Plage de la Croisette: Cannes' berühmte Strandpromenade
Die Plage de la Croisette erstreckt sich entlang des Boulevard de la Croisette und verbindet kostenlose öffentliche Sandstrände mit privaten Strandclubs direkt vor den Palasthotels. Ob du eine Liege bei einem Fünf-Sterne-Betrieb suchst oder einfach kostenlos die Fähren in Richtung Îles de Lérins beobachten möchtest – hier schlägt das Strandleben von Cannes.
Fakten im Überblick
- Lage
- Boulevard de la Croisette, 06400 Cannes, Frankreich (Uferpromenade der Bucht von Cannes)
- Anfahrt
- Mehrere Palmbus-Haltestellen entlang des Boulevard de la Croisette; 15 Minuten zu Fuß vom Le Suquet; Parking Roseraie nahe Port Pierre Canto für Autofahrer
- Zeitbedarf
- 2–4 Stunden für einen Strandbesuch; die gesamte 3 km lange Promenade läuft man in etwa 45 Minuten
- Kosten
- Öffentliche Abschnitte: kostenlos. Private Strandclubs verlangen Gebühren für Liegevermietung und Sonnenschirm; Preise je nach Betrieb und Saison
- Am besten für
- Sonnenbaden, Menschen beobachten, Spaziergänge und das Glamour-Flair von Cannes direkt am Wasser erleben

Was die Croisette-Strände wirklich sind
Die Plage de la Croisette ist kein einzelner Strand, sondern eine Abfolge verschiedener Sandstreifen, die sich auf fast 3 Kilometer entlang der Bucht von Cannes erstrecken. Einige Abschnitte sind kostenlose öffentliche Strände, viele andere werden von Hotels und Restaurants als private Konzessionen betrieben – dort zahlt man für Liege und Sonnenschirm, nicht für den Zugang zum Meer selbst. Zusammen ergeben sie das Bild, das die meisten Besucher von Cannes im Kopf haben: heller Sand, blaues Mittelmeerwasser und im Hintergrund die imposanten Fassaden der Grandhotels, die direkt aufs Wasser schauen.
Die Strände liegen zwischen Promenade und Wasser – der Blick vom Sand zurück auf die Stadt ist ebenso eindrucksvoll: eine Reihe von Belle-Époque- und Art-déco-Hotelfassaden, Palmen und gelegentlich ein Kamerateam. Auf dem Meer ist die Silhouette der Îles de Lérins zu sehen, rund 15 bis 20 Minuten Fährfahrt vom alten Hafen entfernt – ein dramatischer Horizont für jeden Nachmittagsschwimmer.
ℹ️ Gut zu wissen
Die öffentlichen Strandabschnitte sind jederzeit kostenlos zugänglich. Du musst nichts bezahlen, um ins Wasser zu gehen oder dein Handtuch auf dem Sand auszubreiten. Achte auf Schilder mit der Aufschrift „plage publique" oder schau vorher auf der Tourismus-Website der Stadt Cannes nach der aktuellen Liste der freien Abschnitte.
Von West nach Ost: Der Überblick
Das westliche Ende der Croisette-Strände nahe dem Palais des Festivals ist leichter zugänglich und vor allem bei Tagesbesuchern beliebt. Die Plage du Casino ist ein ruhiger, geschützter Abschnitt an der Westseite der Bucht – ideal für Familien. Weiter östlich liegen die Strände vor den großen Hoteladressen: Carlton, Martinez, Majestic. Hier dominieren die privaten Konzessionen mit uniformiertem Personal, farblich abgestimmten Liegen und Restaurant-Service bis in den Nachmittag.
Wer beides an einem Nachmittag erleben möchte: Am praktischsten ist es, einen öffentlichen Abschnitt für ein Bad zu nutzen und dann die Promenade entlangzugehen, bis zu einem privaten Strandclub für einen Drink oder das Mittagessen. Die Promenade selbst ist ein breiter, ebener, gepflasterter Boulevard – in voller Länge auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen problemlos befahrbar. Mehr zum gesamten Boulevard findest du im Guide zum Boulevard de la Croisette.
