Serpentine Falls: Der beste Wasserfall-Tagesausflug ab Perth
Die Serpentine Falls sind ein gestufter Granitfall, der in ein natürliches Schwimmloch mündet – mitten in einem Nationalpark, der 1957 ausgewiesen wurde, etwa 55 km südöstlich von Perth. Schwimmer, Picknickfans und Fotografen kommen hierher, aber das Erlebnis hängt stark davon ab, wann du besuchst und wie viel Wasser fließt.
Fakten im Überblick
- Lage
- Falls Road, Serpentine, WA – ca. 55 km südöstlich des Stadtzentrums von Perth
- Anfahrt
- Nur mit dem Auto (kein öffentlicher Nahverkehr). Nimm den Kwinana Freeway südwärts, dann den Mundijong Road zum South Western Highway und weiter auf die Falls Road bis zum Parkeingang.
- Zeitbedarf
- 2–4 Stunden mit Spaziergang, Schwimmen und Picknick
- Kosten
- Es fällt eine Nationalparkgebühr an. Aktuelle Preise vor dem Besuch auf der Parks-WA-Website prüfen.
- Am besten für
- Familien, Schwimmer, Naturfotografen und alle, die einen halben Tag der Stadt entfliehen wollen
- Offizielle Website
- parks.dpaw.wa.gov.au/park/serpentine

Was die Serpentine Falls eigentlich sind
Die Serpentine Falls sind ein gestufter Wasserfall, bei dem der Serpentine River über eine Granitplatte in ein breites, flaches Becken stürzt, das von Jarrah- und Marri-Wald eingerahmt wird. Der Fall selbst ist nicht besonders hoch, aber der breite Kaskadenverlauf und die Felsformation darunter geben dem Ort seinen unverwechselbaren Charakter. Unterhalb des Sturzes weitet sich der Fluss zu einem natürlichen Schwimmloch, das an einem heißen Perther Sommertag angenehm erfrischend kühl ist.
Der Park rund um die Fälle wurde 1957 ausgewiesen und gehört damit zu den früheren Schutzgebieten Westaustraliens. Der Wald hier ist Teil des Jarrah-Waldgürtels, der sich über den Darling Scarp erstreckt, und fühlt sich spürbar anders an als das Küstenbuschland näher an der Stadt: höhere Bäume, dichtes Blätterdach und ein kühleres Mikroklima – selbst auf dem Höhepunkt des Sommers.
Der Hauptparkplatz liegt nah an den Fällen und ist über einen kurzen Schotterweg von etwa 400 Metern Hin- und Rückweg mit einer Aussichtsplattform verbunden. Diese Nähe macht den Ort für viele Besuchergruppen zugänglich – bedeutet aber auch, dass die besten Plätze an Wochenenden und in den Schulferien schnell weg sind.
⚠️ Besser meiden
Die Parktore öffnen um 8:30 Uhr und schließen um 17:00 Uhr. An Sommerwochenenden und Feiertagen kann der Park schnell seine Kapazitätsgrenze erreichen. Der Shire of Serpentine Jarrahdale empfiehlt, früh anzureisen und vor der Abfahrt aktuelle Parkmeldungen zu prüfen.
Der Weg und das Wasser
Vom Parkplatz führt ein flacher Schotterweg durch einen Jarrah-Korridor zur Aussichtsplattform, die direkt auf die Fälle blickt. Der Weg dauert in jede Richtung höchstens zehn Minuten – fast jeder, der die Fahrt auf sich nimmt, wird die Fälle also zu Gesicht bekommen. Die Plattform bietet den klarsten Blick auf die Kaskade und ist der ideale Fotospot, solange das Licht noch frisch ist.
Unterhalb der Plattform führt ein felsiger Abstieg hinunter zum Becken. Das ist kein ausgeschilderter Wanderweg, sondern informeller Zugang – grifffestes Schuhwerk ist also wichtig. Die Felsen können in Wassernähe rutschig sein, besonders wenn die Fälle stark fließen. Unten angekommen ist das Becken überraschend breit, und das Rauschen der Fälle klingt deutlich lauter als von oben.
