Das perfekte Paris-Programm für 3 Tage: Ein Experten-Guide

Drei Tage in Paris reichen, um die bekanntesten Highlights zu sehen, gut zu essen und trotzdem noch durch die Stadt zu streifen. Dieser Guide teilt jeden Tag nach Viertel auf, erklärt, was du vorbuchen solltest, und sagt dir klar, was du getrost überspringen kannst.

Weiter Blick auf den Eiffelturm an der Seine an einem klaren Tag, mit Booten, Bäumen und der Pariser Stadtsilhouette im Hintergrund.

Kurzfassung

  • Louvre, Eiffelturm und Arc de Triomphe unbedingt im Voraus buchen — an der Tageskasse kannst du jeweils 1–2 Stunden Wartezeit einplanen.
  • Der Paris Museum Pass (2 Tage: 90 €, 4 Tage: 109 € im Jahr 2026) lohnt sich, wenn du Versailles, den Louvre und die Sainte-Chapelle in einer Reise kombinierst.
  • Versailles liegt nicht in Paris — du brauchst etwa 35–40 Minuten mit dem RER C und einen ganzen Tag, um es angemessen zu erleben. Am besten für Tag 3 einplanen.
  • Die Kathedrale Notre-Dame hat im Dezember 2024 nach dem Brand von 2019 wieder geöffnet — informiere dich vor dem Besuch über den aktuellen Zugang und die Öffnungszeiten.
  • Für den bestmöglichen Einstieg empfehlen wir, vorher unseren Paris-Guide für Erstbesucher zu lesen, bevor du deine Pläne festlegst.

Vor der Anreise: Praktisches, das dir die Reise rettet

Paris belohnt gute Vorbereitung. Die Stadt ist kompakt — nur 105 km² — doch ihre wichtigsten Sehenswürdigkeiten ziehen jährlich Millionen von Besuchern an, und schlechte Planung bedeutet, den halben Tag in der Warteschlange zu stehen. Die RATP-Métro (16 Linien) bringt dich praktisch überall hin, und ein Carnet mit 10 t+-Tickets oder eine Navigo Liberté+-Karte ist günstiger als Einzeltickets. Ob es darum geht, Paris mit der Métro zu erkunden oder den RER für Tagesausflüge zu nutzen — mach dich mit dem System vertraut, bevor es losgeht.

Vom Flughafen Charles de Gaulle (CDG, rund 25 km nördlich der Stadt) ist der RER B die klügste Wahl: 2026 kostet das spezielle Paris Region <> Airports-Ticket 14 €, und du bist in 30–40 Minuten in der Innenstadt. Taxis fahren zu einem geregelten Festpreis (56 € rechtes Ufer, 65 € linkes Ufer). Von Orly (ORY, 13 km südlich) bringt dich die neue Verlängerung der Métrolinie 14 in rund 25 Minuten für den Standardtarif von 2,55 € ins Zentrum. Da sich Fahrpreise gelegentlich ändern, solltest du die aktuellen Angaben vor der Reise auf den offiziellen Websites von RATP und IDFM überprüfen.

💡 Lokaler Tipp

Kauf deinen Paris Museum Pass am besten online, bevor du anreist. Damit umgehst du die Ticketkasse im Louvre, in Versailles, am Arc de Triomphe und in der Sainte-Chapelle. Der 2-Tages-Pass kostet 90 € und gilt ab dem ersten Nutzungstag — nicht ab dem Kaufdatum. Aktiviere ihn an Tag 1 und nutze ihn bis Tag 3, wenn du die 4-Tages-Version (109 €) kaufst.

Die Währung ist der Euro (EUR). Trinkgeld ist in Frankreich nicht verpflichtend — der Service ist gesetzlich in Restaurantrechnungen enthalten (service compris). Auf- oder Abrunden um ein bis zwei Euro für guten Service ist nett, aber keine Pflicht. Leitungswasser ist in der gesamten Stadt trinkbar, was in Cafés Geld spart — frag einfach nach 'une carafe d'eau', das ist kostenlos.

Tag 1: Das ikonische linke Seineufer und die Île de la Cité

Sonnenuntergang über der Kathedrale Notre-Dame auf der Île de la Cité mit der Seine und der Promenade am Rive Gauche in Paris.
Photo Pierre Blaché

Starte im geografischen Herz von Paris: der Île de la Cité und den umliegenden Ufern. Hier begann Paris, und noch heute steckt hier auf einem einzigen Quadratkilometer mehr Geschichte als anderswo in der Stadt. Der Morgen ist die beste Zeit für einen Besuch — vor 10 Uhr sind deutlich weniger Menschen unterwegs, und das Licht über der Seine entschädigt für das frühe Aufstehen.

