Dubrovnik Wetter: Monatlicher Klimaführer für jeden Reisetyp
Dubrovniks mediterranes Klima bedeutet sonnige Sommer, milde Winter und zwei goldene Zwischensaisonen. Dieser Leitfaden erklärt Temperaturen, Niederschlag, Meeresbedingungen und Besucheraufkommen für jeden Monat.

Kurzfassung
- Dubrovnik hat ein echtes Mittelmeerklima: heiße, trockene Sommer (25–35°C) und milde, feuchte Winter (7–13°C) – Frost ist so gut wie ausgeschlossen.
- Mai, Juni, September und Oktober sind insgesamt die besten Monate: angenehme Temperaturen um 20–26°C, weniger Gedränge und günstigere Preise. Alle Details findest du in unserem Reiseführer zur besten Reisezeit für Dubrovnik.
- Juli und August sind Hochsaison: Temperaturen erreichen regelmäßig 30–35°C, die Touristenmassen sind auf dem Höchststand, und Unterkunftspreise schießen stark in die Höhe.
- Der Winter ist nasser, aber nicht kalt: Im Dezember liegen die Höchstwerte im Schnitt bei 12,5°C, an rund 14 Regentagen – mit einer Jacke lässt es sich trotzdem gut besichtigen.
- Das Meer ist von Juni bis Oktober badetauglich, im August mit bis zu 27°C am wärmsten.
Das Klima in Dubrovnik: Das Wichtigste im Überblick

Dubrovnik liegt auf einer Kalksteinhalbinsel, die in die Adria ragt, im Norden geschützt durch die kahle, felsige Masse des Berges Srđ. Diese Lage beschert der Stadt eines der zuverlässig sonnigsten Klimata Europas. Die Einordnung ist mediterran (Köppen Csa): lange, trockene, heiße Sommer mit intensiver Sonneneinstrahlung, gefolgt von milden Wintern, in denen der Regen in kurzen, manchmal heftigen Schauern kommt – kein grauer Nieselregen über Tage.
Die jährlichen Durchschnittshöchstwerte liegen im kältesten Monat bei etwa 12–13°C und im Hochsommer bei 31–35°C. Die Tiefstwerte fallen selbst im Januar und Februar kaum unter 4–7°C. Frost ist wirklich selten, und Schnee in der Altstadt ist praktisch unbekannt. Auf der anderen Seite können Hitzewellen die Temperaturen Ende Juli und im August über 38°C treiben – das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man die Stadtmauern ablaufen möchte.
ℹ️ Gut zu wissen
Für aktuelle Wettervorhersagen ist der Kroatische Meteorologische und Hydrologische Dienst (meteo.hr) die verlässlichste Quelle. Lokale Vorhersagen sind im stabilen Sommerwetter in der Regel für 5–7 Tage zuverlässig, aber im Herbst und Winter können atlantische Tiefdrucksysteme plötzliche Änderungen bringen.
Wetter in Dubrovnik: Monat für Monat
So sieht jeder Monat in der Realität aus – mit Temperaturen, Niederschlag, Meeresbedingungen und dem praktischen Reisealltag.
- Januar & Februar (Höchstwerte 7–13°C) Die nasseste und ruhigste Zeit. Im Januar liegen die Höchstwerte bei etwa 12–13°C, die Tiefstwerte bei 7°C – rund 13 Regentage und 140 mm Niederschlag. Das Meer kühlt auf 14°C ab, zu kalt zum Baden. Die Sonne scheint im Schnitt nur 3 Stunden täglich. Dafür gehört die Altstadt fast dir allein, und die wenigen geöffneten Restaurants haben oft ein echtes, lokales Flair. Packe eine wasserdichte Jacke und Lagen ein.
- März & April (Höchstwerte 14–19°C) Der Frühling kommt langsam. März ist noch recht nass (rund 10–12 Regentage), aber die Temperaturen steigen. Im April erreichen die Höchstwerte 17–19°C, die Kalksteinmauern fangen die Nachmittagssonne ein, und an den Hängen rund um Lapad und Trsteno blühen Wildblumen. Das Meer ist mit 15–16°C noch kühl, aber die Bedingungen für Spaziergänge sind ausgezeichnet. Wenig Trubel, niedrigere Preise, und die Libertas-Busse fahren nach eingeschränktem, aber funktionalem Fahrplan.