Schwimmen ist für die meisten Besucher die Hauptaktivität. Das Wasser ist sauber und kalt, gespeist vom Einzugsgebiet des Serpentine River flussaufwärts. An einem 35-Grad-Tag in Perth ist genau dieses kalte Wasser der Grund, warum sich der Ausflug lohnt. Allerdings hängen die Schwimmverhältnisse vollständig vom Wasserstand ab: Nach einem trockenen Winter können die Fälle auf ein Rinnsal zusammenschrumpfen und das Becken wird flach und wenig einladend. Aktuelle Bedingungen immer vor einem geplanten Schwimmausflug prüfen.
💡 Lokaler Tipp
Wasserschuhe oder alte Turnschuhe mitbringen, wenn du schwimmen willst. Die Granitplatte ist schön, aber rau unter den Füßen, und der Weg zum Becken führt über unebenes Gestein. Sandalen bieten zu wenig Halt.
Tickets & Führungen
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The Bell Tower chiming experience
Ab 11 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungPinnacles and Swan Valley Full-day Guided Tour
Ab 201 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungPerth and Fremantle Guided Tour and Swan River Cruise
Ab 110 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungPerth and Fremantle Tour in German with Hotel Pickup
Ab 84 €Sofortige BestätigungKostenlose Stornierung
Wie sich das Erlebnis je nach Tageszeit verändert
Wer früh morgens zwischen 8:30 und 9:30 Uhr kommt, hat die Fälle fast für sich allein. Das Licht fällt zu dieser Stunde weich durch das Jarrah-Blätterdach, die Luft trägt einen scharfen Eukalyptusduft, und das Rauschen des Wassers ist ungestört von Menschengemurmel. Fotografen, die mit Stativ und langer Belichtungszeit arbeiten, finden hier ideale Bedingungen für seidig fließendes Wasser.
Gegen 11 Uhr an einem Sommerwochenende kann der Park bereits voll sein, und das Becken ist von Familien bevölkert. Die Stimmung kippt: Kinder auf den Felsen, Handtücher auf jeder ebenen Fläche, Sonnencreme-Geruch vermischt mit Eukalyptus. Es wird eine lebhafte, gesellige Angelegenheit statt eines ruhigen Naturerlebnisses. Keine der beiden Varianten ist falsch – sie sind aber sehr unterschiedliche Erfahrungen.
Werktägliche Besuche im Frühling oder frühen Herbst treffen einen guten Mittelweg: noch genug Wasser von den Winterregen, Temperaturen warm genug zum Schwimmen und wenig Betrieb, sodass man sich ein ruhiges Flussuferplätzchen sichern kann. Wer flexibel ist: Ein Dienstag oder Mittwochmorgen im Oktober ist nahezu optimal.
Saisonales Timing: Wann sich die Fahrt wirklich lohnt
Perths mediterranes Klima bedeutet, dass Regen fast ausschließlich zwischen Mai und September fällt. Im Winter und Frühling sind die Fälle am beeindruckendsten – der Fluss führt viel Wasser, und die Kaskade ist breit und kraftvoll. Ab Dezember nimmt der Wasserstand deutlich ab, und im Spätsommer können die Fälle auf ein bloßes Sickern über den Granit reduziert sein.
Oktober und November bieten meist die beste Kombination: Das Wasser fließt noch von den Winterregen, die Temperaturen laden zum Schwimmen ein, und der Jarrah-Wald zeigt sich grün statt trocken und gestresst. Im Frühling blühen auf den Hügeln rund um den Park auch Wildblumen, was die Fahrt durch den Darling Scarp zusätzlich bereichert.
Wer im Hochsommer speziell wegen des Schwimmlochs kommt, sollte vor der Fahrt aktuelle Wasserstandsberichte auf der Parks-WA-Website oder in deren Social-Media-Kanälen checken. Mehr Kontext zum saisonalen Timing in der Region bietet der Perth-Reisezeitenguide, der erklärt, wie Perths Regenmuster Outdoor-Attraktionen das ganze Jahr über beeinflusst.
