Dubai Safari Park: Der vollständige Besucherguide
Der Dubai Safari Park in Al Warqa gehört zu den größten Wildtierattraktionen der VAE und beherbergt rund 3.000 Tiere in sechs Themenzonen. Von geführten Safaribustouren durch afrikanische und asiatische Lebensräume bis hin zu Giraffenfrühstücken und Kinderbauernhof-Erlebnissen – hier findest du alles, was du für einen gelungenen Besuch brauchst.
Fakten im Überblick
- Lage
- Al Warqa 5, nahe Hatta Road (E44), Dubai, VAE
- Anfahrt
- Keine direkte Metroverbindung. Am besten mit Auto, Taxi oder Ridesharing (Careem/Uber) über die Sheikh Mohammed Bin Zayed Road (E311), Ausfahrt 52. Alternativ mit der Roten Linie bis Centerpoint, dann RTA-Bus F10 nach Al Warqa 5. Kostenlose Parkplätze vor Ort.
- Zeitbedarf
- 4–6 Stunden für einen gründlichen Besuch; ganzer Tag mit Premium-Erlebnissen
- Kosten
- Ab AED 50 (Safari Park Pass); AED 117 online als Safari Bundle inkl. geführter Explorer Safari Tour. Kostenlos für Kinder unter 3 Jahren und Menschen mit Behinderung mit einer Begleitperson.
- Am besten für
- Familien mit Kindern, Tierliebhaber und alle, die einen ganzen Tag an der frischen Luft verbringen möchten – abseits des kommerziellen Stadtzentrums
- Offizielle Website
- dubaisafari.ae

Was der Dubai Safari Park wirklich ist
Der Dubai Safari Park ist eine weitläufige Wildtier- und Naturschutzanlage im Stadtbezirk Al Warqa, am östlichen Stadtrand von Dubai nahe der Hatta Road (E44). Er ersetzte den alten Dubai Zoo, der seit 1967 in Jumeirah betrieben worden war, und ist ein deutlich ambitionierteres Projekt: rund 119 Hektar gestaltetes Gelände mit etwa 3.000 Tieren aus Afrika, Asien und der Arabischen Halbinsel.
Der Park ist in sechs Themenzonen unterteilt: African Village, Asian Village, Explorer Village, Arabian Desert, Kids Farm und Adventure Valley. Das hier ist kein klassischer Zoo mit Tieren hinter Gittern in engen Gehegen. Das Design setzt auf naturnahe Lebensräume, und die geführten Safaribustouren durch die größeren Zonen fühlen sich tatsächlich anders an als ein gewöhnlicher Zoorundgang. Dennoch: Das hier ist nicht die Serengeti. Wer kommt, sollte die Erwartungen entsprechend einordnen – das ist ein außergewöhnlich gut gemachter Stadttiergarten, kein offenes Savannengebiet.
💡 Lokaler Tipp
Buche das Safari Bundle online (AED 117) statt eines einfachen Eintritts an der Kasse (AED 50). Das Bundle enthält eine Explorer Safari Tour – eine rund 35-minütige geführte Busfahrt durch die größeren Tierbereiche, die das Highlight des Parks ist. Einzeln vor Ort kostet es mehr, und an belebten Tagen kann die Tour ausgebucht sein.
Öffnungszeiten und der beste Besuchszeitpunkt
Der Dubai Safari Park hat saisonale Öffnungszeiten. Im Winter (November bis März) ist er täglich von 9:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Im Frühjahr (April bis Mai) gelten Öffnungszeiten von 9:00 bis 18:00 Uhr, mit letztem Einlass eine Stunde vor Schließung. In den Hochsommermonaten Juni bis September bleibt der Park aufgrund der extremen Hitze in der Regel geschlossen.
