Inselhopping auf Phu Quoc: Der An-Thoi-Archipel
Der An-Thoi-Archipel liegt südlich von Phu Quoc und umfasst rund 20 kleine Inseln im Golf von Thailand. Tagestouren starten am Pier von An Thoi und besuchen mehrere Inseln zum Schnorcheln, Schwimmen und Mittagessen. Dieser Guide erklärt, was dich erwartet, wie du eine Tour auswählst und wann die beste Reisezeit ist.

Kurzfassung
- Inselhoppingtouren starten am Pier von An Thoi im Süden von Phu Quoc und besuchen mehrere kleine Inseln des An-Thoi-Archipels.
- Die beliebtesten Stopps sind Gam Ghi (Korallenriff und Schnorcheln), May Rut (weißer Sandstrand) und die Fingernagel-Insel (Hon Mong Tay).
- Gruppentouren sind deutlich günstiger als private Schnellbootcharter. Beides ist ab An Thoi buchbar.
- Inselhopping ist eine Trockenzeit-Aktivität. Während der Regenzeit sind die Bedingungen auf dem Meer oft ungemütlich oder zu rau – Anbieter sagen Abfahrten bei schlechtem Wetter regelmäßig ab.
- Die Schnorchelqualität variiert je nach Ort und Jahreszeit. Korallen sind vorhanden, aber kein makelloses Riff. Entsprechend angepasste Erwartungen sind sinnvoll.
Der An-Thoi-Archipel

Der An-Thoi-Archipel besteht aus rund 20 kleinen Inseln, die im Golf von Thailand südlich der Südspitze von Phu Quoc verstreut liegen. Die meisten sind unbewohnt oder beherbergen kleine Fischergemeinschaften. Die Inseln reichen von felsigen Erhebungen mit bewaldeten Innenbereichen bis hin zu flachen Sandzungen mit klarem, seichtem Wasser. Die nächstgelegenen sind nur wenige Kilometer von der Küste entfernt; die entferntesten erfordern eine längere Bootsfahrt. Tagestouren ab dem Pier von An Thoi besuchen in der Regel drei bis vier Inseln an einem Tag – mit Schnorchelstopps, einer Strandpause und Mittagessen.
An Thoi selbst ist ein kleiner Fischerhafen nahe der Südspitze von Phu Quoc. Von Duong Dong aus dauert die Fahrt mit dem Motorrad oder Taxi rund 30 bis 40 Minuten. Die meisten Touren bieten Hotelabholung aus den Bereichen Long Beach und Duong Dong an, sodass du den Weg zum Pier nicht selbst organisieren musst. Die Hon Thom Seilbahn überquert ebenfalls von An Thoi aus das Wasser zur Insel Hon Thom, einer der größeren Inseln des Archipels – und bietet dabei eine ganz andere Perspektive auf dieselbe Landschaft.
Die wichtigsten Inseln

