Split nach Dubrovnik: Fähre, Bus & Roadtrip

Drei realistische Wege von Split nach Dubrovnik – jeder mit eigenen Vor- und Nachteilen. Der Guide vergleicht Fährpläne, Busanbieter, Fahrtlogistik und saisonale Faktoren.

Luftaufnahme der Altstadt von Dubrovnik mit orangefarbenen Dächern, Stadtmauern, Marina und einem kleinen Boot im türkisfarbenen Adriatischen Meer unter einem teils bewölkten Himmel.

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Kurzfassung

  • Der Bus ist die günstigste Option: rund 20 € und je nach Route 3,75 bis 4,5 Stunden Fahrtzeit.
  • Fähren brauchen 5,5 bis 6 Stunden, legen aber auf Hvar und Korčula an – damit sind sie die schönere Wahl für alle, die die Küste genießen wollen.
  • Die Fährsaison läuft nur von Ende April bis Ende Oktober. Außerhalb dieses Zeitraums sind Bus oder Auto die einzig sinnvollen Alternativen. Schau in den besten Reisezeitraum für Split rein, wenn du deine Reise rund um die Fährverfügbarkeit planst.
  • Der Busbahnhof Split liegt etwa 500 m von der Altstadt entfernt, direkt neben dem Fährhafen – ein Wechsel zwischen den Optionen ist also problemlos möglich.
  • Wenn du ein paar Tage mehr Zeit hast, lohnt sich ein Zwischenstopp mit Übernachtung auf Hvar, statt die gesamte Strecke an einem Tag durchzufahren.

Die Route verstehen, bevor du buchst

Luftaufnahme von Split mit der Küstenlinie, dem Yachthafen, der historischen Altstadt und den umliegenden Bergen unter einem klaren Himmel.
Photo Luciann Photography

Split nach Dubrovnik ist eine der meistbefahrenen Strecken an der Adria – und das aus gutem Grund, denn beide Städte sind die Reise wert. Die Straßenstrecke beträgt rund 230 km, doch die tatsächliche Fahrtzeit variiert je nach Verkehrsmittel und Jahreszeit erheblich. Im Juli und August kann es auf den Küstenstraßen zu erheblichen Staus kommen, sodass aus einer 3,5-stündigen Fahrt schnell ein 5-stündiges Kriechvorgehen wird. Das sollte man bei jeder Reiseplanung einkalkulieren, besonders wenn eine Fähre oder ein Anschluss nicht verpasst werden darf.

Außerdem gibt es eine geografische Besonderheit, die man kennen sollte: Die Küstenstraße zwischen Split und Dubrovnik führt in der Nähe von Neum kurz durch Bosnien und Herzegowina, da das Neretva-Delta bosnisches Staatsgebiet ist. Seit Kroatiens Beitritt zum Schengen-Raum im Januar 2023 passieren EU-Reisende die Grenze in der Regel ohne Halt. Nicht-EU-Bürger müssen jedoch unter Umständen kurz ihre Dokumente vorzeigen. Die 2022 eröffnete Pelješac-Brücke umgeht diesen Grenzübergang vollständig und ist mittlerweile die Standardroute für die meisten Busse und Autofahrer.

ℹ️ Gut zu wissen

Nicht-EU-Reisende: Halte deinen Reisepass für den Grenzübergang bei Neum bereit, falls dein Bus die alte Küstenstraße nimmt. Die meisten modernen Routen nutzen die Pelješac-Brücke und meiden Bosnien komplett – aber check das vor der Abfahrt beim Busanbieter.

Mit der Fähre: Malerisch, aber langsam

Panoramablick auf den Hafen von Split mit mehreren Fähren, darunter ein Jadrolinija-Schiff, die in der Nähe der historischen Altstadt anlegen, und Kreuzfahrtschiffen im Hintergrund.
Photo Aleksei Pribõlovski

Die Katamaran-Fähre ist die atmosphärischste Art, von Split nach Dubrovnik zu reisen. Drei Hauptanbieter bedienen die Strecke: Jadrolinija, Krilo-Kapetan Luka und TP Line. Alle Verbindungen legen an Inseln der dalmatinischen Küste an – das ist sowohl ein Pluspunkt als auch ein Zeitfaktor. Wer von Bord gehen und eine Nacht auf Hvar oder Korčula verbringen möchte, ist das die einzige Option, die das ohne ein separates Ticket ermöglicht.

