Mellieħa Bay (Għadira): Maltas größter Sandstrand
Die Mellieħa Bay, auch als Għadira Bay bekannt, erstreckt sich über mehr als einen Kilometer entlang der nordwestlichen Küste Maltas und gilt als schönster Sandstrand der Insel. Flaches, ruhiges Wasser und das Blaue-Flagge-Zertifikat machen sie zum idealen Ziel für Familien. Direkt daneben verleiht das Naturschutzgebiet Għadira einem Strandausflug eine überraschend interessante ökologische Dimension.
Fakten im Überblick
- Lage
- Mellieħa Bay, Mellieħa, Malta
- Anfahrt
- Buslinien 41, 42, 221, 222, 225 und 320 fahren die Bucht an; Linien 221 und 222 aus dem Raum Bugibba/Sliema
- Zeitbedarf
- 2–5 Stunden je nach Tempo; im Sommer ist ein ganzer Tag sehr angenehm
- Kosten
- Freier Eintritt (öffentlicher Strand); Liegen und Sonnenschirme zum Marktpreis erhältlich
- Am besten für
- Familien mit Kleinkindern, Strandschwimmer, Naturliebhaber, Malta-Erstbesucher

Was dich an der Mellieħa Bay erwartet
Die Mellieħa Bay – auf Maltesisch offiziell Il-Bajja tal-Mellieħa, auch als Għadira Bay bekannt – ist der größte Sandstrand Maltas. Er erstreckt sich über mehr als einen Kilometer entlang der Hauptküstenstraße Triq Il-Marfa, eingerahmt im Osten vom Hügelstädtchen Mellieħa und im Westen vom offenen Meer. Der Sand ist für maltesische Verhältnisse hell und relativ fein, und die Bucht ist gut genug geschützt, dass das Wasser die meiste Zeit des Jahres ruhig bleibt.
Was Għadira von fast allen anderen Stränden der Insel unterscheidet, ist das Tiefenprofil. Der Meeresgrund fällt so sanft ab, dass man fünfzig Meter weit waten kann und noch immer auf Brusthöhe steht. Für Erwachsene mit Kleinkindern ändert das alles. Für geübte Schwimmer wird das Wasser weiter draußen tiefer und bleibt in den Sommermonaten wirklich klar – die Sicht belohnt sogar einfaches Schnorcheln an den Felsbereichen an beiden Enden der Bucht.
💡 Lokaler Tipp
Im Juli und August solltest du vor 9:30 Uhr da sein, wenn du dir einen freien Strandabschnitt sichern willst. Bis zum späten Vormittag ist der Strand dicht mit Liegen mehrerer Anbieter belegt, und an Wochenenden wird es wirklich schwierig, noch ein freies Plätzchen für das eigene Handtuch zu finden.
Der Strand im Tagesverlauf
Die Mellieħa Bay am frühen Morgen hat eine völlig andere Atmosphäre als der Mittagstrubel. Vor 8 Uhr ist es still genug, um das Wasser zu hören. Lokale Jogger und Hundebesitzer ziehen am Straßenrand vorbei, ein paar Frühschwimmer gleiten durch das seichte Wasser, und das Licht liegt tief und golden über den Kalksteinhügeln im Süden. Das ist wohl die beste Zeit, um die Geografie der Bucht in Ruhe auf sich wirken zu lassen: die Kurve des Ufers, das flache Glitzern des Wassers und die Silhouette der Mellieħa-Kirche auf dem Kamm darüber.
Von etwa 10 Uhr bis 17 Uhr in der Hochsaison (Juni bis September) läuft der Strand auf vollen Touren. Liegenreihen konkurrierender Konzessionäre nehmen den größten Teil des Mittelabschnitts ein. Eisverkäufer, ein paar Kioske und eine Handvoll Wassersportanbieter mit Tretbooten und aufblasbaren Fahrten verleihen dem mittleren Strandbereich ein lebhaftes, leicht chaotisches Flair. Wer das mag, findet hier wirklich praktische Einrichtungen. Wer das nicht mag, hält sich ans nördliche Ende der Bucht, wo sich der Strand etwas verbreitert und die kommerzielle Dichte abnimmt.
