Zoo Aquarium de Madrid: Was dich erwartet – der große Besucherguide
Das Zoo Aquarium de Madrid erstreckt sich über 20 Hektar in der Casa de Campo und ist Spaniens größter Zoo – mit einem der ersten Tropischen Meeresaquarien des Landes. Dieser Guide zeigt dir, was du sehen kannst, wann der beste Zeitpunkt ist, wie du hinkommst und ob sich ein ganzer Tag lohnt.
Fakten im Überblick
- Lage
- Casa de Campo, s/n, 28011 Madrid (Bezirk Moncloa-Aravaca)
- Anfahrt
- U-Bahn-Linie 10 oder Linie 5 bis Casa de Campo (ca. 900 m Fußweg; Station Batán auf Linie 10 ist etwas näher); Bus 33 hält direkt am Eingang
- Zeitbedarf
- 3–5 Stunden für einen ausführlichen Besuch
- Kosten
- Online-Tickets für Erwachsene ab 19,90 €; aktuelle Preise und Aktionen auf zoomadrid.com
- Am besten für
- Familien mit Kindern, Tierfreunde und Reisende, die einen vollen Tag im Freien abseits des Stadttrubels verbringen möchten
- Offizielle Website
- www.zoomadrid.com/en

Was ist das Zoo Aquarium de Madrid?
Das Zoo Aquarium de Madrid ist ein kombinierter Zoologischer Garten und Meeresaquarium auf rund 20 Hektar im weitläufigen Stadtpark Casa de Campo, direkt westlich des Stadtzentrums.[1] Die Geschichte des Hauses reicht bis ins Jahr 1770 zurück, womit es zu den ältesten zoologischen Sammlungen Spaniens zählt – die heutigen Anlagen in der Casa de Campo wurden allerdings 1972 eröffnet.[1] Der Aquariumbereich kam später als tropisches Meeresbecken hinzu und erweiterte das Angebot um marine Lebewesen.
Der Zoo gliedert sich in verschiedene geographische und thematische Bereiche mit Säugetieren, Vögeln, Reptilien, Primaten und Meerestieren. An einem einzigen Tag kannst du innerhalb einer Stunde von einem afrikanischen Savannengehege über ein Delfinarium bis hin zu einem deckenhohen Haifischbecken schlendern – das macht den besonderen Charakter dieses Ortes aus: Es ist ein umfassendes Angebot, das echte Zeit braucht, um es richtig aufzunehmen.
💡 Lokaler Tipp
Kauf deine Tickets am besten vorher online auf zoomadrid.com. Der Online-Preis für den Normaleintritt startet derzeit ab 19,90 € für Besucher zwischen 8 und 64 Jahren, und der Kauf geht schnell. An der Tageskasse ist es teurer, und an Wochenenden können die Warteschlangen deutlich lang werden.
Anreise: U-Bahn, Bus und Auto
Am praktischsten mit den Öffentlichen ist die U-Bahn-Linie 10 oder Linie 5, beide mit Halt an der Station Casa de Campo. Von dort sind es rund 900 Meter Fußweg durch den Park bis zum Zooeingang – meist flach und gut ausgeschildert. Im Frühling oder Herbst ist dieser Weg sogar angenehm, aber im Juli oder August kann die Strecke in praller Mittagssonne ziemlich zermürbend sein, bevor du überhaupt den Zoo betreten hast.
Der EMT-Bus der Linie 33 verbindet Príncipe Pío direkt mit dem Zooeingang – eine deutlich bessere Option, wenn du mit Kinderwagen, kleinen Kindern oder eingeschränkter Mobilität unterwegs bist. Príncipe Pío ist selbst ein wichtiger Knotenpunkt mit Anschluss an die U-Bahn-Linien 6 und 10 sowie an die Vorortbahn Cercanías, sodass du von den meisten Orten im Madrider Zentrum gut hinkommst.
Wer mit dem Auto aus der Innenstadt kommt, nimmt die Ringstraße M-30, wechselt dann auf die A-5/N-V und verlässt die Autobahn an der Ausfahrt 5A, der Beschilderung zum Zoo folgend. Ein Parkplatz ist vorhanden, füllt sich an Wochenenden und Schulferien aber schnell. Tipps rund um die Madrider Öffentlichen Verkehrsmittel gibt es im Madrid-Nahverkehr-Guide – dort findest du alles zu U-Bahn-Zonen, Bustickets und touristischen Fahrkarten.