- Insel Gam Ghi (Hon Gam Ghi) Der häufigste Schnorchelstopp. Flache Korallenriffbereiche rund um die Insel mit Rifffischen und guter Sicht in der Trockenzeit. Kein unberührtes Riff, aber das zugänglichste Unterwassererlebnis jeder Tour.
- Insel May Rut (Hon May Rut) Bekannt für weiße Sandstrände und ruhiges, flaches Wasser. Ein typischer Lunch- und Badestopp. Der Strand ist klein, aber fotogen und bietet Schatten.
- Fingernagel-Insel (Hon Mong Tay) Benannt nach ihrer schmalen, geschwungenen Form. Beliebter Fotostopp mit klarem, flachem Wasser. Die Sandbank bei Ebbe ist das Highlight. Einrichtungen gibt es kaum.
- Insel Vang (Hon Vang) Einer der ruhigeren Stopps auf manchen Tourrouten. Eine Fischerinsel mit kleinem Strand und einer ganz anderen Atmosphäre als die eher resortartigen Stopps.
- Insel Hon Thom Die größte Insel des Archipels und das Ziel der Seilbahn. Hier befindet sich der Aquatopia Wasserpark. Manche Bootstouren legen an Hon Thom an, andere konzentrieren sich auf die kleineren Außeninseln.
Gruppentour oder privates Schnellboot
Gruppentouren sind die Standardoption und über die meisten Hotels und Reisebüros in Duong Dong und Long Beach buchbar. Sie starten am Morgen, besuchen drei bis vier Inseln, beinhalten ein warmes Mittagessen an Bord oder auf einer Insel und kehren am späten Nachmittag zurück. Die Gruppen sind oft groß (20 bis 30 Personen auf einem hölzernen Dschunken-Boot), was die Schnorchelstopps manchmal gedrängt und gehetzt wirken lässt. Der Vorteil liegt klar beim Preis: Gruppentouren sind erschwinglich.
Private Schnellbootcharter kosten deutlich mehr, bieten aber ein anderes Erlebnis. Kleinere Gruppen, flexiblere Routen, schnellere Überfahrten zwischen den Inseln – und die Freiheit, an Lieblingsorten länger zu verweilen, statt einem festen Zeitplan zu folgen. Wer zu viert oder zu fünft reist, stellt fest, dass sich die Kosten pro Person stärker dem Gruppentouren-Preis annähern. Frag einfach bei Anbietern in An Thoi oder über dein Hotel nach.
💡 Lokaler Tipp
Auf Gruppentouren lohnt es sich, einen Platz am Bug des Bootes zu ergattern – dort ist Ein- und Ausstieg beim Schnorcheln einfacher. Hinten wird es schnell eng. Wenn du möglichst viel Zeit im Wasser verbringen möchtest, frag gleich zu Beginn des Tages, wie viele Schnorchelstopps geplant sind und wie lange jeder dauert.
Was dich am Tag erwartet

Touren starten in der Regel zwischen 7:30 und 9:00 Uhr. Das Boot fährt von An Thoi zum ersten Schnorchelstopp, meist Gam Ghi oder einer ähnlichen Korallenstelle. Schnorchelausrüstung wird gestellt, die Qualität ist jedoch unterschiedlich. Das Riff hält zwar keinem weltweiten Vergleich stand, aber die flachen, klaren Bedingungen in der Trockenzeit ermöglichen eine gute Beobachtung von Rifffischen, Seeigeln und gelegentlich Seesternen. Nach dem ersten Schnorchelstopp geht es zur nächsten Insel zum Schwimmen, dann zum Mittagsstopp. Das Mittagessen ist bei den meisten Gruppentouren inklusive und besteht typischerweise aus vietnamesischen Reisgerichten mit Meeresfrüchten. Am Nachmittag folgt meist noch ein Bade- oder Strandstopp, bevor die Rückfahrt nach An Thoi beginnt.
Einige Anbieter bieten am späten Nachmittag Tintenfischfischen vom Boot als Zusatzleistung oder festen Programmpunkt an. Optionale Wassersportaktivitäten wie Jetski, Parasailing oder Flyboarding werden von manchen Anbietern gegen Aufpreis an bestimmten Stopps angeboten. Du bist nie verpflichtet, diese zu buchen.
Schnorchelqualität

Das Schnorcheln rund um die An-Thoi-Inseln ist solide – spektakulär ist es nicht. Die Korallen haben durch jahrzehntelange Ankerschäden, Fischerei und schwankende Wassertemperaturen gelitten. Was bleibt, ist ein Flickenteppich aus lebendem Riff, Felsen und Seegras, kein unberührtes Barrierenriff. Fische sind trotzdem zahlreich vorhanden: Papageienfische, Lippfische und Drückerfische, wie sie im gesamten Golf von Thailand vorkommen. Bei klaren Trockenzeit-Bedingungen und gutem Licht macht ein Schnorchelstopp bei Gam Ghi oder ähnlichen Plätzen wirklich Spaß. Wer Korallen in karibischer Qualität erwartet, sollte seine Erwartungen anpassen.
Die beste Unterwassersicht gibt es zwischen November und März. Ab April nimmt die Wasserklarheit ab, und Planktonblüten können die Sicht weiter einschränken. Während der Regenzeit sind die Bedingungen häufig schlecht, und manche Stopps sind zu unruhig, um sicher ins Wasser zu gehen.
Wann ist die beste Reisezeit

