Die besten Museen in Zürich: 12 Top-Tipps für Kunst, Geschichte & Kultur

Zürich hat für eine Stadt seiner Größe eine beeindruckende Museumslandschaft. Ob Weltklasse-Kunst, Schweizer Kulturgeschichte, außereuropäische Zivilisationen oder die Wurzeln des Dadaismus – dieser Guide zeigt dir die besten Museen Zürichs und erklärt, was jedes einzelne sehenswert macht.

Luftaufnahme der Grossmünster-Türme mit dem Zürichsee und der Stadtsilhouette im Hintergrund, aufgenommen bei weichem Tageslicht.

Zürich hat über 50 Museen für eine Stadt mit rund einer halben Million Einwohnern – das Problem ist also nicht, etwas zu finden, sondern die richtige Wahl zu treffen. Die Sammlungen reichen von prähistorischen Schweizer Funden bis zu impressionistischen Meisterwerken und der Geschichte des Weltfußballs. Die meisten großen Häuser konzentrieren sich rund ums Stadtzentrum und sind per Tram in weniger als 20 Minuten von der Altstadt oder dem Hauptbahnhofviertel erreichbar. Ein praktischer Hinweis vorab: Fast alle großen Museen in Zürich sind montags geschlossen, mehrere haben donnerstags längere Öffnungszeiten. Die Zürich Card bietet freien Eintritt ins Schweizerische Nationalmuseum und ins Kunsthaus Zürich sowie kostenlosen oder vergünstigten Eintritt in viele weitere Häuser – es lohnt sich, das gegen dein Programm abzuwägen. Unseren vollständigen Zürich-Guide findest du für die weitere Reiseplanung.

✨ Profi-Tipp

Die meisten großen Zürcher Museen sind montags geschlossen. Donnerstag ist der beste Wochentag für einen Museumsmarathon: Das Kunsthaus Zürich hat bis 20:00 Uhr geöffnet – mehr Zeit, ohne das Wochendgewusel.

Kunstmuseen

Historisches Steingebäude mit verziertem Dach, großen Fenstern und kahlen Bäumen in Zürich unter einem klaren blauen Himmel.
Photo Elijah Cobb

Zürichs Kunstmuseumsszene wird vom Kunsthaus dominiert, einem der bedeutenden europäischen Kunsthäuser – doch die Stadt bietet auch Spezialsammlungen, die sich mit denen größerer Metropolen messen können. Wer Architektur und Kunst verbinden möchte, findet im Quartier Seefeld und Riesbach eine besondere Dichte kulturell bedeutsamer Gebäude, die sich gut zu einem Nachmittag kombinieren lassen.

Weitwinkelperspektive auf den Haupteingang und die Vorplatz des Kunsthauses Zürich mit der Beaux-Arts-Fassade, Reliefs, großen Fenstern und Rodins Skulptur Das Höllentor.

1. Schweizer Spitzenkunst im Kunsthaus Zürich erleben

Schwedens größtes Kunstmuseum beherbergt Monets, Picassos, Giacomettis und Munchs sowie die 2021 ergänzte Impressionisten-Sammlung Bührle. Plane mindestens drei Stunden ein. Di–So geöffnet; Do bis 20:00 Uhr. Tickets ab CHF 24 für die Sammlung.

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Glasvitrinen im Museum Rietberg zeigen aufwendige außereuropäische Skulpturen, darunter große Figuren einer Person, eines Pferdes und eines Kamels unter Museumsbeleuchtung.

2. Außereuropäische Meisterwerke im Museum Rietberg entdecken

In einer Villa im Rieterpark zeigt das Rietberg herausragende Kunst aus Asien, Afrika, Ozeanien und Präkolumbien. Der unterirdische Smaragd-Anbau verschwindet förmlich im Park. Di–So 10:00–17:00 Uhr; Eintritt ca. CHF 14–18, unter 16 Jahren frei.

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Modernistische Fassade des Museum für Gestaltung Zürich, mit einer großen Uhr, Glasfenstern und kahlen Ästen unter einem klaren blauen Himmel.

3. 150 Jahre Schweizer Grafikdesign im Museum für Gestaltung

Schwedens führendes Designmuseum in Zürich West punktet besonders mit Schweizer Plakatkunst und Typografie. Die Wechselausstellungen sind durchgehend stark. Kombiniert mit einem Besuch im nahen Im Viadukt ergibt das einen runden Zürich-West-Nachmittag.

