Wienerwald: Wiens Waldauszeit direkt vor der Stadtgrenze
Der Wienerwald ist ein UNESCO-Biosphärenreservat mit rund 135.000 Hektar bewaldeter Hügel westlich und südwestlich von Wien. Der Eintritt ist frei, die Wege reichen von gemächlich bis steil, und das Gebiet lohnt sich in jeder Jahreszeit – mit Aussichtspunkten, Weinortsrundgängen und einer Stille, die die Innenstadt nicht bieten kann.
Fakten im Überblick
- Lage
- West- und südwestlich von Wien, erreichbar aus Bezirken wie Döbling, Hietzing und Penzing
- Anfahrt
- Mehrere U-Bahn- und Straßenbahnlinien führen bis an den Waldrand; der Bus 38A zum Kahlenberg ist ein beliebter Startpunkt ab Heiligenstadt (U4)
- Zeitbedarf
- 2 Stunden für einen kurzen Spaziergang; ein ganzer Tag für ausgiebige Wanderungen oder die Kombination mehrerer Aussichtspunkte
- Kosten
- Eintritt frei; einzelne Einrichtungen (Restaurants, manche Seilbahnen, Klöster) verlangen gesonderte Gebühren
- Am besten für
- Wanderer, Naturliebhaber, Fotografen, Familien und alle, die eine Auszeit vom Stadtleben brauchen
- Offizielle Website
- www.wienerwald.info/en

Was der Wienerwald wirklich ist
Der Wienerwald ist kein Park mit Eingangstor und Kasse. Es ist eine weitläufige bewaldete Hügellandschaft, die die nordöstlichen Ausläufer der Nördlichen Kalkalpen bildet – rund 45 Kilometer lang und 20 bis 30 Kilometer breit. Die Gesamtfläche beträgt etwa 135.000 Hektar, davon liegen rund 90 Prozent in Niederösterreich, die restlichen 10 Prozent auf dem Stadtgebiet Wiens, verteilt auf sieben Bezirke: Hietzing, Penzing, Ottakring, Hernals, Währing, Döbling und Liesing.
2005 wurde der Wienerwald als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt – als Würdigung seines ökologischen Werts als eines der größten bewaldeten Gebiete unmittelbar angrenzend an eine europäische Hauptstadt. Das Biosphärenreservat umfasst rund 105.645 Hektar in 51 Gemeinden Niederösterreichs sowie den sieben Wiener Bezirken. Der höchste Punkt auf Wiener Stadtgebiet ist der Hermannskogel mit 542 Metern – gleichzeitig Wiens höchster Punkt überhaupt. Der Kahlenberg mit rund 484 Metern ist der meistbesuchte Gipfel und bietet Ausblicke über die Stadt und die Donauebene.
Das Gelände gliedert sich grob in zwei Zonen. Der Flysch-Wienerwald im Norden und Westen ist geprägt von sanfteren, gerundeten Hügeln mit Buchen- und Eichenwäldern und eignet sich gut für entspannte Spaziergänge. Der Kalk-Wienerwald im Süden und Osten ist steiler und felsiger, mit dichteren Nadelwäldern. Beide Zonen sind mit gut markierten Wegen erschlossen, der Untergrund unterscheidet sich zwischen ihnen jedoch erheblich.
ℹ️ Gut zu wissen
Der Zugang zu den Waldwegen und Freiflächen des Wienerwalds ist kostenlos. Es gibt weder eine allgemeine Eintrittsgebühr noch ein Ticketsystem für den Wienerwald als Ganzes.
Anreise aus Wien
Der Wienerwald ist vom Stadtgebiet aus vollständig mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar – einer der praktischsten Aspekte eines Besuchs. Der nördliche Waldrand mit Kahlenberg und Leopoldsberg wird vom Bus 38A angesteuert, der ab der Station Heiligenstadt der U4 bergauf fährt. Der Bus hält direkt am Kahlenberggipfel und ist damit die einfachste Einzelroute für Erstbesucher.
