Shopping in Dublin: Der komplette Guide zu Straßen, Märkten & Malls

Dublin bietet eine überraschend vielfältige Einkaufslandschaft – von den Flagship-Stores auf der Grafton Street über unabhängige Boutiquen auf der South William Street, Wochenmärkte in Temple Bar bis hin zu Irlands größtem Einkaufszentrum in Dundrum. Dieser Guide zeigt dir, wo es sich lohnt.

Belebte Einkaufsstraße in Dublin mit roten Backsteingebäuden, Läden und Cafés, gefüllt mit Passanten unter leicht bewölktem Himmel.

Kurzfassung

  • Die Grafton Street (Südseite) und die Henry Street (Nordseite) sind Dublins zwei Haupteinkaufsstraßen – jede mit eigenem Charakter und Preissegment.
  • Die meisten Handwerks- und Lebensmittelmärkte laufen nur donnerstags bis samstags – das solltest du bei der Planung unbedingt berücksichtigen.
  • Die George's Street Arcade, seit 1881 in Betrieb, ist die erste Adresse für Vintage, Schallplatten und unabhängige Händler.
  • Das Dundrum Town Centre ist Irlands größtes Einkaufszentrum und mit der Luas Green Line in rund 20 Minuten vom Stadtzentrum erreichbar.
  • Für irische Waren und Design gehst du am besten zur South William Street und den Seitenstraßen der Grafton – und nicht in die touristisch ausgerichteten Läden rund um Trinity.

Grafton Street und das südliche Einkaufszentrum

Großes, elegantes Backsteingebäude an einer belebten Fußgängerzone in Dublin mit Ladenschildern und vorbeigehenden Menschen.
Photo JustPhotof Photo & Video

Wer auf der Südseite Dublins einkaufen will, fängt an der Grafton Street an, der bekanntesten Einkaufsmeile der Stadt. Sie verläuft von der Nordseite des Trinity College bis zum St Stephen's Green, ist vollständig fußgängerfreundlich und gesäumt von allem, was das Herz begehrt – von Brown Thomas (Dublins Antwort auf das KaDeWe) bis zum Juwelier Weir & Sons. Brown Thomas ist vor allem das Aushängeschild des Luxussegments und führt internationale Marken neben irischen Designern.

Die Straße ist stark besucht, besonders an Wochenenden, und wird im Dezember richtig eng, wenn Weihnachtseinkäufer und Straßenkünstler aufeinandertreffen. An Wochentagen vor 11:00 Uhr ist es noch einigermaßen entspannt. Die meisten Läden öffnen zwischen 09:00 und 10:00 Uhr und schließen zwischen 18:00 und 19:00 Uhr; donnerstags gibt es oft verlängerte Öffnungszeiten bis 20:00 oder 21:00 Uhr. Schau vor deinem Besuch am besten kurz auf der Website des jeweiligen Geschäfts nach, da sich die Zeiten je nach Saison ändern können.

Das eigentliche Highlight auf der Südseite sind die Seitenstraßen der Grafton Street: Drury Street, Castle Market und vor allem die South William Street. Hier reihen sich unabhängige Boutiquen und irische Designläden wie der Irish Design Shop und Costume aneinander, dazu ein paar gute Cafés, die das Stöbern deutlich angenehmer machen. Ganz in der Nähe befindet sich das Powerscourt Centre, ein Innenhof in einem Stadtpalais aus dem 18. Jahrhundert, der kleineren unabhängigen Händlern, Antiquitätenhändlern und einem beliebten Wochenendmarkt Platz bietet. Eine Stunde hier ist gut investierte Zeit.

💡 Lokaler Tipp

Wenn du irische Kleidung, Schmuck oder Haushaltswaren suchst, lass die Souvenirläden rund um die Molly-Malone-Statue und den Temple Bar links liegen. Die unabhängigen Boutiquen auf der South William Street und der Drury Street bieten deutlich bessere Qualität – zu ähnlichen oder nur geringfügig höheren Preisen.

Henry Street und das nördliche Einkaufsviertel

Belebte Straßenszene in Dublin bei Sonnenuntergang mit Geschäften, Neonlichtern, Fußgängern, Bussen und Autos, die die Atmosphäre des nördlichen Einkaufsviertels der Stadt zeigt.
Photo Gary Doherty

Überquerst du die Ha'penny Bridge oder die O'Connell Bridge, befindest du dich in einer anderen Einkaufswelt. Die Henry Street auf der Nordseite ist bodenständiger als die Grafton Street – hier dominieren Ketten und Kaufhäuser. Arnotts, Irlands ältestes Kaufhaus, liegt an der Ecke Henry Street/Liffey Street und bietet auf mehreren Etagen alles von Mode bis Haushaltswaren. Im Vergleich zu Brown Thomas ist es deutlich günstiger und alltagstauglicher.

