Tiergarten Schönbrunn: Im ältesten Zoo der Welt
Der Tiergarten Schönbrunn wurde 1752 als kaiserliche Menagerie gegründet und ist der älteste kontinuierlich betriebene Zoo der Welt. Er liegt auf dem historischen Gelände von Schloss Schönbrunn im 13. Wiener Gemeindebezirk und verbindet echte Naturschutzarbeit mit einem der architektonisch bemerkenswertesten Tierparks Europas. Ob du zwei Stunden oder einen ganzen Tag Zeit hast – dieser Guide sagt dir genau, was dich erwartet.
Fakten im Überblick
- Lage
- Maxingstraße 13b, 1130 Wien (Hietzing, 13. Bezirk) — im Schlosspark Schönbrunn
- Anfahrt
- U4 bis Hietzing (Haupteingang Hietzinger Tor, kurzer Fußweg) oder U4 Schönbrunn (durch den Schlosspark laufen). Straßenbahnen 10, 52, 60 bis U-Bahn Hietzing. Busse 56A, 56B, 58A, 58B bis Am Platz.
- Zeitbedarf
- 2,5 bis 4 Stunden für einen ausführlichen Besuch; mit Kindern ruhig einen ganzen Tag einplanen
- Kosten
- Eintritt kostenpflichtig; Saisonkarten und Familientickets verfügbar. Aktuelle Preise auf der offiziellen Website – die werden regelmäßig aktualisiert.
- Am besten für
- Familien, Tierliebhaber, Geschichtsinteressierte und alle, die den Besuch mit einem Ausflug zu Schloss Schönbrunn verbinden
- Offizielle Website
- www.zoovienna.at

Was diesen Zoo besonders macht
Der Tiergarten Schönbrunn ist nicht nur der älteste Zoo der Welt – er ist auch der einzige bedeutende Zoo, der noch immer an seinem ursprünglichen Standort in seinem ursprünglichen kaiserlichen Ambiente betrieben wird. Als Kaiser Franz I. 1752 die Menagerie für den Habsburger Hof gründete, baute er sie rund um einen barocken Kaiserpavillon im geometrischen Mittelpunkt des Geländes. Dieser Pavillon steht noch heute und beherbergt das Café Residenz im Inneren des Zoos. Wer durch das Gelände spaziert, bewegt sich durch einen lebendigen Querschnitt der Geschichte: Architektur des 18. Jahrhunderts, Erweiterungsbauten des 19. Jahrhunderts und Naturschutzwissenschaft des 21. Jahrhunderts – alles auf denselben 17 Hektar.
Für die Öffentlichkeit zugänglich ist der Zoo seit 1778 – das sind weit über zwei Jahrhunderte. Den offiziellen Titel „Tiergarten" erhielt er 1926. Heute beherbergt er rund 7.800 Tiere aus etwa 700 Arten. Seit 2006 übersteigen die jährlichen Besucherzahlen die 2-Millionen-Marke, was ihn zu einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs macht. Doch anders als an vielen touristischen Hotspots sorgen die weitläufigen 17 Hektar und mehrere Eingänge dafür, dass es trotzdem selten beengend wirkt.
💡 Lokaler Tipp
Tickets am besten online im Voraus kaufen, besonders im Juli und August, wenn die Besucherzahlen ihren Höhepunkt erreichen. Die Kasse schließt 30 Minuten vor Zooende, und einige Tierhäuser schließen noch früher.
Wie das Gelände aussieht
Die Anlage folgt einem radialen Grundriss – ein weiteres Erbe des kaiserlichen Designs aus dem 18. Jahrhundert. Vom zentralen Barockpavillon strahlen die Wege wie Speichen eines Rades ab, was die Orientierung intuitiver macht als in den meisten großen Zoos. Das Gelände steigt leicht zum Tirolerhof-Eingang am Gloriettehügel hin an, sodass Besucher, die durch Hietzing (Haupteingang) kommen, zunächst auf ebenem Terrain unterwegs sind – die Anstiege kommen erst weiter hinten.
Die Architektur überrascht durchgehend. Anders als Zoos, die rein funktional wirken, hat der Tiergarten Schönbrunn Gebäude aus der Kaiserzeit neben modernen Gehegen bewahrt. Das Riesenpandahaus, das Aquarium und das Regenwaldhaus sind zweckgebundene Neubauten, stehen aber in einer Parkanlage, die noch immer wie ein barocker Garten wirkt. Im Frühling rahmen Kirschblüten und formale Bepflanzungen die Tiergehege fast filmisch ein. Im Herbst bedecken goldene Blätter der Platanen die Wege, und die Besucherzahlen lichten sich spürbar.
