Gran Canaria All-Inclusive-Hotels: Der große Reiseführer zu den besten Angeboten
All-Inclusive-Resorts auf Gran Canaria reichen von günstigen Komplexen in Playa del Inglés bis zu gehobenen Rückzugsorten in Puerto de Mogán. Dieser Guide erklärt die besten Gegenden, realistische Preise nach Saison und wann All-Inclusive auf dieser Insel wirklich sinnvoll ist.

Kurzfassung
- Die Südküste (Maspalomas, Playa del Inglés, Puerto Rico) beherbergt den Großteil aller All-Inclusive-Resorts der Insel.
- 4-Sterne-All-Inclusive-Doppelzimmer kosten im Mai und Oktober oft rund 80–120 € pro Nacht, im August und über Weihnachten steigen die Preise auf 180–250 €.
- Buche Spitzenwochen (Ostern, Juli–August, 20. Dez.–6. Jan.) mehrere Monate im Voraus. Für besseres Preis-Leistungs-Verhältnis lohnen sich Zwischensaison-Monate wie Mai oder Oktober.
- Das subtropische Klima Gran Canarias macht All-Inclusive das ganze Jahr über attraktiv – nicht nur im Sommer. Im Winter liegen die Tageshöchsttemperaturen an der Küste bei rund 20–21 °C.
- All-Inclusive lohnt sich hier vor allem für Familien, Erstbesucher und alle, die ein planbares Budget wollen. Individualreisende fahren oft besser, wenn sie Unterkunft und lokale Restaurants flexibel kombinieren.
Warum Gran Canaria so gut zu All-Inclusive passt

Gran Canaria ist eine spanische Insel im Atlantik, Teil des Kanarischen Archipels, etwa 210 km vor der Nordwestküste Afrikas. Diese Lage sorgt für ein subtropisches Klima, bei dem die Küstentemperaturen im Winter selten unter 15 °C fallen und im Sommer kaum 28 °C überschreiten. Für Urlauber ist das eines der verlässlichsten Ganzjahresklimaas Europas – weshalb die Südküste der Insel seit den 1970er-Jahren gezielt für den Massentourismus ausgebaut wurde.
Das All-Inclusive-Konzept passt hier gut, weil der südliche Resortstreifen – von Playa del Inglés über Maspalomas bis Puerto Rico und Puerto de Mogán – kompakt genug ist, um ihn zu Fuß oder mit dem Bus zu erkunden, aber groß genug, um echte Vielfalt in der Resortqualität zu bieten. Die hohe Hoteldichte sorgt dafür, dass der Wettbewerb die Standards auf einem vernünftigen Niveau hält und die Preise im Vergleich zu ähnlichen Mittelmeerzielen überschaubar bleiben.
Eines sollte man klar sagen: Gran Canaria ist nicht nur eine Strandresort-Insel. Im Inneren warten dramatische Vulkanlandschaften, kanarische Dörfer und anspruchsvolles Wandergelände. Wer aber in erster Linie Sonne, Pool und ein sorgenfreies Pauschalangebot sucht, wird an der Südküste bestens bedient. Die Frage ist weniger ob All-Inclusive, sondern eher welche Gegend und welche Hotelkategorie für den eigenen Urlaub sinnvoll ist.
Die besten Gegenden für All-Inclusive-Resorts

- Maspalomas und Playa del Inglés Hier findest du die größte Dichte an All-Inclusive-Hotels auf der ganzen Insel. Du hast direkten Zugang zu den berühmten Dünen und einem langen Sandstrand, plus eine breite Auswahl an Unterkünften – von 3-Sterne-Apartmentkomplexen bis hin zu richtigen 4-Sterne-Resorthotels. Die Touristenmeile kann in der Hochsaison schnell überwältigend wirken. Geeignet für: Familien, Paare, die das volle Resortfeeling wollen, und Erstbesucher.
- Puerto Rico Ein eigens angelegter Ferienort rund um eine ruhige, geschützte Bucht. Kleiner und entspannter als Playa del Inglés. Der Strand ist künstlich angelegt, aber das Wasser ist zuverlässig warm und der Ort gut zu Fuß erreichbar. All-Inclusive-Optionen liegen hier meist im 3-4-Sterne-Bereich. Geeignet für: Familien mit kleinen Kindern und alle, die eine ruhigere Basis suchen.
