Second Beach: Sandstrand und Freibad im Stanley Park
Second Beach liegt am südwestlichen Rand des Stanley Parks, mit Blick auf die English Bay und die North Shore Mountains. Hier kombinierst du einen familienfreundlichen Sandstrand mit einem der wenigen öffentlichen Freibäder Vancouvers, einem Spielplatz und direktem Zugang zum Stanley Park Seawall.
Fakten im Überblick
- Lage
- 8501 Stanley Park Dr, Vancouver, BC V6G 3E2 (südwestlicher Rand des Stanley Parks)
- Anfahrt
- Zu Fuß oder mit dem Fahrrad aus der Innenstadt über den Stanley Park Seawall; kostenpflichtiges Parken in der Nähe auf dem Stanley Park Dr
- Zeitbedarf
- 1 bis 3 Stunden, je nachdem ob du das Freibad nutzt
- Kosten
- Strand kostenlos; Freibad ca. 8 CAD für Erwachsene (Mai bis September, aktuelle Preise bitte vor Ort prüfen)
- Am besten für
- Familien mit Kindern, Schwimmer, Sonnenuntergangs-Fans, Freizeitradler auf dem Seawall
- Offizielle Website
- www.destinationvancouver.com/things-to-do/listings/second-beach

Über Second Beach
Second Beach ist ein öffentlicher Strand und Freizeitbereich auf der Westseite des Stanley Parks, etwa zwei Kilometer vom Haupteingang an der Georgia Street entfernt. Er blickt nach Süden auf die English Bay und nach Westen auf die Strait of Georgia, mit einem offenen Horizont, der Meeresbrisen bringt und an klaren Tagen den Blick auf die North Shore Mountains freigibt.
Anders als die felsigeren Uferabschnitte anderswo im Stanley Park hat Second Beach echten Sand – was ihn zum praktischsten Platz im Park für Handtücher, Sandburgen und Planschen macht. Der Strand selbst ist kostenlos und als Teil des Parkgeländes öffentlich zugänglich. Was die meisten Familien hierher zieht, ist neben dem Sand das angrenzende Salzwasser-Freibad im Freien, das seit seiner ursprünglichen Eröffnung im Jahr 1932 an diesem Standort betrieben wird.
Second Beach ist direkt mit dem Stanley Park Seawall verbunden und damit ein natürlicher Stopp bei jedem Seawall-Spaziergang oder einer Radtour. Viele Besucher kommen zu Fuß vom West End und brauchen weniger als 20 Minuten – der Weg führt am bewaldeten Parkrand entlang, bevor er sich zum Strand hin öffnet.
ℹ️ Gut zu wissen
Der Strand selbst ist kostenlos. Das Freibad ist eine separate, saisonale Einrichtung, die ungefähr von Mai bis September geöffnet ist und eigene Eintrittspreise hat (ca. 8 CAD für Erwachsene, günstigere Tarife für Kinder, Jugendliche und Senioren). Aktuelle Preise bitte vor dem Besuch auf der Website des Vancouver Park Board prüfen, da sie saisonal angepasst werden.
Das Freibad: Eine Vancouverer Institution seit 1932
Das Second Beach Pool ist der Hauptgrund, warum dieser Strandabschnitt mehr Besucher anzieht als andere Strände im Stanley Park. Mit rund 80 Metern Länge ist es eines der größeren öffentlichen Freibäder der Stadt und eines der wenigen, das als saisonale Einrichtung in einem Parkgelände betrieben wird – und nicht in einem Freizeitzentrum. Das Bad wurde 1932 eröffnet und im Laufe der Jahrzehnte modernisiert, hat dabei aber seinen offenen, unverstellten Charakter behalten.
Das Becken ist sowohl für entspanntes Schwimmen als auch für Bahnenschwimmen ausgelegt. Die abgestufte Wassertiefe macht es für Kinder geeignet, die das Schwimmen erlernen, und die Anlage verfügt über Rampen und Rollstühle für die Wasserbenutzung für Besucher mit eingeschränkter Mobilität. An Sommernachmittagen, besonders in den Schulferien im Juli und August, zieht das Bad ein gemischtes Publikum aus Familien, Jugendlichen und Erwachsenen an, die eine kühlere Alternative zur offenen Bucht suchen. Wer vor 11 Uhr kommt, hat kürzere Warteschlangen am Eingang und mehr Platz auf dem Beckenrand.