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Pavillon Le Corbusier in Zürich: ein modernistisches Gebäude aus Stahl, Glas und bunten Paneelen vor üppig grünem Rasen und blauem Himmel.

4. Das einzige Le-Corbusier-Gebäude der Schweiz besichtigen

Dieser Stahl-Glas-Pavillon im Zürichhorn-Park, fertiggestellt 1967, beherbergt Gemälde, Skulpturen und Wandteppiche von Le Corbusier. Für Architekturbegeisterte ist er ein Pflichtbesuch – und liegt direkt am Seeufer in Seefeld.

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Geschichte & Kulturmuseen

Das Schweizerische Nationalmuseum in Zürich, ein burgartiges historisches Gebäude mit spitzen Türmen und Steinfassade, von einer Straßenbahnlinie aus gesehen.
Photo Herry Sutanto

Wer in Schweizer Geschichte und Kultur eintauchen möchte, beginnt am besten rund ums Zürich HB. Das Schweizerische Nationalmuseum liegt direkt hinter dem Hauptbahnhof und lässt sich gut mit einem Stadtrundgang durch das Zentrum verbinden. Wer mit Kindern reist: Die interaktiven Ausstellungen im Nationalmuseum sind besser als viele erwarten.

Vorderfassade des Schweizerischen Nationalmuseums in Zürich, mit Bogenfenstern, Steinmauern und Menschen, die sich im sonnigen Innenhof entspannen.

5. Schweizer Geschichte von der Urgeschichte bis heute im Nationalmuseum

In einem neugotischen Schloss direkt beim Zürich HB untergebracht, ist dies Schwedens größtes Geschichtsmuseum. Die Ausstellungen reichen von prähistorischen Funden über mittelalterliches Handwerk und Reformationsgeschichte bis zur modernen Schweizer Identität. Di–So geöffnet; Erwachsene CHF 13, unter 16 Jahren frei.

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Straßenansicht des Eingangs zum Cabaret Voltaire in Zürich mit Schild und Fenstern am Kopfsteinpflaster der Spiegelgasse im Niederdorf.

6. Am genauen Geburtsort des Dada stehen: Cabaret Voltaire

1916 begründeten Hugo Ball und Emmy Hennings in diesem Niederdorf-Gebäude den Dadaismus. Heute ist es Kulturzentrum und Bar. Die Dauerausstellung zur Bewegung ist kompakt, aber für alle, die sich für moderne Kunstgeschichte interessieren, wirklich bewegend.

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Das Fraumünster mit seinem schlanken grünen Turm erhebt sich neben der Limmat in Zürichs Altstadt – von der gegenüberliegenden Uferseite mit Brücke und historischen Gebäuden fotografiert.

7. Marc Chagalls legendäre Glasfenster im Fraumünster bewundern

Diese Klosterkirche aus dem 13. Jahrhundert beherbergt fünf Fenster, die Chagall 1970 entwarf. Das tiefblaue Licht, das an einem hellen Morgen durchs Kirchenschiff fällt, gehört zu den eindrücklichsten Erlebnissen Zürichs. Eintritt kostenpflichtig; ca. 30 Minuten einplanen.

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Das Grossmünster mit seinen markanten Zwillingstürmen, die über den Dächern von Zürichs Altstadt aufragen – im Hintergrund sind an einem klaren Tag die Alpen zu sehen.

8. Zürichs Reformationskathedrale von innen erkunden: das Grossmünster

In der romanischen Zwillingsturmkathedrale, von der aus Zwingli die Schweizer Reformation einleitete, gibt es ein kleines Museum. Steig auf den Karlsturm für Aussichten über die Altstadt. Der moderne Glasfensterzyklus von Sigmar Polke verdient genaue Betrachtung.

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Spezial- & Themenmuseen

Glasvitrine mit Flugzeugmodellen und einem teilweise sichtbaren Zug dahinter, wahrscheinlich in einem Verkehrs- oder Technikmuseum.
Photo Natalia Sevruk

Neben den großen Häusern hat Zürich einige Spezialmuseen, die in ihrem Bereich weltweit herausstechen. Das Lindt Home of Chocolate und das FIFA-Museum sind besonders gute Optionen, wenn du mit Kindern oder Teenagern reist – beide sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bequem vom Stadtzentrum aus erreichbar.