Beginne mit der Sainte-Chapelle, der königlichen Kapelle aus dem 13. Jahrhundert auf der Île de la Cité. Das Obergeschoss hat 15 Buntglasfenster mit 1.113 einzelnen Szenen — eines der schönsten gotischen Interieurs in Europa. Komm zur Öffnungszeit (meist 9 Uhr), um Reisegruppen zuvorzukommen. Von dort sind es fünf Minuten zu Fuß zur Kathedrale Notre-Dame, die nach einer umfangreichen Restaurierung im Dezember 2024 wiedereröffnet wurde. Prüfe vor deinem Besuch auf der offiziellen Website, ob ein Zutritt zum Inneren möglich ist und welche Führungen angeboten werden.

Nach dem Mittagessen in Saint-Germain-des-Prés (6. Arrondissement, fünf Minuten zu Fuß über den Pont Saint-Michel) verbringst du den Nachmittag im Musée d'Orsay. Der ehemalige Bahnhof beherbergt die weltgrößte Sammlung impressionistischer Kunst, darunter bedeutende Werke von Monet, Renoir und Van Gogh. Plane 2–3 Stunden ein. Buche Zeitfenster-Tickets im Voraus — an belebten Tagen sind die Warteschlangen am d'Orsay mit denen am Louvre vergleichbar.

Beschließe den Tag mit dem Eiffelturm in der Abenddämmerung. Nach Einbruch der Dunkelheit erstrahlt der Turm, und jede volle Stunde funkelt er fünf Minuten lang. Dafür musst du nicht hinaufsteigen — der Champ de Mars und die Trocadéro-Esplanade (auf der anderen Seite der Seine im 16. Arrondissement) bieten freie Sicht ohne Eintritt. Wenn du hinaufwillst, solltest du das Aufzugsticket für den Gipfel Wochen im Voraus buchen, besonders im Sommer.

⚠️ Besser meiden

Rund um den Champ de Mars und das Trocadéro sind Taschendiebe aktiv, besonders in der Dämmerung, wenn sich Menschenmengen zum Funkeln des Turms versammeln. Taschen immer geschlossen und vor dem Körper tragen. Alleinreisende und Paare: Seid besonders vorsichtig gegenüber Personen, die am Fuß des Turms Freundschaftsbänder anbieten.

Tag 2: Louvre, Le Marais und Montmartre

Blick von innen aus dem Louvre-Museum durch die Glaspyramide nach draußen, mit gehenden Menschen und dem historischen Gebäude im Hintergrund.
Photo Derwin Edwards

Der Louvre ist das meistbesuchte Museum der Welt und wäre problemlos einen ganzen Tag wert — aber bei drei Tagen in Paris ist das nicht drin. Also: strategisch vorgehen. Entscheide vorher, welche Flügel du priorisieren möchtest. Der Flügel Denon (italienische Malerei, Venus von Milo, Geflügelte Nike von Samothrake) ist der beliebteste und vollste. Der Richelieu-Flügel (nordeuropäische Malerei, französische Skulptur) ist ruhiger und genauso beeindruckend. Plane maximal 2,5–3 Stunden ein. Dienstags ist der Louvre geschlossen.

Nach dem Louvre spazierst du durch den Jardin des Tuileries in Richtung Place de la Concorde — ein 15-minütiger Spaziergang, der den Kopf nach dem Museum frei macht und einige der schönsten Stadtansichten Pariss bietet. Nimm die Métro vom Concorde (Linien 1, 8, 12) direkt zur Station Saint-Paul im Le Marais zum Mittagessen und einem Bummel am Nachmittag.

Le Marais (4. und 3. Arrondissement) ist Pariss besterhaltenes mittelalterliches Viertel mit einer Gastronomie, die deutlich über seinen Verhältnissen punktet. Die Place des Vosges — Frankreichs ältester Königsplatz, erbaut 1612 — ist 30 Minuten wert. Das Picasso Museum Paris und das Musée Carnavalet (Eintritt frei) sind hervorragende Optionen für den Nachmittag, wenn du nach dem Louvre noch Energie hast.

Am Abend geht es nordwärts nach Montmartre und zur Basilika Sacré-Cœur. Die Treppe zur Basilika bietet einen der schönsten erhöhten Aussichtspunkte über Paris — und das kostenlos. Komm zwischen 19 und 20 Uhr, wenn das Licht goldgelb ist und die Tagestouristen langsam abziehen. Die Touristenrestaurants direkt hinter der Basilika auf dem Place du Tertre sind überteuert und mittelmäßig — geh zwei Straßen weiter für authentischere Alternativen.

