New Orleans Jazz Fest: Alles, was du wissen musst
Das New Orleans Jazz Fest ist eines der größten Musik- und Kulturfestivals der Welt und zieht jeden Frühling Hunderttausende auf den Fair Grounds Race Course. Dieser Guide erklärt Lineup-Struktur, Ticketpreise, Bühnen, Essen, Anreise und wie du das Beste aus dem Festival herausholst.

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Kurzfassung
- Das New Orleans Jazz Fest findet an zwei Wochenenden Ende April und Anfang Mai auf dem Fair Grounds Race Course (1751 Gentilly Blvd.) statt – mit 12 bis 15 Bühnen für Jazz, Gospel, Blues, Zydeco, R&B und große Rock-Headliner.
- Tagestickets kosten bei Vorausbuchung in der Regel 80–100 US-Dollar; kurz vor dem Event und an der Tageskasse steigen die Preise. Am besten früh über die offizielle Website nojazzfest.com kaufen.
- Trotz des Namens ist das Jazz Fest kein reines Jazzfestival. Zu den bisherigen Headlinern zählen Foo Fighters, Stevie Nicks und Pearl Jam – neben New-Orleans-Brass-Bands und Gospel-Chören.
- Ende April bis Anfang Mai ist es in New Orleans heiß und schwül – oft über 27 °C, dazu nachmittägliche Regenschauer. Sonnencreme, ein Regenponcho und bequeme Schuhe sind Pflicht.
- Unterkunft unbedingt früh buchen. Hotels in der Nähe des French Quarter und von Marigny und Bywater sind Monate vor dem Jazz-Fest-Wochenende ausgebucht.
Was das Jazz Fest wirklich ist – und was nicht

Das New Orleans Jazz and Heritage Festival – überall nur Jazz Fest genannt – ist ein achttägiges Fest für Musik, Essen und louisianische Kultur, das jedes Jahr auf dem Fair Grounds Race Course im Stadtteil Gentilly stattfindet. Gegründet wurde es 1970 am Congo Square mit rund 350 Besuchern; Mahalia Jackson und Duke Ellington traten damals auf. Heute kommen an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden regelmäßig Hunderttausende – der Besucherrekord liegt bei geschätzten 650.000 während der Louis-Armstrong-Centennial-Ausgabe 2001.
Das größte Missverständnis über das Jazz Fest steckt im Namen selbst. Zwar hat der traditionelle New-Orleans-Jazz hier mit dem Jazz Tent und Bühnen wie dem Congo Square eine feste Heimat, doch das Festival umfasst nahezu jedes Genre mit louisianischen Wurzeln oder kultureller Bedeutung: Gospel, Blues, Zydeco, Mardi-Gras-Indian-Musik, Brass Band, R&B, Afro-Karibisches und Mainstream-Rock und -Pop. Was die Spitzenbesucherzahlen angeht, hat das Jazz Fest historisch sogar Woodstock (400.000) übertroffen. Wer drei Tage Dixieland-Quartette erwartet, sollte seine Erwartungen lieber jetzt anpassen.
ℹ️ Gut zu wissen
Das Jazz Fest ist seit seiner Gründung 1970 als gemeinnützige Organisation geführt. Ein Teil der Einnahmen fließt in lokale Musikbildungs- und Kulturerhaltungsprogramme in Louisiana.
Termine, Zeitplan und das Lineup 2026
Das Jazz Fest folgt jedes Jahr demselben Zwei-Wochenenden-Format: das letzte volle Wochenende im April und das erste Wochenende im Mai, jeweils Donnerstag bis Sonntag. Für 2026 sind Termine Ende April bis Anfang Mai zu erwarten, ähnlich wie in den vergangenen Jahren. Die offiziellen Termine und die Lineup-Bekanntgabe für 2026 kommen in der Regel im frühen Winter – aktuelle Infos gibt es auf nojazzfest.com.
Jeder Tag läuft grob von 11 bis 19 Uhr – was überschaubar klingt, bis man merkt, dass man sich zwischen fünf Acts entscheiden muss, die gleichzeitig auf verschiedenen Bühnen spielen. Der Zeitplan ist bewusst dicht gedrängt. Erfahrene Besucher planen ihre Tage vorab mit der offiziellen App, die Bühnen-für-Bühnen-Programme und Laufwege zwischen den Spielorten enthält. Die Festival Stage (Hauptbühne im Freien) und die Gentilly Stage nehmen die größten Headliner auf; kleinere Zelte spielen nahezu pausenlos hintereinander.