Wie der Zoo in das größere Schlossgefüge eingebettet ist, erklärt der Guide zu den Schlosspark Schönbrunn. Der Zoo teilt seine Außengrenze mit dem öffentlichen Schlosspark, beide Bereiche haben aber separate Eingänge und getrennte Eintrittskarten.
Tickets & Führungen
Ausgewählte Angebote unseres Buchungspartners. Die Preise sind Richtwerte; Verfügbarkeit und endgültiger Preis werden bei der Buchung bestätigt.
Skip-the-Line Entrance with Guide to Schonbrunn Palace and Gardens
Ab 45 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungSchonbrunn Palace and gardens guided tour
Ab 43 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungClassic Vienna guided bike tour
Ab 47 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungSelf-guided grand tour of Schonbrunn Palace entrance ticket
Ab 45 €Sofortige Bestätigung
Morgens oder nachmittags: Wann der Besuch sich lohnt
Der Zoo öffnet täglich um 09:00 Uhr, auch an Feiertagen. Wer in den ersten 30 Minuten da ist, hat die besten Chancen, aktive Tiere zu sehen. Die meisten Großsäugetiere – Riesenpandas, Eisbären, Elefanten – sind in den frühen Stunden am lebendigsten, fressen oder bewegen sich oft, bevor der Besucheransturm einsetzt. Gegen späten Vormittag haben sich viele zurückgezogen oder legen sich zur Ruhe – das ist schlicht das Verhalten großer Tiere in gemäßigten Klimazonen, daran ändert kein noch so gutes Timing etwas.
Der Hochsommernachmittag ist die ungünstigste Besuchszeit. Zwischen etwa 13:00 und 15:30 Uhr im Juli und August sind viele Tiere inaktiv, die Wege sind am stärksten frequentiert, und in den offenen Bereichen des Parks kann die Hitze unangenehm werden. Wer spät am Tag kommt, fährt mit den Innenpavillon besser – Aquarium, Regenwaldhaus und Nachttierwelt halten konstante Temperaturen, und die dortigen Tiere reagieren weniger auf Wetterrhythmen.
Die Schließzeit variiert je nach Jahreszeit: von 16:30 Uhr im tiefsten Winter bis 18:30 Uhr im Sommer. Der angrenzende Schlosspark Schönbrunn schließt ebenfalls kurz nach dem Zoo. Wer beides an einem Tag kombinieren möchte, sollte zuerst durch den Hietzinger Tor in den Zoo eintreten und am Ende des Besuchs durch den Neptun-Eingang in den Schlosspark wechseln.
ℹ️ Gut zu wissen
Der Zoo hat drei Eingänge: Hietzinger Tor (Haupteingang, nahe U4 Hietzing), Tirolerhof (nahe der Gloriette, mit Parkplatz am Seckendorff-Gudent-Weg) und Neptun (im Schlosspark beim Neptunbrunnen). Jeder Eingang erschließt einen anderen Teil des Zoos – der Einstiegspunkt bestimmt also, wie du das Gelände natürlicherweise erkundest.
Highlights, für die es sich lohnt zu planen
Das Riesenpanda-Gehege ist das international bekannteste Aushängeschild des Zoos. Schönbrunn hat ein erfolgreiches Panda-Zuchtprogramm, und das eigens errichtete Pandahaus erfüllt die spezifischen Umweltbedürfnisse der Tiere mit geregelter Luftfeuchtigkeit und Temperatur. An Wochenenden und im Hochsommer ist mit Warteschlangen zu rechnen – der Sichtbereich ist nicht groß. Wer unter der Woche vor 10:30 Uhr kommt, erlebt es deutlich ruhiger.
Das Regenwaldhaus ist einer der atmosphärischsten Räume im Zoo. Die Luftfeuchtigkeit ist sofort spürbar, das Blätterdach so dicht, dass man den Temperaturunterschied zu draußen schon nach wenigen Sekunden merkt. Freifliegende Vögel bewegen sich durch die oberen Etagen, und der Kontrast zwischen dieser Umgebung und dem barocken Park draußen wirkt auf die beste Art desorientierend. Kinder reagieren auf diesen Raum fast ausnahmslos stark – der sensorische Wechsel ist wirklich dramatisch.
Das Aquarium befindet sich in einem separaten, dunkleren Gebäude und zeigt Süß- und Salzwasserarten zusammen mit einer Reptiliensammlung. Man braucht gut 45 Minuten, um es in Ruhe zu erkunden – ein willkommener Rückzugsort bei starkem Regen oder extremer Hitze. Das Nachttierwelt-Haus arbeitet mit einem umgekehrten Lichtzyklus: Tagsüber sieht man Tiere, die sonst schlafen würden – Arten wie Galagos und Nacktmulle, die man im Wachzustand normalerweise nie zu Gesicht bekommt.