Picknickbereich und Einrichtungen
Im Park gibt es Picknicktische und Grills in der Nähe des Parkplatzes – ideal für einen Halbtagsausflug mit Mittagessen. Die Einrichtungen werden von der Parkverwaltung gepflegt, und an vollen Wochenenden sind die Grillstationen stark frequentiert. Wer früh ankommt, sichert sich einen Platz; wer an einem Feiertag nach Mittag eintrifft, muss möglicherweise warten.
Am Parkplatz gibt es Toiletten. Im Park selbst gibt es keinen Imbiss oder Getränkeverkauf – also alles Nötige mitbringen. Wasser sollte unabhängig von der Jahreszeit dabei sein: Der Weg ist kurz, aber der Parkplatzbereich liegt in der prallen Sonne, und die Fahrt bis zum nächsten Ort dauert eine Weile.
Der Shire gibt an, dass Parkmöglichkeiten vorhanden sind, bestätigt aber keinen barrierefreien Zugang zu den Fällen oder dem Becken. Der 400 m lange Schotterweg zur Aussichtsplattform ist relativ flach – wer auf Barrierefreiheit angewiesen ist, sollte die aktuellen Bedingungen vor dem Besuch direkt bei Parks WA erfragen.
Anreise und die Fahrt dorthin
Zu den Serpentine Falls gibt es keine öffentliche Verkehrsanbindung. Ein Auto ist die einzige praktikable Möglichkeit, den Park zu erreichen. Vom Stadtzentrum Perths dauert die Fahrt je nach Verkehr etwa 50 bis 60 Minuten: den Kwinana Freeway südwärts, dann über den Mundijong Road zum South Western Highway, weiter südlich auf die Falls Road und östlich bis zum Parkeingang. Der letzte Abschnitt der Falls Road ist asphaltiert und problemlos; ein Allradfahrzeug ist nicht nötig.
Die Fahrt südlich von Perth durch den Darling Scarp ist an sich schon schön, besonders im Frühling. Die Landschaft unterscheidet sich deutlich von der flachen Küstenebene – der Scarp steigt schnell von der Swan Coastal Plain an. Wer einen größeren Tagesausflug plant, findet rund um den John-Forrest-Nationalpark im Norden weitere Wanderwege durch ähnlichen Jarrah-Marri-Wald – er wird bei längeren Perth-Tagesausflügen oft mit einem Serpentine-Besuch kombiniert.
ℹ️ Gut zu wissen
Am Eingang fällt eine Nationalparkgebühr an. Parks WA bietet einen Ferienpass und einen Jahrespass an, die sich lohnen können, wenn du mehrere Nationalparks besuchst. Aktuelle Preise vorab auf parks.dpaw.wa.gov.au prüfen, da Gebühren sich ändern können.
Fotografieren an den Serpentine Falls
Die Fälle kommen bei diffusem Licht am besten zur Geltung: an einem bewölkten Morgen im Winter oder Frühling oder in der ersten Stunde nach der Parköffnung im Sommer. Direktes Mittagslicht bleicht den Granit weiß aus und erzeugt harten Kontrast zwischen hellem Fels und schattigem Wasser. Ein Polarisationsfilter reduziert Reflexionen auf der Beckenoberfläche und bringt die oliv- und bernsteinfarbenen Töne des Granits besser zur Geltung.
Für Langzeitbelichtungen bietet die Aussichtsplattform eine stabile Position oberhalb der Kaskade. Auch der umliegende Wald lädt zu Weitwinkelkompositionen ein: das Jarrah-Blätterdach, die strukturierte Rinde und das gelegentliche Westgraue Känguru in Lichtungen beim Parkplatz geben dem Bild zusätzlichen Charakter.
Für wen dieser Ausflug nichts ist
Wer kein Auto hat, kommt ohne eine gebuchte Tour nicht zu den Serpentine Falls. Wer ausschließlich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, findet in Perth andere Naturoptionen, die näher an der Stadt liegen:Bold Park und der Kings Park Botanischer Garten sind beide mit Transperth erreichbar und bieten echtes Buschland-Erlebnis ohne Auto.
Wer im Spätsommer (Februar bis März) speziell wegen eines beeindruckenden Wasserfalls kommt, könnte enttäuscht sein. In trockenen Jahren kann der Wasserstand sehr niedrig sein und das Becken erheblich schrumpfen. Die Landschaft bleibt schön, aber die Hauptattraktion verliert an Wirkung.