Inselhopping ist eine Trockenzeit-Aktivität. Am zuverlässigsten läuft die Tour zwischen November und April – das Meer ist ruhig, die Sicht gut, und die Anbieter fahren täglich ab. Ab Mai bringt der Südwestmonsun zunehmend rauere Bedingungen im Golf von Thailand, und Touren werden bei Wellengang häufig abgesagt oder angepasst. Juli bis September ist der unberechenbarste Zeitraum mit dem höchsten Ausfallrisiko. Wer in den Übergangsmonaten Oktober oder Ende April reist, sollte die Bedingungen und die Verfügbarkeit der Anbieter vor der Buchung prüfen.
⚠️ Besser meiden
Während der Regenzeit können die Bedingungen im Golf von Thailand so rau sein, dass die Bootsüberfahrt wirklich unangenehm wird. Wer zu Seekrankheit neigt oder mit kleinen Kindern reist, sollte Inselhoppingtouren außerhalb des Trockenzeitfensters von November bis April meiden.
Häufige Fragen
Wie buche ich eine Inselhoppingtour?
Die meisten Hotels und Gästehäuser auf Phu Quoc können eine Gruppentour direkt organisieren. Du kannst auch über Reisebüros am Long Beach oder in Duong Dong buchen. Online-Buchungen über Plattformen wie Klook oder Viator bieten sich zum Preisvergleich an. Außerhalb der Hochsaison musst du Gruppentouren nicht lange im Voraus buchen – ein Tag vorher reicht meist. Für private Charter sind ein paar Tage Vorlauf sinnvoll.
Ist Schnorchelausrüstung in der Tour enthalten?
Ja. Maske, Schnorchel und Flossen gehören bei den meisten Gruppentouren dazu. Die Qualität variiert je nach Anbieter. Wer eigene Maske und Schnorchel hat, mit denen er vertraut ist, sollte sie mitbringen. Eigene Flossen lohnen sich, wenn du viel Zeit im Wasser verbringen möchtest.
Können Nichtschwimmer an Inselhoppingtouren teilnehmen?
Ja. Auf den meisten Booten sind Schwimmwesten vorhanden, und die Schnorchelstopps finden in flachem Wasser nahe am Boot statt. Nichtschwimmer können die Bootsfahrt, die Inselstopps und das Mittagessen genießen, ohne ins Wasser zu gehen. Sag dem Guide einfach zu Beginn des Tages Bescheid.
Was ist im Preis einer Gruppentour enthalten?
Standardmäßig enthalten sind: Bootfahrt, Schnorchelausrüstung, Guide oder Crew und Mittagessen. Hotelabholung und -rückgabe aus den Haupttouristengebieten ist oft inbegriffen, sollte aber vorab bestätigt werden. Nicht enthalten sind: Getränke über Wasser hinaus, optionale Wassersportangebote, Trinkgeld und Eintritte zu gebührenpflichtigen Bereichen. Lies die Buchungsdetails sorgfältig durch, bevor du zahlst.
Lohnt sich die Inselhoppingtour?
Für alle, die einen ganzen Tag auf dem Wasser verbringen möchten – mit Schnorcheln, Strandstopp und einem Meeresfrüchte-Mittagessen – ja. Es ist einer der schönsten geführten Tagesausflüge auf der Insel. Wer erstklassiges Schnorcheln oder einsame, unberührte Inseln erwartet, könnte enttäuscht werden. Das Erlebnis ist gut für das, was es ist: ein entspannter Tag auf ruhigem Meer mit etwas Zeit unter Wasser.