Die besten Strände in Da Nang: Der komplette Strandführer
Da Nang liegt an einer rund 70–75 km langen Küste mit öffentlichen Stränden, die sich mit den schönsten Südostasiens messen können. Dieser Guide deckt alle wichtigen Strände von Nam O im Norden bis Non Nuoc im Süden ab – mit praktischen Infos zu Badesaison, Sicherheit, Besucherströmen und Kosten.

Kurzfassung
- Da Nangs wunderschöne Strände erstrecken sich über mehr als 15 km öffentlichen Sand, wobei My Khe, My An und Non Nuoc die wichtigsten Schwimmzonen sind. Mehr Kontext zur Stadt findest du in unserem Da Nang Reiseführer.
- Die beste Badesaison läuft von März bis August – mit Wassertemperaturen um 28–30 °C und ruhigen, klaren Bedingungen.
- Die meisten Strände sind kostenlos zugänglich. Liegestühle und Sonnenschirme kosten etwa 20.000–50.000 VND (rund 1–2 USD).
- Schwimm nur in den von Rettungsschwimmern bewachten, markierten Zonen. Strömungen sind ein echtes Risiko, besonders im südlichen Abschnitt zwischen My Khe und Non Nuoc.
- Von September bis Dezember gibt es starken Regen, raue See und kräftige Strömungen. Schwimmen ist in diesem Zeitraum weitgehend nicht zu empfehlen.
Da Nangs Küste im Überblick

Da Nang ist eine zentral verwaltete Großstadt an Vietnams südlicher Zentralküste, direkt an der Mündung des Han-Flusses in das Ostmeer. Die Küstenlinie verläuft grob von Nord nach Süd über rund 70–75 km durch die gesamte Stadtgemeinde, wobei die eigentliche Strandzone vom Stadtzentrum aus gesehen etwa 15–20 km umfasst. Dieser Abschnitt beginnt östlich der Innenstadt, zieht sich durch die Resortgebiete des Bezirks Ngu Hanh Son und endet nahe dem Fuß der Marmor-Berge bei Non Nuoc. Weiter nördlich, entlang der Halbinsel Son Tra und Richtung Lien Chieu, wird die Küste rauer und die Strände bekommen einen ursprünglicheren, lokalen Charakter.
Eines der häufigsten Missverständnisse über Da Nang ist, dass es nur einen einzigen Hauptstrand gibt. Tatsächlich ist die Küste ein durchgehender Sandstreifen mit mehreren klar unterscheidbaren Abschnitten – jeweils mit eigener Atmosphäre, eigenem Publikum und eigener Infrastruktur. Die Übergänge sind fließend, aber Einheimische und Reiseveranstalter verwenden einheitliche Namen: My Khe, Bac My An, My An und Non Nuoc, von Nord nach Süd. Die Halbinsel Son Tra auf der anderen Seite des Hafens bietet noch einmal ein völlig anderes Erlebnis.
Die wichtigsten Strände – nach Nützlichkeit für Besucher geordnet

My Khe Beach ist der Strand, bei dem die meisten Erstbesucher landen – und das aus gutem Grund. Er erstreckt sich über etwa 9–10 km, ist kostenlos und rund um die Uhr zugänglich. Während der Tagesstunden patrouillieren Rettungsschwimmer die ausgewiesenen Schwimmzonen und markieren sichere Bereiche mit Flaggen. Das nördliche Ende liegt etwa 3–6 km vom Stadtzentrum entfernt (rund 10 Minuten mit Taxi oder Grab) – damit ist es der am leichtesten erreichbare Strand von den meisten Hotels aus. Der Sand ist sauber und fest, und das Wasser ist von März bis August ruhig genug zum Schwimmen. Für einen entspannten Strandtag in Da Nang ist das hier die erste Adresse.
My An und Bac My An bilden den mittleren Küstenabschnitt und gehen an ihrem nördlichen Rand nahtlos in My Khe über. Diese Strände sind an Wochenmorgenden ruhiger – weniger Händler, mehr einheimische Familien im Wasser. Das My-Khe-Strandgebiet als Ganzes wird von einer wachsenden Reihe Meeresfrüchterestaurants, Surfschulen und Strandbars gesäumt – Mittagessen findet sich also problemlos.
