Malta mit kleinem Budget: Was es wirklich kostet (und wie du sparst)
Malta überrascht viele Reisende: EU-Land, UNESCO-Hauptstadt, 7.000 Jahre Geschichte – und trotzdem erstaunlich günstig, wenn man weiß, wo man schaut. Dieser Guide zeigt realistische Tagesbudgets, kostenlose Sehenswürdigkeiten, Transportkosten, Essenspreise und den besten Reisezeitpunkt.

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Kurzfassung
- Budget-Reisende kommen in Malta mit €35–55 pro Tag aus – inklusive Unterkunft, Essen, Transport und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
- Ein einzelnes Busticket kostet €2 (€2,50 im Sommer); die 7-Tage-Explore-Card gibt es für €21. Busse fahren praktisch zu jeder wichtigen Sehenswürdigkeit.
- Valletta, Mdina, die Dingli-Klippen, Marsaxlokk und alle öffentlichen Strände sind kostenlos zu erkunden – genauso wie der Großteil der schönsten Landschaften des Landes.
- Wer im April–Juni oder September–Oktober reist, zahlt 30–50 % weniger für Unterkünfte als in der Hochsaison im Juli und August.
- Aktivitäten für jedes Budget findest du in unserem Malta-Aktivitäten-Guide.
Ist Malta teuer? Die ehrliche Antwort
Ob Malta teuer ist, hängt fast ausschließlich davon ab, wie du reist. Als EU-Mitglied mit Euro ist Malta kein Schnäppchenziel wie Südostasien. Verglichen mit Westeuropa ist es aber durchaus erschwinglich – besonders beim Essen, Transport und bei Eintrittspreisen. Der Mythos, Malta sei nur etwas für Luxusreisende, kommt wohl von den Marinhotels und den gehobenen Restaurants in Valletta, die zwar sichtbar, aber nicht repräsentativ für das sind, was die meisten Reisenden tatsächlich ausgeben.
Ein realistisches Budget für Alleinreisende, die im Hostel-Schlafsaal übernachten, in lokalen Bäckereien und einfachen Restaurants essen, den Bus nutzen und ein paar kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten besuchen, liegt in der Nebensaison bei €35–45 pro Tag. Im Sommer (Juni–August), wenn die Unterkunftspreise spürbar steigen, kommt man auf rund €55 pro Tag. Paare, die sich ein günstiges Hotelzimmer teilen, kommen pro Person oft günstiger weg. Für 3 Tage solltest du für eine schlanke, aber komfortable Reise €300–450 einplanen. Zehn Tage schlagen mit rund €1.000–1.300 zu Buche, wenn du sparsam reist.
ℹ️ Gut zu wissen
Malta bezahlt in Euro (EUR). Englisch ist neben Maltesisch offizielle Landessprache – Speisekarten, Transport-Apps und Schilder lassen sich also ohne Übersetzungsaufwand lesen. Das spart im Alltag Zeit und schützt davor, das Falsche zu bestellen oder den falschen Bus zu nehmen.
Transport: Mit dem Bus kommt man am günstigsten ans Ziel

Malta hat kein Schienennetz für Passagiere. Die Insel ist 27 km lang und 14 km breit – das gesamte Land wird vom Busnetz Malta Public Transport bedient. Eine einfache Fahrt kostet €2 im Winter und €2,50 im Sommer (Juni bis Oktober). Die 7-Tage-Explore-Card für €21 ist die beste Mehrtagsoption und amortisiert sich schnell, wenn du täglich unterwegs bist. Bolt und Uber sind in Malta verfügbar, wenn der Bus nicht praktisch ist – wer aber regelmäßig ein Taxi nimmt, sprengt schnell sein Budget. Vom Flughafen Malta (MLA) nach Valletta kostet der Bus X1 oder X4 nur €2 und dauert 40–60 Minuten; das Taxi für dieselbe Strecke kostet €20–30. Nimm am Flughafen immer den Bus, außer du reist spät nachts mit viel Gepäck an. Mehr Infos zum Thema Transport findest du in unserem Malta-Fortbewegungsguide.