Für den Zugang vom westlichen und südwestlichen Rand bringen Straßenbahn- und Buslinien in Hietzing und Penzing bis an den Waldrand, von wo aus markierte Wege fast unmittelbar beginnen. Der U4-Endpunkt Hütteldorf ist ein praktischer Ausgangspunkt für mehrere Routen in den Flysch-Wienerwald. Wer den Waldausflug mit einem Besuch der Weinorte Grinzing oder Nussdorf verbinden möchte, findet durch Döbling führende Straßenbahnlinien mit Direktverbindungen aus der Innenstadt.
Für Radfahrer ist der Wienerwald gut an Wiens Radwegenetz angebunden, wobei die Wege im Wald zwischen glatten Schotterpfaden und groben Naturtrails variieren. Der Wander- und Outdoorguide Wien geht auf Wegbeschaffenheit und empfehlenswerte Radrouten in den Wald genauer ein.
Tickets & Führungen
Ausgewählte Angebote unseres Buchungspartners. Die Preise sind Richtwerte; Verfügbarkeit und endgültiger Preis werden bei der Buchung bestätigt.
Imperial Vienna 72-hour hop-on hop-off bus
Ab 55 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungSkip-the-Line Entrance with Guide to Schonbrunn Palace and Gardens
Ab 45 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungLuggage Storage in Vienna
Ab 6 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungStrauss Dinner Show
Ab 99 €Sofortige BestätigungKostenlose Stornierung
Wie sich der Besuch anfühlt: Tageszeit und Jahreszeit
Der frühe Morgen im Wienerwald ist wirklich still. An Wochentagen kann man 30 Minuten wandern, ohne einem anderen Menschen zu begegnen – man hört nur den Wind im Blätterdach der Buchen und gelegentlich Spechte, die sich durch totes Holz arbeiten. Der Waldboden hält die Feuchtigkeit über Nacht, sodass ein charakteristischer Geruch nach feuchter Erde liegt, der sich auflöst, sobald die Sonne über den Baumwipfeln steht. Das ist das beste Zeitfenster für Fotos: Weiches, gerichtetes Licht filtert durch das Blätterdach, und im Herbst liegt Bodennebel in den Talmulden unterhalb des Kahlenbergs.
An Wochenendnachmittagen verwandelt sich die Atmosphäre vollständig. Ab dem späten Vormittag füllen Familien, Jogger, Hundebesitzer und Wandergruppen die Hauptwege von Grinzing, Nussdorf und dem Kahlenbergkamm. Die Restaurants am Kahlenberggipfel können an sonnigen Wochenenden bis Mittag überfüllt sein. Wer samstags oder sonntags kommt, merkt deutlich den Unterschied, wenn er vor 9 Uhr morgens aufbricht.
Der Herbst, von September bis November, ist die Zeit, die erfahrene Wanderer am häufigsten als den Wald von seiner schönsten Seite nennen. Buchenwälder färben sich gelb und kupferfarben über die Hügel, die Luft ist kühl und klar, und die Aussichtspunkte über die Stadt sind so scharf wie nie – bevor der Winterdunst einsetzt. Der Frühling bringt Wildblumen, besonders in den Lichtungen des Flysch-Wienerwalds, und die Vogelwelt ist am aktivsten. Der Sommer ist angenehm, aber auf den Hauptwegen wird es spürbar voller, und die Baumkronen können dazu verleiten, die Hitze zu unterschätzen, bis man an einem Aussichtspunkt ins Freie tritt.
Winterbesuche werden unterschätzt. Schnee im Buchenwald über dem Kahlenberg ist wirklich beeindruckend, und die meisten Wege bleiben begehbar, solange kein starker Schneefall eingetreten ist. Das Wochendpublikum lichtet sich im Januar und Februar erheblich, und das Stadtpanorama vom Kahlenberg bekommt unter dem flachen Winterlicht einen ganz anderen Charakter. Geeignetes Schuhwerk ist Pflicht: Festgetretener Schnee auf Waldwegen kann vereist sein, ohne auf den ersten Blick so auszusehen.
💡 Lokaler Tipp
Trag feste Wanderschuhe, egal zu welcher Jahreszeit. Selbst gut gepflegte Wege im Wienerwald haben Baumwurzeln, losen Schotter und feuchte Stellen. Auf den breiteren Schotterwegen rund um den Kahlenberg kommen Turnschuhe durch, aber für alles Anspruchsvollere braucht man Knöchelstütze.