Rund um die Henry Street liegen drei Einkaufszentren: das Jervis Shopping Centre, das ILAC Centre und das Arnotts-Gebäude. Architektonisch ist keines davon besonders, aber sie bieten überdachtes, praktisches Einkaufen – ein echter Pluspunkt bei Dublins zuverlässig nassem Wetter. Die Luas-Haltestelle Jervis (Red Line) liegt direkt vor dem Eingang des Jervis Centre und macht diesen Teil der Stadt per öffentlichem Verkehr besonders einfach erreichbar.

ℹ️ Gut zu wissen

Henry Street und Grafton Street werden oft verglichen, aber sie erfüllen unterschiedliche Zwecke. Die Grafton Street ist eher etwas für Premium-Einkäufe und unabhängiges Design. Die Henry Street eignet sich besser für alltägliche Einkäufe, gängige Modeketten und Kaufhauskauf. Die meisten Dubliner nutzen je nach Bedarf beide.

Märkte, die sich wirklich lohnen

Überdachter Markt im viktorianischen Stil in Dublin mit Fliesenboden, bunten Ständen mit Kunsthandwerk und Schmuck sowie Besuchern auf zwei Ebenen.
Photo David Allen

Dublins Marktszene belohnt gute Planung. Das George's Street Arcade sticht dabei heraus. Die überdachte viktorianische Markthalle aus dem Jahr 1881 verläuft zwischen der South Great George's Street und der Drury Street. Drinnen findest du Vintage-Kleidung, Antiquariats-Stände, Plattenläden, Schmuckmacher, Tarot-Leser und Streetfood-Theken. Sie hat montags bis samstags geöffnet (sonntags reduzierte Zeiten) und gehört zu den wenigen wirklich atmosphärischen Einkaufsorten der Stadt. Es ist kein Flohmarkt im chaotischen Sinne – die meisten Händler sind seit Jahren dabei und kennen ihr Sortiment sehr gut.

Im Temple Bar gibt es drei verschiedene Märkte, die man auseinanderhalten sollte. Der Temple Bar Food Market am Meeting House Square findet jeden Samstag von 10:00 bis 16:30 Uhr statt, das ganze Jahr über und bei jedem Wetter – mit frischen Produkten, handwerklichem Brot, Käse und Streetfood von unabhängigen Anbietern. Der Temple Bar Book Market findet samstags am Barnardo Square statt. Der Temple Bar Square Craft Market läuft in der Regel donnerstags bis samstags mit handgemachtem Schmuck, Kunstdrucken, Strickwaren und Ähnlichem. Keiner dieser Märkte findet täglich statt – was erstaunlich viele Besucher überrascht. Wer dienstags mit Markterwartung anreist, findet einen leeren Platz vor.

  • George's Street Arcade Viktorianische überdachte Markthalle, seit 1881. Vintage, Bücher, Schallplatten, Essen. Mo–Sa Hauptzeiten, sonntags eingeschränkt. Der Eingang an der Drury Street ist weniger belebt.
  • Temple Bar Food Market Meeting House Square, samstags 10:00–16:30 Uhr. Frische Produkte und Streetfood. Läuft das ganze Jahr – im Winter am besten eine Jacke einpacken.
  • Temple Bar Craft Market Temple Bar Square, in der Regel donnerstags bis samstags. Handgemachte Waren, Schmuck, Kunst. Zeiten variieren – vor dem Besuch auf templebar.ie nachschauen.
  • Liberty Market Meath Street, seit 1973 in Betrieb. Günstige Kleidung, Haushaltswaren, Stoffe. Eher bei Einheimischen als bei Touristen beliebt.
  • Powerscourt Centre Farmers' Market Samstagvormittags im Innenhof des georgianischen Powerscourt Centre auf der South William Street. Handwerkliche Lebensmittel und Kunsthandwerk in elegantem Ambiente.

⚠️ Besser meiden

Die meisten Handwerks- und Lebensmittelmärkte in Dublin sind nur an bestimmten Tagen geöffnet – meist donnerstags bis samstags oder nur samstags. Wenn Märkte auf deiner Prioritätenliste stehen, plane deinen Aufenthalt gezielt danach, statt darauf zu hoffen, zufällig einen zu finden. Schau in der Woche deiner Reise auf den offiziellen Websites oder in den sozialen Medien nach, da sich die Zeiten rund um Feiertage und bei schlechtem Wetter ändern können.