Wie sich der Strand im Tagesverlauf verändert
Früh morgens, vor 8 Uhr, gehört die Croisette den Joggern, Hundebesitzern und dem gelegentlichen Hotelgast im Bademantel, der das erste Tageslicht einfängt. Der Sand ist frisch geharkt und noch unberührt. Das Meer ist zu dieser Stunde oft spiegelglatt, die Farbe wechselt von Graugrün zu Türkis, während die Sonne steigt. In der Luft liegt Salzgeruch mit einem leichten Hauch von Tang am Wasserrand. Es ist die beste Zeit, um das Wasser ohne Schwimmer und ohne Strandmöbel im Bild zu fotografieren.
Gegen 10 Uhr beginnen die privaten Strandclubs, ihre Liegenreihen aufzustellen, und die ersten Mitarbeiter treffen an den Strandbars ein. Die öffentlichen Abschnitte füllen sich ab etwa 11 Uhr, mit dem Höhepunkt zwischen 12 und 15 Uhr im Sommer. An einem vollen Juli- oder August-Nachmittag liegen die Handtücher auf den öffentlichen Flächen dicht an dicht, und der Lärmpegel steigt merklich: Musik aus den Strandclubs, Gespräche auf Französisch, Italienisch, Englisch und Russisch sowie das beständige Hintergrundrauschen von Motorbooten auf dem Weg zu den Inseln.
Am späten Nachmittag, ab etwa 17 Uhr, herrscht eine ganz andere Stimmung. Das Licht wird golden, die Menge lichtet sich ein wenig, und das Wasser hat nach stundenlanger Sonneneinstrahlung seine höchste Tagestemperatur erreicht. Dann gehen viele Einheimische schwimmen. Den Sonnenuntergang vom Strand aus Richtung Westen zum Le Suquet hin sollte man sich wirklich einmal einplanen – besonders im September, wenn der Himmel theatralische Farben annehmen kann.
💡 Lokaler Tipp
Im Hochsommer (Juli bis August) empfiehlt sich für einen entspannten Strandtag: vor 10 Uhr kommen, um einen guten Platz auf einem öffentlichen Abschnitt zu sichern, oder einen privaten Strandclub im Voraus buchen. Ab Mittag in der Hochsaison sind die besten kostenlosen Plätze schnell vergeben.
Private Strandclubs: Was dich erwartet
Eine Liege in einem Croisette-Strandclub zu mieten ist eine andere Erfahrung als der öffentliche Strand. Du zahlst pro Person und halben oder ganzen Tag; im Preis inbegriffen sind in der Regel Liege, Sonnenschirm und Handtuch. Die Preise unterscheiden sich je nach Betrieb und Saison erheblich – Clubs der Fünf-Sterne-Hotels verlangen deutlich mehr als eigenständige Strandrestaurants. Eine zentrale Preisübersicht gibt es nicht, also am besten direkt beim jeweiligen Club anfragen.
Was die privaten Clubs dafür bieten, ist durchaus real: Personal, das Getränke direkt an die Liege bringt, saubere Umkleidekabinen und in der Regel weicheren, gepflegteren Sand. Der Strand eines MGallery-Hotels am Boulevard de la Croisette 65 ist zudem speziell auf Besucher mit eingeschränkter Mobilität ausgerichtet und bietet entsprechende Zugänge und Ausstattung. Wer auf Barrierefreiheit angewiesen ist, sollte die aktuellen Gegebenheiten vorab direkt mit dem Betrieb klären.
Während der Filmfestspiele von Cannes (jedes Jahr im Mai) werden die privaten Strandclubs zu Verlängerungen des Festivals: Pressevorführungen, Markenauftritte und Einladungspartys übernehmen ganze Abschnitte der Croisette. Wer in dieser Zeit zu Besuch ist, muss mit deutlich höheren Preisen, eingeschränktem Zugang zu manchen Bereichen und einer völlig anderen Atmosphäre rechnen. Der Guide zu den Filmfestspielen Cannes erklärt die praktischen Auswirkungen für Besucher im Detail.
Wasserqualität und Bedingungen zum Schwimmen
Die Bucht von Cannes ist ein vergleichsweise geschütztes Gewässer, und die Bedingungen an den Croisette-Stränden sind für Mittelmeer-Verhältnisse in der Regel ruhig. Der sandige Boden fällt sanft ab, was den Einstieg ins Wasser einfach macht. Im Sommer erreicht die Wassertemperatur typischerweise 23 bis 26 Grad Celsius, und das Meer bleibt bis weit in den Oktober hinein angenehm zum Schwimmen. Quallen tauchen im Spätsommer gelegentlich auf – wie an der gesamten Côte d'Azur; das Strandpersonal hängt in der Regel Hinweise aus, wenn sie in größerer Zahl auftreten.
