Paradise Bay, Malta: Was der Strand im Nordwesten der Insel wirklich zu bieten hat
Paradise Bay ist eine kleine, geschützte Bucht an der nordwestlichen Spitze Maltas bei Cirkewwa – mit klarem Wasser, einer Mischung aus Sand und Fels und freiem Blick auf Comino und Gozo. Der öffentliche Zugang ist kostenlos; ein privates Lido verleiht Sonnenliegen und Kajaks für alle, die mehr Komfort möchten.
Fakten im Überblick
- Lage
- Cirkewwa, Mellieħa, Malta (MLH 9068) – an der nordwestlichen Spitze der Insel
- Anfahrt
- Buslinien zum Fährterminal Cirkewwa halten in der Nähe der Bucht; aktuelle Liniennummern bei Malta Public Transport prüfen
- Zeitbedarf
- 2–4 Stunden für einen Strandbesuch; ganzer Tag, wenn du einen Comino-Bootsausflug kombinierst
- Kosten
- Öffentlicher Strandteil kostenlos; Sonnenliegen- und Kajakverleih gegen Aufpreis (Preise saisonal – vor Ort erfragen)
- Am besten für
- Familien, Schwimmer, die ruhiges Wasser schätzen, Paare sowie Reisende, die zur Gozo-Fähre wollen
- Offizielle Website
- thebeachmalta.com

Wie die Paradise Bay wirklich aussieht
Die Paradise Bay (auf Maltesisch Il-Bajja tal-Għadira tal-Paradis) ist eine kompakte, hufeisenförmige Bucht, die sich in die Kalksteinfelsen an der äußersten nordwestlichen Ecke Maltas schmiegt. Der Strand besteht aus einer Mischung aus grobem Sand und flachen Felsplatten – typisch für diese Küste – und ist so kurz, dass er sich an Sommerwochenenden schnell füllt. Was die Leute immer wieder herzieht, ist das Wasser: flach am Ufer, wird es langsam tiefer und wechselt von einem hellen Türkis an den Rändern zu einem satten Kobaltblau weiter draußen.
Im Hintergrund zeichnen sich die Silhouetten von Comino und Gozo ab, unverbaut über den Kanal hinweg. An einem klaren Morgen wirkt Comino zum Greifen nah. Diese geografische Lage – direkt an der Einfahrt zum Kanal zwischen Malta und Gozo – ist eines der bestimmenden Merkmale der Paradise Bay und hebt sie von den Stränden weiter südlich auf der Insel ab.
💡 Lokaler Tipp
Die Bucht zeigt nach Nordwesten – das Nachmittagslicht ist ideal zum Schwimmen und Fotografieren. Am späten Nachmittag fällt die tiefstehende Sonne flach auf das Wasser und taucht die ganze Bucht in goldenes Licht.
Wie sich die Bucht im Tagesverlauf verändert
Frühe Morgenstunden an der Paradise Bay unterscheiden sich deutlich vom Mittagstrubel. Vor 9 Uhr ist es in der Hochsaison noch ruhig: Ein paar Einheimische ziehen ihre Bahnen im Kanal, der schwache Dieselgeruch der Gozo-Fähre weht vom nahen Hafen Cirkewwa herüber, und man hört das Wasser gegen die Felsen – keine Gespräche, keine Musik. Der Lido hat noch nicht geöffnet, du hast den öffentlichen Strand für dich.
Ab dem späten Vormittag im Juli und August kommen Familien mit Kleinkindern und Klappstühlen, und die Liegebereiche füllen sich stetig. Das seichte Wasser direkt am Ufer macht die Bucht besonders beliebt bei Eltern mit Kindern, die noch nicht sicher schwimmen. Unter der Woche ist deutlich weniger los als am Wochenende. Wer die Bucht in der Hochsaison fast für sich haben möchte, kommt am besten vor 9 Uhr oder nach 17 Uhr.
