Audubon Zoo: Was du vor deinem Besuch wissen solltest
Der Audubon Zoo liegt im Audubon Park in Uptown New Orleans und ist ein 58 Hektar großer Tierpark mit Wurzeln in der Weltausstellung von 1884. Mit über 2.000 Tieren und einem starken Fokus auf Naturschutz ist er eine der besten Familienattraktionen der Stadt – wer gut plant, hat am meisten davon.
Fakten im Überblick
- Lage
- 6500 Magazine St, Uptown New Orleans, LA 70118 (im Audubon Park)
- Anfahrt
- Mit der Straßenbahn der St. Charles Ave bis zur Haltestelle Audubon Park, dann durch den Park laufen; auch die Magazine-Street-Busse halten in der Nähe. Parkmöglichkeiten im Audubon Park vorhanden.
- Zeitbedarf
- 3 bis 5 Stunden für einen gründlichen Besuch; Familien mit kleinen Kindern verbringen oft einen ganzen Tag
- Kosten
- Kostenpflichtig; Erwachsenentickets lagen historisch bei ca. 26–30 USD. Aktuelle Preise vor dem Besuch auf der offiziellen Website prüfen.
- Am besten für
- Familien, Tierliebhaber und Erstbesucher in New Orleans, die einen Halbtagsausflug abseits des French Quarter suchen
- Offizielle Website
- audubonnatureinstitute.org/zoo

Was der Audubon Zoo wirklich ist
Der Audubon Zoo ist ein 58 Hektar großer zoologischer Park auf der Mississippi-Seite der Magazine Street in Uptown New Orleans, eingebettet in den weitläufigen Audubon Park. Hier leben über 2.000 Tiere in den unterschiedlichsten Lebensräumen – vom Louisiana-Swamp-Exhibit, einem der geografisch relevantesten Gehege in einem amerikanischen Zoo, bis hin zu Habitaten, die Afrika, Asien und Südamerika nachbilden. Betrieben wird der Zoo vom Audubon Nature Institute, einer gemeinnützigen Organisation, die auch das Audubon Aquarium führt (das 2023 die ehemalige Butterfly Garden and Insectarium-Sammlung integriert hat) und damit einen breiten Naturschutzfußabdruck in der ganzen Stadt hinterlässt.
Der Zoo ist nach John James Audubon benannt, dem Naturforscher und Illustrator, der 1821 in New Orleans lebte und dessen detaillierte Gemälde nordamerikanischer Vögel zu den bekanntesten Werken der naturhistorischen Kunst zählen. Diese Verbindung zu Ort und Art ist mehr als nur symbolisch: Der Zoo hat seit jeher einen Schwerpunkt auf der einheimischen Tierwelt Louisianas, und das Sumpfgebiet-Exhibit zeigt heimische Alligatoren, Nutrias, Schnappschildkröten und Watvögel in einer Umgebung, die die echten Bayous am Stadtrand widerspiegelt.
ℹ️ Gut zu wissen
Eintrittspreise und Öffnungszeiten ändern sich saisonal. Immer vorher auf audubonnatureinstitute.org/zoo nachschauen. Erwachsenentickets lagen historisch zwischen 26 und 30 USD, mit Ermäßigungen für Kinder und Senioren.
Ein kurzer Rückblick: Vom Weltausstellungsgelände zur Naturschutzinstitution
Das Gelände des Audubon Zoo war 1884 der Schauplatz der World's Industrial and Cotton Centennial Exposition – einer der größten Weltausstellungen des 19. Jahrhunderts. Das Ereignis zog über eine Million Besucher nach New Orleans und hinterließ eine verwandelte Landschaft, aus der schließlich der Audubon Park entstand. In den folgenden Jahrzehnten wurde auf dem Gelände eine kleine Tiersammlung angelegt, doch zum ernsthaften Zoo wurde er erst, nachdem die Organisation Friends of the Zoo in den 1970er-Jahren eine umfassende Erneuerungsinitiative startete. Die Wurzeln des Zoos reichen ins späte 19. Jahrhundert zurück; der eigentliche Umbau zur modernen Institution erfolgte in den 1970ern.