Wenn du mit Kindern unterwegs bist, lohnt es sich, den Besuch mit einem Abstecher zu Schloss Schönbrunn zu verbinden – für einen vollen Tag im 13. Bezirk. Die kaiserlichen Prunkräume des Schlosses nehmen etwa 90 Minuten in Anspruch, und der Zoo füllt locker einen weiteren halben Tag.
Anreise und Orientierung vor Ort
Die U4 ist die direkteste öffentliche Verkehrsverbindung. Aussteigen bei Hietzing für den Haupteingang – von dort ist es ein kurzer, flacher Fußweg zum Hietzinger Tor. Alternativ bietet sich die Station Schönbrunn an: Von dort gelangt man über den Haupthof des Schlosses und einen 10- bis 15-minütigen Spaziergang durch den öffentlichen Schlosspark zum Neptun-Eingang. Diese Route ist bei gutem Wetter sehr angenehm und vermittelt schon vor dem Zoo einen Eindruck von der Weitläufigkeit des gesamten Schönbrunn-Areals.
Im Zoo ist das Gelände für Menschen mit normaler Mobilität gut zu Fuß zu erkunden. Der einzige nennenswerte Anstieg liegt beim Tirolerhof-Eingang und im Bereich nahe der Gloriette. Die meisten befestigten Wege sind mit Kinderwagen und Rollstühlen befahrbar. Detaillierte Informationen zur Barrierefreiheit findest du auf der offiziellen Website.
Das öffentliche Verkehrsnetz Wiens wird von den Wiener Linien betrieben und deckt die gesamte Stadt ab. Einen umfassenden Überblick darüber, wie man sich in der Stadt fortbewegt, bietet der Wien-Verkehrsguide mit Infos zu U-Bahn-Pässen, Straßenbahnlinien und Tagestickets.
Praktisches und ehrliche Einschätzung
Der Zoo hat an jedem einzelnen Tag des Jahres geöffnet – keine Ausnahmen. Das macht ihn zuverlässig für Besucher, die rund um österreichische Feiertage planen, an denen viele andere Sehenswürdigkeiten geschlossen haben. Die Kasse schließt 30 Minuten vor Zooende, und einige Tierhäuser schließen noch früher. Wer 45 Minuten vor Schluss ankommt, sollte nicht davon ausgehen, noch alles sehen zu können.
Verpflegung gibt es an mehreren Stellen im Zoo. Das Café Residenz im historischen Kaiserpavillon ist auch für einen kurzen Kaffee einen Stopp wert – das Gebäude selbst ist das Original von 1752, und in einem Speisepavillon aus dem 18. Jahrhundert inmitten eines Zoos zu Mittag zu essen ist eine zutiefst wienerische Erfahrung. Die Preise sind höher als in City-Cafés, was bei abgeschlossenen Attraktionsgeländen üblich ist. Wer Snacks und eine Wasserflasche mitbringt, spart Geld und Wartezeit.
Für wen es sich weniger eignet: Besucher, die sich vor allem für Kaisergeschichte interessieren und Tiere eher gleichgültig lassen, finden im Schloss, im Garten und an der Gloriette mehr architektonische Substanz pro Zeiteinheit. Bei starkem Regen liegt der Reiz des Zoos hauptsächlich im Freien – überdachte Bereiche gibt es zwar, aber das Erlebnis leidet spürbar. Wettervorhersage checken lohnt sich.
⚠️ Besser meiden
Einige Tiergehege haben begrenzte Besucherkapazitäten und kein Zeitfensterbuchungssystem. An Spitzenwochenenden im Sommer kann die Wartezeit am Pandahaus 20 bis 30 Minuten betragen. Das sollte man bei der Zeitplanung berücksichtigen.
Wie der Zoo in einen mehrtägigen Wien-Aufenthalt passt, zeigt der Wien mit Kindern Guide mit familienfreundlicher Logistik für die ganze Stadt.
Den Zoo mit der Umgebung kombinieren
Die Schönbrunn-Gegend ist eines der lohnendsten Halb- oder Ganztagsziele Wiens. Nach dem Zoo kann man kostenlos in den Schlosspark Schönbrunn eintreten, der sich mehrere Hundert Meter bis zum Gloriette-Aussichtspunkt erstreckt. Das formale französische Parterre direkt vor dem Schloss beeindruckt schon von unten – doch der Blick von der Gloriette auf dem Hügel über dem Zoo bietet die beste Übersicht über das gesamte Anwesen.