In der Vor- und Nachsaison (Ende April bis Juni sowie September bis Oktober) verändert sich die Stimmung komplett. Die Temperaturen liegen dann zwischen 20 und 28 °C, das Wasser ist angenehm warm zum Schwimmen, und die Bucht wird nie überfüllt. Das ist ehrlich gesagt die beste Reisezeit – wenn der Kalender es zulässt.
Tickets & Führungen
Ausgewählte Angebote unseres Buchungspartners. Die Preise sind Richtwerte; Verfügbarkeit und endgültiger Preis werden bei der Buchung bestätigt.
City Sightseeing hop-on hop-off bus tour of Gozo
Ab 20 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungThe Malta Experience Audio-Visual Show and La Sacra Infermeria Tour
Ab 20 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungLuggage Storage in Malta
Ab 6 €Sofortige BestätigungKostenlose Stornierung6-day heritage and attractions pass in Malta
Ab 80 €Sofortige BestätigungKostenlose Stornierung
Lido und öffentlicher Strand: Was kostenlos ist und was nicht
Der öffentliche Strand der Paradise Bay ist kostenlos und das ganze Jahr rund um die Uhr zugänglich. Kein Eintritt, keine Tickets, keine reservierten Wasserbereiche. Geld kostet der Lido „The Beach at Paradise Bay”, der Sonnenterrassen direkt in den Fels neben der Bucht gebaut hat. Dort gibt es Sonnenliegen zu mieten, Duschen, Umkleiden, Wickelmöglichkeiten sowie ein Restaurant und eine Bar mit Blick aufs Wasser.
Über den Lido lassen sich auch Kajaks mieten – Vorkenntnisse sind keine nötig. Aufs Wasser hinauszupaddeln gibt einem eine ganz andere Perspektive auf die Bucht und bringt einen nah an die Kalksteinfelsen, die die Bucht flankieren. Preise für Liegen und Kajaks sind saisonal und werden vom Betreiber festgelegt – aktuelle Tarife am besten vor Ort oder auf thebeachmalta.com erfragen.
ℹ️ Gut zu wissen
Das benachbarte Paradise Bay Resort Hotel, erstmals 1974 erbaut und im Laufe der Jahrzehnte mehrfach renoviert – zuletzt 2018 mit einer Lobby-Sanierung für 800.000 Euro – hat eigene Einrichtungen, ist aber vom öffentlichen Strand und dem Lido getrennt.
Anreise: Der Knotenpunkt Cirkewwa
Die Paradise Bay liegt etwa 6 Kilometer vom Dorf Mellieħa entfernt und ist von Malta International Airport je nach Verkehrslage in rund 40 Fahrminuten zu erreichen. Die nächste öffentliche Bushaltestelle befindet sich in Cirkewwa, dem Fährterminal nach Gozo. Malta Public Transport verbindet Cirkewwa mit Valletta und anderen wichtigen Punkten der Insel; aktuelle Liniennummern gibt es in der Malta-Public-Transport-App oder auf der Website – die Routen ändern sich saisonal. Für einen umfassenden Überblick über die Fortbewegung auf der Insel findest du alle praktischen Optionen – Bus, Taxi und Mietwagen – im Ratgeber zur Fortbewegung auf Malta.
Parkplätze gibt es in der Nähe der Bucht und des Fährterminals, allerdings sind sie an Sommerwochenenden morgens schnell belegt. Wer mit dem Auto kommt, sollte im Juli und August vor 10 Uhr da sein, um ohne langes Suchen einen Platz zu finden. Bolt und Uber sind in Malta aktiv und eine sinnvolle Alternative, wenn du kein Auto mietest.
Weil die Paradise Bay direkt am Fährterminal Cirkewwa liegt, lässt sie sich gut mit einem Tagesausflug nach Gozo oder einem Bootsausflug zur Blue Lagoon auf Comino kombinieren. Mehrere Anbieter starten morgens von Cirkewwa aus, sodass sich ein Vormittag auf dem Wasser und ein Nachmittag an der Bucht gut verbinden lassen.