⚠️ Besser meiden
Die Öffnungszeiten ändern sich je nach Saison, und der Zoo schließt an Wochentagen, Wochenenden und Feiertagen zu unterschiedlichen Zeiten. Überprüf den offiziellen Kalender auf zoomadrid.com/en/horarios-y-precios/horarios vor deinem Besuch – besonders wenn du erst am späten Nachmittag ankommst.
Tickets & Führungen
Ausgewählte Angebote unseres Buchungspartners. Die Preise sind Richtwerte; Verfügbarkeit und endgültiger Preis werden bei der Buchung bestätigt.
Zoo Aquarium Madrid Entrance Tickets
Ab 19 €Sofortige BestätigungAdmission Tickets for the Atlantis Aquarium in Madrid
Ab 14 €Sofortige BestätigungFaunia Zoo Madrid entrance tickets
Ab 21 €Sofortige BestätigungRoyal Monastery of El Escorial and the Valley of the Fallen trip from Madrid
Ab 64 €Sofortige BestätigungKostenlose Stornierung
Die Zoobereiche: Was dich wirklich erwartet
Der Zoo ist in mehrere thematische Bereiche aufgeteilt. Wer sie in einer sinnvollen Reihenfolge abläuft, spart sich unnötige Umwege auf diesem weitläufigen Gelände. Das optische Herzstück ist die afrikanische Savanne: Giraffen, Breitmaulnashörner und Zebras bevölkern große, offene Gehege, und die Sichtabstände sind nah genug, um sich wirklich mittendrin zu fühlen. Morgens früh sind die Giraffen am aktivsten und kommen dem Zaun am nächsten – sobald es wärmer wird, ziehen sie sich in den Schatten zurück.
Im Primatenbereich leben Gorillas, Schimpansen und verschiedene kleinere Affenarten in Gehegen mit Innen- und Außenbereichen. Die Bärengehege, die Eisbäranlage und die Großkatzenzone befinden sich in separaten Parkbereichen und erfordern gezielte Navigation. An Wochentagen morgens kann man in mehreren Bereichen Fütterungsroutinen beobachten – sie ziehen zwar etwas Publikum an, bieten aber einige der spannendsten Tierbeobachtungen des Tages.
Die Vogelsammlung wird oft unterschätzt. In der Freiflugvoliere spazierst du durch ein tropisches Gehege, in dem Aras, Tukane und andere Vögel in unmittelbarer Nähe vorbeifliegen. Kinder reagieren hier oft besonders begeistert – vor allem weil die Größe der Vögel aus nächster Nähe überraschend ist.
Das Aquarium: Spaniens erstes tropisches Meeresbecken
Der Aquariumbereich – ein tropisches Meeresaquarium – ist in einem eigens dafür errichteten Innengebäude untergebracht, das an heißen Sommertagen sofortige Abkühlung bietet.[1][2] Das Herzstück ist ein großes, rundes Haifischbecken mit deckenhohen Glasscheiben für einen 360-Grad-Rundblick. Rochen, große Knochenfische und mehrere Haiarten teilen sich das Becken – die Fütterungsvorführungen, wenn sie stattfinden, ziehen die größten Menschenmengen im Inneren an.
Die angrenzenden Becken zeigen tropische Riffökosysteme, Quallen, Seepferdchen und Süßwasserarten aus Südamerika und Südostasien. Die Beleuchtung im Quallenbereich ist besonders gelungen: Blaulichtstrahler tauchen die Tiere in ein faszinierendes Licht, das Fotos selbst mit dem Smartphone zu echten Hinguuckern macht. Hier lohnt sich übrigens auch ein Nachmittagsbesuch – das Tageslicht durch die Oberlichter ist dann weniger grell, und die Gruppen der Morgentour haben sich meist schon aufgelöst.
💡 Lokaler Tipp
Beim Fotografieren im Aquarium: Blitz unbedingt ausschalten. Er spiegelt sich im Glas und ruiniert jedes Bild. Nutz stattdessen den Nachtmodus oder eine offene Blende, falls dein Handy manuelle Einstellungen erlaubt. Gerade beim Quallenbecken lohnt es sich, Geduld zu haben: Bleib 10–15 Sekunden ruhig stehen, und die Tiere gleiten ganz von allein ins Bild.