Non Nuoc Beach am südlichen Ende des Hauptstreifens nahe dem Bezirk Ngu Hanh Son hat den feinsten und weißesten Sand aller Da-Nang-Strände. Er wird von einem dichten Cluster Fünf-Sterne-Resorts gesäumt, weshalb der Strand selbst gepflegter und ruhiger als My Khe ist – allerdings sind die Liegestuhlverkäufer in resortnahen Bereichen auch deutlich aufdringlicher. Non Nuoc liegt direkt am Fuß der Marmor-Berge, was eine ungewöhnliche Kulisse schafft und es einfach macht, einen Strandmorgen mit einem Nachmittagsbesuch der Höhlen und Pagoden zu verbinden. Vom Stadtzentrum aus sind es etwa 15–17 km – plane also rund 20 Minuten mit Taxi oder Grab ein.
- My Khe Beach Die beste Allround-Wahl. 6 km lang, stadtnah, mit Rettungsschwimmern. Surfen ist am nördlichen Ende von Februar bis April und September bis Dezember möglich.
- Bac My An Beach Längerer, ruhigerer Abschnitt – ideal für Spaziergänge in den frühen Morgenstunden. Gut für Familien, die an Wochentagen weniger Trubel wollen.
- Non Nuoc Beach Feinster Sand, schönste Kulisse. Beliebt bei Resortgästen und allen, die den Strand mit einem Besuch der Marmor-Berge verbinden möchten. Mehr Resortinfrastruktur, höhere Liegestuhlpreise in resortnahen Bereichen.
- Buchten der Halbinsel Son Tra Kleine, abgeschiedene Strände, die man über die Halbinselstraße erreicht. Die meisten sind an Resorts gebunden oder erfordern eine Erkundung per Motorrad. Nicht ideal für Spontanbesuche, aber lohnenswert für alle, die sich die Mühe machen.
- Nam O Beach Ein lokaler Fischereigemeinschaftsstrand im äußersten Norden der Stadt nahe Lien Chieu. Kaum Touristen, keine Resortinfrastruktur, dafür echtes vietnamesisches Flair. Das nahe gelegene Nam-O-Riff ist für Schnorchler interessant.
ℹ️ Gut zu wissen
Alle großen öffentlichen Strände in Da Nang (My Khe, Bac My An, My An, Non Nuoc) sind kostenlos zugänglich. Nur resortbetriebene Bereiche bei Non Nuoc und bestimmte Buchten der Halbinsel Son Tra erheben Eintritt für Nicht-Gäste. Lass dich von Händlern nicht vom Gegenteil überzeugen.
Wann du fahren solltest: Jahreszeiten, Menschenmassen und Surfzeiten
Da Nang hat ein tropisches Monsunklima mit einer Trockenzeit von etwa Januar/Februar bis August und einer regenreicheren, windigeren Periode von September bis Dezember. Für einen Strandurlaub ist die ideale Reisezeit März bis August: Die See ist ruhig, die Wassertemperatur liegt bei 28–30 °C (82–86 °F) und Regen ist selten. Von Juni bis August ist Hochsaison für vietnamesische Inlandstouristen – besonders an Wochenenden füllen Familien aus Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt die Strandhotels. Wer das beste Wetter mit überschaubarem Andrang möchte, sollte Ende März, April oder Anfang Mai anreisen.
Der Februar ist eine Übergangszeit: Die Lufttemperaturen sind mild (etwa 25–27 °C), das Wasser noch etwas kühler als im Sommer, aber die See beruhigt sich bereits und der Surf in My Khe kann noch ordentlich sein. Diese Zeit fällt mit Tet (dem vietnamesischen Mondneujahr) zusammen – dann steigen die Preise, die Stadt ist für einige Tage extrem voll, bevor sie sich schlagartig leert, wenn die Einheimischen nach Hause reisen. Die Frage nach dem besten Reisezeitpunkt für Da Nang hängt stark davon ab, ob du Schwimmen, Surfen oder das Meiden von Menschenmassen priorisierst.
Von September bis Januar verschlechtern sich die Bedingungen spürbar. Taifune können die Küste Zentralvietnams ab September treffen, und selbst ohne direkten Taifuneinfluss wird die See rauer, die Strömungen stärker, und von Oktober bis Dezember ist anhaltender Starkregen die Regel. Schwimmen ist in dieser Zeit wirklich gefährlich, und viele Strandrestaurants und Händler schließen oder schränken ihre Öffnungszeiten ein. Surfer hingegen reisen gezielt von September bis Dezember nach My Khe, um die größeren Wellen zu nutzen – und bei Sturm hat der Strand eine dramatisch schöne Atmosphäre, solange man nicht ins Wasser will.
