Zwei Wochen Sardinien: Der komplette Roadtrip-Reiseplan

Vierzehn Tage reichen genau aus, um Sardiniens vier Küsten, das bergige Landesinnere und die antiken Ruinen richtig zu erkunden. Diese Route führt per Auto einmal rund um die Insel – von Cagliari im Süden bis Alghero im Nordwesten, mit praktischen Tipps zu Timing, Logistik und Touristenfallen.

Küstenstraße schlängelt sich an felsigen Klippen am Meer entlang, mit dramatischer Küstenlinie und fernen Felseninseln im sanften Sonnenlicht Sardiniens.

Kurzfassung

  • Ein Mietwagen ist beim zweiwöchigen Sardinien-Roadtrip unverzichtbar. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind die meisten Strände, Dörfer und Routen durchs Landesinnere schlicht nicht erreichbar.
  • Die klassische Rundroute führt von Cagliari → Oristano/Sinis → Alghero → Costa Smeralda → Golfo di Orosei → zurück nach Cagliari, insgesamt rund 1.200 km. Den vollständigen Logistik-Guide zum Sardinien-Roadtrip findest du hier mit allen Fahrtipps.
  • Ende Mai bis Juni sowie September bis Oktober bieten die beste Kombination aus warmem Wetter, geöffneten Betrieben und erträglichen Besucherzahlen. Juli und August sind überfüllt und deutlich teurer.
  • Mit zwei Wochen kannst du Süd-, West-, Nord- und Ostküste erkunden, ohne zu hetzen. Wer weniger als 10 Tage hat, muss ganze Regionen streichen. Schau vor der Buchung am besten in den besten Reisezeitraum für Sardinien rein.
  • Unterkunft und Bootstouren entlang des Golfo di Orosei solltest du weit im Voraus buchen, besonders für Juli und August. Diese sind oft monatelang im Voraus ausgebucht.

Vor der Reise: Logistik, Mietwagen und Anreise

Ein Kreisverkehr mit mehreren Autos, einem Bus und historischen Stadtgebäuden in Sardinien, der städtische Logistik und Transportmöglichkeiten andeutet.
Photo Simon Wiedensohler

Sardinien (auf Italienisch Sardegna) ist die zweitgrößte Insel im Mittelmeer, umfasst 24.090 km² und hat eine Küstenlinie von rund 1.850 km. Es gibt drei Hauptflughäfen: Cagliari-Elmas (CAG) im Süden, Olbia Costa Smeralda (OLB) im Nordosten und Alghero-Fertilia (AHO) im Nordwesten. Für eine zweiwöchige Rundreise mit gleichem Start- und Endpunkt ist die Anreise nach Cagliari die logischste Wahl. Wer die Strecke lieber in umgekehrter Richtung fährt oder nahe der Costa Smeralda starten möchte, ist mit Olbia genauso gut bedient. Alghero eignet sich am besten als Endpunkt, wenn du einen günstigen One-Way-Flug findest.

Buche deinen Mietwagen vor der Anreise – nicht erst am Flughafenschalter. Die Preise dort sind deutlich höher, und Fahrzeuge mit Automatikgetriebe, die viele Nicht-Europäer bevorzugen, sind auf der Insel rar. Wer ein Automatikfahrzeug braucht, sollte Wochen im Voraus buchen. Nicht-EU-Fahrer benötigen zusätzlich zu ihrem nationalen Führerschein einen internationalen Führerschein. Das ist in Italien gesetzlich vorgeschrieben, und Verstöße werden mit mindestens 408 € geahndet. Sardinien hat kein Autobahnnetz – als einzige italienische Region. Die Strecken bestehen aus zweispurigen Küstenstraßen und vierspurigen Verbindungsstraßen zwischen größeren Städten wie Cagliari, Oristano und Sassari.

⚠️ Besser meiden

ZTL-Zonen (Zona Traffico Limitato) gibt es in fast jeder historischen Altstadt Sardiniens, darunter Alghero, Cagliaris Stadtteil Castello und Bosa. Die Kontrolle erfolgt automatisch per Kamera, und Bußgelder werden an die Mietwagenfirma geschickt, die sie Wochen später an dich weiterberechnet. Prüfe vor der Einfahrt in jede Altstadt die lokalen ZTL-Karten und parke immer außerhalb der gesperrten Zonen.