Schwimmbedingungen: Was du vor dem Einstieg wissen solltest
Das Wasser an der Paradise Bay ist in der Regel ruhig – die Felsarme der Bucht schützen vor dem vorherrschenden Sommerwind. Der Grund ist eine Mischung aus Sand und glattem Fels; Wasserschuhe sind sinnvoll, besonders an den Felseinstiegen auf der linken Seite des Strandes. Der Sandbereich in der Mitte der Bucht ist für den Einstieg barfuß leichter, besonders mit Kindern.
Die Wassertemperatur folgt dem üblichen Mittelmeerrhythmus: kalt von Februar bis April (rund 16–17 °C), wärmer werdend im Mai und Juni, Höchstwerte von 26–28 °C im August und September, dann langsam abkühlend im Herbst. September und Anfang Oktober bieten oft die beste Kombination aus warmem Wasser und weniger Besuchern.
⚠️ Besser meiden
Im Kanal zwischen Malta und Gozo herrscht Fährverkehr. Schwimm nur in den durch Bojen markierten Schwimmbereichen, und halte Kajaks und Tretboote von der Fährspur frei. Wind aus Norden kann im Kanal für höhere Wellen sorgen und den äußeren Bereich aufrauen – auch wenn es in der inneren Bucht noch ruhig ist.
Fotografieren und der Blick auf Comino
Der freie Blick über den Kanal ist das fotografische Markenzeichen der Paradise Bay. Comino und Gozo sind immer im Bild, wenn du nach Nordwesten schaust, und an klaren Tagen bringt die Gozo-Fähre auf dem Kanal Tiefe und Bewegung ins Motiv. Das beste Licht für diese Aufnahme gibt es in den zwei Stunden vor Sonnenuntergang, wenn die Klippen warmes Farblicht auffangen und das Wasser den Himmel spiegelt.
Wer auch die weiteren Panoramaperspektiven Nordmaltas erkunden möchte: Der Roter Turm auf dem Marfa Ridge, eine kurze Fahrt südlich der Paradise Bay, bietet erhöhte Ausblicke zurück über die Bucht, Comino und den Gozo-Kanal – eine Perspektive, die kein Strandstandpunkt erreicht.
Barrierefreiheit und wann vielleicht ein anderer Strand besser passt
Der Lido an der Paradise Bay verfügt über Duschen, Toiletten und Wickelmöglichkeiten und zählt damit zu den familienfreundlicheren Stränden im Norden Maltas. Die Sonnenterrassen erreicht man über in den Fels gehauene Stufen, und der Strand selbst erfordert einen kurzen Abstieg vom Parkplatzniveau. Besucher mit eingeschränkter Mobilität sollten vor dem Besuch direkt beim Lido unter thebeachmalta.com nachfragen, welche Zugangsmöglichkeiten aktuell bestehen – das kann sich je nach Saison ändern.
Wer einen breiten, flachen Sandstrand mit umfangreichem Angebot sucht, wird die Paradise Bay kleiner und felsiger als erwartet erleben. Für längere Sandstreifen mit mehr Platz ist die Mellieħa Bay – der größte Sandstrand der Hauptinsel – nur ein paar Kilometer weiter südlich eine gute Wahl. Wer dagegen einsames, malerisches Schwimmen ohne große Infrastruktur sucht, findet in der Armier Bay auf der gleichen Marfa-Halbinsel eine ganz andere Atmosphäre.
Die Paradise Bay ist nicht die richtige Wahl für alle, die Nachtleben, eine breite Gastronomieauswahl oder die Nähe zu Valletta suchen. Sie ist in erster Linie ein Strandziel und liegt deutlich abseits des touristischen Hauptwegs. Wer Malta umfassender erkunden möchte, sollte bedenken: Die Bucht lässt sich gut mit einem Tagesausflug nach Gozo oder Comino verbinden – und das macht die Fahrt in diesen abgelegenen Winkel der Insel erst richtig lohnenswert.