Der späte Nachmittag – grob ab 16 Uhr – ist unterschätzt. Die ernsthaften Sonnenanbeter brechen auf, das Licht wird wärmer, und die Wassertemperatur erreicht nach einem ganzen Tag Sonne ihren Höchststand. Schwimmer, die keine Lust auf Gedränge haben, kommen oft gezielt zu dieser Stunde. Der Sonnenuntergang vom Strand aus ist nicht der dramatischste auf Malta, da der Blick nach Westen teilweise verdeckt ist – aber die Himmelsfarben über dem Wasser zwischen 19 und 20 Uhr im Sommer sind es wert, darauf zu warten.
Tickets & Führungen
Ausgewählte Angebote unseres Buchungspartners. Die Preise sind Richtwerte; Verfügbarkeit und endgültiger Preis werden bei der Buchung bestätigt.
Round-trip transportation service to Mellieha's beaches
Ab 12 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungHalf-day quad bike tour in Mellieha with pickup
Ab 85 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungCity Sightseeing hop-on hop-off bus tour of Gozo
Ab 20 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungThe Malta Experience Audio-Visual Show and La Sacra Infermeria Tour
Ab 20 €Sofortige BestätigungKostenlose Stornierung
Das Naturschutzgebiet Għadira: Der übersehene Nachbar
Entlang des nördlichen Strandrandes erstreckt sich das Naturschutzgebiet Għadira, ein 112 Hektar großes Feuchtgebiet, an dem die meisten Besucher vorbeigehen, ohne zu wissen, was es ist. Seit 1988 als Ramsar-Schutzgebiet ausgewiesen, ist Għadira Maltas einziges Küstenfeuchtgebiet und einer der wichtigsten Rastplätze für Zugvögel im zentralen Mittelmeer. Über 200 Vogelarten wurden hier nachgewiesen. Der Lebensraum wirkt von der Straße aus bescheiden, umfasst aber Schilfflächen, offenes Wasser und Buschland, die eine erstaunliche Artenvielfalt beherbergen – angesichts der ansonsten kargen Landschaft Maltas.
Der Eintritt ins Schutzgebiet ist kostenlos. BirdLife Malta führt von November bis Mai geführte Touren durch – das ist die aktive Migrationszeit. Im Sommer ist das Schutzgebiet für Vögel ruhiger, aber dennoch zugänglich und einen kurzen Spaziergang wert. Die Kombination aus Strand und Naturschutzgebiet macht die Mellieħa Bay zu einem der ökologisch interessanteren Strandtage, die man auf Malta verbringen kann – vorausgesetzt, man beschäftigt sich mit beiden Seiten der Straße.
Mellieħa selbst, das Städtchen hoch oben über der Bucht, ist eine Stunde deiner Zeit wert – vor oder nach dem Strand. Die Kirche von Mellieħa steht auf dem Hügel und ist eine der markantesten Wallfahrtsstätten Maltas. Vom Kamm aus hat man einen vollständigen Überblick über die Bucht, der die Größe des Strandes erst richtig greifbar macht.
Anreise und Fortbewegung
Buslinie 250 endet am Kreisverkehr direkt neben dem Strand – das macht ihn zu einem der am bequemsten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbaren Strände Maltas. Von Valletta aus nimmt man am häufigsten die Linien 32 oder 35 Richtung Mellieħa und steigt dort um, oder man nutzt den Expressbus X1. Von Sliema oder St. Julian's ist Linie 222 die Standardverbindung. Von Bugibba und Qawra aus fahren sowohl Linie 221 als auch 222 in die Gegend.
Mit dem Auto ist der Strand von der Hauptküstenstraße ausgeschildert, und entlang der Triq Il-Marfa gibt es Parkplätze. An Sonntagen und Feiertagen im Sommer füllen sich die Straßenrandparkplätze schnell. Wer vor 9 Uhr oder nach 16:30 Uhr ankommt, umgeht das Schlimmste. Parkhäuser gibt es an der Bucht nicht.