Cannes pflegt die Strände gemäß den EU-Badegewässerstandards. Das Leitungswasser in ganz Frankreich, einschließlich Cannes, entspricht den EU-Trinkwasserstandards, und der gleiche Rechtsrahmen gilt für die Überwachung der Küstengewässer. Allerdings können die Bedingungen in bestimmten Bereichen nach starken Regenfällen schwanken – wer nach einem Herbststurm schwimmen möchte, sollte vorab die lokalen Badegewässerberichte prüfen.
⚠️ Besser meiden
Im Herbst (Oktober bis November) fallen in Cannes die stärksten Regenfälle des Jahres. Nach kräftigen Stürmen können temporäre Hinweisschilder auf eingeschränkte Wasserqualität in einzelnen Strandabschnitten hinweisen. Der Strand selbst bleibt geöffnet, aber vor dem Schwimmen empfiehlt sich ein Blick auf lokale Meldungen.
Fotografieren und praktische Hinweise
Fotografisch belohnt die Croisette Geduld mehr als den perfekten Moment. Das klassische Bild – Blick nach Osten mit den Hotelfassaden, die in der Ferne zurückweichen, und dem Meer im Vordergrund – funktioniert am besten im Morgenlicht, wenn die Schatten zum Wasser hin fallen. Die spätnachmittägliche Aufnahme nach Westen, mit den Türmen des Le Suquet im Hintergrund, profitiert vom warmen goldenen Licht, das im Sommer gegen 18 Uhr einsetzt.
Praktisches: Entlang der öffentlichen Strandabschnitte gibt es Duschen und Fußwaschstationen in regelmäßigen Abständen. Auf öffentlichen Abschnitten sollte man ein eigenes Handtuch mitbringen – Handtücher werden nur von privaten Clubs gestellt. Schatten ist auf den öffentlichen Flächen begrenzt; Sonnenschutz nicht vergessen. Parken ist nahe Port Pierre Canto im Parking Roseraie möglich, von dort ist es ein kurzer Spaziergang nach Westen zu den zentralen Strandabschnitten.
Wer ohne Auto anreist: Das Palmbus-Netz bedient mehrere Haltestellen entlang des Boulevard de la Croisette, sodass der Zugang aus der Cannes-Innenstadt unkompliziert ist. Der Fußweg vom Le Suquet dauert durch das Vieux-Port-Viertel etwa 15 Minuten – ein morgendlicher Besuch im alten Stadtviertel und ein Nachmittag am Strand lassen sich damit gut verbinden.
Für wen dieser Strand ideal ist – und für wen nicht
Die Croisette-Strände sind genau das Richtige für alle, die das volle Cannes-Erlebnis suchen: Glamour direkt neben einem funktionierenden Badestrand, gutes Schwimmen und erstklassiges People-Watching. Für Familien ist die ruhige und geschützte Plage du Casino am westlichen Ende die praktischste Wahl. Paare, die sich einen entspannten Tag auf der Liege mit Tischservice gönnen möchten, finden unter den privaten Clubs mehr als genug Auswahl.
Wer einen ruhigeren, weniger kommerziellen Strandurlaub sucht, wird die Croisette in der Hochsaison vielleicht zu überlaufen und zu poliert finden. Die öffentlichen Abschnitte sind wirklich kostenlos – aber von Juni bis August auch wirklich voll. Wer eine lokalere, entspanntere Alternative sucht, wird am Midi Beach westlich der Stadt fündig, der einen ganz anderen Charakter hat. Der Strandguide Cannes vergleicht die wichtigsten Optionen in der Stadt und hilft dir, den richtigen Strandabschnitt für deine Ansprüche zu finden.
Wer auf das Budget achtet: Der Strand selbst ist zwar kostenlos, aber die Umgebung gehört zu den teuersten in Cannes. Essen und Trinken nahe der Croisette-Promenade schlägt kräftig zu Buche. Wer günstiger essen und trinken möchte, wird eine Straße weiter im Landesinneren und am Marché Forville deutlich besser aufgehoben sein. Der Cannes mit kleinem Budget zeigt, wo man essen und trinken kann, ohne Croisette-Preise zu zahlen.
