aber auch nicht.
Wer lieber draußen ans Meer möchte statt in geschlossene Ausstellungen, findet an Mallorcas Naturküste zahlreiche Alternativen – von Schnorchelbuchen bis zu geschützten Meeresbereichen. Der Naturpark Mondragó im Südosten der Insel verbindet Feuchtgebiete und Küstenlandschaft – und ist für Familien kostenlos zugänglich.
Praktisches: Anreise, Besuchszeit und was du mitbringen solltest
Die Adresse des Aquariums lautet C/ Manuela de los Herreros i Sorà, 21, im Stadtviertel Can Pastilla, etwa 10 Kilometer östlich des Stadtzentrums von Palma entlang der Küstenstraße. Mit dem Auto gibt es Parkmöglichkeiten in der Nähe. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbinden Busse das Zentrum Palmas mit Can Pastilla – aktuelle Linien und Haltestellen findest du bei Empresa Municipal de Transports (EMT Palma) oder TIB (Transport Interurbà de les Illes Balears). Taxis und Fahrdienste aus dem Stadtzentrum brauchen bei normalem Verkehr etwa 15 bis 20 Minuten.
ℹ️ Gut zu wissen
Die Öffnungszeiten variieren je nach Saison; überprüfe die aktuellen Zeiten auf palmaaquarium.com – bisher galten vom 1. April bis 31. Oktober täglich 9:30 bis 18:30 Uhr. Außerhalb dieses Zeitraums können die Zeiten abweichen. Prüfe vor deinem Besuch unbedingt aktuelle Öffnungszeiten und Ticketpreise auf palmaaquarium.com, da saisonale Anpassungen häufig vorkommen.
Das Innere ist vollständig klimatisiert – das macht das Aquarium zu einer der angenehmsten Optionen an heißen Mallorca-Sommertagen, wenn die Temperaturen draußen regelmäßig über 32 °C steigen. Leichte Schichten empfehlen sich, da die tiefen Beckenbereiche merklich kühler sind als der Eingangsbereich. Im Outdoor-Bereich Jungle ist Sonnenschutz während der Mittagsstunden im Sommer unbedingt notwendig.
Fotografieren im Aquarium ist in den meisten Bereichen ohne Blitz möglich. Ein Smartphone mit einem halbwegs guten Nachtmodus liefert in den helleren Mittelmeer- und Tropenabschnitten brauchbare Ergebnisse. Der Big-Blue-Tunnel ist anspruchsvoller, da der helle Beckeninhalt und die dunkle Umgebung stark kontrastieren – eine längere Belichtungszeit im manuellen Modus kann das ausgleichen.
Wer seinen Mallorca-Urlaub noch plant, findet im Reiseführer für Mallorca mit Kindern hilfreiche Tipps, wie sich Strandtage, Naturattraktionen und familienfreundliche Ausflugsziele auf der ganzen Insel kombinieren lassen.
Kontext: Can Pastilla und die Bucht von Palma
Can Pastilla liegt am östlichen Ende der Bucht von Palma, vom Stadtzentrum durch die Einflugschneise des Flughafens und eine durchgehende Strandentwicklung getrennt. Es ist kein Viertel, das Besucher wegen seiner Architektur oder Gastronomie anzieht – der Reiz liegt fast ausschließlich in der Küstenlage. Das Aquarium fügt sich als zentrale Attraktion für einen strandorientierten Tag nahtlos in diesen Kontext ein.
Das Stadtzentrum Palmas mit seiner gotischen Kathedrale, den Arabischen Bädern und der historischen Altstadt ist ein völlig anderes Erlebnis und mindestens einen halben Tag wert. Die Altstadt von Palma liegt rund 10 Kilometer westlich – bei einem frühen Start lässt sich der Besuch gut mit dem Aquarium verbinden.
Wer überlegt, wie das Palma Aquarium in einen größeren Inselurlaub passt, findet im großen Reiseführer für Mallorca einen umfassenden Überblick über alles, was die Insel jenseits der Küste zu bieten hat.