✨ Profi-Tipp
Das Gospel Tent am Sonntag gehört zu den emotional stärksten Erlebnissen des Jazz Fest – vollgepackt mit New-Orleans-Kirchenchören, die auf vollen Touren spielen. Bis Mittag ist es regelmäßig brechend voll. Mindestens 30 Minuten früher da sein, wenn das auf deiner Liste steht.
Bühnen, Zelte und wo du dich aufstellen solltest

Der Fair Grounds Race Course ist weitläufig – wer den Bühnenplan kennt, bevor er ankommt, spart echte Zeit. Je nach Jahr gibt es zwischen 12 und 15 Auftrittsorte. Hier ein Überblick über die wichtigsten Zonen:
- Festival Stage Die Hauptbühne im Freien mit den größten Headlinern, die jeden Tag gegen 19 Uhr schließt. Die Menge baut sich 90 Minuten vor dem Headliner auf – also früh positionieren oder einen Platz weiter hinten akzeptieren.
- Gentilly Stage Die zweitgrößte Freilichtbühne, oft mit nationalen Tourneekünstlern und Traditionskünstlern. An Tagen mit großen Headlinern auf der Festival Stage ist es hier deutlich entspannter.
- Congo Square Stage Gewidmet afrozentrischem Musikschaffen, westafrikanischen Künstlern, karibischen Klängen und globalen Einflüssen auf die Kultur von New Orleans. Konsequent eine der musikalisch abenteuerlichsten Bühnen auf dem Gelände.
- Jazz Tent Traditioneller und zeitgenössischer Jazz in einem Zelt mit Sitzgelegenheiten. Ideal für echte Jazzfans, die in Ruhe zuhören wollen – ohne den Trubel draußen.
- Blues Tent Blues-Darbietungen von Delta-Klassikern bis hin zu modernem elektrischen Blues. Eine der intimeren Zuhöratmosphären auf dem gesamten Festival.
- Gospel Tent Die Sonntags-Auftritte hier sind legendär. Lokale Chöre und Gospel-Gruppen liefern Performances, die sich eher wie ein Gottesdienst anfühlen als ein Festivalbühnenauftritt.
- Zydeco / Cajun und Economy Hall Tent Traditionelle louisianische Musik mit Zydeco, Cajun-Tanz und Brass Band. Das Economy Hall zieht besonders Tänzer und ein älteres Publikum an, das jeden Song kennt.
Neben der Musik gibt es auf dem Gelände umfangreiche Bereiche mit Essen und Kunsthandwerk. Das Essen beim Jazz Fest ist wirklich gut genug, um die eigene Planung danach auszurichten. Crawfish Monica, Cochon-de-lait-Po-Boys und Creole-Cream-Cheese-Eis sind Festival-Klassiker mit jahrzehntelanger Geschichte. Wer die New-Orleans-Esskultur auch abseits des Geländes erkunden möchte, findet im Guide zu den besten Gerichten in New Orleans eine breite kulinarische Übersicht, die sich vor und nach dem Festival lohnt.
Tickets: Preise, Kategorien und wann kaufen
Tagestickets für die normale Besucherkategorie lagen bisher bei 80 bis 100 US-Dollar bei Vorausbuchung, mit steigenden Preisen je näher das Event rückt – und nochmals höheren Preisen an der Tageskasse. Mehrtages-Pässe bieten etwas Ersparnis für alle, die mehrere Tage kommen. VIP-Optionen existieren und umfassen bevorzugte Aussichtsbereiche, eigene Eingänge und Zugang zu überdachten Hospitality-Zonen – allerdings mit deutlichem Preisaufschlag. Alle aktuellen Preise für 2026 auf nojazzfest.com prüfen, da Änderungen möglich sind.