- Puerto de Mogán Die gehobenste Gegend im Süden, oft wegen seiner Marinakanäle als 'Kleines Venedig' bezeichnet. All-Inclusive-Angebote sind hier rarer und tendenziell teurer. Der Ausgleich: eine entspanntere, schönere Atmosphäre mit besseren Restaurants in der Umgebung. Geeignet für: Paare und Reisende, die Wert auf Qualität statt Masse legen.
- Las Palmas de Gran Canaria Die Hauptstadt der Insel im Nordosten. Klassische All-Inclusive-Resorts gibt es hier kaum – die meisten Unterkünfte sind Stadthotels. Wer Stadtleben, den Strand Las Canteras und kulturelle Sehenswürdigkeiten mit dem Urlaub verbinden möchte, liegt hier richtig. Reines All-Inclusive ist in diesem Teil der Insel aber nicht der übliche Standard.
💡 Lokaler Tipp
Wenn du echten Strandzugang direkt vom Resort aus möchtest, schau genau auf die Lage. Manche Hotels werben mit 'strandnah', liegen aber 10–15 Gehminuten vom Wasser entfernt. Der Strand von Maspalomas und die Dünen sind weitläufig: Ein Hotel am falschen Ende kostet bei jedem Strandtag merklich Zeit.
Realistische Preise nach Saison
Die All-Inclusive-Preise auf Gran Canaria sind stark saisonabhängig – und die Schwankungen sind erheblich. Wer den Kalender vor der Buchung kennt, kann bei einer einwöchigen Reise leicht mehrere Hundert Euro sparen.
- Nebensaison: Mai, Anfang Juni, Ende Oktober bis Mitte November Hier steckt das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. 4-Sterne-All-Inclusive-Doppelzimmer mit Strandlage in Maspalomas und Puerto Rico kosten typischerweise 80–120 € pro Nacht. Das Wetter im Mai ist bereits warm (Mitte der 20er °C), fast regenfrei, und die Wassertemperatur ist angenehm. Im Oktober sind die Bedingungen ähnlich, mit etwas kühleren Abenden.
- Zwischensaison: März–April, September, Ende November Ein Schritt nach oben: vergleichbare 4-Sterne-Häuser kosten meist 120–160 € pro Nacht. Die Osterwoche (Semana Santa) driftet in die Hochsaisonpreise und sollte für die Buchungsplanung wie Hochsaison behandelt werden.
- Hochsaison: Juli–August Die Schulferiennachfrage treibt 4-Sterne-All-Inclusive-Preise auf 180–250 € pro Nacht, bei besonders gut gelegenen Häusern auch höher. Die Insel ist am vollsten und heißesten. Für die besseren Resorts solltest du mindestens 4–6 Monate im Voraus buchen.
- Spitzenpreise: Weihnachten und Silvester (ca. 20. Dez.–6. Jan.) Die Preise erreichen oder übertreffen in den meisten Resorts das Juli-August-Niveau. Dieser Zeitraum ist bei Nordeuropäern, die dem Winterwetter entfliehen wollen, enorm beliebt. Gute Häuser sind oft Monate vorher ausgebucht. Wer in diesem Zeitraum reisen möchte, sollte wie im Sommer frühzeitig buchen.
ℹ️ Gut zu wissen
Winterurlaub mit All-Inclusive auf Gran Canaria ist eine echte Option – kein Kompromiss. Im Dezember und Januar liegen die Tageshöchsttemperaturen an der Küste im Schnitt bei 21–22 °C. Das reicht gut aus für Mahlzeiten im Freien, Spaziergänge und entspannten Poolbetrieb. Die Insel ist unter deutschen und britischen Reisenden eines der beliebtesten Wintersonnenziele Europas – genau wegen dieses Klimas.
Was All-Inclusive hier wirklich beinhaltet
Der Begriff 'All-Inclusive' deckt auf Gran Canaria eine breite Spanne ab, und der Unterschied zwischen einem Budgetkomplex und einem Premium-Resort ist beträchtlich. Bevor du buchst, lohnt es sich zu wissen, was auf den verschiedenen Stufen typischerweise enthalten ist.