Sardinien gehört zu Italien und zum Schengen-Raum. EU- und EWR-Bürger benötigen nur einen nationalen Personalausweis. Bürger der USA, Kanadas, Australiens, Japans und der meisten anderen westlichen Länder können visumfrei für bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen einreisen. Informiere dich vor der Reise über aktuelle EU-Einreisebestimmungen, da die ETIAS-Einführung für visumbefreite Nicht-EU-Bürger noch in der Umsetzung ist. Die Währung ist der Euro (EUR). Die Insel liegt in der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ, UTC+1); im Sommerhalbjahr von Ende März bis Ende Oktober gilt UTC+2. Einen vollständigen Überblick über die Jahreszeiten bietet der Sardinien Wetter-Guide, der alle Monate detailliert aufschlüsselt.

Wann lohnt sich der Roadtrip?

Kurz gesagt: Ende Mai bis Mitte Juni oder der gesamte September. Diese Zwischensaisonfenster bieten Meerestemperaturen, die zum Schwimmen einladen (das Mittelmeer ist an Sardiniens Küste von Mai bis Oktober angenehm warm), wenig verstopfte Straßen, Unterkunftspreise die 30–50 % unter dem Hochsaisonpreis liegen, und Restaurants, bei denen man tatsächlich einen Tisch bekommt. Im Juli und August ist die Insel voll. Cagliaris Strand Poetto füllt sich bis 9 Uhr morgens. Für die Cala Goloritzé braucht man ein Einlasszeitfenster. Der Parkplatz an der Cala La Pelosa bei Stintino erfordert es, vor Sonnenaufgang anzustehen. Das macht den Urlaub nicht unmöglich, aber es kostet jeden einzelnen Tag mehr Zeit, Nerven und Geld.

Oktober ist unterschätzt. Im Süden liegen die Tagestemperaturen bei 22–25 °C, das Meer hat noch 22–23 °C, und viele Strandbetriebe haben bis Mitte Oktober geöffnet. Die Gennargentu-Berge und das Barbagia-Hochland sind im Herbstlicht besonders schön. Der Nachteil: Einige kleinere Betriebe an der Küste, besonders am Golfo di Orosei, fahren Ende Oktober den Betrieb zurück. Im Winter (November bis April) ist eine Reise möglich und für Wander- und Kulturtourismus zunehmend beliebt – aber viele Küstenhotels und Restaurants sind vor allem in Ferienorten geschlossen.

  • Ende Mai bis Mitte Juni Die beste Gesamtkombination: warm und trocken, Meer badetauglich, Besucherzahlen im Rahmen, alle Betriebe geöffnet.
  • Juli bis August Hochsaison. Heiß (im Landesinneren bis 38 °C), überfüllt, teuer. Alles Monate im Voraus buchen oder Abstriche machen.
  • September Wohl der beste Monat überhaupt. Die Sommerhitze lässt nach, das Meer ist noch warm, und nach der ersten Septemberwoche lichtet sich das Gedränge deutlich.
  • Oktober Gut für Wanderungen, Kulturstätten und das Landesinnere. Einige Küstenbetriebe schließen Mitte des Monats. Tolles Licht, keine Warteschlangen.
  • November bis April Im Süden mild (14–16 °C im Winter), aber die Küstenorte machen weitgehend zu. Eher für Städtetrips geeignet als für Roadtrips.

Der Zwei-Wochen-Reiseplan: Die Route Tag für Tag

Felsige Küstenlandschaft mit einer kurvenreichen Straße und einem Leuchtturm in der Ferne an einem sonnigen Tag auf Sardinien
Photo Joran Quinten

Die Route verläuft im Uhrzeigersinn ab Cagliari und umfasst die Südwestküste, Oristano und die Halbinsel Sinis, den Nordwesten rund um Alghero und Sassari, die Costa Smeralda im Nordosten sowie die dramatische Ostküste durch Ogliastra und den Golfo di Orosei, bevor es wieder nach Süden geht. Die Gesamtfahrstrecke beträgt rund 1.200 km über 14 Tage – im Schnitt unter 90 km pro Fahrtag. Das ist bewusst wenig: Sardinische Straßen belohnen langsames Reisen, und wer von Strand zu Strand hetzt, verpasst den Sinn des Ganzen. Für einen ausführlichen Einblick in die südliche Hauptstadt vor dem Aufbruch empfiehlt sich der eigene Cagliari Reiseführer.