Das Bad öffnet in der Regel im Mai und schließt im September, genaue Daten und Öffnungszeiten variieren jedoch von Jahr zu Jahr. Die aktuellen Saisonzeiten findest du in den Listings der City of Vancouver Parks, Recreation and Culture.
💡 Lokaler Tipp
Wochentags vormittags im Juni, bevor die Schulferien beginnen, ist das Bad am ruhigsten. An Juli- und August-Wochenenden ist der Andrang am größten.
Wie sich der Strand im Tagesverlauf verändert
Am frühen Morgen ist Second Beach einer der ruhigsten Orte im Stanley Park. Das Licht fällt zu dieser Stunde aus dem Osten auf das Wasser, der Sand ist oft noch kühl und von der nächtlichen Feuchtigkeit leicht feucht. Einige Jogger und Gassigeher kommen vorbei, aber der Strand selbst ist vor 9 Uhr weitgehend leer. In der Luft liegt Meeresluft und Seetang, manchmal vermischt mit Kiefernduft aus dem Wald hinter dem Strand.
Am späten Vormittag eines sonnigen Sommertags beginnen Familien mit Kühlboxen und Klappstühlen einzutreffen. Die Strandfläche ist nicht riesig und füllt sich schnell. Gegen 13 Uhr an einem warmen Samstag im Juli braucht man Geduld, um noch einen Platz in Wassernähe zu finden. Das Spielplatzgerät neben dem Strand zieht kleinere Kinder an, und der Kiosk beim Freibad hat nachmittags gut zu tun.
Die Abende am Second Beach lohnen sich. Wenn das Bad geschlossen hat und die Hauptmenge abgezogen ist, bekommt der Strand eine ganz andere Qualität. Durch die Westausrichtung ist der Sonnenuntergang an klaren Abenden, besonders zwischen Juni und August, von hier aus direkt und vollständig zu erleben. Das Licht taucht das Wasser in Gold und vertieft die Farben der North Shore Mountains jenseits der Bucht. Manche kommen gezielt am frühen Abend genau dafür – sie sitzen im Sand oder auf den niedrigen Betonmauern am Strandrand. Es ist weniger voll als die English Bay und durch den Parkwald dahinter stiller und geborgener.
Anreise: Deine praktischen Möglichkeiten
Second Beach liegt innerhalb des Stanley Parks, sodass es keine SkyTrain-Station in der Nähe gibt. Der einfachste Weg aus der Innenstadt oder dem West End ist zu Fuß oder per Rad entlang des Seawalls. Vom Fuß der Denman Street im West End aus sind es etwa 15 bis 20 Minuten zu Fuß dem Seawall-Weg in den Park hinein. Die Strecke ist flach, gepflastert und gut ausgeschildert.
Fahrräder lassen sich bei mehreren Verleihstationen auf der Denman Street mieten, die durch das West End-Viertel östlich des Haupteingangs zum Stanley Park führt. Der Radweg auf dem Seawall ist auf dem größten Teil der Strecke vom Fußweg getrennt, vereint sich jedoch in der Nähe von Second Beach – dort also Tempo rausnehmen und auf Fußgänger achten.
Wer mit dem Auto kommt: Entlang des Stanley Park Drive gibt es kostenpflichtiges Parken in der Nähe von Second Beach. An Sommerwochenenden und Feiertagen ist der Parkplatz oft schon gegen 10 Uhr voll. Plane das ein – oder parke am besten in der Nähe der Denman Street im West End und laufe von dort. Ridesharing (Uber und Lyft sind beide in Vancouver verfügbar) kann dich direkt am Stanley Park Drive-Eingang beim Strand absetzen, was die Parkplatzsuche komplett umgeht.
⚠️ Besser meiden
Verlasse dich an einem sonnigen Juli- oder August-Wochenende nicht darauf, einen Parkplatz nahe Second Beach zu finden. Der Platz ist früh voll, und der Stanley Park Drive kann sich erheblich stauen. Zu Fuß oder per Rad vom West End ist schneller und entspannter.