In 3-Sterne- und günstigen 4-Sterne-Häusern bedeutet All-Inclusive meist drei Buffetmahlzeiten täglich, lokal produzierte alkoholische Getränke (Bier, Hauswein, einfache Spirituosen) zu festen Zeiten, Softdrinks sowie Zugang zu Pool und Unterhaltungsprogramm. Markenspirituosen, Premium-Weine und Snacks zwischen den Mahlzeiten kosten oft extra. Die Essensqualität auf diesem Niveau ist solide, aber nicht besonders.
In echten 4-Sterne- und 5-Sterne-Häusern umfasst das Paket typischerweise auch Zugang zu À-la-carte-Restaurants (manchmal mit einer bestimmten Anzahl inkludierter Besuche), eine größere Getränkeauswahl, Nachmittagssnacks und ein aufwendigeres Unterhaltungsprogramm. Manche Resorts beinhalten Wassersportgeräte, Fitnesskurse oder Kinderclubs im Preis. Diese Extras machen einen echten Unterschied, wenn du mit Kindern reist oder einen längeren Aufenthalt planst.
⚠️ Besser meiden
Die 24-Stunden-Getränkeregelung variiert erheblich. Manche Resorts unterbrechen den Alkoholausschank zwischen etwa 23 Uhr und Mittag, oder beschränken den Nachtbetrieb auf eine einzige Bar. Wenn dir das wichtig ist, schau dir die Konditionen des jeweiligen Hotels vor der Buchung genau an – und geh nicht davon aus, dass All-Inclusive rund um die Uhr bedeutet.
Wann All-Inclusive sinnvoll ist – und wann nicht
Das All-Inclusive-Modell ist auf Gran Canaria wirklich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn du die meiste Zeit im Resort verbringst. Die Südküste hat zwar einige gute lokale Restaurants, aber dreimal täglich auswärts essen summiert sich schnell – besonders in touristischen Lokalen in Strandnähe. Familien mit Kindern sparen mit All-Inclusive oft echtes Geld und vereinfachen die Urlaubslogistik. Das gilt auch für Paare mit einem fixen Budget, die planbare Kosten bevorzugen. Weitere Tipps zum günstigen Reisen findest du in unserem Guide zu Gran Canaria mit kleinem Budget.
Weniger geeignet ist All-Inclusive, wenn du die Insel wirklich erkunden möchtest. Das Innere Gran Canarias lohnt sich durchaus für ein oder zwei Tage: die Dörfer rund um Tejeda, die Vulkanlandschaft nahe Roque Nublo und die Nordküste – alles Ziele, die sich für einen Ausflug wirklich lohnen. Wer einen großen Teil des Tages außerhalb des Resorts verbringt, zahlt für Mahlzeiten, die er gar nicht isst. In diesem Fall ist ein Zimmer-Only- oder Übernachtung-mit-Frühstück-Tarif mit flexibler Restaurantwahl meistens günstiger und gibt mehr Freiheit.
Individualreisende und alle, die sich wirklich für die kanarische Küche interessieren, sollten gut überlegen. Die Insel hat genuinen kulinarischen Charakter – von frischem Fisch in den Hafenrestaurants von Puerto de Mogán bis zu traditionellen Papas arrugadas in Bergdörfern. Das passt nicht ins Resortbuffet. Was dich erwartet, erfährst du in unserem Guide zu Essen auf Gran Canaria.
Praktische Infos für All-Inclusive-Gäste

Der Flughafen Gran Canaria (IATA: LPA) liegt an der Ostküste, ungefähr auf halber Strecke zwischen Las Palmas im Norden und dem südlichen Resortstreifen. Von dort nach Maspalomas oder Playa del Inglés kostet ein Taxi rund 40–55 € und dauert etwa 25–30 Minuten. Das Überlandbusnetz Global (Linien 66 und 90) verbindet den Flughafen mit den wichtigsten Resorts im Süden für einen Bruchteil des Preises – etwa 3–4 € je nach Ziel – allerdings dauert die Fahrt länger und du musst die Abfahrtszeiten mit deinem Gepäck im Blick behalten.