Kahlenberg und Leopoldsberg: Die Aussichtspunkte im Norden
Für die meisten Besucher, die mit dem Bus 38A anreisen, ist der Kahlenberg der erste und zugänglichste Aussichtspunkt. Der Gipfel auf rund 484 Metern bietet ein Panorama nach Süden über Wien, die Donau und an klaren Tagen bis zu den Karpatenausläufern der Slowakei. Die Aussichtsterrasse neben der Gipfelkirche ist der offensichtliche Anlaufpunkt – und das aus gutem Grund: Die Dimension des Ausblicks, mit der flach ausgebreiteten Stadt darunter und der Donau, die sich durch den Mittelgrund schlängelt, gibt einem ein wirklich neues Gefühl für Wiens Geografie.
Der Leopoldsberg, rund 2 Kilometer östlich entlang des Kamms vom Kahlenberg, liegt auf etwa 425 Metern und trägt eine Burgruine sowie eine Barockkirche. Die Kammwanderung zwischen den beiden Gipfeln dauert in gemächlichem Tempo etwa 40 Minuten und führt durch lichten Wald mit mehreren informellen Aussichtspunkten über das Donautal. Diese Kombinationsroute gehört zu den lohnendsten kurzen Wanderungen der Gegend. Mehr Hintergrundinformationen zu diesem Stadtteil und seiner Umgebung bietet der Stadtteilguide Grinzing, Nussdorf und Kahlenberg zur Orientierung.
Historisch hat der Kahlenberg einiges zu bieten. Die Entsatzschlacht von Wien 1683, bei der ein europäisches Koalitionsheer unter dem polnischen König Johann III. Sobieski die belagerte Stadt aus osmanischer Hand befreite, wurde von diesem Kamm aus eingeleitet. Eine polnische Kirche auf dem Gipfel erinnert daran. Diese Geschichte gibt dem Ausblick eine Tiefe, die man leicht übersieht, wenn man rein naturkundlich unterwegs ist.
Wege, Routen und was dich erwartet
Das Wegenetz des Wienerwalds ist mit einem farbcodierten System gut ausgeschildert, das von lokalen Wanderorganisationen gepflegt wird. Die Markierungen sind im Allgemeinen verlässlich, aber vorab heruntergeladene Karten sind sinnvoll, da das Mobilfunksignal in den tieferen Waldabschnitten lückenhaft wird. Das Tourismusportal des Wienerwalds unter wienerwald.info bietet herunterladbare Wanderkarten und Routenbeschreibungen, die für diese Region detaillierter sind als die meisten Wander-Apps.
Für eine Halbtagesrunde bietet sich die Schleife von Nussdorf über den Kahlenberg und hinunter durch die Weinterrassen über Grinzing an: abwechslungsreiches Gelände über 8 bis 10 Kilometer und rund 400 Höhenmeter. Die Route kombiniert Waldwandern, offene Kammabschnitte und einen Abstieg durch aktive Weingärten – und endet direkt bei den Heurigen in Grinzing, was einen natürlichen Schlusspunkt ergibt.
Der Hermannskogel mit 542 Metern ist Wiens höchster Punkt und liegt innerhalb der Stadtgrenzen im Bezirk Döbling. Der Weg vom Trailhead bei Sievering ist etwa 4 Kilometer einfach durch geschlossenen Wald. Er ist ruhiger als der Kahlenberg und weniger besucht – ideal für alle, die Höhe ohne Gedränge suchen. Von der Gipfellichtung gibt es Teilausblicke, allerdings schränkt die Baumkrone das Panorama im Vergleich zum Kahlenberg ein. Wer den Ausflug zu einer längeren Wanderung ausweiten möchte, findet auf der Kahlenberg-Seite weitere Details zum nördlichen Kamm.
⚠️ Besser meiden
Die Barrierefreiheit ist im Großteil des Wienerwalds eingeschränkt. Die meisten Wege sind unbefestigt, uneben und für Rollstühle oder Kinderwagen ungeeignet. Einige breitere Schotterwege rund um den Kahlenberggipfel sind etwas besser begehbar, aber wer erhebliche Mobilitätseinschränkungen hat, sollte die Wegbedingungen vorab bei der offiziellen Touristeninformation erfragen.