  • Krilo Abfahrt Split um 8:45 Uhr, Ankunft Dubrovnik gegen 14:05 Uhr. Tickets ca. 50 € pro Person.
  • TP Line Abfahrt Split um 9:15 Uhr, Ankunft Dubrovnik gegen 14:35 Uhr. Tickets ca. 48 € pro Person.
  • Jadrolinija Nachmittagsabfahrt um 15:30 Uhr, Ankunft Dubrovnik gegen 21:25 Uhr. Tickets 45–50 €. Ideal für alle, die noch einen vollen Vormittag in Split verbringen möchten.

Die Fährsaison läuft in der Regel von Ende April bis Ende Oktober, mit mehreren täglichen Abfahrten im Hochsommer. Außerhalb dieses Zeitraums stellen Katamaran-Dienste ihren Betrieb grundsätzlich ein. Im Juli und August können Tickets schnell ausverkauft sein – manchmal schon Tage im Voraus. Buche also so früh wie möglich, sobald deine Reisedaten feststehen. Nutze Omio oder buche direkt über die Websites der Anbieter. Achte auf Fremdwährungsgebühren, falls deine Karte Euro-Transaktionen belastet.

⚠️ Besser meiden

Die Fähre ist die schlechteste Wahl, wenn du schnell seekrank wirst oder das Wetter rau ist. Die Adria kann zwischen Juli und September choppy werden, wenn der Bura-Wind aufkommt. Prüfe die Seebedingungen vor der Abfahrt. Katamarane haben kein Außendeck für frische Luft – das macht Seekrankheit noch schlimmer.

Wer die Reise zu einem richtigen Inselhopping-Trip machen möchte, kann einzelne Fährabschnitte separat buchen und so flexibel eine oder zwei Nächte auf einer Insel verbringen, bevor es weiter nach Süden geht. Das kostet mehr als ein Direktticket, verwandelt die Reise aber in ein echtes Erlebnis.

Mit dem Bus: Am günstigsten und praktischsten

Moderner Busbahnhof mit weißen Bussen, Palmen und einem zeitgenössischen Glasgebäude, wahrscheinlich in einer mediterranen Stadt wie Split.
Photo Igor Starkov

Für die meisten Reisenden ist der Bus die praktischste Wahl. Tickets kosten rund 20 €, die Verbindungen laufen ganzjährig, und die Abfahrtszeiten verteilen sich über den ganzen Tag – das gibt echte Flexibilität. Je nach Saison fahren täglich rund 10 bis 20 Busse, wobei FlixBus neben mehreren kroatischen Busunternehmen zu den bekanntesten Anbietern auf dieser Strecke gehört.

Die Fahrtzeit hängt von der Routenwahl ab. Autobahnrouten über die Pelješac-Brücke sind in etwa 3 Stunden und 45 Minuten machbar. Küstenrouten über die Makarska-Riviera dauern rund 4,5 Stunden, bieten aber Meerblick und vorbeiziehende Küstenstädte. Im Sommer nutzen mehr Busse die malerische Küstenstraße, auch weil die höhere Nachfrage langsamere Verbindungen zulässt. Kurze Stopps in Makarska und Ploče sind auf einigen Routen üblich.

💡 Lokaler Tipp

Komm mindestens 15 bis 20 Minuten vor Abfahrt am Busbahnhof Split an. Der Bahnhof liegt direkt neben dem Fährterminal, rund 500 m von den Altstadtmauern entfernt. Busse haben separate Gepäckfächer unter dem Fahrgastraum, sodass du problemlos mit einem großen Koffer reisen kannst.