Eine Lindt Excellence 90% Kakao Schokoladentafel mit Stücken dunkler Schokolade auf goldenem Folienuntergrund – produktbezogen, nicht das Museum selbst.

9. Das weltgrößte Schokoladenmuseum bei Lindt erleben

Ein 9 Meter hoher Schokoladenbrunnen empfängt dich in diesem eigens errichteten Museum bei der Lindt-Fabrik in Kilchberg, 15 Minuten mit der S-Bahn vom Zürich HB. Interaktive Ausstellungen zur Kakaoherkunft und Schweizer Schokoladengeschichte – mit unbegrenzten Kostproben.

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Ausstellung im FIFA Museum Zürich: Der FIFA Ballon d'Or in einer Glasvitrine, im Hintergrund historische Fotos der Gewinner an einer dunklen Wand.

10. Den FIFA-WM-Pokal im Fußballmuseum bestaunen

Das einzige Museum der Welt, das ausschließlich der globalen Fußballgeschichte gewidmet ist, liegt nahe dem See im Quartier Enge. Der echte WM-Pokal ist zu sehen. Eintritt ca. CHF 24 für Erwachsene; Di–So geöffnet. 90 Minuten bis zwei Stunden einplanen.

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Kulturzentren & lebendige Institutionen

Einige der spannendsten Kulturorte Zürichs lassen sich nur schwer als klassische Museen einordnen. Die Rote Fabrik am Seeufer und das Museum für Gestaltung in Zürich West sind Häuser, bei denen das Programm mindestens so wichtig ist wie die Dauersammlung. Aktuelle Veranstaltungen am besten vorher online prüfen. Für die breitere Kulturszene und das Nachtleben empfehlen wir unseren Zürich-Nachtleben-Guide.

Eingang zur Rote Fabrik in Zürich, dekoriert mit schwarz-weißen Plakaten, Graffiti-Kunst, Veranstaltungsflyern und atmosphärischer städtischer Beleuchtung bei Nacht.

11. Konzert oder Ausstellung in der Roten Fabrik erleben

Diese umgebaute Backsteinpabrik am Zürichsee zeigt Kunstausstellungen und veranstaltet Livemusik, Theater und Kino. Die Lage direkt am Wasser ist stimmungsvoll. Vorher das Programm online checken – hier zählt das aktuelle Event, nicht eine feste Dauersammlung.

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Weitwinkelansicht der neoklassizistischen Fassade und des Hauptplatzes des ETH Zürich Hauptgebäudes mit Besuchern, Bänken und den markanten Bogenfenstern unter einem teilweise bewölkten Himmel.

12. ETH Zürich: Wissenschaftsgeschichte und Panoramablick inklusive

Das Hauptgebäude der ETH Zürich, 1864 von Gottfried Semper entworfen, beherbergt wissenschaftliche Sammlungen und eine Terrasse mit einem der besten kostenlosen Aussichtspunkte der Stadt. Über 20 Nobelpreisträger haben hier studiert oder gearbeitet. Erreichbar mit der Polybahn ab dem Central.

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Gut kombinierbar mit einem Museumstag

Menschen, die auf Wegen in einem laubbedeckten Seepark spazieren, mit einem modernistischen Pavillon, der zwischen Bäumen unter blauem Himmel sichtbar ist
Photo Dang Dao

Ein Museumstag in Zürich gelingt oft am besten, wenn man ein Haus drinnen mit etwas direkt davor draußen kombiniert. Der Zürichhorn-Park rund um den Le-Corbusier-Pavillon, der Rieterpark ums Museum Rietberg und das Seeufer bei der Roten Fabrik laden allesamt zu schönen Spaziergängen ein. Wer ein vollständiges Zwei-Tages-Programm rund um Zürichs kulturelle Highlights plant, findet in unserem 2-Tage-Zürich-Guide eine effiziente Struktur dafür.

Menschen entspannen sich auf Steinstufen und am Seeufer im Zürichhorn Park, mit leuchtenden Herbstbäumen und dem Zürichsee im Hintergrund.

13. Nach dem Le-Corbusier-Pavillon durch den Zürichhorn-Park spazieren

Der Seeuferpark rund um den Le-Corbusier-Pavillon beherbergt auch ein japanisches Teehaus und bietet weite Blicke über den See bis zu den Alpen. Ein idealer 30-minütiger Spaziergang vor oder nach dem Pavillon-Besuch – besonders schön im Frühling und Sommer.