- Mai (Höchstwerte 20–23°C) Einer der besten Monate für einen Besuch. Die Temperaturen sind angenehm, im Schnitt 20–23°C, mit Spitzenwerten von gelegentlich 25°C. Der Niederschlag sinkt deutlich auf rund 8–10 Regentage pro Monat, oft kurze Nachmittagsschauer statt Dauerregen. Das Meer erwärmt sich auf 18–20°C – für Hartgesottene schon badetauglich. Die touristische Infrastruktur ist voll geöffnet, aber das Hochsaisonchaos ist noch nicht da. Hotelpreise liegen spürbar unter den Juli-Tarifen.
- Juni (Höchstwerte 24–28°C, ~10 Regentage) Juni wird oft falsch eingeschätzt. Viele Reiseführer beschreiben ihn als zuverlässig trocken, dabei hat er mit rund 10 Regentagen tatsächlich die meisten aller Sommermonate. Es handelt sich meist um kurze Gewitter statt verregnete Ganztage, und die Sonne scheint trotzdem im Schnitt 9–10 Stunden täglich. Die Temperaturen von 24–28°C sind wirklich angenehm, das Meer erreicht 22°C und ist voll badetauglich, und die Sommerfestivals beginnen. Die ersten zwei Juniwochen bieten ein gutes Zeitfenster vor dem Schulferienansturm.
- Juli & August (Höchstwerte 31–35°C, 4–7 Regentage) Der absolute Hochsommer. Juli und August sind die trockensten Monate (4–7 Regentage) mit täglich über 10 Sonnenstunden. Die Meerestemperaturen erreichen Ende Juli 24–27°C und im August 27°C. Der Preis dafür ist hoch: Die Altstadt wird gefährlich überfüllt (bis zu 10.000 Kreuzfahrtpassagiere an einem einzigen Tag), die Temperaturen übersteigen regelmäßig 32°C und können auf über 38°C klettern, und die Stadtmauern werden mittags zur Tortur. Die Unterkunftspreise erreichen ihr Jahreshoch.
- September (Höchstwerte 24–27°C, ~8 Regentage) Weithin als der beste Monat für die meisten Reisenden angesehen. Die Temperaturen bleiben warm bei 24–27°C, das Meer hält sich bei 24–26°C (besser als im Frühsommer), das Kreuzfahrtaufkommen nimmt nach der ersten Woche stark ab, und der Niederschlag steigt nur leicht. Das Dubrovnik Summer Festival endet Ende August, danach kehrt in der Stadt etwas mehr Normalität ein. Man bekommt Sommerbedingungen ohne das Sommerchaos.
- Oktober (Höchstwerte 19–22°C, ~10 Regentage) Oktober wird unterschätzt. Höchstwerte von 19–22°C sind ideal zum Wandern und Spazieren. Das Meer bleibt bis Mitte des Monats mit 21–23°C badetauglich. Der Niederschlag steigt auf rund 10 Regentage, aber Schauer ziehen schnell durch, und das Licht ist für Fotografen dramatisch schön. Die Preise fallen um 20–40% unter das Hochsaison-Niveau in den meisten Hotels. Eine leichte Jacke reicht für kühle Abende.
- November & Dezember (Höchstwerte 12–15°C, 12–14 Regentage) Die eigentliche Regenzeit. Im November gibt es rund 13, im Dezember rund 14 Regentage – Dezember ist mit etwa 167 mm der niederschlagsreichste Monat. Höchstwerte von 12–15°C sind zum Spazierengehen durchaus angenehm, allerdings kann die Bura (ein kalter, trockener Nordostwind) exponierte Aussichtspunkte deutlich kälter erscheinen lassen. Die niedrige Touristenzahl im Dezember lässt die Altstadt wie eine ganz andere Stadt wirken. Die Weihnachtsbeleuchtung am Stradun und der lokale Weihnachtsmarkt sind echte Freuden – kein touristisches Beiwerk.
Die Wahrheit über die Hochsaison

Juli und August bieten das Wetter, das die meisten Menschen vor Augen haben, wenn sie sich Dubrovniks Altstadt vorstellen: gleißende Sonne, eine glitzernde Adria, warme Abende auf Terrassenrestaurants. Das Problem: Alle anderen haben dieselbe Rechnung gemacht. Die Stadtbevölkerung liegt bei unter 30.000 Menschen, und an den belebtesten Tagen strömen allein in die Altstadt mehr Besucher als das. Die Stadtmauern um 11 Uhr im August abzulaufen bedeutet anstehen, Hitze, die vom freistehenden Kalkstein abstrahlt, und Schulter-an-Schulter-Gedränge auf den schmaleren Abschnitten.