Diese Geschichte merkt man beim Spaziergang durch das Gelände. Die älteren Bereiche des Zoos spiegeln einen Ansatz aus der Mitte des 20. Jahrhunderts wider – kleinere, geschlossenere Gehege. Die neueren Habitatzonen, darunter die renovierte African Savanna und der Jaguar Jungle, zeigen eine deutliche Entwicklung hin zu naturnahen Umgebungen mit mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere. Wer andere moderne Zoos kennt, wird die unterschiedliche Qualität der Gehege in den verschiedenen Bereichen sofort erkennen.
Tickets & Führungen
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Ab 32 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungWalking the Devil's Empire tour with HELLVISION™ in New Orleans
Ab 32 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungThe New Orleans haunted cemetery city bus tour
Ab 43 €Sofortige BestätigungKostenlose StornierungWhitney Plantation Tour
Ab 72 €Sofortige BestätigungKostenlose Stornierung
Wie sich der Besuch Stunde für Stunde anfühlt
Wer früh kommt – vor 10 Uhr –, erlebt den Zoo in seiner aktivsten Phase. Die Luft in Uptown New Orleans ist selbst morgens feucht, und sobald man die inneren Wege erreicht, fällt das dichte Blätterdach der alten Eichen auf – eine praktische Wohltat in einer Stadt, wo Schatten keine Selbstverständlichkeit ist. Die Tiere sind in den kühleren Morgenstunden deutlich aktiver, besonders die Großkatzen und Primaten, die sich um die Mittagszeit gerne in schattige Bereiche zurückziehen.
Das Louisiana-Swamp-Exhibit sollte früh auf der Route stehen. Die Zypressenbäume, das trübe Wasser und die tiefen Sichtwinkel schaffen eine wirklich eindringliche Atmosphäre – der Geruch von stehendem Wasser und feuchter Erde gehört zum Erlebnis dazu. Weiße Alligatoren, in der Wildnis extrem selten wegen ihres fehlenden Schutzpigments, sind die Stars des Exhibits. Sie aus nächster Nähe zu sehen, vermittelt etwas, das kein Foto vollständig einfängt: Sie sind deutlich größer, als die meisten Besucher erwarten, und ihre blasse, fast durchscheinende Haut ist in der Realität verblüffend.
Um die Mittagszeit, besonders im Sommer, kann der Zoo richtig anstrengend werden. In New Orleans klettern die Temperaturen im Sommer regelmäßig auf über 33 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit, und diese Kombination macht längere Spaziergänge im Freien wirklich unangenehm. Der Zoo hat Schattenbereiche, Kühlnebelstationen und Innengehege, aber wenn du zwischen Juni und September kommst, solltest du die anstrengendsten Wege in den ersten zwei Stunden nach der Öffnung einplanen und die Mittagszeit für Indoor-Bereiche und Pausen nutzen. Familien mit kleinen Kindern sollten besonders gut auf Sonnenschutz, Wasser und einen Kinderwagen achten.
💡 Lokaler Tipp
Oktober bis April bietet die angenehmsten Bedingungen für einen ausgiebigen Zoobesuch. Wochentags morgens im Frühjahr und Herbst ist es am ruhigsten und die Tiere am aktivsten.
Das Gelände erkunden: Wichtige Gehege und praktische Orientierung
Das Layout des Zoos ist keine einfache Rundstrecke – es verzweigt sich über 58 Hektar auf eine Weise, die etwas Vorausplanung lohnt. Am besten eine Karte mitnehmen oder herunterladen, bevor man reingeht, denn Umwege kosten mehr Zeit, als die meisten ahnen. Der Haupteingang an der Magazine Street führt direkt zum Souvenirladen und den zentralen Essensständen; von dort aus erschließen sich die Habitatzonen sternförmig.
Der African-Savanna-Bereich gehört zu den großzügigeren Gehegen: Giraffen, Zebras und Nashörner in einer Landschaft, die offenes Grasland nachbildet. Giraffenfütterungen sind an ausgewählten Tagen möglich und gehören für Kinder oft zu den unvergesslichsten Momenten des Besuchs. Die aktuellen Fütterungszeiten und Tierpflegergespräche stehen am Eingang auf dem Tagesplan – auf den meisten Drittanbieterseiten sucht man sie vergebens.