Zum historischen Vergleich: Bei der Premiere 1970 kostete der Eintritt 3 US-Dollar. Das Festival ist seitdem in Größe und Ticketpreis erheblich gewachsen, ist aber im Vergleich zu anderen großen amerikanischen Musikfestivals ähnlicher Größenordnung und Headliner-Qualität noch immer konkurrenzfähig bepreist.
⚠️ Besser meiden
Keine Tickets von Weiterverkäufern auf der Straße oder auf inoffiziellen Plattformen kaufen. Jazz-Fest-Tickets sind in einigen Kategorien nicht übertragbar, und gefälschte Tickets sind an beliebten Wochenenden ein echtes Problem. Nur über nojazzfest.com oder offiziell autorisierte Partner kaufen.
Anreise und Fortbewegung vor Ort

Der Fair Grounds Race Course liegt im Stadtteil Gentilly, etwa 5 Kilometer vom French Quarter entfernt. Mit dem Auto anzureisen und zu parken ist möglich, aber an stark besuchten Wochenendtagen nicht empfehlenswert – die Parkplätze füllen sich früh, und auf dem Gentilly Boulevard staut es sich erheblich. Die praktischeren Alternativen: Rideshare (Uber und Lyft fahren an Festivaltagen mit Preisaufschlag – Wartezeiten und höhere Tarife einplanen), speziell für das Jazz Fest organisierte Shuttle-Services von zentralen Haltepunkten oder die Buslinien der Regional Transit Authority (RTA), die das Gebiet bedienen.
Wer nahe dem French Quarter oder dem Marigny wohnt, kann an Wochentagen, wenn der Verkehr ruhiger ist, gut mit dem Fahrrad anreisen. Die Strecke über die Esplanade Avenue zum Gelände ist unkompliziert und dauert auf der flachen Route unter 20 Minuten. Wer einfliegt: Der Louis Armstrong New Orleans International Airport (MSY) liegt etwa 25 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Transfermöglichkeiten sind Rideshare (ca. 30–50 US-Dollar), Taxi (ca. 36–45 US-Dollar Pauschaltarif in die Innenstadt) und der RTA Airport Express Bus für rund 1,25–2 US-Dollar. Aktuelle Preise vor der Reise prüfen. Für mehr Details zur Fortbewegung in der Stadt findest du im Guide zur Fortbewegung in New Orleans alles zu Straßenbahnen, Buslinien und Rideshare im Detail.
- Rideshare oder Shuttle rechtzeitig vor Headliner-Ende buchen. Nach Festivalschluss warten alle gleichzeitig – Wartezeiten von 30 bis 60 Minuten für Uber und Lyft sind normal.
- Die St. Charles Streetcar fährt nicht direkt zum Fair Grounds, verbindet aber wichtige Stadtteile für Tage mit mehreren Stationen.
- Das Fahrrad über die Esplanade Avenue ist die schnellste Option aus dem French Quarter an Wochentag-Vormittagen.
- Wer mit dem Auto kommt, sollte vor 9:30 Uhr da sein, um einen Parkplatz in der Nähe zu bekommen und den schlimmsten Stau zu vermeiden.
- Manche großen Hotels nahe dem Canal Street bieten eigene Shuttle-Services an – beim Buchen einfach nachfragen.
Den Trip rund ums Jazz Fest planen

An Jazz-Fest-Wochenenden gehört New Orleans zu den am stärksten ausgebuchten Städten im amerikanischen Süden. Hotels in der Nähe des Central Business District und des French Quarter sind Monate im Voraus ausgebucht, und die Preise liegen während der Festivalwochenenden oft zwei- bis dreimal höher als sonst. Unterkunft sofort buchen, sobald die Reisedaten feststehen. In Marigny und Bywater gibt es etwas entspanntere Optionen – und man ist direkt in der Nähe der Frenchmen Street für Livemusik nach Festivalschluss.
Das Festivalgelände schließt um 19 Uhr – die Abende gehören dir. Jazz und Livemusik laufen in New Orleans bis tief in die Nacht, besonders auf der Frenchmen Street im Marigny und in Clubs wie der Preservation Hall im French Quarter. Wer die breitere Musikkultur verstehen möchte, aus der das Jazz Fest entstanden ist, sollte einen Abend im New Orleans Jazz Museum in der Old U.S. Mint an der Esplanade Avenue einplanen – hier wird die Geschichte des Jazz von seinen New-Orleans-Ursprüngen bis zur weltweiten Verbreitung erzählt.