Im Resortgebiet selbst brauchen die meisten All-Inclusive-Gäste im Alltag kaum öffentliche Verkehrsmittel. Die Strecke von Maspalomas bis Puerto Rico ist gut zu Fuß oder mit lokalen Bussen zu bewältigen. Wer einen Tagesausflug ins Landesinnere oder in den Norden ins Landesinnere oder in den Norden machen möchte: Das Global-Busnetz erreicht die meisten Ziele, fährt aber oft nur selten. Für Resortgäste, die über die Küste hinaus erkunden wollen, ist es meist praktischer, sich ein Auto für einen oder zwei Tage zu mieten.
- Notruf für Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr: 112 (rund um die Uhr, in mehreren Sprachen)
- Währung: Euro (EUR). Geldautomaten sind in allen Resortgebieten gut verfügbar.
- Strom: 230 V, Typ-F-Stecker (europäischer Schuko-Standard). Britische Reisende benötigen einen Adapter.
- Leitungswasser ist technisch gesehen trinkbar, aber viele Einheimische und Besucher greifen lieber zu Flaschenwasser, da ein Großteil des Wassers entsalzt wird.
- Sprache: Spanisch ist Amtssprache. Englisch und Deutsch werden im südlichen Resortstreifen weit verbreitet verstanden.
- Trinkgeld: nicht obligatorisch, aber Aufrunden oder ein kleines Trinkgeld (5–10 %) wird in Restaurants und von Ausflugsleitern gerne gesehen.
Häufige Fragen
Lohnt sich All-Inclusive auf Gran Canaria im Vergleich zu Zimmer-Only?
Das hängt davon ab, wie du deinen Urlaub verbringst. Wenn du hauptsächlich im Resort bleibst, dort alle drei Mahlzeiten einnimmst und regelmäßig die Poolbar nutzt, spart All-Inclusive in der Regel Geld und erleichtert die Budgetplanung. Wenn du die Insel erkunden, Ausflüge machen und in lokalen Restaurants essen möchtest, ist Zimmer-Only oder Übernachtung mit Frühstück meistens günstiger und flexibler.
Welche Gegend eignet sich am besten für All-Inclusive-Resorts auf Gran Canaria?
Maspalomas und Playa del Inglés bieten die größte Auswahl über alle Budgetklassen und haben direkten Zugang zu den berühmten Dünen und dem langen Sandstrand. Puerto Rico eignet sich besonders für Familien mit Kleinkindern dank der ruhigen, geschützten Bucht. Puerto de Mogán hat weniger All-Inclusive-Angebote, dafür eine gehobenere Atmosphäre. Die Wahl hängt von deinen Strandvorlieben, deinem Budget und davon ab, ob du lieber lebhaftes Treiben oder Ruhe magst.
Wann ist All-Inclusive auf Gran Canaria am günstigsten?
Mai und Anfang Juni bieten die beste Kombination aus niedrigen Preisen und gutem Wetter – 4-Sterne-All-Inclusive-Doppelzimmer kosten oft nur 80–120 € pro Nacht. Ende Oktober bis Mitte November ist ähnlich günstig. Wenn das Budget entscheidend ist, solltest du Juli–August und die Weihnachts-/Neujahrszeit (ca. 20. Dezember bis 6. Januar) meiden, da die Preise in diesen Zeiträumen leicht doppelt so hoch sein können.
Ist Gran Canaria im Winter mit All-Inclusive eine gute Wahl?
Ja – und das ist einer der am häufigsten unterschätzten Vorteile der Insel. Die Küstentemperaturen liegen im Dezember und Januar tagsüber im Schnitt bei 20–21 °C, warm genug für Aktivitäten im Freien, Essen auf der Terrasse und Poolgenuss. Regen ist häufiger als im Sommer, aber immer noch vergleichsweise selten. Winter-All-Inclusive-Urlaube sind vor allem bei deutschen und britischen Reisenden sehr beliebt, die dem nordeuropäischen Winterwetter entkommen möchten.
Kann ich das Resort problemlos verlassen, um die Insel zu erkunden?
Ja. Das Global-Überlandbusnetz verbindet die wichtigsten Resorts im Süden mit Las Palmas, Inlandsdörfern und dem Flughafen. Für das Landesinnere (Tejeda, Roque Nublo, die Nordküste) ist ein Mietwagen für einen oder zwei Tage praktischer als der Bus. Die meisten All-Inclusive-Hotels haben kein Problem damit, wenn Gäste kommen und gehen – du verpasst natürlich die Mahlzeiten, die in deine Abwesenheit fallen.