- Einzelfahrkarte Bus €2, gültig für eine Fahrt in beliebige Richtung auf Malta oder Gozo
- 7-Tage-Explore-Card €21 über die Tallinja-Card – bestes Preis-Leistungs-Verhältnis ab 3 Übernachtungen
- Flughafen nach Valletta mit dem Bus €2, Linien X1/X4, ca. 40–60 Minuten
- Flughafen nach Valletta mit dem Taxi €20–30 für dieselbe Strecke, 20–30 Minuten
- Fähre nach Gozo Rund €4,65 pro Person (Hin- und Rückfahrt) ab Ċirkewwa – aktuelle Gozo-Channel-Tarife direkt prüfen
💡 Lokaler Tipp
Lade die Tallinja-App vor deiner Anreise herunter. Sie zeigt Echtzeitpositionen der Busse, Fahrpläne und ermöglicht das digitale Aufladen deiner Karte. Auf Hauptstrecken fahren Maltas Busse häufig, auf Nebenrouten kann es aber unregelmäßig werden – plane immer 10–15 Minuten Puffer ein.
Unterkunft: Günstig übernachten ohne Abstriche

Hostel-Schlafplätze in Malta kosten in der Nebensaison durchschnittlich €25–35 pro Nacht; die günstigsten Optionen finden sich meist in St. Paul's Bay, nicht in Valletta oder Sliema, wo der Lageaufschlag die Preise in die Höhe treibt. Günstige Hotels und Pensionen mit Privatzimmer liegen bei €50–90 pro Nacht. In der Hochsaison (Juli–August) können dieselben Zimmer 40–60 % teurer sein. Airbnb und Ferienwohnungen lohnen sich besonders ab 5 Übernachtungen, vor allem wenn du ab und zu selbst kochst.
Wer in Sliema oder St. Julian's wohnt, ist nah an der Promenade, an Supermärkten und Busverbindungen – zahlt aber einen Aufpreis gegenüber lokaleren Vierteln. Valletta selbst ist kompakt und bietet einige Gästehäuser; die Atmosphäre rechtfertigt den leichten Mehrpreis, wenn du alles zu Fuß erkunden willst. Für einen ausführlichen Vergleich der verschiedenen Viertel schau dir unseren Unterkunftsguide Malta an.
⚠️ Besser meiden
Vermeide Unterkünfte in Paceville, wenn dir Budget und Schlafqualität wichtig sind. Das ist Maltas Ausgehviertel – an Wochenenden geht der Lärm bis 4 Uhr morgens, und die Hotels dort verlangen für die Lage, nicht für den Wert. Für einen späten Abend okay, als Basis aber nicht geeignet.
Essen und Trinken: Wie die Einheimischen essen, fast umsonst
Beim Essen überrascht Malta Budget-Reisende besonders positiv. Das Pastizz – Maltas ikonisches Blätterteiggebäck mit Ricotta- oder Erbsenfüllung – kostet in jeder lokalen Pastizzeria oder Bäckerei rund €0,30–0,50. Ein Teller Ftira (ein dickes maltesisches Brot-Sandwich mit Thunfisch, Kapern, Oliven und Tomaten) schlägt mit €3–5 zu Buche. Das sind keine Touristen-Snacks – das ist das, was Maltesen zum Frühstück und Mittagessen essen. Supermärkte wie LIDL und PAMA haben Filialen auf der ganzen Insel; wer für ein paar Mahlzeiten täglich selbst einkauft, senkt die täglichen Essenskosten erheblich.
In Restaurants abseits der Touristenpfade zahlt man €6–12 für ein Hauptgericht. Lokale am Valletta-Hafen und entlang von Sliemas Einkaufsmeile verlangen Touristenpreise (€15–25 für ein Hauptgericht) – die Qualität rechtfertigt das selten. Der Fischmarkt in Marsaxlokk am Sonntag lohnt sich sowohl wegen der Atmosphäre als auch für den Kauf von frischem Fisch zu fairen Preisen. Kaninchenragout (Fenek), Maltas Nationalgericht, steht auf Speisekarten überall auf der Insel für €10–15 und ist eines der besten lokalen Erlebnisse zum kleinen Preis.