⚠️ Besser meiden
Strömungen sind bei My Khe ein dokumentiertes Risiko – besonders im südlichen Abschnitt Richtung Non Nuoc und in den Übergangsmonaten September und Februar. Schwimm nur zwischen den rot-gelben Flaggen, wo Rettungsschwimmer dich im Blick haben. Wenn dich eine Strömung erfasst, schwimm parallel zur Küste – niemals gegen die Strömung an.
Praktisches: Kosten, Anreise und was dich vor Ort erwartet
Der Strandzugang an Da Nangs öffentlichen Stränden ist kostenlos. Am Strand selbst kannst du Liegestühle und Sonnenschirme für etwa 20.000–50.000 VND pro Tag mieten (umgerechnet rund 1–2 USD). In resortnahen Bereichen von Non Nuoc können die Preise deutlich höher sein, und die Händler dort sind hartnäckiger. Bezahl erst, wenn du weißt, was du bekommst – also nach dem Hinsetzen, nicht vorher.
Surfstunden gibt es vor allem in My Khe und kosten in der Regel ab etwa 1.050.000 VND pro Session (rund 42 USD), inklusive Boardverleih. Mehrere Surfschulen betreiben am Strandabschnitt nördlich des Haupthotelstreifens ihr Geschäft. Wer ein Board unabhängig mieten möchte, zahlt deutlich weniger – die Qualität variiert jedoch. Die meisten Anbieter akzeptieren nur Bargeld, also am besten vietnamesische Dong dabei haben.
Die Anreise ist unkompliziert. My Khe und My An sind 5–10 Minuten per Grab oder Taxi vom Han-Fluss-Zentrum entfernt. Non Nuoc dauert etwa 20–25 Minuten. Ein Motorrad für den Tag zu mieten ist die flexibelste Option, wenn du mehrere Strände erkunden möchtest – einschließlich der Buchten der Halbinsel Son Tra. Einen praktischen Überblick über die Transportmöglichkeiten bietet der Guide zu Fortbewegung in Da Nang.
- Strandeintritt: Kostenlos an allen öffentlichen Stränden
- Liegestuhl- und Sonnenschirmverleih: 20.000–50.000 VND pro Tag (~1–2 USD)
- Surfstunde: ab ca. 1.050.000 VND pro Session (~42 USD)
- Grab/Taxi vom Stadtzentrum nach My Khe: ca. 5–10 Minuten
- Grab/Taxi vom Stadtzentrum nach Non Nuoc: ca. 20–25 Minuten
- Die meisten Strandverkäufer akzeptieren nur Bargeld – kleine Dong-Scheine mitbringen
💡 Lokaler Tipp
An Da Nangs Stränden können Quallen auftauchen – besonders nach Stürmen in den Übergangsmonaten. Wenn du durchsichtige Gebilde am Ufer siehst, frag die Rettungsschwimmer, bevor du ins Wasser gehst. Die lokalen Strandreinigungsteams räumen den Sand in der Regel früh morgens frei – wer früh kommt, ist also nicht nur sicherer dran, sondern erlebt den Strand auch am schönsten.
Abseits des Hauptstreifens: Halbinsel Son Tra und Nam O

Die Halbinsel Son Tra ragt nördlich des Hauptstreifens von My Khe ins Meer und bietet ein völlig anderes Strandgefühl. Die Halbinselstraße schlängelt sich am bewaldeten Hang entlang und führt an kleinen Felsbuchten und einigen resorteigenen Stränden vorbei. Diese Buchten sind in der Regenzeit ruhiger, weil die Halbinsel natürlichen Schutz vor nördlichen Wellen bietet. Sie sind nicht für Spontanbesuche ausgelegt – die meisten erfordern entweder eine Resortbuchung oder etwas Abenteuerlust auf einem Motorrad. Die Belohnung: relative Abgeschiedenheit und saubereres Wasser abseits des Hauptstrandgedränges.