Der ideale Besuchszeitraum ist ein Wochentag am Morgen zwischen Oktober und März, wenn man kurz nach der Öffnung um 9:00 Uhr ankommt. Dann ist das Licht weich, die Tiere sind aktiver, bevor die Hitze zunimmt, und es ist noch wenig los. Ab 11:30 Uhr füllt sich der Park an Wochenenden deutlich spürbar, vor allem rund um die Kids Farm und die Live-Show-Bereiche. Freitagsnachmittage sind am stärksten von Familien besucht.
⚠️ Besser meiden
Sommerbesuche (Juni bis September) sind möglich, aber mit erheblicher Hitze verbunden. Die Temperaturen übersteigen mittags regelmäßig 40 °C. Wer im Sommer kommt, sollte pünktlich um 9:00 Uhr da sein, die heißeste Zeit (ca. 11:30 bis 16:00 Uhr) in Schatten- oder Innenbereichen verbringen und ausreichend Wasser dabei haben. Der Park ist nicht durchgehend klimatisiert.
Mehr über Dubais Klima und seinen Einfluss auf Outdoor-Aktivitäten erfährst du im Guide zur besten Reisezeit für Dubai, der die saisonalen Bedingungen ausführlich behandelt.
Die sechs Zonen: Was sich lohnt
Das African Village ist optisch die beeindruckendste Zone. Giraffen, Breitmaulnashörner, Zebras und afrikanische Löwen gehören zu den Bewohnern, und die Gehege sind großzügiger bemessen, als man vielleicht erwartet. Die Giraffenfütterungsstation, an der man den Tieren aus nächster Nähe Futter reichen kann, ist ein verlässlicher Publikumsmagnet und funktioniert gut mit Kindern aller Altersgruppen.
Das Asian Village zeigt Tierarten aus Südost- und Südasien: Malaiische Tapire, Orang-Utans, asiatische Elefanten und verschiedene Großkatzen. Das Orang-Utan-Gehege erzeugt meist das nachhaltigste Interesse bei erwachsenen Besuchern. Das Arabian Desert ist auf in der Region heimische Arten ausgerichtet, darunter Arabische Oryx, Sandgazellen und den Arabischen Wolf. Diese Zone hat einen klaren Bildungsanspruch rund um regionale Naturschutzprojekte, und die Beschriftungen sind hier ausführlicher als anderswo im Park.
Die Kids Farm ist ein Streich- und Begegnungsbereich mit Haus- und Halbwildtieren, geeignet für Kinder unter 10 Jahren. Adventure Valley bietet Kletterstrukturen und eignet sich gut als kurze Auszeit für Kinder, während Erwachsene Pause machen. Das Explorer Village verbindet den Ticketbereich und die wichtigsten Einrichtungen mit einigen Reptilien- und Vogelgehegen. Plane deine Zeit entsprechend ein: African Village und Asian Village verdienen die meiste Aufmerksamkeit; die Kids Farm ist unverzichtbar, wenn du mit kleinen Kindern unterwegs bist.
Die Safaribustour: So funktioniert es
Die Explorer Safari Tour ist eine offene, geführte Busfahrt durch die größeren Tierbereiche, einschließlich Abschnitte, die Fußgänger nicht eigenständig betreten können. Die Touren fahren in festgelegten Abständen den ganzen Tag über und dauern rund 35 Minuten. Die Guides kommentieren auf Englisch und Arabisch – mit Infos zu Tierverhalten, Lebensräumen und Naturschutz. Die Qualität des Kommentars variiert je nach Guide, aber die Tiersichtungen sind zuverlässig: Löwen, Nashörner und Giraffen sind von der Busroute aus gut zu sehen.
Wer mit Kamera kommt: Die Busfenster sind breit und frei von Hindernissen. Das Morgenlicht aus dem Osten bietet bei der ersten Tour des Tages bessere Bedingungen. Bei Nachmittagstouren sind die Tiere oft aktiver, wenn die Temperaturen sinken. Plätze auf der linken Seite des Busses bieten auf dem Großteil der Strecke bessere Bildwinkel – allerdings kann das je nach Busaufstellung variieren.