  • Für Juli- und August-Abfahrten frühzeitig buchen, besonders bei den beliebten Morgenstunden.
  • Busse auf der Küstenroute bieten bessere Aussichten, brauchen aber länger. Bei Tageslicht lohnen sich die extra 45 Minuten.
  • Snacks und Wasser mitnehmen. Das Angebot an Bord variiert je nach Anbieter, und Pausen sind kurz.
  • Sitze auf der linken Seite des Busses (in Fahrtrichtung Süden) zeigen auf Küstenrouten zum Meer.
  • Kroatische Busunternehmen erlauben selten Umbuchungen oder Rückerstattungen. Dates vor der Buchung gut prüfen.

Mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen

Küstenstraße mit Autos entlang einer Steilküste, mit Blick auf die blaue Adria in der Nähe von Split, Kroatien.
Photo UMUT 🆁🅰🆆

Ein Mietwagen bietet die größte Freiheit, besonders wenn du unterwegs an der Makarska-Riviera, der Halbinsel Pelješac oder in Ston Halt machen möchtest. Die Fahrt dauert unter normalen Bedingungen rund 3 bis 3,5 Stunden ohne Stopps – allerdings verlängert der Sommerverkehr auf den Küstenabschnitten die Reisezeit unvorhersehbar. Spritkosten und Maut kommen hinzu, und Parken in der Altstadt von Dubrovnik ist wirklich schwierig und teuer.

Wer einen Roadtrip mit Tagesausflügen von Split kombiniert – etwa zum Nationalpark Krka oder ins dalmatinische Hinterland – für den ist ein Mietwagen für die gesamte Strecke sinnvoller als der Linienverkehr. Die meisten großen Autovermieter sind am Flughafen Split (SPU) vertreten, der rund 24 km nordwestlich des Stadtzentrums in Kaštela liegt. Eine Rückgabe in Dubrovnik ist möglich, kann aber mit einem Einweg-Aufschlag verbunden sein – Preise also sorgfältig vergleichen.

Die Fahrt nach Süden auf der Magistrala-Küstenstraße ist abschnittsweise wirklich beeindruckend, besonders mit dem Biokovo-Gebirge als Kulisse bei Brela und Baška Voda. Ein Kaffeestopp in Makarska sollte Pflicht sein. Trockenmauern, Zypressen und türkisfarbene Buchten machen das zu einer der schönsten Fahrten in Kroatien – sofern man nicht hinter einem Reisebus im Stau feststeckt.

Welche Option passt zu dir

Es gibt keine objektiv beste Option, nur die richtige für deine Prioritäten. Hier ist eine praktische Übersicht für typische Reisesituationen.

  • Reisen mit kleinem Budget Nimm den Bus. Rund 20 € pro Person, ganzjährig verfügbar, auf den meisten Plattformen ohne Buchungsgebühren. FlixBus und lokale kroatische Anbieter funktionieren beide gut.
  • Reisen mit Familie oder größerer Gruppe Ein Mietwagen wird schnell kostengünstiger, wenn man mehrere Bus- oder Fährtickets einrechnet. Außerdem kannst du Pausen und Mahlzeiten nach eigenem Zeitplan einplanen.
  • Im Sommer reisen und die Panoramastrecke genießen Der Morgenkatamaranfähre ist das Aufgeld wert. Die Inselstopps lockern die Fahrt auf, und eine Ankunft in Dubrovnik am frühen Nachmittag lässt den Rest des Tages frei.
  • Reisen außerhalb des Sommers (November bis März) Der Bus ist deine einzige zuverlässige Option. Die Fähre fährt nicht. Die Fahrt mit dem Auto ist machbar, aber Wettervorhersagen checken – der Bura-Wind kann Küstenstraßen ungemütlich machen.
  • Entschleunigt reisen, mehrere Nächte unterwegs Einzelne Fährabschnitte buchen und eine Nacht auf Hvar oder Korčula einlegen. Teurer und aufwändiger zu planen, aber die Reise wird dadurch zum echten Erlebnis.