- Pastizzi (Ricotta- oder Erbsengebäck): €0,30–0,50 das Stück in lokalen Bäckereien
- Ftira-Sandwich: €3–5 in einem lokalen Café
- Hauptgericht in einem einheimischen Restaurant: €6–12
- Lokales Bier (Cisk Lager) in einer Bar: €2–3,50, je nach Gegend
- Kaffee (Espresso oder Maltesischer Tee): €1,50–2,50
- Selbst kochen mit Supermarkteinkauf: €5–8 pro Tag bei Brot, Käse, Aufschnitt und Obst
Kostenlose und günstige Sehenswürdigkeiten: Was nichts kostet

Das ist Maltas stärkstes Argument fürs Budget-Reisen: Ein riesiger Teil der besten Erlebnisse ist völlig kostenlos. Die Straßen von Valletta zu schlendern – einem UNESCO-Weltkulturerbe und einer der dichtesten Sammlungen barocker Architektur in Europa – kostet nichts. Dasselbe gilt für Mdina, die mittelalterliche Festungsstadt im Herzen der Insel – der Eintritt in die Altstadt selbst ist frei, auch wenn einzelne Museen Eintritt verlangen. Die Upper Barrakka Gardens bieten – von vielen als schönster Panoramablick Maltas bezeichnet – einen kostenlosen Blick auf den Grand Harbour und die Drei Städte.
Die Dingli-Klippen an der Westküste ragen 253 Meter über den Meeresspiegel und sind kostenlos mit dem Bus erreichbar. Das Dorf Marsaxlokk und sein berühmter Fischmarkt verlangen keinen Eintritt. Öffentliche Strände wie Golden Bay, Mellieha Bay und Ghajn Tuffieha sind alle kostenlos. Die Bootsfahrten zur Blue Grotto kosten rund €8–10 pro Person und sind es wert – der Aussichtspunkt oberhalb der Klippen ist aber kostenlos.
Bei den kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten sind die Preise generell fair. Das Hal Saflieni Hypogäum – eine der bemerkenswertesten prähistorischen unterirdischen Begräbnisstätten der Welt – kostet €50 und ist Wochen im Voraus ausgebucht. Am besten direkt nach der Reisebuchung auf der Heritage-Malta-Website reservieren. Hagar Qim und Mnajdra zusammen kosten €10. Die St.-Johannes-Konzathedral in Valletta verlangt €15 Eintritt, ist aber während der Sonntagsmorgenmesse kostenlos zugänglich – vorausgesetzt, du nimmst am Gottesdienst teil, statt ihn als reinen Touristenbesuch zu behandeln.
Der Malta Pass ist für 24/48/72 Stunden erhältlich und bündelt den Eintritt zu über 40 Attraktionen, darunter Hop-on-Hop-off-Bus, verschiedene Museen und einige Bootstouren. Es lohnt sich, ihn vor dem Kauf gegen dein geplantes Programm zu rechnen – für museumslastige Tage spart er Geld, für Reisende, die hauptsächlich kostenlose Sehenswürdigkeiten und Strände besuchen, rechnet er sich oft nicht. Eine vollständige Übersicht kostenloser Aktivitäten findest du in unserem Guide: Kostenlose Aktivitäten auf Malta.
Reisezeitpunkt: Der größte Hebel für dein Budget

Der wichtigste Faktor für dein Malta-Budget ist der Reisezeitpunkt. Juli und August sind Hochsaison: Unterkunftspreise schnellen hoch, Strände sind überfüllt, und die Temperaturen erreichen regelmäßig 32–35 °C – was Sightseeing im Freien zwischen 11 und 16 Uhr unangenehm macht. Die Nebensaison von April bis Juni und September bis Oktober bietet die beste Kombination aus mildem Wetter (20–28 °C), überschaubaren Menschenmassen und deutlich günstigeren Unterkunftspreisen. Im Winter (Dezember–Februar) sind die Preise am niedrigsten, die Temperaturen liegen bei 12–16 °C – rechne aber mit gelegentlichem Regen und einigen saisonalen Schließungen. Mehr zum idealen Reisezeitpunkt findest du in unserem Guide: Beste Reisezeit für Malta.
Abgesehen von den Unterkunftsersparnissen bedeutet Reisen in der Nebensaison: kürzere Warteschlangen am Hypogäum, entspannte Morgenbesuche in Valletta, bevor Reisegruppen ankommen, und Bootstouren zur Blue Lagoon auf Comino ohne Gedränge auf überfüllten Plattformen. Die Blue Lagoon im Juli ist schlicht überwältigend – Ausflugsboote aus Sliema und Mellieha treffen im Minutentakt ein, und bis zum Mittag hat sich das Wasser in einen schwimmenden Parkplatz verwandelt. Im Mai oder Oktober ist es an derselben Stelle eine völlig andere Erfahrung.
✨ Profi-Tipp
Wenn du im Sommer nach Malta fährst, buchst du am besten eine Morgenabfahrt zur Blue Lagoon auf Comino (möglichst vor 9 Uhr) und brichst bis spätestens 11:30 Uhr wieder auf, bevor die große Welle der Tagestouristen anrollt. Nachmittagsslots sind deutlich schlechter – mehr Gedränge, weniger Genuss.