Insider-Tipps
- Komm an Wochentagen im Juli oder August zur Öffnung um 9:30 Uhr. Der Big-Blue-Haifischtunnel ist in den ersten 45 Minuten fast leer – du kannst so lange darin stehen, wie du willst, bevor die Reisegruppen eintreffen.
- Schau gleich beim Eingang auf die Fütterungszeiten. Die Fütterungen im Haifischbecken und in anderen großen Becken sind die lebendigsten Momente im Aquarium – es lohnt sich, den Rundgang danach auszurichten.
- Der Dachgarten-Bereich Jungle wird im Sommer zwischen 12 und 15 Uhr sehr heiß. Wenn Kinder dort Zeit verbringen wollen, plant den Besuch lieber früh ein, bevor die Hitze ihren Höhepunkt erreicht.
- Online-Tickets direkt über palmaaquarium.com sind meist günstiger als an der Tageskasse und ersparen dir die Warteschlange – besonders an Sommerwochenenden kann die lang werden.
- Das Aquarium liegt 500 Meter vom Strand Playa de Palma entfernt. Wer beides an einem Tag kombiniert, sollte Wechselkleidung und eine Tasche für nasse Badesachen einpacken: Der Strand funktioniert besser als Nachmittagsprogramm nach dem Aquarium, nicht davor.
Für wen ist Palma Aquarium geeignet?
- Familien mit Kindern zwischen 4 und 14 Jahren, die einen strukturierten Halbtagesausflug suchen
- Besucher, die bei extremer Sommerhitze oder bewölktem Wetter eine Indoor-Option brauchen
- Meeresbiologie- und Korallenriff-Fans, die sich für Europas größte lebende Korallensammlung interessieren
- Reisende in Strandnähe der Playa de Palma, die vor dem Strandbesuch noch etwas unternehmen wollen
- Besucher mit eingeschränkter Mobilität: Die Anlage ist vollständig barrierefrei und wurde gezielt mit diesem Fokus geplant
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Weitere Highlights in Palma de Mallorca:
- Arabische Bäder (Banys Àrabs)
Die Banys Àrabs sind das einzige erhaltene Zeugnis von Palmas islamischer Vergangenheit – aus dem 10. oder 11. Jahrhundert. Kompakt, aber wirklich atmosphärisch: Dieses uralte Hammam im Herzen der Altstadt lässt sich in unter einer Stunde erkunden und lohnt sich für alle, die auch nur ein bisschen Sinn für Geschichte mitbringen.
- Schloss Bellver
Auf einem mit Pinien bewachsenen Hügel 3 km westlich des Palmaer Stadtzentrums thront Schloss Bellver – eine der wenigen kreisförmigen gotischen Festungen Europas. Unter König Jaume II. erbaut und um 1311 fertiggestellt, diente sie als Königsresidenz, Gefängnis und beherbergt heute das Stadthistorische Museum Palma. Schon der Blick über die Bucht von Palma allein lohnt den Aufstieg.
- Bischofsgarten (Jardí del Bisbe)
Versteckt hinter den mächtigen Mauern der Kathedrale von Palma liegt der Jardí del Bisbe – ein kleiner formaler Garten auf dem Gelände des Bischofspalastes. Der Eintritt ist frei, und die meisten Besucher eilen achtlos an ihm vorbei, auf dem Weg zwischen La Seu und der Strandpromenade. Dabei bietet er Zitrushainen, Kräuterbeete, einen Zierbrunnen und einen seltenen bodennahen Blick auf das berühmte Rosettenfenster der Kathedrale.
- Es Baluard Museum für Moderne & Zeitgenössische Kunst
Das Es Baluard Museu d'Art Contemporani de Palma ist in einem Renaissance-Bollwerk der alten Stadtbefestigung untergebracht und vereint über 800 Werke moderner und zeitgenössischer Kunst mit einem atemberaubenden Panorama über die Bucht von Palma. Es ist eines der architektonisch beeindruckendsten Museen der Balearen – und deutlich ruhiger als die Kathedrale, die nur wenige Gehminuten entfernt liegt.