  • Tag 1–2: Cagliari Ankunft, Mietwagen abholen und zwei Tage in der Hauptstadt verbringen. Erkunde das Viertel Castello, das Museo Archeologico Nazionale (mit den Giants of Monte Prama), den Strand Poetto und die Flamingos im Salzlagune Molentargius. Am ersten Tag unbedingt den Mercato di San Benedetto besuchen.
  • Tag 3–4: Südwestküste (Chia, Tuerredda, Masua) Die SP195 Richtung Westen zu den Stränden von Chia und Tuerredda entlangfahren, dann weiter zur Bergbauküste des Sulcis bei Masua, wo der Meeresfelssporn Pan di Zucchero aus dem Wasser ragt. Übernachtung am besten in der Nähe von Iglesias oder Carbonia.
  • Tag 5–6: Oristano und die Halbinsel Sinis Weiter nach Norden nach Oristano. Einen Nachmittag an der archäologischen Stätte Tharros auf der Halbinsel Sinis verbringen, danach den Strand Is Arutas besuchen, dessen Quarzsand wie zermahlenes Glas aussieht. Oristano ist eine lebendige sardische Stadt mit guten Restaurants und ohne Touristenmassen.
  • Tag 7–8: Alghero und der Nordwesten Weiter nach Norden nach Alghero, der Stadt mit dem stärksten Charakter auf der Insel dank ihres katalanischen Erbes. Die Stadtmauern am Meer entlangspazieren, die Grotte di Nettuno per Boot oder über die 654 Stufen umfassende Treppe besuchen und einen Tagesausflug zum Capo Caccia unternehmen. Ein Vormittag im Parco Naturale di Porto Conte lohnt sich ebenfalls.
  • Tag 9–10: Costa Smeralda und Gallura Weiterfahrt in den Nordosten zur Costa Smeralda. Porto Cervo ist einmal des puren Spektakels wegen sehenswert, aber Orte wie Palau, Santa Teresa di Gallura oder Arzachena bieten mehr fürs Geld. Von Palau aus einen ganzen Tag das Archipel La Maddalena per Boot erkunden – das ist das absolute Highlight Nordsardiniens.
  • Tag 11–12: Golfo di Orosei Auf der SS125 nach Süden – einer der dramatischsten Küstenstraßen Italiens. Basis ist Cala Gonone, von wo aus man Strände wie Cala Luna, Cala Mariolu und Cala Goloritzé per Boot ansteuert. Diese sind nur per Schiff oder nach langen Wanderungen erreichbar; die Bootstour ist keine Option, sondern Pflicht.
  • Tag 13–14: Ogliastra und Rückfahrt nach Cagliari Durch Ogliastra nach Süden fahren, mit Zwischenstopp an den roten Felsformationen bei Arbatax und den Kalksteinplateaus der Tacchi d'Ogliastra. Über die SS125 zurück nach Cagliari zum letzten Abend in der Stadt.

💡 Lokaler Tipp

Die SS125 zwischen dem Golfo di Orosei und Arbatax ist kurvenreich und langsam. Für 90 km sollte man mindestens 3 Stunden einplanen. Die Landschaft ist außergewöhnlich schön – aber nach Einbruch der Dunkelheit bitte nicht mehr fahren.

Die Highlights, die du nicht verpassen darfst

Sardinien hat über 7.000 Nuraghen-Türme – Überreste einer Bronzezeit-Zivilisation, die nirgendwo sonst auf der Welt gebaut hat. Su Nuraxi di Barumini, ein UNESCO-Weltkulturerbe in der Nähe von Cagliari, ist das vollständigste erhaltene Beispiel und ein echtes Muss für alle, die sich für antike Geschichte interessieren. Auf dem Weg zwischen Cagliari und Oristano lässt es sich gut mit einem Stopp am geheimnisvollen Hochplateau Giara di Gesturi verbinden, dem Heimat einer Population wild lebender Ponys. Der Guide zu Sardiniens Nuraghen-Stätten listet alle wichtigen Stätten mit Öffnungszeiten und Anfahrtsinformationen auf.

Die Küste des Golfo di Orosei, erreichbar von Cala Gonone aus, gilt vielen als die schönste Strandlandschaft Europas. Die Cala Goloritzé ist als nationales Naturdenkmal geschützt. Der türkisfarbene Streifen Wasser und die weiße Kieselbucht der Cala Mariolu werden regelmäßig unter den schönsten Stränden des Mittelmeers gelistet. Der Zugang erfolgt per Boot von Cala Gonone (je nach Ziel etwa 30–40 Minuten), und die Anbieter fahren täglich von April bis Oktober planmäßige Touren. In der Hochsaison das Boot am Vorabend buchen – nicht erst am Morgen, an dem du fahren möchtest.