Premium-Erlebnisse, die sich lohnen könnten
Der Dubai Safari Park bietet eine Reihe von exklusiven Gruppenerlebnissen zu deutlich höheren Preisen an. „Dine in the Wild" – darunter das Frühstück mit Giraffen oder ein ähnliches Erlebnis mit Löwen – kostet AED 2.150 für bis zu sechs Personen und muss im Voraus gebucht werden. Das King of Safari VIP Experience (AED 2.500 für bis zu 10 Personen) und die Behind the Scenes Tour (AED 1.450 für bis zu 10 Personen) ermöglichen Zugang zu Tierbereichen auf Tierpfleger-Niveau, der für Standardbesucher nicht zugänglich ist.
Diese Erlebnisse bieten für eine städtische Attraktion wirklich ungewöhnlichen Zugang, und der Preis pro Person wird für Gruppen durchaus vertretbar. Eine sechsköpfige Familie, die sich das Giraffenfrühstück teilt, zahlt beispielsweise rund AED 358 pro Person. Am besten weit im Voraus buchen, besonders in der Hochsaison von November bis März – die Kapazitäten sind stark begrenzt.
Die Jungle Capture Photography Tour (AED 1.275 für bis zu drei Personen) ist speziell für Fotografen konzipiert, die nah an die Tiere herankommen möchten – mit einem festen Zeitfenster, das in der Regel vor der allgemeinen Parköffnung liegt. Wer Wildlife-Fotografie ernst nimmt, bekommt hier die effizienteste Möglichkeit, ohne Menschenmengen im Bild zu fotografieren.
Anreise und Orientierung vor Ort
Der Dubai Safari Park liegt in Al Warqa im östlichen Teil des Emirats und ist nicht an die Dubai Metro angebunden. Die praktischsten Optionen sind Auto, Taxi oder Ridesharing-Apps wie Careem oder Uber. Aus dem Stadtzentrum beträgt die Fahrtzeit je nach Verkehr 20 bis 35 Minuten – über die Sheikh Mohammed Bin Zayed Road (E311), Ausfahrt 52, dann weiter auf der Hatta Road (E44). Kostenlose Parkplätze sind großzügig vorhanden; wer früh kommt, spart sich den langen Fußweg von hinteren Reihen an Stoßzeiten.
Tipps zur Fortbewegung in Dubai ohne Auto findest du im Fortbewegung in Dubai Guide, der Metro, Bus und Ridesharing im ganzen Emirat abdeckt.
Im Park verbindet ein internes Bahnsystem die einzelnen Zonen – im Basisticket inbegriffen. Den gesamten Park zu Fuß zu erkunden ist machbar, aber konditionell nicht zu unterschätzen. Festes, geschlossenes Schuhwerk ist Pflicht: Das Gelände umfasst gepflasterte Wege, verdichteten Schotter und teilweise unebene Flächen rund um die Tiergehege. Rollstuhlgerechte Wege sind durchgehend vorhanden; am Haupteingang gibt es Rollstühle, Elektroscooter und Kinderwagen zu leihen. Kinderwagen müssen beim Einsteigen in die internen Busse und Bahnen zusammengeklappt werden.
ℹ️ Gut zu wissen
Im Park gibt es mehrere Cafés und Imbissstände in den verschiedenen Zonen. Die Preise entsprechen dem üblichen Niveau touristischer Attraktionen. Eigene Speisen sind nicht erlaubt – Ausnahmen gelten für Säuglingsnahrung und medizinisch bedingte Diäten. Wasser ist überall käuflich erhältlich; bring aber am besten eine eigene Trinkflasche mit, um Kosten zu sparen und Abfall zu reduzieren.