ℹ️ Gut zu wissen
Der Strand ist kostenlos und rund um die Uhr als öffentlicher Raum zugänglich. Das Blaue-Flagge-Zertifikat wird jährlich auf Basis von Wasserqualität, Sicherheit, Umweltmanagement und Einrichtungen vergeben. Die Mellieħa Bay hält diesen Status seit Jahren kontinuierlich.
Wer mehrere Tage im Norden Maltas verbringt, findet in Mellieħa eine praktische Basis. Für einen umfassenderen Überblick über die Strände der Region und wie sie sich vergleichen, bietet der Reiseführer zu den schönsten Stränden Maltas einen nützlichen Überblick darüber, was jede Bucht der ganzen Insel zu bieten hat.
Wasserqualität, Barrierefreiheit und praktische Infos
Das Blaue-Flagge-Zertifikat der Mellieħa Bay ist kein bloßes Marketinginstrument. Wasserproben während der Badesaison zeigen durchgängig niedrige Bakterienwerte, und die Strandinfrastruktur umfasst klar markierte Badezonen, Sicherheitsbojen und Rettungsschwimmer während der Stoßzeiten. Der Meeresgrund ist im Hauptschwimmbereich durchgehend sandig, ohne nennenswerte Felsen – Badeschuhe sind daher in der Regel nicht nötig.
Barrierefreiheit ist eine der echten Stärken dieses Strandes. Der flache Sand und der straßenebene Zugang machen ihn für Besucher mit eingeschränkter Mobilität gut nutzbar. Das sehr flache Wasser ermöglicht es auch weniger sicheren Schwimmern, im Wasser zu waten, ohne in zu tiefes Wasser zu geraten. Kinderwagen und Rollstühle lassen sich auf den festeren Sandabschnitten nahe der Wasserlinie schieben. Grillen ist am gesamten Strand nicht erlaubt.
In der Saison stehen Liegen- und Sonnenschirmverleih, öffentliche Toiletten, Umkleidekabinen und ein paar Imbissstände zur Verfügung. Wassersportverleih – konkret Tretboote und aufblasbare Fahrten – läuft von der Mitte des Strandes aus von etwa Juni bis Oktober. Außerhalb der Hochsaison schließen die meisten kommerziellen Einrichtungen, aber der Strand selbst bleibt offen und ist ab September, wenn die Massen nachlassen, absolut angenehm.
⚠️ Besser meiden
Die Mellieħa Bay ist zum offenen Meer im Nordwesten hin ausgerichtet. An Tagen, an denen der Gregale (Nordostwind) oder der Tramontane (Nordwind) weht, können Wellenhöhe und Wasserströmung spürbar zunehmen. Auch im Sommer lohnt es sich, die Bedingungen zu prüfen, bevor man an windigen Tagen mit sehr kleinen Kindern ins Wasser geht.
Ehrliche Einschätzung: Für wen dieser Strand passt – und für wen nicht
Die Mellieħa Bay ist der richtige Strand für Familien mit Kleinkindern, für Besucher, die unkomplizierte Einrichtungen ohne großen Planungsaufwand wollen, und für alle, die nach Malta für warmes, flaches Badewasser gekommen sind. In all diesen Punkten liefert sie zuverlässig.
Wer dramatische Küstenlandschaft, Einsamkeit oder Schnorcheln über Felsformationen sucht, ist hier falsch. Dafür bietet Għajn Tuffieħa Bay im Süden Klippenabstiege und eine wildere Atmosphäre, und Għar Lapsi bei Siġġiewi ist besser fürs ernsthafte Schnorcheln über Felspools.
Wer hauptsächlich die Blue Lagoon auf Comino erleben möchte, sollte wissen, dass die Mellieħa Bay der übliche Ausgangspunkt für Comino-Bootstouren ist – beides lässt sich also gut kombinieren. Der Strand selbst ist kein Ersatz für das türkisfarbene Wasser Cominos, erfordert aber auch keinen der logistischen Aufwände und Menschenmassen, die mit dieser Überfahrt verbunden sind.