Delfin- und Seelöwenshows
Der Zoo betreibt ein Delfinarium und eine Seelöwen-Vorführungsanlage mit regelmäßigen Shows über den Tag verteilt. Diese Vorstellungen ziehen die größten Menschenmengen im gesamten Zoo an, und an Wochenenden sowie in den Schulferien sind die Plätze 15 bis 20 Minuten vor Showbeginn bereits voll. Wer einen zentralen Platz statt einem steilen Seitenblick möchte, kommt früh und setzt sich in die mittleren Reihen – dort sitzt man etwa auf Augenhöhe mit der Wasseroberfläche.
Die Meinungen zur Haltung von Meeressäugern in Gefangenschaft gehen unter Besuchern weit auseinander, und das ist ein Aspekt, den du vor dem Besuch für dich abwägen solltest. Die Shows sind professionell inszeniert und Kinder reagieren begeistert darauf – wer aber klare Überzeugungen zum Tierwohl mitbringt, könnte sich in diesem Bereich unwohl fühlen. Der Rest des Zoos orientiert sich stärker an zeitgemäßen Haltungsstandards für Säugetiere und Primaten.
Beste Reisezeit und saisonale Besonderheiten
Frühling (April bis Mai) und früher Herbst (September bis Oktober) bieten die angenehmsten Bedingungen für einen ganzen Tag im Zoo. Die Temperaturen in Madrid sind in diesen Monaten meist mild, und die Tiere in den Außengehegen sind aktiver als in der Sommerhitze. Was Madrids Saisonmuster gilt, trifft hier direkt zu: Im Sommer übersteigen die Temperaturen regelmäßig 35 °C, und fünf Stunden in einer weitgehend offenen Umgebung unter direkter Sonneneinstrahlung sind körperlich anspruchsvoll – für Erwachsene, geschweige denn für kleine Kinder.
Wenn du im Juli oder August kommst, erscheine beim Öffnen des Zoos, absolviere die Außenbereiche in den ersten zwei bis drei Stunden und ziehe dich dann zur Mittagszeit ins Aquariumgebäude zurück. Bring mehr Wasser mit, als du glaubst zu brauchen. Der Zoo hat Verpflegungsstände, aber die Preise sind Attraktionspreise – und in der Hochsaison können die Warteschlangen lang sein.
Wochentags am Vormittag außerhalb der Schulferien ist es am ruhigsten. An Wochenendnachmittagen im Frühling verdichten sich Madrider Familien und Touristenbesuch zu ernsthaften Menschenansammlungen – besonders bei den Menschenaffen, den Großkatzen und im Aquarium. Wer Flexibilität hat: Ein Dienstag- oder Mittwochmorgen im April oder Oktober kommt dem Gefühl eines fast privaten Besuchs so nah, wie es dieser Ort bieten kann.
ℹ️ Gut zu wissen
Der Zoo liegt innerhalb der Casa de Campo, Madrids größtem Stadtpark. Wenn du etwas früher ankommst und noch kurz durch den Park spazierst, bevor der Zoo öffnet, gewinnst du einen angenehmen Puffer von etwa 20 Minuten – und ein Gefühl für die weitläufige Parklandschaft, in die der Zoo eingebettet ist.
Praktisches: Barrierefreiheit, Verpflegung und was du mitnehmen solltest
Die Wege innerhalb des Zoos sind gepflastert und größtenteils eben, sodass Kinderwagen und Rollstühle über weite Teile des Geländes gut vorankommen. Einige erhöhte Aussichtsplattformen und bestimmte Innenbereiche haben Stufen – Besucher mit Mobilitätseinschränkungen sollten sich daher vorab direkt beim Zoo über die spezifischen Gegebenheiten informieren. Der EMT-Bus der Linie 33 setzt Niederflurfahrzeuge ein, was den Zugang verglichen mit dem 900-Meter-Fußweg von der U-Bahn-Station deutlich erleichtert.
Es gibt mehrere Verpflegungsstände und ein Restaurant vor Ort. Eigene Snacks und Getränke sind erlaubt und sehr empfehlenswert, wenn du auf dein Budget achtest oder mit wählerischen Essern unterwegs bist. Alkohol von außen ist nicht erlaubt, aber Wasserflaschen, Sandwiches und Obst sind kein Problem. Im zentralen Parkbereich gibt es beschattete Picknickzonen.