Einkaufszentren und Standorte am Stadtrand

Innenansicht eines modernen Einkaufszentrums mit Glasdach, einkaufenden Menschen und Geschäften auf zwei Etagen.
Photo Valent Lau

Das Dundrum Town Centre ist Irlands größtes Einkaufszentrum – und dieser Titel ist verdient. Es beherbergt über 100 Geschäfte auf zwei Ebenen, darunter große internationale Modemarken, ein Kino sowie Restaurants und Cafés. Es liegt im Stadtteil Dundrum im südlichen Dublin, etwa 6 km vom Stadtzentrum entfernt, und ist direkt mit der Luas Green Line an den Haltestellen Balally und Dundrum erreichbar. Die Fahrtzeit ab St Stephen's Green beträgt rund 20 Minuten. Für alle, die Mainstream-Shopping in einer angenehmen, überdachten Umgebung suchen, übertrifft es die innerstädtischen Einkaufszentren sowohl in Größe als auch in der Erfahrung.

Etwas weiter draußen haben sowohl Dún Laoghaire als auch Blackrock kleinere, aber lohnenswerte Einkaufsstraßen, die sich gut mit einem Besuch an der Küste kombinieren lassen. Dún Laoghaire hat ein überschaubares Stadtzentrum mit unabhängigen Läden neben Ketten sowie das Bloomfields Shopping Centre für den alltäglichen Bedarf. Wer einen Tagesausflug entlang der DART-Linie unternimmt, kann in beiden Orten Einkaufen mit einem Spaziergang am Meer oder am Pier verbinden. Der Blackrock Market hinter der Hauptstraße ist an Wochenenden geöffnet und bietet einen bunten Mix aus Antiquitäten, Kunsthandwerk und Essen.

  • Dundrum Town Centre Irlands größtes Einkaufszentrum. 100+ Geschäfte, Kino, Restaurants. Luas Green Line: Haltestellen Dundrum oder Balally. Ca. 20 Min. vom Stadtzentrum.
  • Jervis Shopping Centre Nordseite, an der Henry Street. Gängige High-Street-Marken. Luas Red Line: Haltestelle Jervis. Praktisch an Regentagen.
  • ILAC Centre Ebenfalls an der Henry Street. Mix aus Einzelhandel und Food Court. Praktisch für Erledigungen auf der Nordseite.
  • Powerscourt Centre South William Street. Umgebautes georgianisches Stadtpalais mit unabhängigen Händlern und Designshops. Samstagvormittags Bauernmarkt.
  • Blackrock Shopping Centre / Markt DART-Linie, ca. 20 Min. ab Pearse Street. Wochenendmarkt für Antiquitäten und Kunsthandwerk, dazu normaler Einzelhandel.

Was kaufen: Irische Produkte vs. Touristensouvenirs

Steingebäude mit dem Schild 'Aran Sweater Market' in Dublin, Menschen, die zu Fuß gehen und Fahrrad fahren, was auf authentische irische Waren hindeutet.
Photo Jonathan Borba

In Dublin gibt es jede Menge Kleeblatt-Merchandise, der mit irischem Handwerk herzlich wenig zu tun hat. Das macht einen Unterschied, wenn du etwas wirklich in Irland Hergestelltes mit nach Hause nehmen möchtest. Aran-Strickwaren sind ein legitimes irisches Produkt – aber vieles davon, was in der Nähe von Touristenattraktionen verkauft wird, stammt aus dem Ausland. Wenn dir die Herkunft wichtig ist, frag direkt nach und schau auf die Etiketten. Läden wie Avoca in der Suffolk Street und der Irish Design Shop in der Drury Street führen zuverlässig irisch hergestellte Waren: Wolldecken, Keramik, Schmuck irischer Designer und hochwertige Lebensmittel.

Bei Whiskey und Lebensmittelgeschenken haben Fachgeschäfte eine breitere und interessantere Auswahl als der Duty-free am Flughafen. Mehrere Dubliner Whiskey-Brennereien haben Shops, die einen Besuch für sich allein wert sind. Die Teeling Whiskey Distillery im Liberties-Viertel und die Jameson Distillery in der Bow Street haben beide gut sortierte Shops, in denen du vor dem Kauf probieren kannst. Bücher irischer Autoren – insbesondere aus Fachbuchhandlungen wie Ulysses Rare Books in der Nähe der Grafton Street – sind markante und authentisch irische Mitbringsel, die im Gegensatz zu Keramik den Koffer nicht allzu sehr beschweren.

Praktische Tipps fürs Shoppen in Dublin

Nicht-EU-Besucher können über das Retail Export Scheme eine Mehrwertsteuererstattung auf berechtigte Einkäufe beantragen. Achte auf Läden, die das Tax Free Shopping-Zeichen tragen, und lass dir die entsprechenden Unterlagen direkt an der Kasse aushändigen – du musst sie vor der Abreise am Flughafen zollstempeln lassen. Der irische Standardmehrwertsteuersatz beträgt 23 %, bei größeren Einkäufen lohnt sich das also. Hebe deine Kassenbons auf und plane am Dubliner Flughafen etwas mehr Zeit für den Zoll ein.