Im Nordwesten sind die Grotte di Nettuno nahe Alghero eine Meereshöhle, die man per Boot vom Hafen oder zu Fuß über die in den Fels gehauene Treppe Escala del Cabirol erreicht. Die Höhlenführung dauert rund 45 Minuten und ist beeindruckend. Im Nordosten lohnt sich ein Tagesausflug zum Archipel La Maddalena von Palau aus: kristallklares Wasser, rosa getönte Granitfelsen und geschützte Buchten, die sich trotz einer kurzen Fährfahrt von der Hauptstraße herrlich abgelegen anfühlen.

Praktische Tipps: Geld, Essen und Fortbewegung

Eine Platte mit frisch gegrillten Meeresfrüchten, darunter Tintenfisch, Garnelen, Muscheln und Zitrone, serviert auf einem Holzbrett in einem rustikalen Restaurant.
Photo Max Mota

Gut essen in Sardinien ist einfach, wenn man ein paar Grundregeln kennt. Meidet alle Lokale an touristischen Hauptpromenaden mit Fotos auf der Speisekarte. Besser sind Orte, wo der Tagesfang auf einer Tafel steht, die Karte nur auf Italienisch ist und echte Einheimische sitzen. Die sardische Küche unterscheidet sich deutlich vom Festland: Pane carasau (hauchdünnes Fladenbrot), Culurgiones (handgeknetete Nudeln mit Kartoffel-Pecorino-Füllung), Spanferkel (Porceddu) und Bottarga (getrockneter Meeräschenrogen) sind regionale Grundzutaten. Cannonau, ein kräftiger Rotwein auf Grenache-Basis aus Sardinien, passt zu fast allem. Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, findet im Sardinien Essen-Guide regionale Gerichte und Bezugsquellen nach Gebiet aufgelistet.

Trinkgeld in Sardinien folgt italienischen Gepflogenheiten: Es wird weder erwartet noch vorausgesetzt. Viele Restaurants erheben ein Coperto (Gedeck, in der Regel 1,50–3 € pro Person), das Brot und Service abdeckt. Ein kleines Trinkgeld für eine gute Mahlzeit wird gerne gesehen, aber nie als selbstverständlich betrachtet. In Kirchen und anderen religiösen Stätten – Sardinien hat einige beeindruckende romanische Kirchen – sollten Schultern und Knie bedeckt sein. Einige Küstengemeinden haben lokale Verordnungen, die Badebekleidung in Stadtkernen einschränken, besonders in Alghero. Das Leitungswasser ist in ganz Sardinien grundsätzlich trinkbar, auch wenn vereinzelt Hinweisschilder an bestimmten Brunnen in ländlichen Gebieten etwas anderes anzeigen.

✨ Profi-Tipp

Agriturismi (Bauernhof-Restaurants) in der Barbagia bieten einige der preiswertesten und authentischsten Mahlzeiten Sardiniens. Festpreismenüs mit 6–8 Gängen für 25–35 € pro Person sind üblich. Vorherige Reservierung ist Pflicht, da viele keine Laufkundschaft annehmen. Der Sardinien-Agriturismo-Guide hat entsprechende Empfehlungen.

Die europaweite Notrufnummer in Italien und der EU ist 112. Die Ländervorwahl Italiens ist +39. Der Strom fließt mit 230 V/50 Hz über Stecker vom Typ C, F und L. US-amerikanische und britische Reisende benötigen Adapter. Das Handynetz ist in Küstenstädten und größeren Orten in der Regel gut, bricht aber im bergigen Landesinneren deutlich ein – vor allem im Gennargentu-Gebirge und in Teilen der Barbagia. Offline-Karten vor der Fahrt ins Landesinnere unbedingt herunterladen.

Was Reisende beim Sardinien-Roadtrip falsch einschätzen

Küstenstraße auf Sardinien mit einem Auto, das entlang von Meer und Hügeln fährt, und die weitläufige Landschaft und kurvenreichen Strecken der Insel veranschaulicht.
Photo Domenico Adornato

Der häufigste Fehler ist, die Größe der Insel zu unterschätzen. Sardinien erstreckt sich über rund 270 km von Nord nach Süd und an seiner breitesten Stelle über 145 km von Ost nach West. Die Fahrt von Cagliari nach Olbia dauert an einem guten Tag etwa 3 Stunden. Die Ostküstenroute zwischen Olbia und Cagliari – die SS125 und ihre Verbindungsstrecken – kann wegen ihrer kurvenreichen, gebirgigen Charakters 5–6 Stunden in Anspruch nehmen, ohne einen einzigen Stopp einzuplanen. Wer Süden, Mitte, Osten und Norden in einer einzigen Woche sehen will, verbringt am Ende mehr Zeit im Auto als am Strand.