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Die Steinbögen von Im Viadukt in Zürich mit modernen Glasfronten in den Bögen und Menschen unter gelben Sonnenschirmen im Freien, gesäumt von Bäumen entlang des Gehwegs.

14. Museum für Gestaltung mit Im Viadukt in Zürich West kombinieren

Das Museum für Gestaltung liegt nur wenige Minuten vom Im Viadukt entfernt, einem umgebauten Eisenbahnviadukt aus dem 19. Jahrhundert mit Designboutiquen und einer überdachten Markthalle. Zusammen ergibt das eine stimmige Kombination: Designgeschichte trifft auf zeitgenössisches Schweizer Handwerk und kulinarische Entdeckungen.

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ℹ️ Gut zu wissen

Die Zürich Card (24 Std. oder 72 Std.) beinhaltet freien Eintritt in viele Museen – darunter Kunsthaus Zürich, Schweizerisches Nationalmuseum und Museum Rietberg – sowie unbegrenzte Nutzung von Tram, Bus und Schiff. Wer an einem Tag zwei oder mehr Museen besucht und häufig Tram fährt, holt den Preis meist problemlos wieder raus. Nicht alle privaten Museen akzeptieren sie: Das WOW Museum zum Beispiel erkennt den Schweizer Museumspass nicht an. Aktuelle Preise und Leistungen vorab auf zuerich.com prüfen.

Häufige Fragen

Welches ist das beste Museum in Zürich für einen ersten Besuch?

Das Kunsthaus Zürich ist die stärkste Allround-Wahl: Die Sammlung reicht von mittelalterlicher bis zeitgenössischer Kunst und umfasst Monet, Picasso und Giacometti – die 2021 eröffnete Chipperfield-Erweiterung brachte zudem die Impressionisten-Sammlung Bührle hinzu. Mindestens drei Stunden einplanen. Wer sich mehr für Schweizer Geschichte und Kultur interessiert als für bildende Kunst, ist im Schweizerischen Nationalmuseum besser aufgehoben.

Sind Zürcher Museen kostenlos?

Die meisten großen Museen erheben Eintritt. Typische Erwachsenenpreise liegen bei ca. CHF 13 im Schweizerischen Nationalmuseum und CHF 24 im Kunsthaus Zürich. Kinder unter 16 Jahren haben in den meisten öffentlichen Häusern freien Eintritt. Die Zürich Card deckt freien Eintritt ins Nationalmuseum und ins Kunsthaus sowie ermäßigten oder freien Eintritt in viele weitere Institutionen ab. Aktuelle Preise lieber immer direkt auf der Website des jeweiligen Museums prüfen – sie ändern sich gelegentlich.

Sind Zürcher Museen montags geschlossen?

Ja. Das Schweizerische Nationalmuseum, das Kunsthaus Zürich, das Museum Rietberg und viele andere große Häuser haben montags geschlossen. Plane Museumstage am besten von Dienstag bis Sonntag, und prüfe im Einzelfall, welche Museen montags geöffnet sind. Donnerstag ist ein besonders guter Tag, da mehrere Museen bis 19:00 oder 20:00 Uhr geöffnet haben.

Wie komme ich zwischen den wichtigsten Zürcher Museen hin und her?

Die meisten zentralen Museen sind per Tram oder zu Fuß erreichbar. Kunsthaus Zürich und die Altstadtkirchen liegen in Laufnähe zueinander. Das Schweizerische Nationalmuseum befindet sich direkt hinter dem Zürich HB. Das Museum Rietberg erfordert eine Tramfahrt bis zur Haltestelle „Museum Rietberg" im Rieterpark. Das Lindt Home of Chocolate ist mit der S-Bahn (Linie S8) in ca. 15 Minuten vom Zürich HB nach Kilchberg erreichbar.

Lohnt sich die Zürich Card für Museumsbesuche?

Das hängt von deinen Plänen ab. Die Karte beinhaltet freien Eintritt in große Museen wie Kunsthaus Zürich und Schweizerisches Nationalmuseum sowie freien oder ermäßigten Eintritt in rund 20 weitere Häuser und Attraktionen – plus unbegrenzte Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Wer in 24 Stunden zwei oder mehr Museen besucht und häufig Tram fährt, kommt in der Regel auf seine Kosten. Nicht alle privaten Museen akzeptieren sie: Das WOW Museum etwa erkennt den Schweizer Museumspass nicht an.

Zugehöriges Reiseziel:zurich

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