⚠️ Besser meiden
Wenn du im Juli oder August musst: Geh die Stadtmauern vor 9 Uhr oder nach 17 Uhr ab, um der schlimmsten Hitze und den größten Menschenmassen zu entgehen. Bring Wasser mit – es gibt kaum Schattenabschnitte und keine Trinkwasserbrunnen auf den Mauern. Eine Runde ist knapp 2 km lang und dauert je nach Pausen 1–2 Stunden.
Für Familien erfordert auch die Strandsituation in der Hochsaison Planung. Beliebte Strände wie Banje Beach sind bis 10 Uhr voll, und die Preise für Liegestühle steigen stark an. Ruhigere Alternativen in Lapad oder eine kurze Bootsfahrt zur Insel Lokrum bieten mehr Platz – wobei Lokrum selbst an Wochenenden mittags voll werden kann.
Zwischensaison: Warum Mai, Juni, September und Oktober gewinnen

Die Zwischensaisonmonate bieten für die meisten Reisenden das beste Gesamterlebnis: Wetter, das Strand und Sightseeing im Freien erlaubt, Meerestemperaturen zum Baden und eine Stadt, die sich noch handhabbar anfühlt. Auch finanziell überzeugt es: Hotels und Ferienwohnungen kosten routinemäßig 25–40% weniger als im August, und Flüge aus den wichtigsten europäischen Städten sind deutlich günstiger.
September trifft dabei die fast perfekte Balance. Die Adria ist im Verhältnis zur Lufttemperatur am wärmsten, das Dubrovnik Summer Festival endet, und die Stadt kehrt langsam zu ihrem Alltag zurück. Restaurantreservierungen sind leichter zu bekommen, die Dubrovnik-Seilbahn auf den Srđ hat kürzere Warteschlangen, und man kann den Stradun entlanggehen, ohne ständig angerempelt zu werden.
Mai und Anfang Juni eignen sich besonders für alle, die beim aktiven Sightseeing kühlere Temperaturen bevorzugen – ob Wandern, Kajakfahren oder Tagesausflüge zu den Elaphiti-Inseln. Die Bora hat im Mai weitgehend nachgelassen, die Vegetation an der Küste ist durch die Winterregen grün, und die Wasserklarheit ist hervorragend, bevor das sommerliche Bootsaufkommen einsetzt.
Winter in Dubrovnik: Dafür und dagegen

Der Winter wird zu Unrecht abgetan. Ja, von Dezember bis Februar ist es nass und das Meer kalt – aber Dubrovnik in der Nebensaison hat einen Charakter, den Hochsaisontouristen nie zu sehen bekommen. Preise für gute Unterkünfte fallen deutlich. Die Marmorstraßen und Barockfassaden der Altstadt wirken unter dramatischem Winterlicht und Wolkenformationen fotografisch besonders reizvoll. Wichtige Sehenswürdigkeiten wie die Stadtmauern, das Franziskanerkloster und der Rektorenpalast sind ohne Warteschlangen zugänglich.
Die praktischen Einschränkungen sind aber real. Einige kleinere Restaurants, Strandbars (darunter die Buža Bar) und saisonale Bootsverbindungen sind von November bis März geschlossen. Die Bura, ein kalter, trockener Nordostwind, der stark die Adriaküste hinunterwehen kann, macht Outdoor-Aktivitäten gelegentlich für ein oder zwei Tage unangenehm. Sie hält selten länger als 48 Stunden an, aber wenn du einen Tagesausflug von Dubrovnik zu nahen Inseln oder nach Montenegro planst, schau vorher in die Windvorhersage, bevor du Fährtickets buchst.
✨ Profi-Tipp
Januar und Februar sind die besten Monate für Budgetreisende, die die Altstadt authentisch erleben möchten. Viele gehobene Restaurants, die sonst auf Touristen ausgerichtet sind, stellen ihr Angebot im Winter auf lokale Gerichte um. Außerdem bekommt man in beliebten Lokalen deutlich leichter einen Tisch ohne Reservierung.
Meerestemperaturen und Badesaison

Die Adria rund um Dubrovnik ist länger badetauglich, als viele Reisende erwarten. Die Meerestemperaturen folgen einer vorhersehbaren Kurve: rund 14°C im Januar und Februar (nach jedem Maßstab kalt), steigend durch den Frühling, 22°C im Juni, Spitzenwerte von 26–27°C im August, warm bleibend durch September und Oktober, bevor sie im November wieder sinken.