Wer ausgedehnte Wanderungen statt eines kurzen Spaziergangs und eines Bades sucht, sollte wissen, dass der Serpentine-Nationalpark im Vergleich zu den Perth Hills insgesamt nur begrenzte Wanderwege bietet. Der Perth-Wanderguide stellt längere Routen in der Region vor – darunter Wanderwege im Darling Range, die deutlich mehr zu bieten haben als die Runde um die Fälle.
Insider-Tipps
- An Sommerwochenenden am besten direkt zur Öffnungszeit um 8:30 Uhr ankommen. Der Park kann an vollen Tagen schnell seine Kapazitätsgrenze erreichen.
- Vor der Fahrt unbedingt die Parks-WA-Website nach aktuellen Feuerwetterwarnungen und Parkmeldungen checken. Bei hoher Brandgefahr können Parks in dieser Region kurzfristig geschlossen werden.
- Die Felsen direkt unterhalb der Fälle sind durch ständige Gischt mit Algen überzogen und extrem rutschig. Nähere dich dem Wasser langsam und prüfe jeden Schritt, bevor du dein volles Gewicht draufsetzt.
- Bargeld mitbringen oder die Zahlungsmethode vor der Anreise klären. Die Zahlungsmodalitäten an Nationalpark-Eingängen können variieren – mit Bargeld bist du auf der sicheren Seite.
- Wenn das Schwimmbecken voll ist, einfach ein Stück flussabwärts am Ufer entlanggehen. Das Wasser fließt durch schattige Abschnitte mit flachen Felsen zum Sitzen, die oft völlig menschenleer sind – auch wenn das Hauptbecken brechend voll ist.
Für wen ist Serpentine Falls geeignet?
- Familien mit kleinen Kindern, die einen entspannten Naturausflug mit Schwimmen und Picknick suchen
- Perth-Einheimische, die im Frühling oder Frühsommer für einen halben Tag dem Küstentrubel entkommen wollen
- Naturfotografen, die Jarrah-Wald und fließendes Wasser im weichen Morgenlicht einfangen möchten
- Reisende, die auf ihrem Perth-Programm mindestens ein Nationalpark-Erlebnis wollen, ohne einen ganzen Tag einzuplanen
- Paare, die eine ruhige Outdoor-Alternative zu den Stadtstrände suchen
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Kombiniere deinen Besuch mit:
- AQWA – The Aquarium of Western Australia
Das AQWA am Hillarys Boat Harbour ist das größte Aquarium Westaustraliens – gebaut um einen 98 Meter langen Unterwassertunnel, der fünf verschiedene Meeresregionen der westaustralischen Küste nachbildet. Es zieht Familien, Meeresbegeisterte und Reisende an, die die marine Artenvielfalt einer der reichhaltigsten Küsten der Südhalbkugel kennenlernen möchten.
- Bold Park
Bold Park ist ein 437 Hektar großes Naturreservat der Klasse A auf dem Land der Whadjuk Noongar und schützt eines der letzten intakten Küstenheideflächen nahe der Innenstadt von Perth. Der Eintritt ist kostenlos, täglich geöffnet, mit Wanderwegen, einem Aussichtspunkt auf einem Hügel und einer der reichsten Wildblumenlandschaften im Großraum Perth.
- City Beach
City Beach ist ein gepflegter Küstenabschnitt am Indischen Ozean, etwa 12 Kilometer vom Stadtzentrum Perths entfernt. Mit überwachtem Schwimmbetrieb, guter Infrastruktur und echtem Wellengang zieht er eine breite Besucherschicht an – ohne den kommerziellen Lärm manch anderer Strandstreifen.
- Crown Perth
Crown Perth ist der größte integrierte Entertainment-Komplex Westaustraliens, direkt am Südufer des Swan River in Burswood. Von einem 24-Stunden-Casino und drei Hotels bis hin zu Dutzenden Restaurants, Bars und Veranstaltungsorten – das Gelände ist riesig und lohnt ein bisschen Planung im Voraus.
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