Den Wald mit Essen, Wein und Dorfkultur verbinden
Der Wienerwald ist untrennbar mit den Weinorten an seinen Rändern verbunden. Grinzing, Nussdorf, Gumpoldskirchen und Perchtoldsdorf liegen alle an der Waldgrenze und sind mit der Heurigenkultur verbunden – den unkomplizierten Weinlokalen, in denen lokale Winzer ihren eigenen Wein ausschenken und kalte Speisen servieren. Eine Waldwanderung in Grinzing bei einem Glas Grüner Veltliner und einem Tisch im Freien ausklingen zu lassen, ist die Art von Nachmittag, die Wien ungewöhnlich gut hinbekommt.
Die Weinkultur hier ist eng mit der Landschaft verbunden. Die Weingärten an den Südhängen unterhalb von Kahlenberg und Nussdorf werden seit Jahrhunderten bewirtschaftet, und die Nähe des Waldes zu den Reben schafft ein Mikroklima, das diesen Winkel Wiens besonders macht. Mehr über die Heurigenkultur und wie man diese Lokale als Besucher am besten navigiert, erklärt der Heurigenguide Wien – ein praktischer Begleiter für jede Wienerwald-Wanderung.
Wer einen Wienerwald-Besuch zu einer umfassenderen Erkundung dieses Wiener Stadtrandgebiets ausweiten möchte, kann ihn mit den Weinorten Grinzing oder Nussdorf und einem Rückweg auf anderem Weg verbinden. Das Gebiet knüpft auch natürlich an das Thema Outdoor-Leben in Wien an, das der Wien im Sommer Guide für alle behandelt, die einen Besuch in der warmen Jahreszeit planen.
Fotografieren und praktische Hinweise
Die besten Fotofenster im Wienerwald sind der frühe Morgen, wenn das Licht in flachem Winkel in den Wald fällt und Nebel in den Talmulden liegt, sowie der späte Nachmittag im Herbst, wenn das goldene Stundenlicht das sich verfärbende Buchendach auf den offenen Kammabschnitten über dem Kahlenberg einfängt. Das Stadtpanorama von der Aussichtsterrasse des Kahlenbergs funktioniert in alle Richtungen gut, aber der Blick nach Süden zur Donau und ins Stadtzentrum profitiert vom Morgenlicht, das von hinter der Kamera fällt.
Smartphone-Kameras kommen an den offenen Aussichtspunkten gut zurecht, stoßen aber im tiefen Wald an ihre Grenzen, wo das Licht schnell abnimmt. Eine Kamera mit ordentlicher Schwachlichtleistung liefert in den baumbestandenen Abschnitten spürbar bessere Ergebnisse. Im offenen Waldbereich gibt es keinerlei Fotografierbeschränkungen.
Bring Wasser aus Wien mit. An manchen Trailheads und in Ortschaften gibt es Trinkwasserstellen und Brunnen, aber sie sind entlang der Routen nicht verlässlich vorhanden. Bei einer Halbtageswanderung solltest du mindestens einen Liter pro Person dabeihaben. Das Wetter in den Hügeln kann sich schneller ändern als in der Stadt, besonders im Frühling und Herbst, wenn sich Nachmittagsgewitter ohne viel Vorwarnung entwickeln. Der Guide zur besten Reisezeit für Wien behandelt saisonale Wettermuster, die auch für die umliegenden Hügel gelten.
Für wen der Wienerwald vielleicht nichts ist
Der Wienerwald belohnt Menschen, die Zeit draußen verbringen wollen und sich mit einem Erlebnis wohlfühlen, das selbst gesteuert und nicht durchorganisiert ist. Wer nur ein oder zwei Tage in Wien hat und Museen, Paläste und Architektur priorisiert, tut sich schwer, den Wald gegenüber der kulturellen Dichte der Innenstadt zu rechtfertigen. Die Hin- und Rückfahrt vom Zentrum zum Kahlenberg braucht mindestens drei Stunden – ein erheblicher Zeitaufwand bei knappem Programm.