Wetter, Jahreszeiten und die beste Reisezeit
Vancouvers Klima ist gemäßigt-ozeanisch: warme, trockene Sommer und milde, nasse Winter. Die Strand- und Freibadsaison fällt in das trockenste Fenster des Jahres: Juni bis August, wenn die durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen rund 20 °C erreichen und der Regen vergleichsweise selten ist. Wer das volle Outdoor-Erlebnis am Second Beach sucht, ist in diesen drei Monaten am besten aufgehoben. Die beste Reisezeit für Vancouver für Outdoor-Aktivitäten ist Juli und Anfang August, wenn die Tage am längsten und die Sonne am zuverlässigsten ist.
Außerhalb des Sommers ist Second Beach immer noch ein schöner Ort zum Spazierengehen. Der Seawall ist das ganze Jahr zugänglich, und der Strand ist auch im Winter erreichbar – Schwimmen im offenen Wasser bleibt aber den besonders Hartgesottenen vorbehalten. Im Oktober bringt der Wald hinter dem Strand Herbstfarben ins Bild. Im Dezember und Januar wird aus der goldenen Sonnenuntergangskulisse eine Studie in Grau und Silber, mit tief liegendem Nebel über dem Wasser. Ein anderes Erlebnis – aber nicht ohne Reiz.
Von Oktober bis März ist Regen ein echtes Thema, und ein Besuch am Second Beach an einem nassen Wintertag bedeutet einen feuchten Spaziergang mit wenig Infrastruktur. Das Freibad ist geschlossen, der Kiosk zu, und der Sand kann durchweicht sein. Wenn möglich, lieber bei trockenem Wetter herkommen.
Fotografie, Barrierefreiheit und praktische Hinweise
Second Beach macht am späten Nachmittag und frühen Abend gute Fotos, wenn das westliche Licht warm ist und die Berge jenseits der Meerenge klar zu sehen sind. Wer Aufnahmen ohne Menschen im Bild will, hat früh morgens vor 9 Uhr die besten Chancen. Das Freibadgelände ist ebenfalls fotogen, besonders an hellen Tagen, wenn das Wasser das Licht einfängt – aber es ist auch ein belebter öffentlicher Raum, also rücksichtsvoll mit Familien und Kindern im Blickfeld sein.
Das Freibad ist rollstuhlgerecht, mit Rampen und Wasserstuhlmöglichkeiten. Der Seawall-Weg zum Second Beach ist gepflastert und eben, was ihn für Mobilitätshilfen gut begehbar macht. Der Sandstrand selbst ist mit einem Rollstuhl schwieriger zu befahren, aber der gepflasterte Bereich direkt neben dem Strand ist gut nutzbar.
Second Beach ist Teil des größeren Stanley Park-Erlebnisses. Wer mehr Zeit im Park verbringen möchte: Stanley Park umfasst über 400 Hektar mit dem Vancouver Aquarium, den Totempfählen am Brockton Point, Prospect Point und Lost Lagoon – alles vom gleichen Seawall-Rundkurs oder den Parkstraßen aus erreichbar.
Lohnt es sich oder ist es überschätzt?
Second Beach ist für sich allein kein spektakuläres Ziel. Es gibt keine historischen Gebäude, keine besonderen Kulturausstellungen, und die Strandfläche ist im Vergleich zu größeren Küstenstränden überschaubar. Was es bietet: ein gepflegter, wirklich angenehmer Stadtrand-Strand in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt – mit einem Freibad, das in einem großen Stadtpark seinesgleichen sucht. Und die Sonnenuntergänge sind wirklich gut.
Wer einen breiten Resortstrand erwartet, wird ihn zu klein finden. Wer einen richtigen Surfstrand sucht, sollte zur Spanish Banks Beach oder zum Wreck Beach auf der UBC-Seite der Stadt fahren, wo die Uferstreifen länger und ursprünglicher sind. Second Beach passt zu allen, die einen entspannten, gut erschlossenen Ort mit Infrastruktur suchen – besonders Familien mit Kleinkindern, die Spielplatz und Freibad nutzen wollen.
Reisende, die Vancouver nur kurz besuchen, erleben Second Beach am besten als Teil eines längeren Seawall-Spaziergangs und nicht als eigenständigen Ausflug. So bereichert er das Stanley Park-Erlebnis, ohne einen extra halben Tag zu beanspruchen.