Am nördlichsten Zipfel der Da-Nang-Küste liegt Nam O nahe dem Bezirk Lien Chieu und hat den Charakter eines traditionellen vietnamesischen Fischerdorfs behalten. Touristeninfrastruktur gibt es so gut wie keine – keine Liegestuhlverkäufer, keine Surfschulen. Das Nam-O-Riff direkt vor der Küste ist für Schnorchler interessant, allerdings musst du deine eigene Ausrüstung mitbringen. Dieser Strand eignet sich am besten als halbtägiger Ausflug für alle, die Da Nangs Küste jenseits der Resortzone erleben möchten.
Den Strand mit dem Rest von Da Nang verbinden

Die meisten Besucher nutzen den Strand als Ausgangspunkt und kombinieren ihn mit Tagesausflügen zu nahegelegenen Sehenswürdigkeiten. Die naheliegendste Kombination: ein Morgen am Non Nuoc Beach, gefolgt von einem Nachmittag in den Marmor-Bergen, die direkt hinter dem Strand liegen. Ein Tagesausflug Richtung Süden nach Hoi An von Da Nang aus ist eine weitere logische Ergänzung – zumal die Küstenstraße durch einige der schönsten Abschnitte der vietnamesischen Küste führt.
Wer weiter in die Umgebung schauen möchte: Das Gebiet rund um den Hai-Van-Pass im Norden bietet dramatische Küstenlandschaft und ist technisch als Tagesausflug machbar – allerdings nur per Motorrad oder Privatwagen. Familien kombinieren den Strand gut mit einem Tag in Ba Na Hills – die Anlage liegt drinnen und ist angenehm kühl, was sie zur nützlichen Alternative macht, wenn das Strandwetter umschlägt. Für den Abend nach einem Strandtag bieten sich die Meeresfrüchterestaurants entlang My Khe an – oder du ziehst weiter in die Da-Nang-Nightlife rund um die An-Thuong-Straße, die direkt hinter dem Strand liegt.
Häufige Fragen
Ist das Schwimmen an Da Nangs Stränden sicher?
In den ausgewiesenen Rettungsschwimmer-Zonen bei My Khe und Non Nuoc ist das Schwimmen von etwa März bis August sicher. Schwimm immer zwischen den rot-gelben Flaggen. Strömungen kommen vor – besonders im südlichen Abschnitt von My Khe – und von September bis Dezember ist die See rau und Schwimmen nicht ratsam. Quallen können nach Stürmen zu jeder Jahreszeit auftauchen.
Welcher Strand in Da Nang eignet sich am besten für Familien?
My Khe ist die praktischste Wahl für Familien: stadtnah, gut bewacht, mit Rettungsschwimmern und einfachem Zugang zu Essen und Toiletten. Non Nuoc ist eine gute Alternative, wenn du im Resortbereich übernachtest – der Strand ist ruhiger und der Sand feiner. Die Buchten der Halbinsel Son Tra sind mit kleinen Kindern nicht zu empfehlen, da sie nur per Motorrad erreichbar sind und keinerlei Strandeinrichtungen haben.
Kosten Da Nangs Strände Eintritt?
Nein. Alle großen öffentlichen Strände in Da Nang (My Khe, Bac My An, My An, Non Nuoc) sind kostenlos zugänglich. Bestimmte resortbetriebene Bereiche bei Non Nuoc und einige Buchten der Halbinsel Son Tra erheben Eintritt für Nicht-Gäste. Liegestühle und Sonnenschirme zu mieten ist optional und kostet etwa 20.000–50.000 VND pro Tag.
Wann ist die beste Reisezeit für Da Nangs Strände?
März bis August ist die beste Zeit zum Schwimmen. April und Mai sind besonders empfehlenswert: Das Wetter ist warm, die See ruhig, und der große Ansturm einheimischer Touristen hat noch nicht begonnen. Juni bis August bietet hervorragendes Wetter, ist aber die belebteste Zeit – vor allem an Wochenenden. Oktober bis Dezember solltest du für Strandaktivitäten meiden, da Regen und raue See das Schwimmen unpraktisch machen.
Wie weit sind Da Nangs Strände vom Stadtzentrum entfernt?
My Khe Beach liegt 3–6 km vom Han-Fluss-Zentrum entfernt, etwa 10 Minuten per Grab oder Taxi. Non Nuoc Beach liegt rund 15–17 km südlich und dauert etwa 20–25 Minuten mit dem Taxi. Die Strände der Halbinsel Son Tra sind je nach Bucht 10–20 Minuten nördlich des Zentrums entfernt.