Das Jaguar-Jungle-Exhibit bildet einen mittelamerikanischen Regenwald nach und beherbergt neben den Großkatzen auch freifliegende Vögel. Das Jaguargehege ermöglicht relativ nahes Beobachten durch Glas, und die Tiere sind morgens meist gut auf dem Rundweg zu sehen. Die Primatengehege verteilen sich auf mehrere Bereiche des Zoos und zeigen Orang-Utans, Gorillas und Gibbons – die Rufe der Gibbons am Morgen sind weithin zu hören und dienen anderen Besuchern als eine Art informelle Uhr.
Für Familien mit sehr kleinen Kindern bieten die World of Primates und der Kinderzoo-Bereich in der Mitte des Geländes kürzere Wege zwischen den Stationen und mehr interaktive Elemente. Die Zoobahn (wenn sie in Betrieb ist) ist eine praktische Orientierungsrunde für Erstbesucher und eine willkommene Pause für müde Beine.
Anreise: Öffis, Parken und das Viertel
Der Zoo liegt in Uptown New Orleans, einem ruhigeren, eher wohngeprägten Teil der Stadt als das French Quarter oder das Central Business District. Die Straßenbahn der St. Charles Avenue ist die stimmungsvollste Anreisemöglichkeit. Einfach an einer beliebigen Haltestelle entlang der St. Charles einsteigen, Richtung Audubon Park fahren und dann durch den Park zum Zoo-Eingang an der Magazine Street laufen – der Spaziergang durch den Audubon Park selbst, mit seinen alten Eichen und offenen Rasenflächen, ist ein schönes Vorspiel zum Zoobesuch. Von der Straßenbahnhaltestelle sollte man etwa 10 bis 15 Minuten Fußweg einplanen.
Die Magazine-Street-Busse halten ebenfalls nah am Eingang und sind etwas direkter, wenn man aus dem Garden District oder dem CBD kommt. Rideshare-Anbieter lassen sich gut am Magazine-Street-Eingang absetzen und ersparen die Parkplatzsuche. Wer mit dem Auto kommt: Im Audubon Park gibt es Parkplätze, aber an Wochenenden und Schulferien füllen sie sich schnell.
⚠️ Besser meiden
An Wochenendvormittagen zwischen März und Mai ist mit viel Familienverkehr zu rechnen. Wer in den Frühlingsferien oder an Feiertagen kommt, sollte bei Öffnung da sein – sonst drohen lange Schlangen und volle Gehegepfade.
Fotografieren, Barrierefreiheit und praktische Vorbereitung
Der Zoo bietet tolle Fotomotive, besonders im Louisiana-Swamp-Exhibit, wo wenig Licht und das reflektierende Wasser stimmungsvolle Kompositionen ermöglichen. Das Morgenlicht, das von Osten über den Park fällt, filtert in den ersten zwei Stunden nach der Öffnung schön durch das Blätterdach. Für scharfe Aufnahmen von schnellen Tieren wie Primaten oder Großkatzen empfiehlt sich eine Kamera mit hoher Verschlusszeit oder der Burst-Modus am Smartphone – besser als einzelne Standardaufnahmen.
Der Zoo ist durchgehend rollstuhlgerecht erschlossen; befestigte Wege verbinden alle wichtigen Gehege. Assistenztiere sind gemäß den ADA-Richtlinien erlaubt. Am Haupteingang gibt es Kinderwagen zu mieten. Toiletten sind über das gesamte Gelände verteilt, die größten Anlagen befinden sich beim zentralen Food-Court-Bereich.
Wer den Tag verlängern möchte, kann den Zoobesuch mit einem Spaziergang oder einer Radtour durch den Audubon Park kombinieren, der offene Rasenflächen, eine Lagune und einen öffentlichen Golfplatz bietet. Wer ein breiteres Uptown-Programm plant: Die Magazine Street verläuft direkt vor dem Zoo und bietet auf einem langen Abschnitt unabhängige Läden, Cafés und Restaurants – eine natürliche Fortsetzung nach dem Besuch.