Insider-Tipps
- Das östliche Ende der Croisette-Strände nahe Port Pierre Canto ist deutlich weniger touristisch als die Abschnitte vor den großen Hotels. Wasserqualität und Sand sind identisch – du hast auf den öffentlichen Flächen einfach viel mehr Platz.
- Wer einen privaten Strandclub erleben möchte, ohne den vollen Tagespreis zu zahlen: Manche Betriebe bieten ein Mittagessen an, das nachmittags die Nutzung einer Liege einschließt. Schau vor dem Besuch direkt auf der Website des jeweiligen Clubs nach aktuellen Angeboten.
- Entlang der Croisette-Promenade stehen fest installierte Bänke mit Meerblick – kostenlos, im Schatten von Palmen. An warmen Tagen kannst du Strand und Wasser genießen, ohne einen Cent auszugeben oder Sand zu schlucken.
- September ist wohl der beste Monat für die Croisette-Strände: Das Meer hat mit rund 23 bis 25 Grad Celsius seine angenehmste Temperatur, die Sommermassen haben sich gelichtet, und bei privaten Strandclubs bekommt man noch problemlos eine Liege.
- Die Fähren zu den Îles de Lérins legen am alten Hafen ab, wenige Gehminuten vom westlichen Ende der Croisette-Strände entfernt. Eine schöne Kombination: Morgens Strand, nachmittags Fähre nach Sainte-Marguerite oder Saint-Honorat.
Für wen ist Plage de la Croisette geeignet?
- Besucher, die das klassische Cannes-Erlebnis am Meer suchen – mit gutem Baden und ikonischen Ausblicken
- Paare, die einen entspannten Tag im Strandclub mit Liegenservice und Mittagessen genießen möchten
- Familien mit Kindern, besonders die ruhigeren, geschützten Abschnitte am westlichen Ende
- Fotografen auf der Suche nach dem typischen Côte-d'Azur-Bild mit Hotel und Meer
- Spaziergänger, die Strandbesuch und Promenaden-Spaziergang in voller Länge verbinden wollen
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Weitere Highlights in La Croisette:
- Boulevard de la Croisette
Der Boulevard de la Croisette ist die Prachtadresse von Cannes: ein rund drei Kilometer langer, von Palmen gesäumter Spazierweg entlang der Baie de Cannes vom Vieux Port bis zum Port Canto. Kostenlos zu jeder Stunde begehbar, verbindet er die Luxushotels, privaten Strandclubs und den Palais des Festivals – und sieht je nach Tageszeit völlig anders aus.
- Carré d'Or (Goldenes Viereck)
Das Carré d'Or, das sogenannte Goldene Viereck, ist Cannes' kompaktes Luxusviertel zwischen der Rue d'Antibes und La Croisette. Auf vier Straßen drängen sich High-End-Boutiquen, Aperitivo-Bars, Gourmetrestaurants und das angesagteste Nachtleben der Stadt – alles bequem zu Fuß vom Palais des Festivals erreichbar.
- Centre d'Art La Malmaison
Nach einer umfangreichen Renovierung im Januar 2025 wiedereröffnet, bringt das Centre d'Art La Malmaison zeitgenössische Kunst in eines der geschichtsreichsten Gebäude am Boulevard de la Croisette. Mit 600 m² Ausstellungsfläche, kostenlosem Zugang zur Dachterrasse während der Öffnungszeiten und Eintrittspreisen ab 6,50 € (ermäßigt 3,50 €) bietet es echte kulturelle Tiefe – nur wenige Schritte vom Meer entfernt.
- Carlton Cannes, a Regent Hotel
Seit 1911 prägt das Carlton Cannes den Boulevard de la Croisette Nummer 58 und ist das bekannteste Gebäude an der berühmtesten Strandpromenade der Côte d'Azur. Mit seinen zwei Belle-Époque-Kuppeln, einem eigenen Privatstrand und einer Geschichte, die untrennbar mit den Filmfestspielen von Cannes verbunden ist, zieht es Besucher an – ob sie eine Suite gebucht haben oder einfach neugierig einen Blick in die Lobby werfen wollen.