Die schönsten Dörfer Mallorcas: Der große Reiseführer

Die Dörfer Mallorcas sind die Seele der Insel. Abseits der Strände und Resorts warten mittelalterliche Bergstädte, blumengeschmückte Gassen und Jahrhunderte Geschichte. Dieser Guide führt dich durch die schönsten Orte – von der Tramuntana bis zu den Burghügeln des Nordostens.

Malerisches Dorf auf Mallorca mit Steinhäusern und einem blau gekuppelten Kirchturm, eingebettet in saftig grüne Hügel unter klarem Himmel.

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Die Dörfer im Landesinneren und in den Bergen sind das, was Mallorca von anderen Mittelmeerzielen unterscheidet. Während die Küste jeden Sommer Millionen von Besuchern anzieht, belohnen die Landstädte und Bergweiler ein langsameres, neugierigeres Reisen. Die größte Dichte an schönen Ortschaften zieht sich durch die Serra de Tramuntana, das zum UNESCO-Welterbe gehörende Gebirge im Nordwesten der Insel. Aber auch die Nordostküste und die Ebenen des Inselinneren haben ihre ganz eigenen architektonischen und kulturellen Schätze. Wer seine Zeit gut einteilen möchte, findet im Eine Woche Mallorca Guide eine praktische Route durch die verschiedenen Regionen der Insel. Dieser Guide konzentriert sich ganz auf die Dörfer selbst: was den Umweg lohnt, wann du am besten fährst und worauf du vor Ort achten solltest.

Das berühmte Tramuntana-Trio

Ein malerisches Steindorf mit einem Kirchturm, eingebettet am Fuß üppiger Berge, typisch für die Tramuntana-Gebirgsregion Mallorcas.
Photo Ira

Valldemossa, Deià und Fornalutx bilden das emotionale Herzstück der mallorquinischen Dorflandschaft. Alle drei liegen im Tramuntana-Gebirge und lohnen sich das ganze Jahr über – im Frühling bringen Mandelblüten und weiches Licht die Steinarchitektur besonders gut zur Geltung. Der Mallorca Fotografie-Guide verrät dir die besten Tageszeiten und Aussichtspunkte in jedem Dorf.

Panoramablick auf das in die Berge eingebettete Dorf Valldemossa mit Steingebäuden, Kirchturm und üppig grünen Hügeln unter blauem Himmel.

1. Durch die Kopfsteinpflastergassen von Valldemossa, Mallorcas Vorzeige-Dorf

Auf 400 Metern in der Tramuntana gelegen, ist Valldemossa berühmt für sein Königliches Kartäuserkloster, in dem Chopin und George Sand den Winter 1838 verbrachten. Blumengeschmückte Balkone und honigfarbene Steingassen machen es zum fotogensten Dorf der Insel.

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Steinhäuser und Zypressen erklimmen den Hang in Deià, Mallorca, mit üppigem Grün vor einem klaren blauen Mittelmeer-Himmel.

2. Deià – das Künstlerdorf hoch über dem Mittelmeer

Deìas goldene Steinhäuser klammern sich an einen Steilhang über dem Meer und zogen seit über einem Jahrhundert Maler, Schriftsteller und Musiker an. Robert Graves lebte hier den größten Teil seines Lebens. Heute ist es exklusiv und atmosphärisch – am besten zu Fuß am frühen Morgen erkunden, bevor die Reisegruppen ankommen.

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Steinhäuser mit grünen Fensterläden säumen eine sonnige Kopfsteinpflasterstraße in Fornalutx, Mallorca, mit Topfpflanzen und einem alten Brunnen.

3. Fornalutx besuchen – oft als schönstes Dorf Spaniens ausgezeichnet

Direkt oberhalb von Sóller hat das kleine Fornalutx mehrere Auszeichnungen für seinen architektonischen Denkmalschutz erhalten. Honigfarbene Steinhäuser, terrassierte Zitrusgärten und Bergpanoramen erwarten dich an jeder Ecke. Die Gassen sind so eng, dass das Tourismus-Mallorca wie aus einer anderen Welt wirkt.

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Tramuntana-Orte mit noch mehr zu entdecken

Vintage-Straßenbahn fährt entlang der Strandpromenade in Sóller, Mallorca, mit blauem Himmel, Palme und malerischer Stadt im Hintergrund.
Photo George Piskov

Jenseits des berühmten Trios bietet die Tramuntana noch weitere größere Orte, die echten Dorfcharakter mit praktischer Tagestour-Logistik verbinden. Sóller eignet sich besonders gut als Ausgangspunkt: Die Kombination aus nostalgischer Zugfahrt von Palma und der historischen Straßenbahn hinunter zum Hafen macht es zu einem der vollständigsten Erlebnisse der Insel. Im Wandern auf Mallorca Guide findest du Wanderrouten, die diese Dörfer durch die Berge verbinden.