- Januar–April: 14–17°C. Nur für Kaltwasserschwimmer oder mit Neoprenanzug geeignet.
- Mai–Juni: 18–22°C. Eher erfrischend als warm, aber für die meisten Schwimmer angenehm.
- Juli–August: 24–27°C. Ideale Bedingungen. Das Meer speichert die Wärme durch die warmen Nächte.
- September–Oktober: 21–24°C. Oft wärmer als im Juni, hervorragend zum Baden ohne Sommermassen.
- November–Dezember: 15–17°C. Für die meisten Besucher ohne Neoprenanzug zu kalt.
💡 Lokaler Tipp
Oktober ist der am meisten unterschätzte Monat zum Baden in Dubrovnik. Die Meerestemperatur bleibt oft bis in die erste Monatshälfte über 22°C, die Strände sind weitgehend leer, und die Unterkunftspreise sind deutlich vom Sommerhoch gefallen. Wer Strandurlaub priorisiert, für den schlägt Anfang Oktober Anfang Juni in fast jeder Hinsicht.
Wer über das Schwimmen hinaus Wasseraktivitäten plant, ist in der Zwischensaison am besten aufgehoben. Seekajakfahren rund um die Stadtmauern macht im Mai, Juni und September am meisten Spaß, wenn das Meer ruhig ist und das Licht gut für Fotos. Im Hochsommer ist Kajakfahren zwar problemlos möglich, aber das Meer rund um die Mauern wird nachmittags durch Bootswellen in den Stoßzeiten unruhig.
Häufige Fragen
Wie ist das Wetter in Dubrovnik im Juni?
Im Juni erreicht Dubrovnik Höchstwerte von 24–28°C bei durchschnittlich 9–10 Sonnenstunden täglich. Entgegen vieler Reiseführer hat Juni tatsächlich die meisten Regentage aller Sommermonate – rund 10 – wobei es sich meist um kurze Nachmittagsgewitter handelt, keinen Dauerregen. Das Meer erreicht 22°C und ist voll badetauglich. Besonders gut ist Anfang Juni: warm und sonnig, mit spürbar weniger Touristen als im Juli.
Wie ist das Wetter in Dubrovnik im September?
September gilt weithin als der beste Monat für einen Dubrovnik-Besuch. Die Temperaturen liegen bei 24–27°C, das Meer hält sich bei 24–26°C (wärmer als im Juni), der Niederschlag steigt nur leicht auf rund 8 Regentage pro Monat, und die Sommermassen lichten sich nach der ersten Woche deutlich. Man bekommt echte Strandatmosphäre bei gleichzeitig entspannterem Stadtleben.
Wie ist das Wetter in Dubrovnik im Oktober?
Im Oktober liegen die Höchstwerte bei 19–22°C mit rund 10 Regentagen pro Monat – ein Wechsel aus sonnigen Phasen und kurzen Schauern. Das Meer bleibt bis Mitte des Monats mit 21–23°C badetauglich. Ideal zum Spazieren, für Wanderungen auf den Srđ oder für die Erkundung der Altstadt. Die Preise fallen 20–40% unter die Hochsaisontarife, was Oktober zu einem der besten Preis-Leistungs-Monate macht.
Regnet es in Dubrovnik im Sommer viel?
Juli und August sind wirklich trocken: 4–7 Regentage pro Monat und über 10 Sonnenstunden täglich. Juni ist nasser als die meisten erwarten – rund 10 Regentage, in der Regel aber kurze Gewitter. Die Trockenzeit erstreckt sich grob von Ende Juni bis September. Der Großteil des Jahresniederschlags fällt im Winter, von November bis März.
Lohnt sich ein Besuch in Dubrovnik im Winter?
Ja – für den richtigen Reisetyp. Die Wintertemperaturen sind mild (7–13°C), Frost ist selten, und die Altstadt ist beeindruckend leer. Die Einschränkungen sind real: 12–14 Regentage pro Monat im Dezember und Januar, weniger geöffnete Restaurants und saisonale Einrichtungen, sowie vereinzelt unterbrochene Fährverbindungen zu nahen Inseln. Budgetreisende und alle, denen Atmosphäre wichtiger ist als Strandurlaub, bevorzugen oft die Nebensaison gegenüber dem Hochsommertrubel.