Auch Besucher, die einen gepflegten Park mit klaren Einrichtungen, markierten Rastplätzen und gleichmäßiger Infrastruktur erwarten, werden im Wienerwald ungleichmäßig ausgestattet finden. Außer im Gipfelbereich des Kahlenbergs und bei einigen wenigen Trailhead-Restaurants ist der Wald einfach Wald. Das ist sein Wert – aber es ist gut, das vorher zu wissen.
Insider-Tipps
- Der Bus 38A zum Kahlenberg ist an sonnigen Wochenendvormittagen schnell voll. Nimm den ersten oder zweiten Bus des Tages (aktuelle Wiener-Linien-Fahrpläne prüfen), damit du nicht die ganze Bergfahrt stehend verbringst.
- Die Kammlwanderung zwischen Kahlenberg und Leopoldsberg ist durchgehend ruhiger als jeder der beiden Gipfel für sich. Die meisten Tagesbesucher fahren zu einem Punkt hoch und denselben Weg wieder zurück – auf dem Verbindungsweg dazwischen findet man seine Ruhe.
- Der Hermannskogel, mit 542 Metern Wiens tatsächlich höchster Punkt, zieht nur einen Bruchteil der Besucher an, die zum Kahlenberg strömen. Der Trailhead bei Sievering ist mit dem Bus aus der Stadt erreichbar, und der Gipfelwald ist selbst an belebten Wochenenden angenehm friedlich.
- Wenn du deinen Ausflug bei einem Heurigen in Grinzing oder Nussdorf ausklingen lassen möchtest, prüf vorher, ob das jeweilige Lokal geöffnet ist. Heuriger hängen einen Tannenzweig über die Tür, wenn sie offen haben – die Öffnungszeiten variieren jedoch saisonal, und viele haben außerhalb der Hauptsaison unter der Woche geschlossen.
- Es lohnt sich, Offline-Karten von wienerwald.info oder einer zuverlässigen Wander-App herunterzuladen, bevor du in den Wald gehst. Der Handyempfang ist auf den meisten Routen jenseits des Hauptkamms lückenhaft, und an Wegkreuzungen fehlt es nicht selten an eindeutiger Ausschilderung.
Für wen ist Wienerwald geeignet?
- Wanderer, die Halbtages- oder Ganztagesrouten mit echtem Höhengewinn und Waldeinsamkeit suchen
- Besucher, die einen Vormittagsspaziergang mit einem Nachmittag im Heurigen in Grinzing oder Nussdorf verbinden möchten
- Fotografen, die Herbstlaub, Morgennebel oder Stadtpanoramen vom Kahlenberger Kamm einfangen wollen
- Familien mit älteren Kindern, die unbefestigte Wege über 5 bis 10 Kilometer bewältigen können
- Alle, die mehr als drei Tage in Wien verbringen und mal raus aus dem kulturellen Zentrum wollen
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Weitere Highlights in Wiens Weinviertel (Grinzing, Nußdorf & Kahlenberg):
- Beethoven Museum Heiligenstadt
In dem Haus in Heiligenstadt, in dem Ludwig van Beethoven 1802 sein erschütterndes Testament schrieb, befindet sich dieses kompakte, aber tief bewegende Museum. Es beleuchtet eine der persönlich einschneidendsten Krisen der Klassikgeschichte. Das vom Wien Museum betriebene und 2017 erweiterte Haus liegt in einer stillen, dörflichen Ecke des 19. Bezirks – weit weg vom Touristentrubel der Innenstadt.
- Heuriger Weinstuben
Heuriger sind eine Wiener Besonderheit: Lizenzierte Winzer schenken ihren frisch gepressten Wein aus und servieren dazu einfache kalte Buffetgerichte. Auf den grünen Stadträndern – in Grinzing, Nussdorf und Stammersdorf – bieten sie etwas, das keine Bar in der Innenstadt nachahmen kann: Wein, eingeschenkt von den Menschen, die ihn angebaut haben, mitten im Garten, in dem die Reben noch heute wachsen.
- Kahlenberg
Auf 484 Metern über dem Wiener Becken thront der Kahlenberg und bietet eines der weitesten Panoramen aller europäischen Hauptstädte. Der Zutritt ist kostenlos, der Bus fährt direkt hin – und die Kombination aus Natur, Geschichte und atemberaubendem Ausblick macht den Ausflug zum echten Erlebnis.