Bequeme Schuhe sind Pflicht – auf dem 20 Hektar großen Gelände legst du bei einem ausführlichen Besuch ordentlich Strecke zurück. Von Mai bis September ist Sonnenschutz (Hut, Sonnencreme) unverzichtbar. Familien, die einen ganzen Tag in diesem Teil Madrids planen, könnten auch überlegen, den Besuch mit einem Trip zum Parque de Atracciones de Madrid zu verbinden – dem Freizeitpark, der ebenfalls in der Casa de Campo liegt. Besser aber an einem zweiten Tag, statt beides an einem zu kombinieren, was für jüngere Kinder schlicht zu viel ist.
Insider-Tipps
- Den Zooplans am Eingang solltest du dir unbedingt mitnehmen – auch wenn du dir den Plan vorher online angeschaut hast. Die Entfernungen zwischen den Bereichen sind größer als sie auf dem Bildschirm wirken, und mit der gedruckten Karte kannst du besser entscheiden, welche Abschnitte du in welcher Reihenfolge besuchst.
- Die Fütterungszeiten für bestimmte Tiere (Großkatzen, Bären, Primaten) werden an den Gehegeeingängen und auf Tafeln beim Haupteingang ausgehängt. Sie stehen nicht immer auf der offiziellen Website, also schau beim Ankommen nach und plane deine Route entsprechend.
- Der Bereich direkt vor dem Giraffengehege ist in der ersten Stunde nach Öffnung am besten. Die Giraffen kommen morgens noch nah an den Zaun heran – später, wenn es wärmer wird, ziehen sie sich in den Schatten zurück.
- Wenn du mit Teenagern unterwegs bist, die von einem klassischen Zoobesuch wenig begeistert sind, kommt das Aquariumgebäude meist besser an als die Außengehege – besonders der Haifischbecken und die größeren interaktiven Ausstellungsbereiche.
- Kombitickets oder Jahreskarten über die offizielle Website können sich deutlich lohnen – besonders für Madrider oder Besucher, die wiederkommen. Aber auch für Einzelbesuche ist der Online-Preis spürbar günstiger als der Kassenpreis vor Ort.
Für wen ist Zoo Aquarium de Madrid geeignet?
- Familien mit Kindern zwischen 3 und 12 Jahren, für die die Kombination aus Großsäugern, Vögeln und dem Aquarium echte Abwechslung über einen ganzen Tag bietet
- Tierliebhaber, die afrikanische und asiatische Megafauna in einer europäischen Großstadt erleben möchten – besonders die Giraffen- und Nashorngehege
- Besucher, die eine strukturierte Outdoor-Aktivität in einer Parkumgebung abseits von Museen und Sehenswürdigkeiten suchen
- Gruppen mit Kleinkindern und Erwachsenen, dank der Bandbreite an Erlebnissen – von informativen Ausstellungen bis zu Live-Vorführungen
- Reisende in Madrid in den heißen Monaten, die eine Freiluft-Attraktion mit großen klimatisierten Innenbereichen suchen, in die man sich zur Mittagszeit zurückziehen kann
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Weitere Highlights in Moncloa & Argüelles:
- Casa de Campo
Einst königliches Jagdrevier der spanischen Könige, ist die Casa de Campo heute Madrids größter öffentlicher Park mit 1.535,52 Hektar westlich des Königspalastes. Der Eintritt ist das ganze Jahr über frei – dich erwarten ein See, Waldwege, eine Seilbahn und zwei Familienattraktionen, alles in Reichweite der Innenstadt.
- Ermita de San Antonio de la Florida
Eine kleine neoklassizistische Einsiedelei am Manzanares beherbergt einen der bemerkenswertesten Freskenzyklen Spaniens – 1798 von Francisco de Goya gemalt. Der Eintritt ist frei, es ist selten voll, und der Maler selbst liegt unter der Kuppel begraben, die er einst ausgemalt hat.
- Madrid Río
Madrid Río ist ein rund 150 Hektar großer Landschaftspark, der sich etwa 7 Kilometer entlang des Manzanares erstreckt – gebaut auf der unterirdisch verlegten Stadtautobahn M-30. Der Eintritt ist frei, der Park rund um die Uhr geöffnet. Radwege, Spielplätze, Flusspromenaden und ein direkter Blick auf den Königspalast – alles fußläufig vom Madrider Zentrum.
- Faro de Moncloa
92 Meter über dem Straßenniveau bietet die Aussichtsplattform des Faro de Moncloa einen 360-Grad-Panoramablick über Madrid – schon ab 4 €. Der schlanke 110 Meter hohe Turm wurde 1992 gebaut und gehört zu den günstigsten und am wenigsten überlaufenen Aussichtspunkten der Stadt.