Für wen der Zoo vielleicht nicht die beste Wahl ist
Wer hauptsächlich wegen Essen, Musik und Geschichte nach New Orleans kommt, wird den Zoo bei einem kurzen Aufenthalt vielleicht als unpassend empfinden. Er liegt weit vom French Quarter und dem Marigny entfernt, und der Zeitaufwand – mindestens drei Stunden für mehr als einen schnellen Durchgang – kann bei einem zwei- oder dreitägigen Trip andere Erlebnisse verdrängen. Für solche Besucher ist ein Programm, das sich auf die architektonischen und kulinarischen Stärken der Stadt konzentriert, oft die bessere Zeitinvestition.
Erwachsene ohne Kinder, die sich stark für Naturgeschichte interessieren, könnten auch das Aquarium of the Americas in der Innenstadt als vergleichbar starkes Erlebnis in zentralerer Lage in Betracht ziehen. Das Aquarium wird vom selben Audubon Nature Institute betrieben und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Ökosysteme des Golfs von Mexiko und der Karibik – geografisch direkt relevant für den Kontext von New Orleans.
Besucher mit eingeschränkter Mobilität, denen längere Fußwege schwerfallen, sollten die Dimensionen realistisch einschätzen: 58 Hektar sind erheblich, und wer die wichtigsten Gehege sehen möchte, muss trotz Zoobahn beachtliche Strecken zurücklegen. Die Sommerhitze macht den Besuch unabhängig von der Mobilität körperlich anspruchsvoll.
Insider-Tipps
- Der Bereich mit den weißen Alligatoren im Louisiana-Swamp-Exhibit füllt sich an Wochenenden schon am späten Vormittag. Geh in den ersten 30 Minuten nach der Öffnung hin – dann hast du freie Sicht und bessere Fotomöglichkeiten.
- Die Zeiten für Tierpflegergespräche und Fütterungen stehen auf den Tagesplänen am Haupteingang – online werden sie vorab nicht angekündigt. Am besten gleich nach der Ankunft nachschauen und die Route entsprechend planen.
- Die Zoobahnrunde ist beim ersten Besuch eine gute Orientierungshilfe und zeigt dir gleichzeitig, welche Gehege an dem Tag besonders aktiv sind – bevor du deine Laufzeit einteilst.
- Im Sommer bieten die Reptilien- und Nachttierhäuser klimatisierte Abkühlung während der heißesten Tageszeit (meist zwischen 12 und 15 Uhr) – und sind dabei meist ruhiger als die Außengehege.
- Wer Zoo und Aquarium of the Americas am selben Tag besuchen möchte, sollte sich die Kombiangebote auf der Website des Audubon Nature Institute anschauen – die aktuellen Paketpreise sind meist deutlich günstiger als Einzeltickets.
Für wen ist Audubon Zoo geeignet?
- Familien mit Kindern jeden Alters, besonders wenn ein strukturierter Ganztagsausflug gewünscht wird
- Erstbesucher in New Orleans, die einen zusätzlichen Tag über die French-Quarter-Tour hinaus haben
- Reisende mit besonderem Interesse an der einheimischen Tierwelt Louisianas und den Bayou-Ökosystemen
- Besucher, die eine ruhigere und weniger alkohollastige Atmosphäre in einem anderen Stadtviertel suchen
- Alle, die ein Uptown-Programm zusammenstellen, das auch die Magazine Street und den Audubon Park einschließt
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Weitere Highlights in Uptown:
- Magazine Street
Die Magazine Street erstreckt sich über fast zehn Kilometer vom Rand des Central Business District durch den Garden District bis tief nach Uptown – gesäumt von unabhängigen Boutiquen, Antiquitätenhändlern, Kunstgalerien und einigen der zuverlässigsten Nachbarschaftsrestaurants der Stadt. Der Spaziergang ist kostenlos, und ein halber Tag hier zeigt dir mehr darüber, wie die Einheimischen wirklich leben, als fast jeder andere Ort in New Orleans.