Die Gloriette Schönbrunn ist vom Tirolerhof-Eingang aus in einem kurzen Aufstieg zu erreichen und bietet einen der schönsten Panoramablicke über das Wiener Zentrum – ohne Aufpreis oder lange Schlange. Vom Hauptzoo-Bereich dauert der Fußweg etwa 15 Minuten. Zoo und Gloriette zusammen füllen locker einen ganzen Nachmittag, ohne dass Hetze aufkommt.
Insider-Tipps
- Wenn du mit der U4 Schönbrunn ankommst, nutze den Neptun-Eingang – du landest direkt beim Regenwaldhaus und dem Aquarium und kannst die beliebtesten Innenbereiche erkunden, bevor es gegen Vormittag voll wird.
- Das Café Residenz im kaiserlichen Pavillon von 1752 im Herzen des Zoos ist das ursprüngliche Habsburger Gebäude – architektonisch das bedeutendste Café in einem Zoo weltweit. Die meisten Besucher gehen daran vorbei, ohne zu ahnen, was dieses Gebäude ist.
- Einige Tierhäuser schließen früher als der Zoo selbst. Wenn du die Nachttierwelt oder das Aquarium sehen möchtest, lass diese nicht für den Schluss – schau vorher an den Hinweistafeln beim Eingang oder auf der offiziellen Website nach den aktuellen Schließzeiten der einzelnen Bereiche.
- Der Eingang Tirolerhof (nahe dem Gloriettepark-Parkplatz) ist deutlich weniger überlaufen als der Haupteingang Hietzinger Tor. Wer mit dem Auto kommt oder von der Hügelseite anreist, spart sich an belebten Tagen erheblich Wartezeit.
- Winterbesuche – vor allem im Januar und Februar – bieten ein völlig anderes Erlebnis. Die Besucherzahlen sinken, das Gelände ist ruhiger, und Arten wie Schneeleoparden und Eisbären sind bei niedrigen Temperaturen spürbar aktiver.
Für wen ist Tiergarten Schönbrunn (Wiener Zoo) geeignet?
- Familien mit Kindern zwischen 3 und 12 Jahren, die einen strukturierten Tag im Freien suchen
- Geschichtsbegeisterte, die sich für habsburgische Kaiserkultur interessieren und dabei auch frische Luft schätzen
- Natur- und Artenschutz-Interessierte, die mehr über Zuchtprogramme für bedrohte Tierarten erfahren möchten
- Besucher, die einen Schloss-und-Garten-Tag mit einem Ganztagesausflug im 13. Bezirk verbinden
- Reisende im Winter, die eine verlässliche Attraktion mit wettergeschützten Innenbereichen suchen
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Weitere Highlights in Schönbrunn & Hietzing (13. Bezirk):
- Kaiserliche Wagenburg Wien
Im Westteil des Schlosses Schönbrunn bewahrt die Kaiserliche Wagenburg rund 170 Fahrzeuge, die einst von habsburgischen Kaisern und Kaiserinnen genutzt wurden. Von vergoldeten Krönungskutschen bis zu schlichten Kinderschlitten bietet die Sammlung einen konkreten, oft überraschenden Einblick in das Hofleben über vier Jahrhunderte österreichischer Kaisergeschichte.
- Lainzer Tiergarten
Der Lainzer Tiergarten erstreckt sich über 24,5 Quadratkilometer am westlichen Stadtrand Wiens. Hinter der historischen Steinmauer streifen Wildschweine durch uralte Eichenwälder, und die Hermesvilla taucht unvermittelt zwischen den Bäumen auf. Eintritt frei, kaum Touristen, echte Stille.
- Palmenhaus Schönbrunn
Das Palmenhaus Schönbrunn wurde 1882 für Kaiser Franz Joseph erbaut und gehört zu den größten und architektonisch beeindruckendsten Gewächshäusern Europas. Es erstreckt sich über 111 Meter im Schlosspark Schönbrunn und beherbergt tropische und subtropische Pflanzen unter knapp 5.000 Quadratmetern Glas. Egal ob du im Hochsommer oder im Winterfrost kommst – das Innere fühlt sich wie eine völlig andere Welt an.
- Schönbrunn Gloriette
Hoch oben auf dem Kamm hinter dem Schloss Schönbrunn thront die Gloriette – eine triumphbogenartige Kolonnade aus dem Jahr 1775, die das weiteste und unverstellteste Panorama über das Zentrum Wiens bietet. 76 Stufen trennen dich vom Aussichtsdeck, das sich über die gesamte Breite des Bauwerks erstreckt. Die Gloriette ist der visuelle Mittelpunkt des gesamten Schönbrunner Ensembles.