Insider-Tipps
- Die Fähre nach Gozo legt im Hafen Cirkewwa ab – weniger als fünf Gehminuten von der Paradise Bay entfernt. Wer die Bucht besuchen und trotzdem die Morgenüberfahrt nach Gozo erwischen möchte, nimmt am besten den ersten Bus oder fährt früh mit dem Auto und schwimmt noch vor dem Einsteigen.
- Die Felsplattformen auf der linken Seite der Bucht (mit Blick aufs Wasser) sind bei einheimischen Schwimmern der bevorzugte Einstieg. Die flachen Vorsprünge machen es einfach, ins Wasser zu gleiten, ohne durch Sand waten zu müssen – und das Wasser wird dort schneller tiefer.
- Bring eigenen Schatten mit, wenn du keine Sonnenliegen mietest. Der öffentliche Strandbereich bietet im Sommer tagsüber keinerlei natürlichen Schatten durch Bäume oder Felsen – die Lido-Liegen sind die einzige Alternative.
- Das Restaurant im Lido hat eine Terrasse mit Blick auf den Kanal. Selbst wenn du keine Sonnenliegen buchst: Ein Getränk auf der Terrasse am späten Nachmittag gehört zu den schöneren Aussichten auf die Comino-Überfahrt.
- Außerhalb der Lido-Öffnungszeiten – früh morgens oder abends – gehört dir der Strand ganz allein. Abendswimmen im August, wenn es noch über 25 °C warm ist und der Fährverkehr nachlässt, zählt zu den stilleren Genüssen, die Malta zu bieten hat.
Für wen ist Paradise Bay geeignet?
- Familien mit Kleinkindern, die seichtes, ruhiges Wasser direkt am Ufer brauchen
- Reisende, die einen Strandstop mit der Gozo- oder Comino-Fähre ab Cirkewwa kombinieren möchten
- Paare, die einen malerischen Nachmittagsschwimm mit Blick auf den Inselkanal suchen
- Besucher im Norden Maltas, die einen Strand näher an Mellieħa wollen als die größeren Touristenstrände
- Fotografen, die sich für den Kanal-Blick auf Comino und Gozo zur goldenen Stunde interessieren
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Weitere Highlights in Mellieħa:
- Armier Bay
Die Armier Bay liegt an der Nordspitze Maltas und teilt sich in einen breiten, familienfreundlichen Strand und eine kleinere, felsige Bucht auf, die sich ideal zum Schnorcheln eignet. Das Wasser ist klar, das Tempo gemächlich, und der Blick reicht bis nach Comino und Gozo. Wer mehr sucht als die üblichen Touristenstrände der Insel, wird hier belohnt.
- Heiligtum Unserer Lieben Frau von Mellieħa
Das Heiligtum Unserer Lieben Frau von Mellieħa ist Maltas ältestes Marienheiligtum – errichtet rund um eine natürliche Höhle, in der ein byzantinisches Fresko der Jungfrau Maria seit Jahrhunderten Pilger anzieht. Der Eintritt ist frei, die Geschichte reicht fast zweitausend Jahre zurück, und die Lage über der Mellieħa-Bucht begeistert mit spiritueller Atmosphäre und architektonischer Schönheit.
- Golden Bay
Golden Bay gilt weithin als Maltas schönster Sandstrand und liegt an der Nordwestküste nahe Mellieħa. Mit Blaue-Flagge-Wasserqualität, Bademeistern im Sommer und einer beeindruckenden Steilküssenkulisse zu Recht — allerdings füllt er sich an Sommerwochenenden schnell.
- Imgiebah Bay
Eingebettet in Maltas nordöstliche Küstenlinie nahe Selmun liegt die Imgiebah Bay – eine kleine Sandbucht, eingerahmt von senkrechten Kalksteinfelsen. Keine Infrastruktur, keine Busverbindung, keine bequeme Zufahrt – genau deshalb bleibt sie ruhig, während jeder andere Strand in Mellieħa überfüllt ist.