Praktische Spartipps: Kleinigkeiten, die sich summieren
Leitungswasser ist in Malta trinkbar – das erspart die täglichen Ausgaben für Flaschenwasser, die viele Reisende in Mittelmeerländern für selbstverständlich halten. Nimm eine Trinkflasche zum Befüllen mit. Trinkgeld ist nicht verpflichtend; 5–10 % im Restaurant ist eine nette Geste, wenn der Service gut war und kein Serviceentgelt bereits auf der Rechnung steht – nichts zu geben gilt nicht als unhöflich. Steckdosen in Malta sind vom Typ G (britischer Dreistecker) bei 230 V; britische Reisende brauchen keinen Adapter, andere Europäer nur einen einfachen UK-Adapter, keinen Spannungswandler.
- Leitungswasser trinken Sicher und kostenlos – spart €2–4 pro Tag gegenüber dem Kauf von Flaschen
- Tallinja-Buscard kaufen Statt €2 bar pro Fahrt zahlen; auf manchen Strecken gibt es günstigere Kartentarife oder Tageskappen
- Abseits der Uferpromenaden essen Eine Straße hinter der Sliema-Strandpromenade oder der Republic Street in Valletta fallen die Preise merklich
- Kirchen kostenlos besichtigen Malta hat über 360 Kirchen – die meisten sind außerhalb der Gottesdienstzeiten kostenlos zu betreten und beherbergen bemerkenswerte Kunst
- Frühstück im Supermarkt LIDL und PAMA bieten gute Auswahl an lokalen Brot-, Käse- und Obstsorten zu lokalen Preisen
- Heritage-Malta-Stätten frühzeitig buchen Das Hal Saflieni Hypogäum ist Wochen im Voraus ausgebucht – kurzfristige Tickets gibt es nicht
Häufige Fragen
Ist Malta teurer als andere Mittelmeerziele?
Malta liegt im Mittelfeld für das mediterrane Europa. Es ist günstiger als Frankreich, Italien und Spanien, in etwa vergleichbar mit Portugal und teurer als der Balkan oder die Türkei. Unterkunft und Restaurantbesuche sind die größten Kostenpunkte, während Transport und viele Sehenswürdigkeiten nach EU-Maßstäben wirklich erschwinglich sind.
Wie viel Geld brauche ich pro Tag in Malta?
Budget-Reisende, die in Schlafsälen übernachten, lokale Küche essen und den Bus nutzen, kommen in der Nebensaison (Frühjahr und Herbst) mit rund €35–45 pro Tag aus. Im Juli und August steigt das auf €50–60 pro Tag. Reisende mittlerer Preisklasse mit Privatzimmer und Restaurantbesuchen sollten €80–120 pro Tag einplanen. Paare, die sich Kosten teilen, kommen pro Person oft günstiger weg.
Was ist die günstigste Art, sich auf Malta fortzubewegen?
Das Busnetz Malta Public Transport fährt fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten für €2 pro Fahrt an (€2,50 im Sommer). Die 7-Tage-Explore-Card für €21 deckt die meisten Kurzaufenthalte ab. Ein Mietwagen ist nicht nötig und verursacht zusätzliche Parkkosten; Taxis und Bolt/Uber sind für späte Nächte praktisch, für den täglichen Einsatz aber zu teuer.
Gibt es kostenlose Aktivitäten auf Malta?
Viele der überzeugendsten Erlebnisse auf Malta sind kostenlos. Durch Valletta und Mdina spazieren, die Upper und Lower Barrakka Gardens besuchen, die Dingli-Klippen erkunden, das Fischerdorf Marsaxlokk und alle öffentlichen Strände – alles ohne Eintritt. Der Besuch der meisten katholischen Kirchen – davon gibt es über 360 auf den Inseln – ist ebenfalls gratis.
Lohnt sich der Malta Pass?
Der Malta Pass lohnt sich, wenn du in 2–3 Tagen 6–8 kostenpflichtige Attraktionen planst, darunter Museen, den Hop-on-Hop-off-Bus und Bootstouren. Für Reisende, die hauptsächlich Strände und kostenlose historische Stätten besuchen, geht die Rechnung meistens nicht auf. Kalkuliere zuerst deine geplanten Eintritte, bevor du den Pass kaufst.