Wer mehr Zeit in der Region verbringen möchte, sollte auch die Tagesausflüge von Split in Betracht ziehen und sich ein paar Extratage einplanen, bevor es nach Dubrovnik geht. Split belohnt ein langsameres Reisetempo – wer sofort weiterhetzt, verpasst vieles von dem, was die dalmatinische Küste überhaupt erst sehenswert macht.

Praktische Infos: Terminals, Abfahrtszeiten und Buchung

Uferpromenade von Split mit belebtem Fährterminal und vor der palmengesäumten Promenade festgemachten Booten, Glockenturm des Diokletianspalastes im Hintergrund sichtbar.
Photo Peter Safranka

Busbahnhof und Fährhafen in Split befinden sich im selben Komplex nahe dem Gat Sv. Duje, östlich der Altstadt. Das ist wirklich praktisch: Vom Diokletianspalast bis zum Abfahrtsterminal läufst du keine 10 Minuten. In Dubrovnik kommen Busse am Busbahnhof Dubrovnik in Gruž an, rund 3 km von der Altstadt entfernt. Von dort fahren die Stadtbusse 1A und 1B den ganzen Tag über zum Pile-Tor (Eingang zur Altstadt). Fähren legen ebenfalls am Hafen Dubrovnik in Gruž an.

Für die Buchung bündelt Omio Bus- und Fähroptionen an einem Ort – ein guter Ausgangspunkt. Für Fähren im Speziellen haben die Websites von Jadrolinija und Krilo meist die aktuellste Verfügbarkeit. Für Busse ist das kroatische Portal GetByBus sehr umfassend. Wer ein komplettes Reiseprogramm rund um Split plant, findet im 3-Tage-Reiseplan für Split einen guten Rahmen dafür, was man noch mitnehmen kann, bevor es nach Süden geht.

✨ Profi-Tipp

Wer die Morgenfähre nimmt, sollte den Vorabend lieber auf der Riva-Promenade genießen, anstatt am Abreisetag noch auf Sightseeing-Tour zu gehen. Das Fährterminal ist ein kurzer Fußweg vom Hafen entfernt, aber im Hochsommer bilden sich 30 bis 40 Minuten vor Abfahrt Schlangen beim Einsteigen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Fähre von Split nach Dubrovnik?

Der Katamaran braucht mit Inselstopps rund 5,5 bis 6 Stunden. Eine direkte Non-Stop-Verbindung gibt es nicht. Die meisten Fähren legen auf Hvar, Korčula oder beiden Inseln an, bevor sie Dubrovnik erreichen.

Was kostet der Bus von Split nach Dubrovnik?

Bustickets kosten in der Regel rund 20 € pro Person. Die Preise variieren leicht je nach Anbieter und Abfahrtszeit. FlixBus und mehrere kroatische Betreiber fahren die Strecke – im Sommer empfiehlt sich eine Vorab-Buchung.

Fähre oder Bus von Split nach Dubrovnik – was ist besser?

Das kommt auf deine Prioritäten an. Der Bus ist schneller (3,75 bis 4,5 Stunden), günstiger (ca. 20 €) und fährt ganzjährig. Die Fähre ist langsamer (5,5 bis 6 Stunden) und teurer (45 bis 50 €), bietet aber Inselstopps und Meerblick. Sie fährt nur von Ende April bis Ende Oktober.

Kann ich die Fähre von Split nach Dubrovnik im Winter nehmen?

Nein. Katamaran-Fähren auf der Strecke Split–Dubrovnik fahren in der Regel nur von Ende April bis Ende Oktober. Im Winter sind Bus und Mietwagen die einzigen praktischen Optionen.

Führt die Straße von Split nach Dubrovnik durch Bosnien?

Früher ja. Die alte Küstenstraße bei Neum verlief durch einen kurzen Abschnitt bosnisch-herzegowinischen Territoriums. Seit der Eröffnung der Pelješac-Brücke 2022 nutzen die meisten Busse und Autofahrer diese Route und bleiben vollständig in Kroatien. Falls dein Bus doch die alte Straße nimmt, den Reisepass dabei haben – Nicht-EU-Bürger könnten kurz nach Dokumenten gefragt werden.

Zugehöriges Reiseziel:split

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