Insider-Tipps
- Der Seawall-Abschnitt zwischen Second Beach und English Bay Beach (Richtung Süden zum West End) ist an Wochenendmorgen einer der ruhigeren Strecken. Wer den Meerblick ohne Menschenmassen will, sollte diesen Abschnitt vor 8:30 Uhr laufen.
- Der Kiosk beim Freibad verkauft einfache Snacks und Getränke, ist aber kein vollständiges Café. Wenn du mehrere Stunden bleibst, bring eigenes Essen mit oder deck dich vorher in den Läden auf der Denman Street ein.
- Für den Sonnenuntergang mindestens 30 Minuten vorher ankommen. Die besten Plätze im Sand sind an klaren Abenden schnell belegt. Die niedrigen Betonmauern am Strandrand bieten den unverstelltesten Blick nach Westen.
- Kinder unter 5 Jahren haben im Second Beach Pool freien Eintritt. Die abgestufte Wassertiefe macht das Bad sicherer für kleine Schwimmer als offene Gewässer – weshalb Familien auch dann herkommen, wenn die English Bay wärmer und kostenlos ist.
- Wer den gesamten Stanley Park Seawall per Rad fährt, passiert Second Beach auf der Südwestseite, noch vor dem English Bay-Abschnitt. Der Radweg ist hier in Strandnähe schmaler, also Tempo drosseln und auf Fußgänger achten, die zwischen Strand und Spielplatz wechseln.
Für wen ist Second Beach geeignet?
- Familien mit Kleinkindern, die Sand, Spielplatz und ein sicheres Freibad an einem Ort wollen
- Besucher, die den gesamten Stanley Park Seawall zu Fuß oder per Rad erkunden und eine natürliche Pause einlegen möchten
- Sonnenuntergangs-Fans, die eine ruhigere Alternative zur English Bay suchen
- Reisende, die Vancouver im Sommer besuchen und im Freien schwimmen wollen, ohne die Innenstadt zu verlassen
- Alle, die einen entspannten halben Tag im Stanley Park verbringen und ihn bis ans Ufer ausdehnen möchten
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Weitere Highlights in West End:
- Brockton Point Totempfähle
Die Totempfähle am Brockton Point sind eine Freiluftsammlung von neun Pfählen der First Nations, geschnitzt von Künstlern der Squamish, Kwakwaka'wakw, Haida, Nisga'a und Nuxalk. Sie stehen auf einer Wiese am Rande des Burrard Inlet im Stanley Park – der Eintritt ist kostenlos, der Ort rund um die Uhr zugänglich und von Coal Harbour aus in etwa 20 Minuten zu Fuß erreichbar.
- Davie Village
Davie Village ist das kulturelle und soziale Zentrum von Vancouvers Queer-Community – entlang der Davie Street zwischen Burrard und Jervis im West End. Jederzeit frei zugänglich, bietet das Viertel LGBTQ+-Geschichte, unabhängige Cafés und Bars, den legendären Regenbogen-Zebrastreifen an der Ecke Davie und Bute sowie den Jim Deva Plaza, einen öffentlichen Treffpunkt mit Funktion als Gemeindedenkmal.
- English Bay Beach
Der English Bay Beach, auch First Beach genannt, ist seit über einem Jahrhundert Vancouvers wichtigster Stadtstand. Er erstreckt sich entlang der Beach Avenue im West End und bietet kostenlosen Zugang zu einem Sandstrand mit Bergkulisse, zuverlässigen Sonnenuntergängen und einem lebhaften Sommeratmosphäre, die sich den Rest des Jahres in stille Morgenstunden verwandelt.
- Lost Lagoon
Der Lost Lagoon ist ein 16,6 Hektar großer Süßwassersee am Eingang zum Stanley Park im Westend Vancouvers. Der Eintritt ist kostenlos und rund um die Uhr möglich – ein beliebtes Ziel für Vogelbeobachter, Jogger und alle, die mitten in der Stadt einen Moment der Ruhe suchen. Der 1,75 km lange Rundweg gehört zu den unterschätztesten Spaziergängen Vancouvers.