Luftaufnahme des Port de Sóller mit einem bootsgefüllten Yachthafen, mediterranem blauem Wasser, grünen Hügeln und einem historischen Leuchtturm.

4. Mit dem nostalgischen Zug nach Sóller und zum charmanten Hafenort

Sóllers orangenduftender Hauptplatz und seine Jugendstil-Fassaden machen es zu einem der vollständigsten Städtchen Mallorcas. Die historische Straßenbahn zum Port de Sóller führt durch Obstgärten zu einer hufeisenförmigen Bucht. Zusammen ergeben sie einen hervorragenden Tagesausflug von Palma.

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Der historische Sóller-Zug aus Holz auf Gleisen am Meer in Mallorca, eingerahmt von Palmen und blauem Himmel, mit Bucht und Stadt im Hintergrund.

5. Mit dem Holzzug von 1912 durch die Berge nach Sóller

Die Schmalspurbahn von Palma nach Sóller schlängelt sich durch Orangenhaine und Bergtunnel in wunderschön restaurierten Waggons aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die 27 Kilometer lange Fahrt dauert etwa eine Stunde und gehört zu den atmosphärischsten Reiseerlebnissen der Insel.

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Luftaufnahme des Santuari de Lluc mit Terrakottadächern, Uhrturm und üppigem grünen Wald in den Tramuntana-Bergen.

6. Zum Bergheiligtum Lluc, Mallorcas heiligster Stätte

Tief in der Tramuntana liegt Lluc, Mallorcas wichtigster Wallfahrtsort und Heimat der Schwarzen Madonna. Der Klosterkomplex befindet sich in einem bewaldeten Tal und beherbergt ein Museum, einen botanischen Garten und Wanderwege. Schon die Fahrt durch die Berge allein rechtfertigt den Besuch.

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Reisende spazieren entlang eines Steinpfades, gesäumt von Palmen, in den historischen Jardines de Alfabia, Mallorca, unter hellem mediterranem Sonnenlicht.

7. Halt bei den maurischen Gärten von Alfabia an der Straße nach Sóller

Am Fuß der Tramuntana nahe Bunyola gelegen, vereint Alfabia islamische Wasserspiele, schattige Terrassen, historische Architektur und üppige Gärten. Es ist ein natürlicher Kulturstopp zwischen Palma und Sóller und lässt sich in etwa 45 Minuten in aller Ruhe erkunden.

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Weiter Blick auf die Marmorrotunde von Son Marroig über den dramatischen Tramuntana-Klippen und dem funkelnden blauen Meer unter klarem Himmel im Nordwesten Mallorcas.

8. Sonnenuntergang in Son Marroig über der Halbinsel Sa Foradada

Das Kliffgut des Erzherzogs Ludwig Salvator zwischen Valldemossa und Deià bietet Mallorcas dramatischstes Küstenpanorama. Die durchlöcherte Felshalbinsel Sa Foradada ragt weit unten in ein tiefblaues Meer. 30 Minuten vor Sonnenuntergang ankommen für das beste Licht.

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Historische Dörfer des Nordens

Steinbogeneingang zur Altstadt von Alcúdia mit historischen Gebäuden und einer mallorquinischen Flagge, der das Dorferbe Nordmallorquas widerspiegelt.
Photo Renato Rocca

Das Dorferbe des mallorquinischen Nordens ist weniger bekannt als das der Tramuntana, aber genauso lohnenswert. Alcúdia und Pollença sind die beiden Juwelen des Nordens, jedes mit eigenem Charakter: Alcúdia ist älter und kompakter, Pollença künstlerischer und lebendiger. Beide liegen in der Nähe der Region Alcúdia und sind hervorragende Ausgangspunkte für Formentor und die nördliche Küste.

Historische Kirchenfassade und Uhrturm in der Pollença Altstadt, Mallorca, mit begrüntem Platz, entspannenden Menschen und sonniger Atmosphäre.

9. Die 365 Kalvarienberg-Stufen im atmosphärischen Pollença hinaufsteigen

Pollença ist eine der lohnendsten Städte im Norden Mallorcas: Steingassen, ein lebhafter Sonntagsmarkt, eine Galerieszene und die berühmte Kalvarienberg-Treppe mit 365 Stufen und Panoramablick über das Hinterland. Der Hauptplatz mit seinen Platanen und Cafés gehört zu den schönsten der Insel.