Wer mehr Zeit hat, kann den Aufenthalt zu einem umfassenderen Kulturtrip ausbauen. Der 3-Tage-Reiseplan für New Orleans gibt eine solide Struktur, um das Jazz Fest mit den Stadtvierteln, dem Essen und der Geschichte der Stadt zu verbinden. Wer sich speziell für die musikalischen und kulturellen Wurzeln interessiert, die das Festival feiert, sollte sich den New-Orleans-Jazz-Guide vor der Anreise durchlesen.
- Leichte, atmungsaktive Kleidung tragen. Ende April können die Temperaturen bis Mittag auf 28–32 °C klettern – bei hoher Luftfeuchtigkeit.
- Einen kleinen Regenponcho oder eine kompakte Regenjacke einpacken. Nachmittägliche Schauer sind im Frühling häufig und kommen oft plötzlich.
- Sonnencreme vor dem Betreten des Geländes auftragen und über den Tag hinweg nachcremen. Die Hauptbühnen bieten kaum Schatten.
- Bargeld mitnehmen. Viele Essensverkäufer akzeptieren keine Karten, und die Schlangen an den Geldautomaten werden nachmittags lang.
- Aktiv auf ausreichend Trinken achten. Wasserstationen sind auf dem Gelände vorhanden – an heißen Tagen ist Dehydrierung ein echtes Risiko.
- Geschlossene Schuhe tragen, die schmutzig werden dürfen. Nach Regen wird der Boden in manchen Bereichen des Geländes matschig.
Häufige Fragen
Wann findet das New Orleans Jazz Fest 2026 statt?
Die offiziellen Termine für das Jazz Fest 2026 waren zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Guides noch nicht bestätigt. Das Festival folgt jedoch einem gleichbleibenden Format: zwei Wochenenden, die vom letzten April-Wochenende bis zum ersten Mai-Wochenende reichen. Aktuelle Infos zur offiziellen Bekanntgabe – die in der Regel im frühen Winter des Vorjahres kommt – gibt es auf nojazzfest.com.
Was kosten Tickets für das New Orleans Jazz Fest?
Tagestickets für die normale Besucherkategorie lagen bei Vorausbuchung über die offizielle Website bisher zwischen 80 und 100 US-Dollar. Je näher das Event rückt, desto teurer werden die Tickets – und an der Tageskasse zahlt man nochmals mehr. Mehrtages-Pässe und VIP-Optionen sind ebenfalls erhältlich. Aktuelle Preise für 2026 vor dem Kauf auf nojazzfest.com prüfen.
Ist das Jazz Fest wirklich nur Jazz?
Nein. Trotz des Namens bietet das Jazz Fest ein breites Genrespektrum: Blues, Gospel, Zydeco, Cajun, R&B, Afro-Karibisches und Mainstream-Rock und -Pop. Zu den bisherigen Headlinern zählten Foo Fighters, Pearl Jam und Stevie Nicks – neben New-Orleans-Brass-Bands und traditionellen Jazzkünstlern. Das Festival feiert das gesamte Spektrum der Musik, das aus der louisianischen Kultur hervorging und durch sie geprägt wurde.
Wo findet das New Orleans Jazz Fest statt?
Das Jazz Fest findet auf dem Fair Grounds Race Course statt, gelegen auf dem 1751 Gentilly Blvd. im Stadtteil Gentilly in New Orleans – rund 5 Kilometer vom French Quarter entfernt. Auf dem Gelände befinden sich 12 bis 15 Bühnen sowie Tausende von Essen-, Kunsthandwerk- und Kulturständen.
Was soll ich anziehen und mitbringen?
Leichte, atmungsaktive Kleidung ist bei der Hitze und Schwüle Ende April unverzichtbar. Sonnencreme, einen kompakten Regenponcho und bequeme geschlossene Schuhe mitbringen, die nach Regen auch schlammig werden dürfen. Bargeld wird empfohlen, da viele Essensverkäufer keine Karten akzeptieren. Ein kleiner Rucksack für Wasser, Snacks und ein Ladekabel macht den Tag deutlich angenehmer.