Für wen es sich lohnt – und wer zweimal nachdenken sollte
Der Dubai Safari Park lohnt sich am meisten für Familien mit Kindern zwischen etwa 4 und 14 Jahren, für Besucher, die einen strukturierten Ganztagesausflug abseits von Einkaufszentren und Bildschirmen suchen, und für Reisende mit echtem Interesse an Wildtieren, die wissen, dass sie einen gut geführten Tierpark besuchen – kein Wildnisgebiet. Das Basisticket für AED 50 bietet für eine ganztägige Attraktion ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis, vor allem im Vergleich zu den meisten anderen großen Dubai-Erlebnissen.
Alleinreisende oder Paare, die bereits erstklassige Zoos und Safariparks weltweit besucht haben, werden den Park solide, aber nicht außergewöhnlich finden. Wer nur wenige Tage in Dubai hat, sollte Prioritäten setzen. Einen strukturierten Überblick, womit man begrenzte Zeit am besten verbringt, bietet der Aktivitäten in Dubai Guide.
Wer vor allem naturnahe Begegnungen in ungezwungenerem Rahmen sucht, wird mit dem Ras Al Khor Wildlife Sanctuary ein ganz anderes Erlebnis finden – einem Schutzfeuchtgebiet mitten in der Stadt, wo Flamingos rasten. Der Dubai Safari Park ist bewusst gestaltet und durchorganisiert, mit zuverlässigen Tiersichtungen, aber auch mit der Ästhetik eines Freizeitparks, die sich über das Wildtiererlebnis legt.
Wer sich generell für Wildtier- und Naturerlebnisse in Dubai interessiert: Das Ras Al Khor Wildlife Sanctuary und die Al Qudra Seen bieten ruhigere, ungeplante Begegnungen mit der Naturseite des Emirats.
Insider-Tipps
- Die erste geführte Safaribustour des Tages, kurz nach der Öffnung, bietet erfahrungsgemäß die beste Tieraktivität. Die Tiere sind am aktivsten, bevor die Hitze zunimmt – und es sind deutlich weniger Besucher im Bild, wenn du fotografierst.
- Tiervorführungen finden zu festgelegten Zeiten statt, die je nach Saison variieren. Schau dir den Showplan gleich am Haupteingang an und plane deine Zonenbesuche danach – sonst verpasst du Vorstellungen, die du eigentlich sehen wolltest.
- Das Safari Bundle für AED 117 gibt es nur online. Einzeln an der Kasse kostet es mehr, und die geführte Tour kann an Wochenenden ausgebucht sein. Buche mindestens einen Tag im Voraus, besonders zwischen November und März.
- Die pädagogischen Workshops für junge Entdecker (Young Explorers) sind im Basisticket enthalten und finden den ganzen Tag über statt. Sie sind wirklich gut aufgebaut, richten sich an Kinder von 5 bis 12 Jahren und dauern jeweils rund 20 Minuten. Den Tagesplan bekommst du am Informationsschalter beim Eingang.
- Wer mit einer Gruppe von 10 oder mehr Personen kommt: Die Behind the Scenes Tour (AED 1.450 gesamt) kostet pro Person AED 145 und bietet Zugang auf Tierpfleger-Niveau, den kein Standardticket ermöglicht. Das ist das einzigartigste Erlebnis, das der Park für Erwachsene zu bieten hat.
Für wen ist Dubai Safari Park geeignet?
- Familien mit Kindern zwischen 4 und 14 Jahren, die einen strukturierten Ausflug für einen ganzen Tag suchen
- Tierliebhaber, die afrikanische und asiatische Tierarten in naturnahen Gehegen erleben möchten
- Gruppen oder Familien, die an exklusiven Wildlife-Dinner-Erlebnissen oder Backstage-Touren interessiert sind
- Reisende mit Menschen mit Behinderung – diese haben freien Eintritt mit einer Begleitperson
- Fotografen, die an einem einzigen Ort abwechslungsreiche Wildtiermotive in einem organisierten Rahmen suchen