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Steinerne mittelalterliche Stadtmauern und Türme der Altstadt von Alcúdia, Mallorca, umgeben von belaubten Bäumen und nahegelegenen historischen Gebäuden bei Tag.

10. Durch Alcúdias bemerkenswert intakte mittelalterliche Stadtmauern spazieren

Alcúdias ummauerte Altstadt zählt zu den besterhaltenen historischen Stadtkernen Mallorcas – mit römischen Ruinen, einer gotischen Kirche und einem Mittwoch- und Sonntagsmarkt. Die Stadtmauern aus dem 14. Jahrhundert sind nahezu vollständig erhalten und können in etwa 30 Minuten mit Blick über die Dächer abgelaufen werden.

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Mittelalterliche Dörfer des Nordostens

Weitläufiger Blick auf eine Küstenstadt im Nordosten Mallorcas, mit türkisfarbener Bucht, grünen Hügeln und einem teils bewölkten Himmel.
Photo Kruegings

Die nordöstliche Ecke Mallorcas wird weniger besucht als die Tramuntana, was ihren historischen Orten ein authentischeres, weniger inszeniertes Flair verleiht. Capdepera ist das Highlight, aber auch die Umgebung um Artà lohnt sich zu erkunden. Wer Dorfbesuche mit Küstenlandschaft kombinieren möchte, findet im Mallorca Roadtrip Guide eine praktische Rundroute durch den Nordosten.

Die Burg Capdepera erhebt sich über die pastellfarbenen Häuser der Stadt, ihre mittelalterlichen Steinmauern und Türme im warmen Nachmittagslicht.

11. Capdepera erkunden – das ummauerte Hügeldorf des Nordostens

Capdeperas mittelalterliche Burg ist die besterhaltene Mallorcas und krönt einen Hügel mit Blick bis nach Menorca an klaren Tagen. Innerhalb der Mauern boten eine gotische Kapelle und ein kleines Dorf einst der gesamten Bevölkerung Schutz. Eine Stunde einplanen, um alles in Ruhe zu erkunden – am besten im Morgenlicht.

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Panoramablick auf die antiken zyklopischen Steinmauern der archäologischen Stätte Ses Païsses, umgeben von grünen Steineichen unter bewölktem Himmel.

12. 3.000 Jahre Zeitreise in der bronzezeitlichen Siedlung bei Artà

Ses Païsses bei Artà beeindruckt mit massiven zyklopischen Steinmauern und einem monumentalen Tor, das sich seit über drei Jahrtausenden kaum verändert hat. Es ist eine der besterhaltenen prähistorischen Stätten der Balearen und lässt sich hervorragend mit einem Besuch von Artàs eigenem Hügelheiligtum kombinieren.

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Dörfer im Landesinneren und authentische Märkte

Einheimische sitzen und unterhalten sich vor einem traditionellen Dorfladen und einer Bäckerei mit malerischen Hügeln im Hintergrund, eine authentische Szene eines mallorquinischen Dorfes einfangend.
Photo Raymond Petrik

Die Zentralebene Mallorcas, die Pla, beherbergt Agrarstädte, die sich anfühlen wie eine andere Welt im Vergleich zur Küste. Das sind keine polierten Touristenziele, sondern lebendige Orte, an denen der Wochenmarkt noch eine echte gesellschaftliche Institution ist und das Leben einen anderen Rhythmus hat. Wer mehr über die mallorquinische Esskultur erfahren möchte, die man in diesen Dörfern und Märkten erlebt, findet weitere Informationen im Mallorca Kulinarik-Guide.

Menschenmengen durchstöbern Freiluftmarktstände mit lokalen Erzeugnissen, Fleisch und Kunsthandwerk auf dem Sineu Mittwochsmarkt, mit traditionellen Steingebäuden im Hintergrund.

13. Einkaufen auf dem Mittwochsmarkt von Sineu – der authentischste der Insel

Sineus Wochenmarkt findet seit dem Mittelalter im Schatten einer Kirche aus dem 13. Jahrhundert im geografischen Zentrum der Insel statt. Viehpferche, frische Produkte, Keramik und traditionelles Handwerk machen ihn zu einer echten lokalen Institution – kein touristisches Event. Vor 10 Uhr ankommen, um das volle Erlebnis zu haben.