Ein weitverbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass die Costa Smeralda das typische Sardinien repräsentiert. Tut sie nicht. Porto Cervo ist eine eigens erschaffene Luxusresort-Enklave, die der Aga Khan in den 1960er-Jahren entwickeln ließ – mit Preisen, die nichts mit dem Rest der Insel zu tun haben. Ein Kaffee, der in Cagliari 1,20 € kostet, kann an der Costa Smeralda 4 € kosten. Die Strände von Capriccioli, Liscia Ruja und Principe sind wunderschön – aber das sind Dutzende Strände weiter südlich und östlich auch, ohne Designer-Boutiquen daneben. Wer aufs Budget achten muss, sollte die Costa Smeralda lieber als Tagesausflug einplanen statt als Basisstation. Der Sardinien günstig reisen – Guide bietet praktische Alternativen für jede Region.

ℹ️ Gut zu wissen

Sardinien ist eine autonome Region Italiens (Regione Autonoma della Sardegna) mit Sonderstatut und damit größeren Gesetzgebungskompetenzen als andere italienische Regionen. Im Reisealltag betrifft das vor allem Verwaltungsangelegenheiten. Die Insel hat eine ausgeprägte eigene kulturelle Identität: Neben Italienisch wird Sardisch (Sardu) gesprochen, in Alghero sogar noch Katalanisch. Zweisprachige Beschilderungen begegnen einem überall auf der Insel.

Häufige Fragen

Braucht man für zwei Wochen Sardinien unbedingt ein Auto?

Ja, für einen Roadtrip-Reiseplan ausnahmslos. Der öffentliche Nahverkehr auf Sardinien – hauptsächlich Trenitalia auf den Hauptstrecken und ARST für Regionalbusse – verbindet zwar die größeren Städte, erreicht aber viele Strände, archäologische Stätten und Bergdörfer nicht, die den besonderen Reiz der Insel ausmachen. Für jede Route entlang der Küste oder durchs Landesinnere ist ein Mietwagen die einzig realistische Option.

Was kostet ein zweiwöchiger Sardinien-Roadtrip?

Die Kosten variieren stark je nach Reisezeit und Reisestil. In der Nebensaison (Mai–Juni oder September) können für ein Doppelzimmer 50–80 € pro Nacht anfallen, für Verpflegung im Mix aus Supermarkt und Restaurant 30–50 € pro Tag, und für einen Kompaktwagen 30–60 € pro Tag. In der Hochsaison (Juli–August) können die Unterkunftskosten an der Küste leicht das Doppelte betragen. Zusätzlich sollte man pro Person rund 100–150 € für Bootstouren, Eintrittsgelder und Sonstiges über zwei Wochen einplanen.

Reichen zwei Wochen, um ganz Sardinien zu sehen?

Zwei Wochen reichen, um die wichtigsten Highlights aller vier Küstenregionen und des Landesinneren zu erleben – aber nicht jeden Strand und jede Sehenswürdigkeit. Man muss Prioritäten setzen: zum Beispiel die Bergbauküste im Südwesten oder mehr Zeit am Golfo di Orosei. Eine gut geplante 14-Tage-Rundreise gibt dir ein gutes Gefühl für die Insel, ohne gehetzt zu wirken. Weniger als 10 Tage bedeutet zwangsläufig, mindestens eine große Region auszulassen.

Wo startet man am besten einen Sardinien-Roadtrip?

Cagliari ist der praktischste Startpunkt. Hier befindet sich der verkehrsreichste Flughafen der Insel mit den meisten internationalen Verbindungen, die Stadt selbst lohnt sich für 2 Nächte, und von hier aus hat man direkten Zugang zur Südwestküste. Hin- und Rückflug am selben Flughafen macht die Mietwagen-Abwicklung einfacher. Wer lieber im Norden starten möchte, ist mit Olbia gut bedient – von dort geht es direkt zur Costa Smeralda, allerdings wird die Südküste dann zum Abschluss der Reise.

Wie weit im Voraus sollte man Unterkunft und Bootstouren buchen?

Für Reisen im Juli und August: Unterkünfte in Küstengebieten, besonders am Golfo di Orosei und an der Costa Smeralda, mindestens 2–3 Monate im Voraus buchen. Bootstouren zur Cala Goloritzé und zum Archipel La Maddalena können in der Hochsaison tageweise ausgebucht sein – am besten online oder spätestens am Vorabend buchen. In der Nebensaison (Mai–Juni oder September) reichen meist 3–4 Wochen im Voraus, früher ist aber immer sicherer.

Zugehöriges Reiseziel:sardinia

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