  • Morgen (9–12 Uhr) Louvre — Flügel Denon für die Highlights, maximal 2,5 Stunden. Zeitfenster-Ticket vorbuchen.
  • Mittag (12–14 Uhr) Spaziergang durch den Tuilerien-Garten zur Place de la Concorde, dann mit der Métro nach Le Marais zum Mittagessen.
  • Nachmittag (14–17 Uhr) Place des Vosges, Marais-Boutiquen, optional Musée Carnavalet (Eintritt frei).
  • Abend (18–21 Uhr) Montmartre und Sacré-Cœur zur goldenen Stunde. Abendessen abseits des Place du Tertre.

Tag 3: Versailles oder Arc de Triomphe und Champs-Élysées

Ein weiter Blick die Champs-Élysées hinunter mit baumgesäumten Straßen und Stadtgebäuden bei Sonnenuntergang, gesehen vom Arc de Triomphe.
Photo ARNAUD VIGNE

Tag 3 bringt eine echte Weichenstellung. Wer Versailles noch nicht kennt, sollte unbedingt hin. Wer es schon gesehen hat (oder lieber in Paris bleibt), verbringt den Morgen auf der Champs-Élysées-Achse und genießt den Abschluss mit einem Blick über die Stadt vom Arc de Triomphe.

Das Schloss Versailles liegt nicht in Paris — es befindet sich 23 km südwestlich und erfordert eine 35–40-minütige Fahrt mit dem RER C ab Gare d'Austerlitz, Saint-Michel oder Musée d'Orsay. Das Schloss ist montags geschlossen, also entsprechend planen. Ein vollständiger Besuch der Staatsgemächer, der Spiegelgalerie und der Hauptgärten dauert 4–6 Stunden. Der Paris Museum Pass deckt den Eintritt ins Schloss ab, nicht aber die Trianon-Anlagen oder die Wasserspielshows. Komm früh: Die Tore öffnen um 9 Uhr, und im Sommer wird es ab 11 Uhr richtig voll.

✨ Profi-Tipp

Wer Versailles besucht, nimmt am besten den RER C ab der Station Musée d'Orsay (auch der Halt Champ de Mars-Tour Eiffel funktioniert) und sollte vor 9:30 Uhr ankommen. Den Museum Pass am besten online vor der Reise kaufen — die Schlange an der Versailler Tageskasse kann an vollen Tagen 45–60 Minuten dauern und damit alle Zeitvorteile durch frühe Ankunft zunichtemachen.

Wer Tag 3 in Paris verbringt, startet am Arc de Triomphe. Die Aussichtsplattform liegt 50 Meter über dem Place Charles de Gaulle und bietet einen beeindruckenden 360-Grad-Blick auf Haussmanns radiales Boulevardsystem. Im Paris Museum Pass enthalten. Online buchen, um die Warteschlange zu umgehen. Danach läufst du die Champs-Élysées in Richtung Louvre hinunter — 1,9 km, größtenteils bergab. Die Champs-Élysées selbst ist als städtebauliches Meisterwerk beeindruckender denn als Einkaufsmeile; die meisten internationalen Marken hier gibt es auch in jeder anderen Großstadt.

Für den letzten Nachmittag bieten der Palais Royal (kostenlos, nahe dem Louvre) und die überdachten Passagen von Paris (Galerie Vivienne, Passage des Panoramas) einen ruhigeren und charaktervolleren Abschluss der Reise als eine Rückkehr auf die großen Touristenrouten. Beide liegen im 1. und 2. Arrondissement und sind zu Fuß voneinander erreichbar.

Essen in Paris: Was, wo und was du besser meidest

Außentische im Café Palais Royal in Paris, mit speisenden Gästen unter rot gestreiften Markisen an einem sonnigen Tag.
Photo Fleur van Deijck

Paris hat Tausende von Restaurants, aber ein beachtlicher Teil davon in der Nähe der großen Touristensehenswürdigkeiten ist mittelmäßig zu Touristenpreisen. Als Faustregel gilt: Hat ein Restaurant eine Speisekarte mit Fotos in vier Sprachen im Schaufenster, einfach weitergehen. Für einen tieferen Einblick in die besten Essviertel empfiehlt sich der Paris-Restaurantguide, der alles von Brasseries bis hin zu Natural-Wine-Bars abdeckt.

  • Frühstück: Hotelfrühstück überspringen, wenn es zu teuer ist. Jede Boulangerie im Viertel hat bessere Croissants für 1,40–1,70 €.
  • Mittagessen: Die 'formule déjeuner' (Mittagsmenü, meist 14–20 € für zwei Gänge) in einem Bistro ist Pariser Küche zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Abendessen in Le Marais: Die Rue de Bretagne und die umliegenden Straßen bieten zuverlässige Optionen für 20–35 € pro Person mit Wein.
  • Kaffee: Französischer Espresso ist kurz und stark. Wer etwas Längeres möchte, bestellt 'un café allongé'.
  • Meiden: Jedes Restaurant auf den Champs-Élysées, das keine bekannte Marke oder eingesessene Brasserie ist. Im Verhältnis zur Qualität 30–40 % zu teuer.