Reisende, die den Norden Maltas genauer erkunden möchten, finden im Mellieħa Reiseführer nützliche Hinweise darauf, was die Region noch zu bieten hat – vom Roten Turm auf dem Kamm bis zu den Stränden der Marfa-Halbinsel.
Insider-Tipps
- Das nördliche Ende des Strandes, direkt am Naturschutzgebiet, ist weniger dicht mit kommerziellen Liegenverleihern belegt. Wer eigene Ausrüstung mitbringt, hat dort mehr Platz – ohne weit von den Haupteinrichtungen entfernt zu sein.
- Die Mellieħa Bay ist der übliche Ausgangspunkt für Tagestouren zur Blue Lagoon auf Comino. Mehrere Bootsanbieter fahren vom kleinen Steg am nördlichen Ende der Bucht ab. Im Juli und August unbedingt im Voraus buchen.
- BirdLifes Malta geführte Touren durch das Naturschutzgebiet Għadira finden von November bis Mai statt und sind kostenlos. Wer außerhalb des Sommers kommt, kombiniert einen Strandspaziergang am besten mit einer Reservats-Tour – ein unerwartet gelungener halber Tag.
- Der Blick von der Kirchenkuppe in Mellieħa hinunter auf die Bucht ist eine der besten Vogelperspektiven auf einen maltesischen Strand – ganz ohne Wanderung. Die Fahrt vom Parkplatz der Bucht hinauf dauert fünf Minuten.
- Die Preise für Wassersportverleih sind nicht einheitlich. Anbieter an beiden Enden des Strandes verlangen oft unterschiedliche Preise für denselben Tretbootverleih. Ein kurzer Vergleich vorher spart ein paar Euro – ganz ohne Unannehmlichkeiten.
Für wen ist Mellieħa Bay (Għadira) geeignet?
- Familien mit Kleinkindern, die flaches, ruhiges und sicheres Badewasser brauchen
- Malta-Erstbesucher, die einen unkomplizierten Strandtag mit guter Infrastruktur suchen
- Vogelbeobachter und naturinteressierte Reisende, die den Strand mit dem Naturschutzgebiet Għadira kombinieren möchten
- Reisende, die Mellieħa als Basis für den Norden Maltas und Tagestouren nach Comino nutzen
- Besucher mit eingeschränkter Mobilität, die ebenen Zugang und einen sanften Einstieg ins Wasser benötigen
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Weitere Highlights in Mellieħa:
- Armier Bay
Die Armier Bay liegt an der Nordspitze Maltas und teilt sich in einen breiten, familienfreundlichen Strand und eine kleinere, felsige Bucht auf, die sich ideal zum Schnorcheln eignet. Das Wasser ist klar, das Tempo gemächlich, und der Blick reicht bis nach Comino und Gozo. Wer mehr sucht als die üblichen Touristenstrände der Insel, wird hier belohnt.
- Heiligtum Unserer Lieben Frau von Mellieħa
Das Heiligtum Unserer Lieben Frau von Mellieħa ist Maltas ältestes Marienheiligtum – errichtet rund um eine natürliche Höhle, in der ein byzantinisches Fresko der Jungfrau Maria seit Jahrhunderten Pilger anzieht. Der Eintritt ist frei, die Geschichte reicht fast zweitausend Jahre zurück, und die Lage über der Mellieħa-Bucht begeistert mit spiritueller Atmosphäre und architektonischer Schönheit.
- Golden Bay
Golden Bay gilt weithin als Maltas schönster Sandstrand und liegt an der Nordwestküste nahe Mellieħa. Mit Blaue-Flagge-Wasserqualität, Bademeistern im Sommer und einer beeindruckenden Steilküssenkulisse zu Recht — allerdings füllt er sich an Sommerwochenenden schnell.
- Imgiebah Bay
Eingebettet in Maltas nordöstliche Küstenlinie nahe Selmun liegt die Imgiebah Bay – eine kleine Sandbucht, eingerahmt von senkrechten Kalksteinfelsen. Keine Infrastruktur, keine Busverbindung, keine bequeme Zufahrt – genau deshalb bleibt sie ruhig, während jeder andere Strand in Mellieħa überfüllt ist.