In Dublin wird mit Euro (EUR) bezahlt, und Kartenzahlungen – einschließlich kontaktlos – werden fast überall akzeptiert. Bargeld ist für Einkäufe im Einzelhandel kaum nötig, obwohl manche Marktstände es bevorzugen. Um zwischen den Einkaufsvierteln zu pendeln, ist das Luas-Straßenbahnnetz die praktischste Option: Die Green Line verbindet das Stadtzentrum mit Dundrum, die Red Line bedient die Nordseite und das Smithfield-Viertel. Alles Weitere dazu findest du im Guide zur Fortbewegung in Dublin. Wer mit kleinem Budget unterwegs ist, findet in den Seitenstraßen der Südseite und in der George's Street Arcade tolle Stöbermöglichkeiten ohne den Preisdruck der Kaufhäuser. Der Dublin-Guide für Reisende mit kleinem Budget geht darauf noch ausführlicher ein.

  • Die meisten innerstädtischen Läden öffnen 09:00–10:00 Uhr und schließen 18:00–19:00 Uhr; donnerstags oft verlängerte Öffnungszeiten bis 20:00–21:00 Uhr.
  • Märkte laufen in der Regel donnerstags bis samstags oder nur samstags – vor der Reise nachprüfen.
  • Nicht-EU-Besucher können auf berechtigte Einkäufe Mehrwertsteuer zurückfordern; Unterlagen im Geschäft anfordern.
  • Kartenzahlung (auch kontaktlos) ist im Einzelhandel Standard; manche Marktstände bevorzugen Bargeld.
  • Das Dundrum Town Centre ist die beste Wahl für einen ganzen Tag Mainstream-Shopping; erreichbar mit der Luas Green Line.
  • Für irische Produkte lieber die Souvenirläden an den großen Touristenattraktionen meiden; die unabhängigen Boutiquen in der Drury Street und South William Street sind die bessere Wahl.
  • Im Dezember ist die Grafton Street stimmungsvoll, aber sehr voll; an Wochentagen vormittags ist es deutlich angenehmer.

Häufige Fragen

Was ist die beste Einkaufsstraße in Dublin?

Die Grafton Street ist Dublins bekannteste Einkaufsmeile, die vom St Stephen's Green bis zum Trinity College verläuft und Flagship-Stores, das Kaufhaus Brown Thomas und Straßenkünstler vereint. Für unabhängige Boutiquen und irisches Design sind die Seitenstraßen der Grafton – insbesondere South William Street und Drury Street – noch interessanter.

Wann finden die Dubliner Märkte statt?

Die meisten Handwerks- und Lebensmittelmärkte in Dublin haben nur an bestimmten Tagen geöffnet. Der Temple Bar Food Market findet jeden Samstag von 10:00 bis 16:30 Uhr statt. Der Temple Bar Craft Market läuft in der Regel donnerstags bis samstags. Die George's Street Arcade hat montags bis samstags geöffnet (sonntags eingeschränkt). Aktuelle Zeiten immer auf den offiziellen Websites prüfen, da sich die Öffnungszeiten rund um Feiertage ändern können.

Lohnt sich ein Ausflug zum Dundrum Town Centre vom Dubliner Stadtzentrum aus?

Ja, wenn du nach Mainstream-Shopping suchst. Dundrum ist Irlands größtes Einkaufszentrum mit über 100 Geschäften und einem Kino – rund 20 Minuten ab St Stephen's Green mit der Luas Green Line. Es ist komfortabler und besser bestückt als die innerstädtischen Einkaufszentren, und die Verbindung ist direkt und häufig.

Wo kaufe ich in Dublin echte irische Souvenirs?

Für authentisch irische Waren empfehlen sich Avoca in der Suffolk Street, der Irish Design Shop in der Drury Street oder das Powerscourt Centre in der South William Street. Die Brennereien Teeling und Jameson haben hochwertige Whiskey-Shops. Die Souvenirläden rund um die großen Touristenattraktionen lieber meiden – das meiste davon wird nicht in Irland hergestellt.

Können Besucher in Dublin eine Mehrwertsteuererstattung beantragen?

Nicht-EU-Besucher können über Irlands Retail Export Scheme auf berechtigte Einkäufe Mehrwertsteuer zurückfordern. Achte auf das Tax Free Shopping-Zeichen in teilnehmenden Geschäften, lass dir das Erstattungsformular an der Kasse ausstellen und vom Zoll am Dubliner Flughafen vor der Abreise stempeln. Der irische Standardmehrwertsteuersatz beträgt 23 % – bei größeren Käufen kann sich das richtig lohnen.

Zugehöriges Reiseziel:dublin

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