Jahreszeiten und Besucherzahlen: Was du wirklich erwarten kannst

Menschenmassen um den Teich im Jardin des Tuileries in Paris mit Riesenrad und historischen Gebäuden im Hintergrund unter einem teils bewölkten Himmel.
Photo Zeynep Aytekin

Paris ist das ganze Jahr über touristisch aktiv, mit zwei klaren Hochphasen: Spätfrühling (April bis Juni) und Sommer (Juli bis August). Für einen ersten Besuch ist der Frühling in der Regel die beste Zeit: Der Jardin du Luxembourg und die Tuilerien-Gärten blühen, die Temperaturen liegen zwischen 12 und 18 °C, und die Menschenmassen sind geringer als im Juli. Der Herbst (September bis Oktober) ist genauso angenehm und wird oft unterschätzt — nach dem Sommer nehmen die Besucherzahlen ab, die Preise fallen leicht, und das Licht ist außergewöhnlich gut für Fotos.

Im Sommer sind die Tage lang (Sonnenuntergang nach 22 Uhr Ende Juni) und die Sehenswürdigkeiten randvoll. Für Besuche im Juli und August alles mindestens 3–4 Wochen im Voraus buchen. Der Winter (Dezember bis Februar) ist die ruhigste Zeit: Versailles und Montmartre sind an Wochenmorgen praktisch leer, aber die Zeit im Freien ist begrenzt. Eine ausführliche Saisonübersicht gibt es im Guide zum besten Reisezeitpunkt für Paris.

ℹ️ Gut zu wissen

In Paris gibt es mehrere Feiertage, an denen Museen und Geschäfte geschlossen sind oder kürzere Öffnungszeiten haben: 1. Mai (Fête du Travail), 8. Mai, Christi Himmelfahrt, 14. Juli (Bastille-Tag), 15. August sowie 1. und 11. November. Der Louvre schließt am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember. Immer vor dem Besuch die offiziellen Öffnungszeiten prüfen.

Häufige Fragen

Reichen 3 Tage in Paris, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen?

Drei Tage reichen für die wesentlichen Highlights — Eiffelturm, Louvre, Notre-Dame, Montmartre und entweder Versailles oder die Champs-Élysées-Achse —, wenn du gut planst. Paris wirst du damit nicht erschöpfen, aber du gehst mit einer soliden Grundlage. Eine zweite Reise ist so gut wie unvermeidlich.

Lohnt sich der Paris Museum Pass für 3 Tage?

Wenn dein Plan den Louvre, Versailles, den Arc de Triomphe und die Sainte-Chapelle umfasst, rechnet sich der 4-Tages-Paris Museum Pass (109 €) problemlos — die Einzeleintritte zu diesen vier Sehenswürdigkeiten können je nach Saison und Wohnsitz auf über 110–130 € kommen. Der 2-Tages-Pass (90 €) ist besser geeignet, wenn du nur 3–4 große Sehenswürdigkeiten besuchst. Am besten online vor der Reise kaufen.

Wie kommt man am besten vom Flughafen CDG in die Pariser Innenstadt?

Der RER B ist die schnellste und günstigste Option: 2026 kostet das Ticket 14 €, und du bist in 30–40 Minuten am Gare du Nord, Châtelet-Les Halles oder Saint-Michel. Taxis fahren zu geregelten Festpreisen (56 € rechtes Ufer, 65 € linkes Ufer) und brauchen im Stau 45–90 Minuten. Aktuelle Tarife auf der offiziellen RATP-Website vor der Reise prüfen.

Muss ich Versailles-Tickets im Voraus buchen?

Ja. Die Warteschlange an der Versailler Tageskasse kann auch mit Museum Pass an vollen Tagen 45–60 Minuten dauern. Am besten einen Zeitfenster-Eintritt auf der offiziellen Website des Château de Versailles (chateauversailles.fr) buchen. Das Schloss ist montags geschlossen.

Lohnt es sich, den Eiffelturm nachts zu besuchen?

Das nächtliche Funkeln (jede volle Stunde von Einbruch der Dunkelheit bis 1 Uhr nachts) ist wirklich beeindruckend und vom Champ de Mars oder Trocadéro aus kostenlos zu erleben. Der Aufstieg bei Nacht bietet dramatische Aussichten, muss aber im Voraus gebucht werden und kann sich gehetzt anfühlen. Wer noch nie oben war, sollte es mindestens einmal tun — das letzte Aufzugticket für Sonnenuntergangsblicke buchen.

Zugehöriges Reiseziel:paris

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