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Südostküsten-Dörfer, die die Fahrt wert sind

Traditionelle Steinbootshäuser an einer türkisfarbenen Bucht an der Südostküste von Mallorca, mit felsigem Ufer, klarem Wasser und malerischem Blick auf das Meer.
Photo Alejandro Henriquez

Der Südosten Mallorcas hat eine ruhigere, ursprünglichere Schönheit als der Norden. Die Dörfer hier werden weniger besucht und oft mit Strandstopps an Buchten wie dem Caló des Moro oder der Cala Figuera selbst kombiniert. Die Region Südost-Mallorca belohnt alle, die sich auf enge Straßen einlassen, um die stimmungsvollsten Winkel zu finden.

Traditionelle Fischerboote liegen an den ruhigen Gewässern von Cala Figuera vor Anker, mit weiß getünchten Häusern und üppigem Grün, das den Hang hinaufklettert

14. Das authentische Fischerdorf Cala Figuera fotografieren

Cala Figuera hat trotz seiner Bekanntheit seinen Charakter bewahrt: Weiß getünchte Bootshäuser säumen einen schmalen, fjordartigen Einschnitt, wo lokale Fischer noch immer ihre Boote festmachen. Der Morgen ist die beste Zeit für einen Besuch, wenn das Licht auf das Wasser fällt und der Fang angelandet wird. Es ist einer der markantesten Orte des Südostens.

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Bucht mit türkisfarbenem Wasser, weißem Sandstrand und felsigem Ufer im Vordergrund; weißgetünchte Gebäude und Bäume im Hintergrund unter klarem blauem Himmel.

15. Die weiß getünchten Buchten und Marinas von Cala d'Or entdecken

Cala d'Ors ibizenkische Weißarchitektur und die Abfolge intimer Sandbuchten verleihen dem Ort einen unverwechselbaren Charakter unter Mallorcas Urlaubsdörfern. Der Yachthafen und die entspannte Uferpromenade machen es zu einer der attraktivsten Basen im Südosten für einen entschleunigten Urlaub.

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💡 Lokaler Tipp

Die meisten Tramuntana-Dörfer lassen sich am besten an Werktagen am Vormittag besuchen, um Busreisegruppen zu meiden. Vor allem Valldemossa und Deià füllen sich im Sommer zwischen 11 und 15 Uhr schnell. Mit dem eigenen Auto kannst du früh ankommen und länger bleiben – das macht den größten Unterschied.

Häufige Fragen

Was ist das schönste Dorf Mallorcas?

Valldemossa ist das bekannteste – berühmt für sein Kartäuserkloster und blumengeschmückte Gassen. Fornalutx, direkt oberhalb von Sóller, wird von Denkmalschutzorganisationen jedoch am häufigsten als eines der schönsten Dörfer Spaniens genannt. Deià ist am dramatischsten gelegen, hoch über dem Meer mit weitem Blick übers Mittelmeer.

Wie komme ich ohne Auto nach Valldemossa und Deià?

Von Palma aus fahren das ganze Jahr über regelmäßige Busse nach Valldemossa – die Fahrt dauert etwa 35 Minuten. Deià wird von derselben Linie angefahren, die entlang der Tramuntana-Küste weiter nach Sóller führt. Außerhalb der Saison fahren die Busse seltener, also vorher auf der Website von TIB (Transport de les Illes Balears) die aktuellen Fahrpläne prüfen.

Welches Dorf auf Mallorca eignet sich am besten für einen Tagesausflug von Palma?

Valldemossa ist der einfachste Tagesausflug – nur 20 Kilometer von Palma entfernt mit regelmäßigen Busverbindungen. Für einen volleren Tag lässt sich die Nostalgiefahrt mit dem Zug nach Sóller und die Straßenbahnfahrt hinunter zum Port de Sóller kombinieren. Pollença erfordert eine längere Fahrt, belohnt den Aufwand aber mit seinem Markt (sonntags), der Treppe und dem Café-Leben.

Wann ist die beste Reisezeit für die Dörfer Mallorcas?

April bis Juni ist ideal: Das Licht ist weich, Wildblumen blühen, die Menschenmassen sind überschaubar und die Tramuntana-Straßen sind frei. Auch Ende September und Oktober ist die Reisezeit hervorragend. Im Juli und August können die bekanntesten Dörfer wie Valldemossa und Deià zwischen Mittag und frühem Nachmittag von Tagesgästen überschwemmt werden.

Lohnt es sich, ein Auto zu mieten, um die Dörfer Mallorcas zu erkunden?

Ja, vor allem für die Tramuntana-Dörfer. Viele der schönsten Aussichtspunkte, kleineren Weiler und malerischen Küstenstraßen sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer oder gar nicht erreichbar. Die Straßen sind gut gepflegt, aber oft eng und kurvenreich – also lass dir Zeit und weiche auf Bergstrecken für Reisebusse zur Seite.

Zugehöriges Reiseziel:mallorca

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